Die goldenen 4 Regeln des SMO?

Inzwischen ist auch Social Media Optimization in der Blogosphere angekommen und es wird fleißig geschrieben. Einer der sehr aktiv das geschehen verfolgt ist dabei Stefan Johne auf seinem Blog. In seinem Post beschreibt er einige Punkte die ich aber eher als Irrtum halte.

„Social News & Bookmark Seiten sind total uninteressant zum stumpfen bewerben von kommerziellen Seiten und Shops. Diese Bookmarks werden bei uns wie gesagt eh sofort gelöscht. Aber Du kannst Dich ja auch korrekt verhalten und trotzdem SEO / SMO betreiben“

Sicherlicht macht es keinen Sinn in Deutschland Social Newsseiten so viel Zeit zu würdigen, wenn es um Userzahlen geht. Die Seiten allen voran Yigg.de bringen nicht genügend Nutzer auf die Webseite. Dies kann man glücklicherweise von Shortnews nicht behaupten. Besonders die PR Portale (welche ich auch unter Social News einbeziehen würde) sind für die Online PR inzwischen sehr wichtig geworden, da sich dort auch Redakteure aufhalten. Deshalb gehört die Verbreitung von Inhalten über diese Schiene immer noch zu einem wichtigen Faktor. Sicher macht es keinen Sinn hier zu versuchen jede News auf die Startseite zu bringen (besonders Faken sollte hier unterlassen werden) – aber einstellen sollte man Sie schon.

Was Bookmark Dienste angeht, so können außer den beiden großen Seiten del.ico.us und Mister Wong alle anderen vergessen werden. Die Seite sollte dort einmal mit den richtigen Tags abgespeichert werden, damit diese hinterlegt sind für die anderen User. Ansonsten sollte man dort keine Zeit verschwenden.

So kommen wir jetzt zu den Regeln:

  • „Beteilige Dich an der Community, informiere Dich über Gepflogenheiten und Regeln auf der Plattform“
  • „Erstelle Inhalte gezielt zum Zweck diese auf Social News/Bookmark Seiten und in Blogs zu verlinken“
  • „Keine Fakes! Das gilt sowohl für Mehrfach-Accounts als auch für den Stil Deiner Beiträge. Bookmarks a la “Hier habe ich eine wirklich interessante Seite gefunden” bewirken das genaue Gegenteil vom Gewünschten. Mal ehrlich: So blöd darauf reinzufallen ist fast niemand, schon gar nicht die Besucher von Social News Seiten“
  • „Trage nicht nur Deine Projekte ein, sondern sammle auch aktiv andere interessante Links, bookmarke Deine eigenen Quellen etc.“

Nette Tipps, aber damit gewinnt man noch lange keinen Blumentopf. Entscheidend für eine SMO Kampagne ist zu aller erst die Person die diese durchführt. Ohne einen „Netzwerker“ (so nenne ich die Gattung einfach) bringt keine Kampagne etwas. Eine ideale Mischung ist ein Community Manager mit redaktioneller Erfahrung. Kommen wir zu den ersten Schritten:

  1. Als Netzwerker bist du in vielen Netzwerken sowieso schon unterwegs und hast eine Community rund um dich aufgebaut mit Kontakten. (optimalerweise mit Kontakten und Personen die du auch wirklich kennst) Es bringt nichts einfach nur Freunde/Kontakte zu sammeln, diese müssen auch bei Laune gehalten werden. 
  2. Eine SMO Kampagne benötigt am Anfang eine genaue Analyse. Wo ist die Zielgruppe zu finden? Gibt es schon Foren, Communities oder Gruppen in denen über das Produkt/Thema etc. gesprochen wird? Gibt es zu diesen Themen schon Multiplikatoren? Entscheidend für eine erfolgreiche Kampagne ist auch eine Zielsetzung was die Kampagne eigentlich bringen soll. Viele wollen einfach eine SMO Kampagne buchen ohne zu wissen was das Ziel sein soll – einfach weil es gerade einen Hype um das Thema gibt
  3. Content Management: Ob Beiträge im Blog, in Communities oder einfach nur Twitterbeiträge – hierzu sollte eine genaue Planung durchgeführt werden und der Content für 1 Woche bis 2 Wochen schon fertig sein. Wieso? Einfach da das Community Management die erste Zeit am meisten Einsatz erfordert und man kaum wirklich Zeit zum Content erstellen hat. Dies als kleiner Tipp für Personen die das erste Mal eine Kampagne durchführen. Sicher es gibt auch Content der als Reaktion erstellt wird, aber alles was fest eingeplant ist sollte vorab erstellt werden. 
  4. Community Management: Wohl der schwerste Part in der ganzen Kampagne. Denn es gibt hier wie auch im SEO die „gute und die böse der Macht“. Faken was das Zeug hält bringt vielleicht einen kurzfristigen Erfolg – aber wird langfristig in einigen Fällen aufgedeckt und dann schwindet die Reputation des Unternehmens ungemein. In Amerika ist aber diese Art sehr verbreitet und wird von einigen wenigen Dienstleister auf sehr hohem Niveau durchgeführt. Diese Art von Community Management sollte im besten Fall gar nicht vorkommen. Offenes Community Management ist für Unternehmen bis dato eine echte Hürde, denn hier müssen Fehler auch offen in Communities diskutiert werden. Wirkliches und nachhaltiges Community Management ist nicht einfach und sollte nicht zu locker genommen werden, selbst nach jahrelanger Erfahrung kann es zu kritischen Situationen kommen die gemeistert werden müssen. 
  5. Auswertung und Optimierung: Jede Kampagne muss am Ende des Tages auch ausgewertet werden – danach geht es an die Optimierung. Was hat welchen Effekt und wie kann dieser verstärkt werden etc.

Als Regeln und Schritte würde ich deshalb immer sehen:

  • Netzwerken (schon vor der Kampagne)
  • Analyse
  • Content Erstellung
  • Community Management
  • Auswertung und Optimierung

 
 
 

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