Bewertungen kaufen geht nach hinten los

Das musste wohl auch Belkin eingestehen, denn der Anbieter von Netzwerkzubehör entschuldigte sich offiziell beim Händler Amazon für gekaufte Bewertungen. Letzte Woche hatte ein Student aufgedeckt, dass ein Mitarbeiter des Unternehmens Leute sucht die positive Bewertungen über einen Router schreiben. Dafür gab es dann eine kleine Bezahlung.

In der öffentlichen Stellungnahme des Belkin-Präsidenten Mark Reynoso entschuldigte er sich für die „unethischen Praktiken“ eines einzelnen Mitarbeiters.

Nett gesagt und doch mit einem faden Beigeschmack. Inzwischen gehört es bei einigen Herstellern in Amerika zum guten Ruf externe Dienstleister damit zu beauftragen positive Bewertungen zu ihren Produkten zu verfassen. Ob auf Amazon oder sonstigen Shoppingportalen – gefälschte Bewertungen finden sich auf allen Plattformen. Dies wird langfristig aber kräftig in die Hose gehen. Deshalb können wir nur abwarten wer als nächstes erwischt wird.

Ein sinnvolles Engagement kann durchaus auf diesen Portalen stattfinden. Denn Kritik und negative Bewertungen können dem Unternehmen helfen Schwachstellen bei Produkten und in ihrem Service zu finden. Denn eine negative Bewertung die in eine positive Geschichte umgewandelt wird, bringt eine deutlich bessere Reputation und zeigt dem Kunden, dass das Unternehmen auch nach dem Verkauf des Produktes noch für einen da ist.


 
 
 

2 Kommentare zu “Bewertungen kaufen geht nach hinten los”

  1. wabe
    21. Januar 2009 um 09:08

    Genau wegen solcher Praktiken, egal ob Geld fließt oder nicht, bin ich sehr vorsichtig mit der Einschätzung von Bewertungen. Dies gilt auf für die nicht unübliche Praxis ein Konkurrenzprodukt schlecht zu reden.

  2. der Webworker
    22. Januar 2009 um 09:22

    Morgen Mark,

    diese Praktiken finden auch in Deutschland statt. Allerdings nicht so ausgebreitet, weil es sich in der kleinen Welt des Online-Reichs einfach zu schnell rumspricht.

    Das Problem beginnt mit den negativen Bewertungen m.E. woanders: Man muss den Kunden erst mal Ernst nehmen ;) (und da haben viele scheinbar ein Problem mit)

    jm2c
    Kai

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