Ingame Commerce

Dieses Jahr konnte ich wieder auf der Quo Vadis in Berlin einen kurzen Vortrag halten. Da ich selbst das Thema bestimmen durfte war es umso angenehmer. Eigentlich war es angedacht, dass ich etwas zu Social Commerce und die Zukunft der Monetarisierung von Games erzähle. Die Mischung aus beiden Themen gab mir schlussendlich den Anstoß für die endgültige Präsentation.

Ingame Commerce! Seit meiner Zeit im e-Commerce und als Head of Marketing/Operations bei DailyDeal konnte ich viel mitnehmen was in diesem Bereich wichtig ist und wie es weiterentwickelt wird. Die Mischung aus Games und e-Commerce zeigt dann auch eigentlich erst auf welche Möglichkeiten beide Branchen in der Zukunft haben.

Deshalb war meine These auch: Ingame Commerce ist die zukünftige Monterisierungsform im Commerce oder in Games – je nachdem wer von beiden Branchen schneller ist. Die Gamesbranche hätte technisch gesehen wesentlich höhere Chancen, verpasst diese aber aufgrund von zu wenig Experten in den Bereich Online-Marketing oder Business Development.
Hier meine kleine Präsentation zum Thema Ingame Advertising

Vernichtung von Communities?

Die Social Media Nutzer sind besonders in Deutschland ein Volk, welches sich in einer rosaroten Wolke aufhält. Liebe und Zuneigung wird nur Unternehmen entzogen, die aufgrund von massiven Fehlverhalten auf sich aufmerksam gemacht haben. Nestle kennt die Sperrspitzen dieser Bewegung ganz gut…

Kaum jemand macht sich aber Gedanken über gezielte Angriffe auf Communities. Schafft man es mit wenigen Schritten eine Community aus dem Gleichgewicht zu bringen? Wäre man sogar in der Lage eine Community von starker Aktivität zur Inaktivität zu führen?

Kann hier der Wettbewerbsvorteil von Morgen geschaffen werden?

Inzwischen praktiziere ich dies schon seit einigen Jahren in Übersee. Solche Maßnahmen sind nicht nett und man bringt bewusst den Mitbewerber in eine missliche Lage – oft verbunden mit dem Verlust von Kunden und Ansehen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt hat man sein Ziel erreicht und die Kratzer sind schwer aus dem Social Media Gedächtnis zu bekommen.

Mein Fazit für 2011: Krieg der Communities wird auch in Deutschland in die erste Runde gehen!

PS: Nebenbei erscheint zu diesem Thema mein neues eBook im neuen Jahr (geplant Ende Januar)

Social Media wird Absatzkanal Nr.1

Wie schnell doch die Zeit vergeht und mein Blog wird nicht gerade attraktiver ohne neue Artikeln. Diesen Artikel hatte ich schon länger vorbereitet, aber bin bis heute nicht zum Abschluss gekommen.

Während der nonick Conference 2010 in Bilbao haben wir schon gemerkt wie wichtig das Thema Facebook für die meisten Anwesenden war. Trotzdem haben wir (das Community Management Panel) versucht die Diskussion etwas weg von Facebook zu halten. Einen Satz konnte ich mir damals nicht verkneifen „Dude – Facebook is there“. Okay es hatte auch etwas mit einer Wette zu tun, aber eigentlich trifft der Satz den Nagel auf den Kopf.

Vor 2 Jahren habe ich noch über „asymmetrisches Community Management“ geschrieben und wie es die Kommunikation mit der eigenen verändern wird. Heute ist es Normal wenn ein Unternehmen/Brand eine Facebook Fanpage hat und dort mit den Usern kommuniziert und Informationen rund um die eigenen Produkte oder Dienste veröffentlicht. Selbst Unternehmen wie 1und1, die in der Vergangenheit nicht mit dem Servicegedanken geglänzt haben, versuchen ihr Glück in der Social Media Welt. Die Entwicklung kann sich sehen lassen!

