Ich beschäftige mich neben dem Community Management auch mit dem Thema Social Media Optimization welches in Deutschland in den Kinderschuhen steckt. Die Synergie der beiden Bereiche kann als “asymmetrisches Community Management” bezeichnet werden.
Kurz zur Erklärung was SMO ist und welche Verbindung mit Community Management besteht. Social Media Optimization ist zum einen die technische Bereitstellung von Hilfen (Schaltflächen) zur leichteren Aufnahme in Social Media Dienste. Aber dies ist nur ein ganz kleiner Bereich. Wesentlich wichtiger ist hierbei die Aktivität auf anderen Netzwerken und Communities um darüber verschiedene Ergebnisse zu erreichen:
- Produkt erhalten bessere Bewertungen
- Inhalte werden besser bewertet und werden somit öfter geklickt (mehr Traffic)
- Markenbekanntheit wird erhöht
- Dialog mit den Kunden und Usern
Wie sieht klassisches (wenn davon die Rede sein kann) Community Management aus?

Heißt das Community Management betreut die User auf der eigenen Community. Versucht hierbei die Aktivität zu erhöhen und über die vorhandenen Mitglieder zusätzliche User zu gewinnen. Entscheidend ist Inhalt und Aktivität. Das Produkt ist dabei die Community (oder Produktcommunity) selbst.
Wie sieht aber asymmetrisches Community Management aus?
Die Unterschiede liegen eigentlich auf der Hand. Das Community Management findet dort statt wo die Zielgruppe und die User zu finden sind, ob dies XING, Twitter, Myspace oder Youtube ist. Dort wird versucht ein Netzwerk und ein Dialog mit den Usern aufzubauen unabhängig von einer möglichen eigenen Community (das klassische Modell kann zur Mitgliedergewinnung auch passend erweitert werden). Im Endeffekt wird Community Management für ein Produkt/Dienstleistung gemacht welche an verschiedenen Orten diskutiert wird.
Praktisches Beispiel: Nehmen wir an das Unternehmen BMW will zukünftig wesentlich aktiver beim Dialog im Internet mit seinen Kunden sein. Jetzt sollte ein Community Manager eingestellt werden welcher einfach nur asymmetrisches Community Management betreibt. Das Produkt „Auto“ von BMW wird von Käufern, Nutzern und potentiellen Kunden in zig Communities und Portalen diskutiert. Der Community Manager sollte genau dort präsent sein (wichtig: er sollte sich auch als offizieller Mitarbeiter ausgeben. FAKES kommen irgendwann immer raus!) um ein Netzwerk an User in den unterschiedlichsten Communities aufbauen, mit Inhalten zum Thema informieren und Hilfestellungen geben.
Die Unternehmen die genau diesen Schritt gehen werden, werden relativ schnell feststellen, dass die Kundenzufriedenheit aber auch der Dialog um die Produkte im Netz stark erhöht wird.
Gibt es schon asymmetrischem Community Management?
An sich nutzen einige Community Manager schon aktiv die Chancen und Möglichkeiten der Ansprache in anderen Communities. Der Beginn ist also gemacht. Soweit ich weiß gibt es „noch“ keinen Community Manager der keine eigene Community betreut, sondern nur in anderen Communities Netzwerke aufbaut. Dies wird sich aber in den kommenden Jahren sicherlich ändern.
Wie kommt man auf das Wort ASYMMETRISCH?
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit der Verbindung zwischen den beiden Themen und hatte deshalb auch ein Gespräch mit Tom Noeding. Er schlug sofort das Wort asymmetrisch vor, da die Aktivitäten gezielt dort durchgeführt werden wo die User zu finden sind.