Der Angriff auf Businessnetzwerke

Wo kramt Spiegel.de eigentlich solche Personen und Gründer aus? Die beiden Briten Martin Warner und Mark Parker wollen mit der Seite talkbiznow.com den Businessnetzwerke Markt revolutionieren und die großen wie XING und LinkedIn vom Thron stoßen.

Großspurig wird erklärt das XING und Co nur für die Unterhaltung gut sind und zum wirtschaftlichen Alltag kaum etwas beiträgt. Ich als Selbstständiger sehe das etwas anderes, denn eine Vielzahl an Kontakten und Aufträge konnte ich über das Netzwerk generieren. Aber okay wenn die beiden sich so sicher sind.

Schließlich soll ihr praktischer Service neben E-Mail, Kurznachrichten und Kalenderfunktionen auch Möglichkeiten bieten Online-Schaltkonferenzen abzuhalten oder Firmendokumente für andere zugänglich zu machen. So das die Mitarbeiter weltweit Zugriff darauf haben… Was dabei wohl nicht bedacht wird ist, dass ich niemals irgendwelche internen Dokumente auf irgend einem anderen Server ablegen würde als meinem eigenen!

Finanziert soll das auch nicht über Premiumaccounts oder sinnvolle Dienstleistungen sondern über „Interaktive Werbung“ welche auf dem eigenen Profil bzw. auf Profilseiten geschaltet werden kann. Hat bei XING schon absolute Entrüstung verursacht, wird aber bei den Engländern sicher angenommen. Laut der Aussage der Briten sollen besonders kleinere Firmen sollen dieses Modell nutzen.

Last but not least der beste Satz des Artikels der von Parker stammt: “Wir werden eines Tages größer sein als Google.” Da der Markt für Businessnetzwerke größer ist als der von Suchmaschinen. Selbst wenn der Schwachsinn stimmen würde, wäre da noch der Werbemarkt von dem Google ein großes Stück Kuchen sein eigen nennen darf.

Fazit

Falls die beiden Jungs es wirklich schaffen sollten ihre Ziel von 25 Millionen Dollar in der ersten Finanzierungsrunde zu ergattern glaube ich nicht mehr an das Gute im Menschen. Es gibt so viele wirklich gute Geschäftsideen die nicht finanziert werden, aber solche großspurigen Investmentbänker die kaum Ahnung von Social Media Diensten haben erhalten die Kohle. Nebenbei würde ich niemals interne Prozesse an eine solche Plattform auslagern. Eine Bitte zum Schluß: Spiegel könntet ihr lieber deutsche Gründer beachten und über diese Schreiben – die haben es wirklich mehr als verdient.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Der Angriff auf Businessnetzwerke”

  1. Stefan Johne
    9. September 2008 um 10:02

    Hrm also ob wir unbedingt neben Xing und OpenBC noch ein Business Network brauchen… fraglich. Die Äußerungen von den Typen sind ja auch krass =D also wenn der Business Networking Markt größer wird als der SuMa Markt, dann fresse ich einen Borsten-Besen!

    Das Design der Seite sieht auch irgendwie eher wie so eine Video Seite von Apple aus.

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