Ich bin sicherlich kein großer „Guru“ wenn ich prognostiziere: „Wir sehen in 3-4 Jahren wohl jedes mittelständische und große Unternehmen (welches mit Endkunden zu tun hat) im Social Web (auch wenn es sich oft auf Facebook beschränkt) mit den Kunden kommunizieren“.

Social Media ist aber weit mehr als nur ein Service- und Kommunikationskanal. Auch wenn sich alle Unternehmen noch scheuen und Angst davor haben aktiv Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, so wird dies doch in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Wie so oft startet die Games-Branche mit dem Versuch Dienstleistungen im Social Web zu verticken. Einige der Player haben sich damit auch gleich eine goldene Nase verdient (Zynga und Co einen lieben Gruß). Selbst der langsame e-Commerce legt seine Lethargie ab und kommt so langsam in die Gänge – ja Gruppen-Liveshopping ist wieder sexy.

Hier meine Prognose die etwas „waghalsiger“ ist:

Social Media wird der Absatzkanal Nr.1 in den kommenden 5 Jahren. E-Mail Marketing war in der Vergangenheit schon ein hoher Umsatzbringer bei den Bestandskunden – aber Social Media verknüpft die Kommunikation und den Dialog mit Bestands- wie auch möglichen Neukunden. Viele Unternehmen werden über Facebook, Twitter, eigene Community und Xing mehr Umsatz machen als über alle anderen Kanäle…

Was meint ihr dazu?

PS: Wie schafft man es den eigenen Kanal auch zum Absatzkanal zu machen ohne die Reputation zu verlieren? Diese Frage werde ich in den kommenden Monaten mal näher beleuchten…

Verschollen?

Noch nicht ;) Auch wenn sich einige Personen „klassisch“ per Telefon oder E-Mail Sorgen gemacht haben, da ich kein Lebenszeichen per Twitter und dem Blog gegeben habe. Ich lebe noch und mir geht es soweit gut, auch wenn von meinem Privat- oder Community Management-Leben nicht soviel über ist.

Inzwischen bin ich seit 3 Monaten bei dem regionalen Liveshopping-Anbieter DailyDeal GmbH in Berlin tätig. Angefangen hat dies als kleiner Schulungsauftrag als Freelancer. Meine aktuelle Position ist Head of Marketing. Zwar konnte ich in der Vergangenheit schon für einige Firmen in Führungspositionen arbeiten, aber es macht schon einen gewaltigen Unterschied ob man ein Team von 5 Leuten leitet oder 15.

Auch in den kommenden Wochen und Monaten wird sich das wohl eher weniger ändern, deshalb wird sich mein Blogstil etwas ändern -> Quick’n’dirty. Wenn ich mal wieder im Zug oder im Flieger sitze werde ich mir aber die Zeit nehmen 1-2 Fachartikel über Social Media und Community Management zu schreiben. Ich habe noch einige spannende Themen über die noch nichts erschienen ist.

Lebenszeichen aus Berlin
Mark

Community Management 2010 English

It took long, but the moment has finally arrived. The free eBook “Community Management 2010” was already published in Germany two months ago, now you can also get it internationally. This eBook is a small initial aid and a short overview of the subject Community Management.

At that time it was intended by me for “a basis for discussion”. Meaning that current or prospective Community Manager as well as companies should use it as a basis to build up their Community Management. What is CM? What is important within the company and which aims should they use to measure the CM.

The book is written from my own perspective and is based on the experiences I made during the last eight years as a Community manager, presenter, operator and adviser. Therefore, some formulations should not be taken too serious.

I hope this eBook pleases you and you can relate yourselves to single segments. But it would still be better if you did not relate to it, but to have clear aims, enough responsibility and the ideal budget to reach it.

Thank you folks!

Download: Community Management 2010 English

NoNick Conference – Zwischenbericht

Dieses Jahr findet zum zweiten Mal die NoNick Konferenz in Bilbao (Spanien) statt. Ich wurde dieses Mal gefragt ob ich nicht auch Lust hätte Deutschland bei dem ersten internationalen Community Management Roundtable zu vertreten. Der Bitte bin ich natürlich gerne nachgekommen und flog gestern aus Berlin über Frankfurt nach Bilbao.

