Fehler in der Kommunikation mit Produkt-Communitys Teil1

Was sind überhaupt Produkt-Communitys? Besonders bei Computerspielen am weitesten verbreitet ist es, zu jedem Produkt eine eigene Community zu bauen. Nehmen wir die besten Beispiele „World of Warcraft“ oder „GuildWars“. Millionen Spieler treffen sich nicht nur auf den Servern sondern in den Foren der offiziellen Webseiten.

Ich habe eine kleine Liste erstellt mit absoluten „NoGo“s für die Betreiber. Insgesamt ist es in 3 Teile unterteilt – heute der erste.

  • Interne Kommunikation stimmt nicht

Meistens werden die Foren zu einzelnen Titeln von mehreren Personen gehegt und gepflegt. Neben dem Communitymanager, sind meist noch Produktmanager, Praktikanten und vielleicht sogar Entwickler dort zu finden. Meistens funktioniert diese Zusammenarbeit aber überhaupt nicht, denn es werden unterschiedlichste Aussagen getroffen.

Beispiel:

Communitymanager: „Das Spiel ist noch in den letzten Schritten der Entwicklung“.
Entwickler meint in einem anderen Thread: „Naja wir hatten nicht genügend Zeit zum testen, aber das Spiel ist schon in der Produktion..“

Solche Fehler können vermieden werden, wenn der Leiter der Community auch klare Richtlinien ausgibt welche Informationen weitergegeben werden dürfen. Das heißt wenn mehrere Personen ein Forum betreiben müssen alle auf dem gleichen Nenner sein, sonst kann es fatale Folgen haben.

Eine Community vergisst solche Ungereimtheiten nicht…

  • Unsachlichkeit

Man kann es nicht jedem User recht machen, deshalb muss man sich auch auf Kritik einstellen. Mit Kritik muss sachlich umgegangen werden, denn es gibt nichts Schlimmeres als so etwas persönlich zu nehmen. Dieser Fehler ist oft bei Personen anzutreffen, die bei der Entwicklung eines Produktes mitgewirkt haben. Jede Kritik an dem Produkt wird als Kritik an der eigenen Person aufgenommen.

Die Lösung kann sein, dass man das beantworten einem Kollegen überlässt der unbelastet ist. Ansonsten einfach Kritik + Antwort einem Außenstehenden zeigen und nach seiner Meinung bitten.

PS: Niemals einen Producer ins Forum lassen ;)


 
 
 

6 Kommentare zu “Fehler in der Kommunikation mit Produkt-Communitys Teil1”

  1. Holger
    22. Januar 2008 um 17:58

    Hi Mark,

    du sprichst mir aus der Seele:-)

    Gruß
    Holger

  2. Malte
    22. Januar 2008 um 22:41

    Stimmt, dem kann ich nur zustimmen. Eine Community vergisst auch nicht, wenn der Community Manager alle mögliche Unterstützung und Preise verspricht, dann aber auf einmal von nichts mehr weiss….

    Gelernt aus eigener Erfahrung? :)

  3. Ralea
    25. Januar 2008 um 12:22

    Hallo Malte,

    wie auch per Email durchgegeben, war ich damals als Community Manager der Firma auch dafür verantwortlich, die Informationen der Produktverantwortlichen weiterzugeben.

    Das etwas schief gelaufen ist, ist vollkommen richtig – aber ich gebe mir in diesem Fall nur indirekt die Schuld. Wieso? Das Budget wurde so ausgerichtet, dass diese Aktion möglich war und die hat der Produktmanager auch abgesegnet. Einige Wochen später wurde radikal gekürzt und diese Aktion erhielt kein Geld mehr. In diesem Fall konnte ich kaum etwas dagegen machen.

    Aber du hast recht aus diesen Fehlern habe ich in soweit gelernt, dass ich erst wenn die Sachen da sind auch solche Aussagen gebe.

    PS: Trotzdem denke ich, dass für das Portfolio das Community Management ziemlich gut gelaufen ist.

  4. Björn Schneider
    29. Januar 2008 um 00:06

    Stimmt, sieht sehr nach eigener Erfahrung aus :)

  5. Doodee
    3. Februar 2008 um 21:45

    Thanks for sharing

  6. entiggikisp
    8. Februar 2008 um 19:22

    I’d prefer reading in my native language, because my knowledge of your languange is no so well. But it was interesting! Look for some my links:

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