Monatsarchiv für Oktober 2008

 
 

Erlösmodelle im Web 2.0

In diesem Fall kann ich nur auf einen sehr guten Artikel von Seedfinance verweisen, welcher die Studie von Ernst & Young in Kooperation mit Hubert Burda Media zu Erlösmodellen für Medien in der digitalen Welt geschrieben hat.

Der Artikel fasst die sieben Kernaussagen aus der Studie perfekt zusammen – danach lohnt sich das durchlesen fast nicht mehr. Wobei es für Personen die sich näher mit Social Medien befassen sowieso kaum neues zu entdecken gibt.

Wie ich auch in einem Kommentar unter dem Artikel geschrieben habe, müssen Erlösmodelle passend für das jeweilige Medium erstellt werden. Interessanterweise bedenken die meisten neuen StartUps im Web 2.0 Umfeld immer noch nicht, sich vor der Gründung über eine sinnvolle Monetarisierung Gedanken zu machen. Welche Selbstständige könnte heute noch ein Geschäft gründen ohne vorher zu überlegen wie er damit am Ende des Tages Geld verdient.

Screencast: Vorstellung von Artition.com

Auch diese Woche gibt es einen kurzen Screencast. In dieser Folge stelle ich ein weiteres Netzwerk bzw. Community vor, welches sehr interessant ist. Besonders da es auf längere Sicht hin viel Potential hat um erfolgreich zu sein.

Artition.com ist eine Community rund um Kunst, dabei ist die Kunstform (Musik, Literatur und Bilder) egal. Nebem der Möglichkeit für Künstler und Autoren ihre Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren gibt es die Möglichkeit für die User darüber zu diskutieren. Wie es aussieht (das Netzwerk ist noch in der Betaphase) kann später über den Store die Kunst auch direkt gekauft werden. Heißt eine gute Möglichkeit zur Monetarisierung welches auch gleichzeitig einen Mehrwert für die Nutzer und Künstler darstellt.

Vollansicht ist hier zu finden.

Kurzes Update zum Screencast (dank an Daniel): Natürlich gibt es weitere Kunstcommunities – aber ich habe während meiner Suche keines gefunden welche mehr als nur Bilder abdeckt. Denn Artition.com zeigt neben Bildern auch Videos, Musik und Literatur.

CommunityCamp und Gründung des BVCMs

Am Samstag startet das CommunityCamp in Berlin auf dem ich zu Gast sein werde. Neben dem üblichen Gesprächen findet am Samstag auch die Gründung des „Bundesverbands Community Management e.V.“ statt an dem ich auch beteiligt sein werde. Mehr zum Bundesverband gibt es dann nächste Woche.

Auf dem CommunityCamp werde ich aber auch eine kleine Session mit dem Thema „Social Media Optimization und asymmetrisches Community Management“ halten. (auch wenn dezentral das bessere Wort ist). Dort wird es um die Verbindung zwischen SMO und Community Management gehen und wie man dies zum Erfolg des eigenen Netzwerkes oder Unternehmens nutzen kann.

Wer mehr über das CommunityCamp wissen will findet auf der mixxt seine weitere Informationen. Mehr zu meinem Vortrag gibt es nächste Woche – da stelle ich dann auch die Präsentation zur Verfügung.

Eikyo Screencast: Vorstellung von want2do

Der neuste Screencast steht in den Startlöchern. In dieser Folge geht es um ein Portal welches sehr viel Potential besitzt um zukünftig einen wichtigen Stellenwert bei SMO von Unternehmen einnehmen könnte.

Want2do ist eine Community Todo-liste zu verstehen, in der jeder seine Todos präsentieren kann. Falls mehrere das Gleiche möchten findet eine Vernetzung statt in der alle darüber diskutieren aber sich auch zusammenschließen können. Aber nicht noch mehr Worte – hier der Screencast

Vollansicht ist hier zu finden.

Asymmetrisches Community Management

Ich beschäftige mich neben dem Community Management auch mit dem Thema Social Media Optimization welches in Deutschland in den Kinderschuhen steckt. Die Synergie der beiden Bereiche kann als “asymmetrisches Community Management” bezeichnet werden.

Kurz zur Erklärung was SMO ist und welche Verbindung mit Community Management besteht. Social Media Optimization ist zum einen die technische Bereitstellung von Hilfen (Schaltflächen) zur leichteren Aufnahme in Social Media Dienste. Aber dies ist nur ein ganz kleiner Bereich. Wesentlich wichtiger ist hierbei die Aktivität auf anderen Netzwerken und Communities um darüber verschiedene Ergebnisse zu erreichen:

  • Produkt erhalten bessere Bewertungen
  • Inhalte werden besser bewertet und werden somit öfter geklickt (mehr Traffic)
  • Markenbekanntheit wird erhöht
  • Dialog mit den Kunden und Usern

Wie sieht klassisches (wenn davon die Rede sein kann) Community Management aus?

klassisches Community Management

Heißt das Community Management betreut die User auf der eigenen Community. Versucht hierbei die Aktivität zu erhöhen und über die vorhandenen Mitglieder zusätzliche User zu gewinnen. Entscheidend ist Inhalt und Aktivität. Das Produkt ist dabei die Community (oder Produktcommunity) selbst.