Der „Tisch“ war gespickt mit spannenden Personen wie Kirsten Waganaar vom holländischen CM Verband und Blaise Grimes-Viort vom National Magazine. Wir haben im Vorfeld (gestern Abend) schon recht lange über die Zukunft in dem Bereich debattiert und hatten einige spannende Ansätze die ich in den kommenden Tagen aufbereiten und veröffentlichen werde.

Heute beim Roundtable waren es dann mehr als nur wir 3, sondern es waren knapp 150 Personen im Publikum. Themen waren die Chancen und die Unterschiede zwischen Social Media Management und Community Management. Ich denke einigen wurden regelrecht die Augen geöffnet – denn bis dato haben viele CM mit Social Media Management verwechselt.

Ich möchte auch nicht vergessen unsere kleine Analogie zu erzählen: In einem Fußballstadion sitzen tausende Fans (nebenbei das Hotel ist neben dem Stadion von Athletico Bilbao) und schauen sich das Fußballspiel an. Man kann sagen, dass diese Personen gemeinsam eine kleine Community sind. Der Community Manager versucht Probleme aus der Welt zu räumen und gleichzeitig die Aktivität der Fans zu erhöhen: z.B. mit Laola Wellen und Fangesängen. Er ist in dem Stadion und betreibt „Crowd-Management“ – weniger mit einzelnen Personen sondern mit ganzen Gruppen. Der Social Media Manager steht dabei draußen vor dem Stadion und erzählt allen wie toll das Spiel ist und wie es steht. Er versucht die Leute ins Stadion zu bekommen.

Ich denke das trifft den Kern der Sache ganz gut…

So ich werde wieder auf die Konferenz gehen und den heutigen Abend ruhig ausklingen lassen. Morgen gibt’s noch 1-2 interessante Workshops. Von daher möchte ich einigermaßen fit sein.

Definition Community Management

Der Bundesverband Community Management e.V., in dem ich als Vorstandsmitglied ehrenamtlich tätig bin, hat heute seine Definition für Community Management veröffentlicht.

Community Management ist die Bezeichnung für alle Methoden und Tätigkeiten rund um Konzeption, Aufbau, Leitung, Betrieb, Betreuung und Optimierung von virtuellen Gemeinschaften sowie deren Entsprechung außerhalb des virtuellen Raumes. Unterschieden wird dabei zwischen operativen, den direkten Kontakt mit den Mitgliedern betreffenden, und strategischen, den übergeordneten Rahmen betreffenden, Aufgaben und Fragestellungen.

Insgesamt finde ich die Definition recht passend auch wenn diese wieder sehr Allgemein gehalten wurde. Hier nochmal einen großen Dank an alle die an der Arbeit für diese Definition beteiligt waren.

Social Media auch Vertriebskanal?

Viele Diskussionen musste ich in den letzten Tagen zu dem Thema führen und doch bin ich kaum von der Meinung abzubringen. Social Media kann und wird langfristig auch immer stärker ein Vertriebskanal werden.

Da steigen die „rosa-roten“ Fans von Social Media (die es zuhauf in Berlin gibt) auf die Barrikaden und sprechen von „Seele verkaufen“. Und doch haben genau die Personen den Zug nicht abfahren hören. Social Media Dienste sind an sich Gemeinschaften oder Gruppen die sich selbst finanzieren müssen (ein Facebook, Twitter und Co müssen Geld verdienen) und auf der anderen Seite kann man diese nutzen um Angebote anzubieten. Auch wenn Dell immer ein schlechtes Beispiel ist – aber es ist so schön. Das Unternehmen macht mit seinem Twitterstream Millionen im Jahr. Wieso? Weil sie es einfach machen!

Sicher Social Media Dienste sollten nicht in erster Linie als Verkaufskanäle genutzt werden, aber die Kundenbindung und den Service mit einem Vertrieb zu verbinden macht Sinn. Ja liebe „rosa-rote“ Social Media Welt – am Ende zählen auch in dieser Welt nur Zahlen. Leider sind Online-Medien nun mal so.

In den kommenden Tagen wird das Hauptthema also sein – wie Communities und Social Media Dienste nutzen um einen zusätzlichen sinnvollen Vertriebskanal aufzubauen!

