PR und Social Media ein alter Hut?
In den letzten Tagen habe ich wieder verstärkt Beiträge gelesen die PR und Social Media Dienste zum Thema hatten. Ich hatte irgendwie schon gedacht, dass sei etwas ausgelutscht und nicht mehr wirklich aktuell. Schließlich sollte allen PRler inzwischen bewusst sein, dass verschiedene Dienste wie z.B. openpr und Co einen Mehrwert für Sie haben. Schließlich sind dort neben einigen Redakteuren auch normale User unterwegs die die Pressemitteilung auffangen können um darüber zu berichten.
Aber wie es aussieht habe ich mich hier stark getäuscht. Die klassische Pressearbeit fokussiert sich auf Redakteure unterschiedlicher Medienformen. Inzwischen werden aber verschiedene Seiten (z.B. Blogs, Nachrichtendienste etc.) nicht mehr von Redakteuren betrieben, sondern von Usern. Die entscheidende Frage ist ob die Ansprache dieser Personen und Netzwerke der Job des PR Mitarbeiters ist. Grundsätzlich nicht, da dies zum Community Management gehört, aber nicht alle Unternehmen haben einen Community Manager der gezielt in diese Richtung arbeitet. Dann fällt es definitiv unter seine Verantwortung.
Wie PR optimal in Social Media Diensten durchgeführt werden kann, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen in einem kleinen Workshop veröffentlichen. Zu erst wird diese Woche noch das eBook zum Thema “Monetarisierung im Web 2.0″ veröffentlicht.






24. April 2009 um 12:56
wenn die meisten Pressemitteilungen von normalen Usern aus dem Web bearbeitet werden und der Informationsfluss nicht mehr über professionelle Redakteuere läuft, leidet die Qualität darunter. Informationen werden unpräzise weitergeleitet. Eine wichtige Aufgabe der Medien sollte es in Zukunft sein, die Qualität zu gewährleisten und verantwortungslose Quellen zu determinieren.
4. Juni 2009 um 20:19
Interessante Frage. Bereits 1937 hat Karl Hundhausen (ex. PR-Chef der Friedrich Krupp Stahlwerke) in der Zeitschrift “Die deutsche Werbung” den Begriff “Public Relations” (PR) wie folgt definiert:
“Public Relations ist die Kunst, durch das gesprochene oder gedruckte Wort, durch Handlungen oder durch sichtbare Symbole für die eigene Firma, deren Produkt oder Dienstleistungen eine günstige öffentliche Meinung zu schaffen.”
Dieser Definition folgend würde ich das Thema “Community Management” ganz klar dem Unternehmensbereich “Public Relations” unterordnen. Community Management dient letztlich keinem anderen Zweck als “eine günstige öffentliche Meinung zu schaffen” – und hierzu werden neuartige Kommunikationswege eingeschlagen.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Public Relations (http://www.dprg.de) nennt das Community-Management als eines der 10 Aufgabenfelder der PR-Arbeit.
Häufig wird unter dem Stichwort PR lediglich die Pressearbeit verstanden. Dem ist definitiv nicht so. Die PR-Abteilungen haben ein viel breiteres Aufgabenspektrum, bei dem die Pressearbeit nur ein kleiner Teilbereich ist.
In welchem Unternehmensbereich sollte das Community Management angesiedelt sein, wenn nicht im PR-Bereich? Community Management ist schließlich “nur” eine neuartige Art zu kommunizieren (weg von der 1:n-Kommunikation und hin zur n:n-Kommunikation).
Viele Grüße
Andi