Wie sieht aber asymmetrisches Community Management aus?

asymmetrisches Community Management

Die Unterschiede liegen eigentlich auf der Hand. Das Community Management findet dort statt wo die Zielgruppe und die User zu finden sind, ob dies XING, Twitter, Myspace oder Youtube ist. Dort wird versucht ein Netzwerk und ein Dialog mit den Usern aufzubauen unabhängig von einer möglichen eigenen Community (das klassische Modell kann zur Mitgliedergewinnung auch passend erweitert werden). Im Endeffekt wird Community Management für ein Produkt/Dienstleistung gemacht welche an verschiedenen Orten diskutiert wird.

Praktisches Beispiel: Nehmen wir an das Unternehmen BMW will zukünftig wesentlich aktiver beim Dialog im Internet mit seinen Kunden sein. Jetzt sollte ein Community Manager eingestellt werden welcher einfach nur asymmetrisches Community Management betreibt. Das Produkt „Auto“ von BMW wird von Käufern, Nutzern und potentiellen Kunden in zig Communities und Portalen diskutiert. Der Community Manager sollte genau dort präsent sein (wichtig: er sollte sich auch als offizieller Mitarbeiter ausgeben. FAKES kommen irgendwann immer raus!) um ein Netzwerk an User in den unterschiedlichsten Communities aufbauen, mit Inhalten zum Thema informieren und Hilfestellungen geben.

Die Unternehmen die genau diesen Schritt gehen werden, werden relativ schnell feststellen, dass die Kundenzufriedenheit aber auch der Dialog um die Produkte im Netz stark erhöht wird.

Gibt es schon asymmetrischem Community Management?

An sich nutzen einige Community Manager schon aktiv die Chancen und Möglichkeiten der Ansprache in anderen Communities. Der Beginn ist also gemacht. Soweit ich weiß gibt es „noch“ keinen Community Manager der keine eigene Community betreut, sondern nur in anderen Communities Netzwerke aufbaut. Dies wird sich aber in den kommenden Jahren sicherlich ändern.

Wie kommt man auf das Wort ASYMMETRISCH?
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit der Verbindung zwischen den beiden Themen und hatte deshalb auch ein Gespräch mit Tom Noeding. Er schlug sofort das Wort asymmetrisch vor, da die Aktivitäten gezielt dort durchgeführt werden wo die User zu finden sind.

Der Kongress erhält einen Namen: SMOTODAY

SMOTODAY Logo

Vor wenigen Wochen wurde der Gedanke an einen SMO Event geboren, da sich die Masse an Dienstleistern und Nutzern von SMO Aktivitäten rasant entwickelt hat. Meist wird SMO in Verbindung gebracht mit SEM und SEO, obwohl es rein gar nichts damit zu tun hat. Der Event soll hierbei aufklären und praktische Beispiele aufzeigen wie SMO effektiv genutzt wird und somit einen sinnvoll für jegliche Unternehmen aber auch für Personen haben kann.

Das Konzept hinter dem Event ist eine Mischung aus Kongress an dem Hauptredner (Experten auf den jeweiligen gebieten) bestimmte Themen vortragen und sich den Fragen der Zuschauer stellen. Gleichzeitig soll der Event eine Plattform werden, damit sich Social Media Dienste aber auch Dienstleister vorstellen können. Hierzu wird es eine Art BarCamp (mehr zum Thema BarCamp) geben in denen die Besucher eigene Vorträge halten können. Außerdem haben die Unternehmen die Möglichkeit kleine Messestände aufzubauen.

Der Name und das Logo des Events steht schon: SMOTODAY. Die Veranstaltung wird voraussichtlich im 2. Quartal des nächsten Jahres stattfinden. Derzeit wird nach einem geeigneten Ort gesucht – wenn jemand interessante Vorschläge hat würden wir uns über Feedback freuen.

SMO Event

Wie per Twitter oder XING schon mitgeteilt erarbeite ich eine Veranstaltung zum Thema SMO. In den letzten Monaten und Jahren habe ich Einblick in unzählige Messen, Vorträge und Veranstaltungen gehabt zum Thema Social Medien, Online Marketing und auch Suchmaschinenoptimierung. Oft wurde relativ wenig für das Geld geboten und bis auf neue Kontakte wurde kaum etwas mitgenommen.

Bitte nicht falsch verstehen – neue Kontakte und Ansprechpartner sind wichtiger den je. Trotzdem erschließt sich mir nicht der Sinn mehrere hundert Euro zu bezahlen um mit anderen Besuchern zu quatschen. Das geht doch auch günstiger…

Deshalb arbeite ich mit verschiedenen Personen an der Realisierung eines Konzeptes für eine Veranstaltung welche als Fokus SM (Social Media) haben soll. Hierbei geht es nicht um die Selbstbeweichräucherung der einzelnen Dienste welche sich vorstellen können, sondern viel mehr um praxisbezogene Aktivitäten und Projekte.