Kongresse und Veranstaltungen in den kommenden vier Wochen

Keine Sorge der Blog besteht noch und ich werde auch zukünftig wieder in regelmäßigen Abständen Beiträge veröffentlichen. Die kurze „Pause“ hat ein wenig was mit dem sehr hohen Arbeitspensum bei einem neuen Auftraggeber zu tun. Dazu gibt’s in den kommenden Tagen auch mehr Informationen.

In diesem Beitrag soll es um die kommenden Wochen und die Veranstaltungen gehen auf der ich als Speaker oder Teilnehmer zu finden sein werde.

Berliner Community Management Stammtisch 27.4.2010 (Berlin)

Heute Abend findet auch schon der Dritte Community Management Stammtisch in Berlin statt. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht – aus dem gemeinsamen Grillen wird ein Treffen im Sankt Oberholz im Herzen Berlins. Dieses Mal werden wir über allgemeine Themen des Community Managements sprechen und bei einem gemütlichen Getränk den Monat gemeinsam Revue passieren lassen. Für nächsten Monat werde ich dann auch wieder einen passenden Speaker finden – ja in Berlin ist es nicht ganz so leicht einen Speaker zu finden.

Quo Vadis 27.4-29.4.2010 (Berlin)
Die Entwicklerkonferenz die schon seit heute in Berlin stattfindet ist wohl eines der wichtigsten Events in Deutschland zu dem Thema. Ich werde am Mittwoch um 10 Uhr einen Vortrag über die Zukunft des Community Managements halten. Als Vorstandsmitglied des Bundesverbands Community Management e.V. werde ich eine kleine Ist-Analyse aufzeigen und welche Wege in den kommenden Wochen/Monaten in dem Bereich beschritten werden sollten.

Infopark Internet-Congress 3-5.5.2010 (IICO) (Berlin)
Die Einladung als Speaker auf dem Kongress etwas sagen zu dürfen kam relativ kurzfristig. Deshalb habe ich auch ein recht allgemeines Thema gewählt „Wieso Unternehmen ins Community Management investieren sollten“. Neben dem Nutzen werde ich auch die ersten Schritte aufzeigen wie ein Unternehmen agieren sollte um eine sinnvolle Lösung zu finden.

nonick 2010 (Bilbao)
Wohl eine der spannensten Veranstaltungen dieses Jahr – dort treffen sich Mitglieder der Community Management Verbände aus Holland, Spanien und Deutschland. Am Roundtable werde ich dann mit den Kollegen über den aktuellen Status und die zukünftigen Entwicklungen sprechen dürfen.

Werde natürlich im Rahmen der jeweiligen Veranstaltung auch Zeit für Gespräche haben. Meldet euch am besten direkt per Email oder in den Kommentaren (die schalte ich dann nicht frei).

Unverschämte Art Traffic zu generieren im Social Web

Sehr gute Inhalte und eine sinnvolle Verbreitung über Social Media Dienste bringt meist einen ordentlichen Batzen an Traffic auf die eigene Webseite. Das immer mal wieder nach kleinen „Schlupflöchern“ gesucht wird ist nicht unbedingt neu, aber die Art ist doch sehr unverschämt.

Bei Xing kann man dank einer Funktion die letzten Besucher des Profiles anschauen. Besonders gut wenn man auch sieht von welcher Seite die Nutzer kommen. Z.B. auf der Firmenwebseite usw.

Dies machen sich inzwischen auch einige „böse Jungs“ zu nutze. Es werden vom Server auf der die Webseite läuft Hits auf die ganzen Profile durchgeführt. Die Landingpage welche damit im Profil erscheint ist im besten Falle nur mit Werbung (im idealen Fall TKP und Co) zugepflastert, es gibt auch Fälle in denen Spyware und Trojaner so verbreitet wurden. XING User schauen sich natürlich den Link genauer an, schließlich will man wissen wo sein eigenes Profil auftaucht…

Was dann passiert ist wohl jedem klar. Deshalb sollten man sich zukünftig überlegen ob man wirklich auf jeden Link klicken muss ;)