Monetarisierung von StudiVZ – erste Gedanken

Starten wir doch gleich mit dem härtesten Brocken um das Thema „Einnahmen bei Communities“ anzugehen. Ziel von StudiVZ ist laut eigenen Angaben profitabel zu werden. Um es kurz zu halten – derzeit wird das Ziel bei weitem nicht erreicht, obwohl inzwischen fleißig Werbung gebucht wird.

Wieso gerade StudiVZ?
Zum einen hat StudiVZ eine direkte Zielgruppe die mit den Angeboten und Dienstleistungen angesprochen werden kann. Heißt eine sinnvolle Vermarktung kann ohne großen Streuverlust gestartet werden. Dies wäre bei meinVZ und Co nicht so ohne weiteres möglich.

Welche Möglichkeiten werden aktuell ausgeschöpft?
Wie oben schon erwähnt wird aktuell nur Werbung als Einnahmequelle genutzt. Was natürlich zum einen den Vorteil hat, da man auf einen stark wachsenden Online Werbemarkt zurückgreifen kann, aber auch den Nachteil, dass man zu stark an die Werbetreibenden gebunden ist.

Ideen zur weiteren Monetarisierung des Portals

Zu allererst muss gesagt werden, dass diese Artikel die ersten Gedanken darstellt um weitere Einnahmen auf dem Portal zu generieren. Nicht alles was vorgeschlagen wird ist auch wirklich realisierbar, zum einen aus technischer Sicht, zum anderen aus Sicht der User.

Premiumaccounts

Oh was für ein kreativer Ansatz einfach bezahlte Accounts anzubieten! Die Kritik ist in so weit berechtigt, da Premiumaccounts nicht so funktionieren würden wie z.B. bei XING. Aber auf einem anderen Wege unter Umständen schon. StudiVZ erstellt einen „internen“ Bereich für Kurse unter denen alle Daten und Informationen rund um diesen Kurs zur Verfügung stehen. Das geht soweit, dass ehemalige Studenten aus diesen Kursen vielleicht sogar als Ansprechpartner für die Studenten fungieren. Außerdem könnte so eine Zeitleiste aufgebaut werden in der jeder Student sieht welche Themen vorher einem – zwei oder fünf Jahren im Fokus standen. Im Endeffekt geht es dabei um eine komplette Verwaltung des Studiums mit den Teilnehmern der Kurse etc.

Studienberater

Wer braucht den so etwas? Der Markt an Studienberatern wird immer größer, denn viele junge Menschen können sich nicht für ein Studium entscheiden und nehmen oft zu erst etwas was ihnen nach 1-2 Semestern keinen Spaß mehr macht. Das Geld und die Zeit sind dann „umsonst“ investiert. Vorab könnte der Studienberater helfen den richtigen Studiengang zu finden. Erspart oft Zeit und Geld… Diese Dienstleistung könnte direkt per StudiVZ angeboten und an regionale Studienberater weitergeleitet werden. Im ersten Schritt wäre StudiVZ der Vermittler. Im späteren Verlauf könnte die Dienstleistung sogar in house realisiert werden.

Marketplace

XING lässt in diesem Fall grüßen. Angebote die speziell an Studenten gerichtet sind bringen zusätzliche Einnahmen. Diese könnten sogar regional angepasst werden – ob ein Angebot für ein Konzert oder ein regionales Geschäft etc.(Affiliate)

Auslandssemester

Immer mehr Studenten gehen für 1-2 Semester ins Ausland um dort ihr Studium weiterzuführen. Wieso nicht auch hier als Vermittler und Infogeber fungieren? Es gibt viele Studenten die einige Fragen zu ihrer möglichen neuen Universität haben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein anderer User der Community dort schon mal für ein Semester war und kann aus seinem Erfahrungsschatz berichten.

Diplomarbeiten

Auf der Suche nach einer Diplomarbeit – um ein genaueres Bild von einem Thema zu erhalten? Vielleicht sogar Interesse die eigene alte Diplomarbeit anzubieten um ein paar € damit zu verdienen? Ein Marktplatz für Diplomarbeiten ist keine so schlechte Möglichkeit zusätzlich ein paar € zu verdienen.

Fazit

Dies wären meine ersten Gedanken um weitere Einnahmequellen zu erschließen. Wie bereits erwähnt kann und soll auch nicht alles umgesetzt werden. Aber die ein oder andere Erweiterung oder Dienstleistung würde von den Usern sicher positiv aufgenommen werden. Im Zweifel einfach mal direkt die User fragen – ein Community Manager findet sich doch im Hause StudiVZ.

PS: Ist ja auch Web 2.0 ;)


 
 
 

5 Kommentare zu “Monetarisierung von StudiVZ – erste Gedanken”

  1. Timo Heuer
    28. August 2008 um 08:56

    Sind ein paar gute Ideen dabei. Ich denke auch, StudiVZ/SchülerVZ müssten ihre “Kunden” durch geschickte Maßnahmen erstens binden und zweitens sie irgendwie zu Geld machen. Das wird nur durch Werbung oder einzigartige Funktionen funktionieren. Als Quasi-Monipolist sind sie natürlich sehr im Vorteil. Premiumaccounts würden meiner Meinung nach nicht funktionieren, denn Studenten und Schüler haben halt weniger Geld als ein Manager bei XING (Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich finde vor allem deine Idee gut, dass man eventuell einen Online-Campus mit StudiVZ realisieren könnte, für den die Schulen und Universitäten dann zahlen würden. Man bietet die Tools und die Plattform – die Schüler und Studenten sind ja eh schon da – und holt sich noch die Lehrer, natürlich irgendwie von den Studenten getrennt. Aber das wäre auf jedenfall eine Idee wert!

  2. Youtube und die Monetarisierung | Eikyo
    29. August 2008 um 15:06

    [...] Start der Aktion dachte ich StudiVZ wäre der härteste Brocken aber irgendwie habe ich da wohl Youtube vergessen. Die Jungs [...]

  3. norman
    31. August 2008 um 19:06

    Zu jedem Punkt fällt einem spontan bestimmt ein Gegenbeispiel ein. An der Monetarisierung von Communities und SN´s sitzen einige Leute sicherlich Tag und Nacht.

    Deine Vorschläge basieren meist auf a) Dienstleistungen, die andere besser und kostenfrei können oder b) Techniken, die andere schon entwickelt und auch kostenfrei anbieten. Was nicht heißt, die Sachen sind nicht umzusetzen. Nur ohne Partner wird das schwierig.

  4. Monetarisieren von Yigg.de | Eikyo
    30. September 2008 um 18:51

    [...] den sehr großen Netzwerken StudiVZ und Youtube ist heute der deutsche Vertreter der Nachrichtendienste Yigg.de am Start. Aktuell [...]

  5. woobby.com - Der Blog zur Ranking Community » Startup Lesson 15: Die Frage nach dem Geschäftsmodell
    18. Oktober 2008 um 22:47

    [...] dass Milliarden Page Impressions und Millionen registrierte Nutzer nicht immer auch automatisch in Multi-Millionen Euro Umsätze transferierbar sind. Sondern, dass Phantasie und Flexibilität und letztlich viel Detailarbeit [...]

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