Geplant ist das ganze für das 2. Quartal 2009. Die komplette Veranstaltung soll einen Tag einnehmen und relativ günstig (unter 100€) pro Teilnehmer liegen. Somit ist es nicht nur eine Veranstaltung für Branchenkenner sondern auch für Personen die sich mit dem Thema beschäftigen möchten. Genaueres zu diesem Event wird in den nächsten Tagen und Wochen bekannt gegeben. Für weitere Informationen oder Interesse an einer Zusammenarbeit einfach Mail an info [at] eikyo.de.

Wie sieht Community Building aus?

Eines der wichtigsten Aspekte bei neuen Gründungen von Social Media Diensten und Communities ist der Aufbau einer Community. Dieser besteht aus einigen Faktoren welche entscheidend sind um kurz- und mittelfristig eine Maße an Leuten auf die Seite zu bekommen und somit Anmeldungen zu generieren.

Pyramide

Content: Zu Beginn sollte das Portal mit genügend Inhalten versehen werden, damit User welche das erste Mal auf die Seite klicken sehen, dass sich in regelmäßigen Abständen etwas tut. Dabei ist entscheidend, dass der Inhalt passend zum Portal erstellt wird und einen „Mehrwert“ für die User ist. Als Beispiel wäre hierbei mal wieder Produki genannt. Dort wurden von Anfang an die Produkte eingestellt welche gerade sowieso am meisten diskutiert werden. (IPhone und Co).

Idealerweise erstellt man sich ein Planing mit einem genauen Zeitplan wann welche Inhalte erstellt und veröffentlicht werden. Hierbei sollte für 1-2 Monate vorab schon an Inhalte gearbeitet werden. Oft kommt ein Neuigkeit relativ kurzfristig rein und sollte veröffentlicht werden, dann kann man die geplanten Inhalte aber ohne weiteres nach hinten verschieben.

Aktivität: Neben Inhalten welche eingepflegt werden sollten (z.B. bei Produki die Produkte) müssen auch verschiedene Aktivität wie der Dialog zwischen den vorhanden Usern aufgebaut werden. Hierbei arbeiten viele anfangs mit Fakeaccounts welche eine Aktivität von Seiten der User vorgaukeln. Z.B. Bewertungen geben, Forenaktiv sind usw. Dies ist nicht verwerflich, aber man sollte optimalerweise gleich von Anfang an einige Personen in seinem näheren Umfeld suchen welche lieber aktiv sind. Fakeaccounts fallen oft nach einer bestimmten Zeit auf.

User: Jetzt ist es an der Zeit User zu gewinnen. Über welche Wege diese Angesprochen werden ist dabei zweitrangig. Vielleicht eine große Marketingkampagne oder einfach nur Mund zu Mund Propaganda (wer-kennt-wenn hat dies optimal durchgeführt). Dies kommt auf verschiedene Elemente an. Art des Netzwerkes, Ort der eigentlichen Zielgruppe und Weg der beschritten werden soll. Bei einem Netzwerk 50+ wird man die Personen sicher nicht auf der neusten Gamingseite finden ;).

Wieso sollten die Schritte in dieser Reihenfolge erfolgen? Sobald User sich eine Community oder Netzwerk anschauen wollen diese sehen dass die Community auch wirklich vorhanden ist und Personen aktiv sind. Ohne Inhalte und die Aktivität werden die meisten User sich nicht anmelden – und wenn doch werden sie nach kurzer Zeit nicht mehr auf die Seite kommen. Schließlich fühlen Sie sich relativ alleine.

Youtube will Geld verdienen

Bewegt sich der Videoriese? Unglaublich aber wahr – nach über 2 Jahren in denen es Nutzer fordern können jetzt amerikanische Nutzer die Songs eines Videos über Amazon oder iTunes kaufen. Ab sofort erscheinen unter den einigen Videos Kauflinks, dadurch soll es leichter Fallen Inhalte aus dem Video zu kaufen.

Somit wird Youtube zur E-Commerce Plattform in der die Partner ihre Produkte gezielt anbieten können. Z.B. bei einem Filmtrailer direkt zum Kauf des Films, bei Songs zum legalen Download usw.

Ob dieses Modell wirklich aufgeht wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wobei es aktuell ausschließlich für amerikanische Kunden funktioniert. Wie lange wir noch warten müssen ist nicht bekannt…Vielleicht werden auch irgendwann die Vorschläge umgesetzt die auf diesem Blog zu finden sind…

Gefunden auf Googlewatchblog

Eikyo Screencast: Vorstellung von Produki

Weg von den Nachrichtenportalen und es geht um das Thema Dialog mit dem Kunden und User auf Social Media Diensten. Dabei stelle ich auch gleichzeitig den Social Media Dienst produki.de vor, welcher vor einigen Wochen in der Closed Beta Phase gestartet ist.

Vollansicht ist hier zu finden.

Besonders in Social Media Diensten können Unternehmen aktiv in den Dialog mit dem Kunden ihrer Produkte treten. Näheres gibt es in den folgenden Wochen.