Online Distribution bei Herstellern
Fast jeder Hersteller von Produkten für den Endkundenmarkt vertreibt inzwischen seine Produkte auf dem Onlinemarkt. Oft geschieht dies sogar ohne das Wissen des eigentlichen Herstellers. Zig Händler betreiben inzwischen Onlineshops klatschen dort eine Menge von Produkten rein.
Dadurch entsteht auch eine gewisse Problematik für Hersteller, da ohne Ihr Wissen auch Preis und Präsentation teilweise den eigenen Vorstellung weit hinterherhinken. Auch in Punkte Service nehmen es besonders Onlinehändler nur bis zur 2 Wochen genau.
Trotz allem ist klar, dass die Online Distribution für jede Firma mit Produkten oder Dienstleistungen immer interessanter wird. Neben der Ortunabhängigkeit, kann auch mit günstigeren „Kosten“ bzw. höherer Marge gearbeitet werden. Ohne Zwischenhändler lässt sich doch ein wenig mehr verdienen. Sicher die Onlineshops und Händler wollen auch Geld verdienen – trotzdem sind die Kosten dort wesentlich geringer:
- Versandkosten die direkt vom Kunden getragen werden
- Marge ist häufig geringer
- Kein so großer Aufwand bei der Beratung der Kunden (vergleichbar mit dem Fachhandel)
Welche Punkte gilt es zu beachten?
Besonders als Hersteller oder Anbieter von Dienstleistungen sollte man sich immer ein Bild von seinen Produkten im Netz machen. Wichtige Punkte sind dabei:
- Ist der Onlineshop seriös?
- Werden die Preise (Untersten Grenzen) eingehalten die vorgegeben werden? Viele Hersteller möchten ihre Produkte nicht verhauen… Außerdem ist der stationäre Handel nicht begeistert über zu günstige Preise.
- Sind genügend Informationen auf der Seite enthalten?
- Ist die Präsentation optimal um den Abverkauf zu stärken?
Außerdem muss bedacht werden ob wirklich alle Wege bei der Online Distribution gegangen sind. Gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten die Produkte verbessert zu vertreiben?
- Live Shopping (sollte auf jeden Fall getestet werden)
- Eigener Shop? Ist aber nur interessant wenn man wirklich Einheiten darüber verkaufen will. Nur Geräte mit UVP anbieten bringt keinen wirklichen Umsatz.
- Bei Büchern, Videos, Games, Musik die Möglichkeit über on Demand Plattformen
- Dienstleistungen können hierbei auch direkt verkauft werden
- Vielleicht sogar der Vertrieb über eine Auktionsplattform (eBay). Besonders interessant für Produkte die gebraucht oder 2. Wahl sind.
- Affiliatenetzwerk
Dies sind nur einige weitere Möglichkeiten seine Produkte zusätzlich zu vertreiben. Im Endeffekt sollte besonders der Bereich Online Markting und Vertrieb Hand in Hand zusammenarbeiten um optimale Ergebnisse im Bereich Online Distribution zu erzielen. Wie so etwas im einzelnen realisiert wird zeige ich in den kommenden Tagen Anhang einiger Beispiele.







4. Januar 2009 um 22:01
Es gibt auch Leute, die lassen sich ihre Website von ihrem Nachbarn bauen ;)
Der erste Stolperstein ist doch schon “Ist der Shop seriös?” – wie soll das jemand “entscheiden”, dem die Fachkenntnis dazu fehlt?
Die meisten Punkte setzen voraus, dass das Unternehmen ein Online-Marketing hat. Was sich im Aufbau des Sektors ja nun schwer bewerkstelligen lässt.
Genrell muss ich aber sagen, es ist echt übel, was so manches Unternehmen im Online-Sektor “liegen” lässt. Aufgrund fehlender Fachkenntnis, Lust oder Investitionswille (weiß nicht, ob’s bei denen kein ROI gibt?!) ;)
Aber generell kann man über das Thema vermutlich ein Buch schreiben ;-)
5. Januar 2009 um 08:59
Guten Morgen Kai,
das mit dem Buch war wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl. Für mich ist das Thema einfach spannend, da mein neuer Arbeitgeber den kompletten Bereich bis jetzt vernachlässigt hat. Es sind teilweise Preise und auch die Präsentation bei vielen Shops eher schlecht als recht.
PS: Nein ein Buch gibts erstmal nicht dazu :P
Grüße
Mark
6. Januar 2009 um 00:28
Es steckt ein großes Geldschöpfungspotenzial in Online-Shops. Vorallem das Internet drängt die herkömmlichen Medien immer mehr ab. Mir ist aufgefallen, dass das Fernsehen immer mehr Werbungen für Webseiten macht, was auch zeigt, wie etabliert Internet schon ist. Heutzutage ist Marketing das Wichtigste für den Erfolg meiner Meinung nach.
7. Januar 2009 um 10:51
Servus Mark,
das tun aber doch viele Hersteller und Unternehmen. Also ihren Online-Auftritt vernachlässigen. Es ist aber m.E. auch ein Problem der “Agenturen”, die hier eine falsche Aufklärung betreiben.
Vielen Unternehmen ist ja nun der Vertrieb über’s Internet nicht bekannt. Und sie sehen es auch oft aus einem zu alten Winkel.
Erst kürzlich saß ich bei einem IT-Händler(GF), der mir erklärte, dass ich einem eine Webseite baue und danach der Auftrag abgeschlossen sei. Ich halte dies für fahrlässig, denn wer heute einfach nur noch “dabei” ist, hat sein Geld verbrannt ohne es zu merken. Wer da als “Berater” nicht gegensteuert, sollte über seine Arbeitsweise nachdenken.
Und der Müll der da draußen so umherschwirrt, nun ja – liegt zum Teil wohl daran dass die fachlichen Kenntnisse fehlen als auch das Wissen über die Möglichkeiten. Aber da es in der Vergangenheit auch “so” gegangen ist… denke ist klar, was ich sagen möchte.
Geht ja schon los bei der “Offline”-Assoziationen zum Online-Shop/Auftritt. Denke, da gibt es noch viel zu sagen :-)