Monatsarchiv für April 2009

 
 

Software Biz Community eröffnet

Das Portal für die Online-Vermarktung von Software

Gerade für kleinere Software-Häuser oder Ein-Mann-Entwickler stellt sich oft die Frage, wie die eigene Software sinnvoll vermarktet werden kann. Die herkömmlichen Vertriebs- und Vermarktungswege sind primär auf die Bedürfnisse größerer Unternehmen mit einem entsprechend hohen Budget zugeschnitten. Eine interessante Alternative bietet mehr und mehr die Vermarktung über das Internet: Die gewünschten Zielgruppen können passgenau und vielfach kostengünstiger erreicht werden.

Über die Entwicklung der Online-Vermarktungskanäle wird in den Medien verstärkt berichtet, allen voran auch über Social Media-Dienste wie Facebook, Twitter und Co. In der Praxis stellt sich für die Unternehmen die Frage, ob und in wie weit diese Kanäle schon sinnvoll für die Vermarktung der eigenen Produkte eingesetzt werden können. Und wenn ja, wie?

Genau an diesem Punkt hat die Software Biz Community, hinter der übrigens Intel steckt, ihren Ursprung. Die Community richtet sich an existierende und zukünftige Partner des Intel Software Partner Programms und soll Software-Entwickler und -Häuser mit neuen Ideen und praktischen Tipps rund um die Online-Vermarktung versorgen. Experten vermitteln ihr theoretisches und praktisches Wissen rund um die Online-Vermarktung im Rahmen von Fachbeiträgen und Workshops. Zusätzlich können die Mitglieder Software Biz Community auch direkt in den Dialog mit den Experten treten und sich in den Foren mit anderen Software-Anbietern austauschen.

Für die Mitgliedschaft in der Software Biz Community werden keine Gebühren erhoben. Die Software Biz Community und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter http://www.software-biz-community.de.
Für Fragen und Informationen stehen wir euch gerne in der Community zur Verfügung.

Bundesverband Community Management e.V. arbeitet an Zertifizierungssystem

Zertifizierung von Seminaranbietern soll Qualität der Schulungen sicherstellen

Frankfurt, den 21.04.2009. Der Bundesverband Community Management e.V. (BVCM e.V.) bezieht Stellung zu dem aktuell stetig wachsenden Angebot an Ausbildungen und Schulungen für die Berufsgruppe Community Manager. In den vergangenen Wochen und Monaten haben verschiedene Agenturen und Schulungsanbieter das weite Berufsfeld des Community Managements für sich entdeckt. Doch sind viele der Anbieter mit Vorsicht zu genießen.

Der BVCM e.V. hat den Arbeitskreis 1 „Beruf & Qualifizierung“ eingerichtet, um mittelfristig eine Zertifizierung für die Ausbildung von Community Managern vorzunehmen. Wie sich durch die Arbeit des Arbeitskreises herausstellte, müssen zunächst einmal Bestimmungen und Voraussetzungen erarbeitet werden, um Schulungsanbieter/Trainer zu zertifizieren. Gemeinsam mit erfahrenen Community Managern sollten Anbieter solcher Seminare und Schulungen ein sinnvolles System entwickeln, welches jedem Schulungsteilnehmer eine qualifizierte Weiterbildung ermöglicht.

„Unser Ziel ist es, diesen Beruf zu professionalisieren. Dementsprechend sollten die Schulungsangebote unbedingt abgestimmt werden auf die Gegebenheiten und Erfahrungen der Praxis. Als Leiter des AK1 sehe ich es als meine Aufgabe, gemeinsam mit den Anbietern, vor allem aber besonders mit erfahrenen Community Managern, ein Zertifizierungssystem zur Weiterbildung zu generieren, welches den Teilnehmern eine größtmögliche Transparenz und Wissen vermittelt.“ sagt Mark Ralea, Vorstand des BVCM e.V..

Silke Schippmann, 2. Vorsitzende des BVCM e.V. und Teamleiterin Community Management bei der XING AG, beschreibt die Situation wie folgt: „Wir können es als Berufsverband nicht hinnehmen, dass Schulungsunternehmen den angehenden Community Managern und Arbeitgebern überteuerte Kurse anbieten, ohne selbst das nötige Grundlagenund Praxiswissen zu besitzen. Besonders negativ ist uns das Angebot eines Seminaranbieters aufgefallen, welcher mehrere tausend Euro pro Teilnehmer verlangt, obwohl der
durchführende Trainer vor Ort selbst über keinerlei Erfahrungen im Bereich Community Management verfügt.

Der Beruf des Community Managers ist zukunftsträchtig. Gerade deshalb müssen heute die Weichen für eine solide Ausbildung gestellt werden.“

Weitere Informationen auf BVCM.org

Web 3.0 ?

Die meisten Unternehmen im Web 2.0 haben es noch nicht mal geschafft genug Geld zu verdienen um schwarze Zahlen zu schreiben. Trotzdem gibt es schon Personen die gerne über das Web 3.0 sprechen. Besonders Seiten/Communities die keine sinnvolle Monetarisierung finden versuchen sich dieses Schlagwort zu nutze machen um wieder auf Kapitalgeber zuzugehen.
Was ist aber Web 3.0 und wo liegen die Unterschiede? Dank an geekandpoke und mittwochsabend.


Web 3.0

Monetarisierung wird vernachlässigt

Schon seit einigen Monaten angekündigt wird es aber diesen Monat endlich soweit sein – die Studie + eBook zu Monetarisierung bei deutschen Anbietern von Social Media Diensten wird veröffentlicht. Gerade bin ich an den letzten Seiten (Änderungen gab es Dutzende) des PDFs welches wie auch das Social Media Optimization eBook kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Eines ist während der Krise ganz klar sichtbar geworden, die meisten Dienste haben das Monetarisieren stark vernachlässigt und schaffen es auch heute noch nicht, neue Wege zu gehen. Wieso das so ist wird mir wohl ein Rätsel bleiben, schließlich ist es einer der entscheidenden Punkte für den langfristigen Erfolg und die Erhaltung eines Dienstes. Ausnahmen sind Dienste die von einer Institution gegründet werden welche schon über genügend Mitglieder verfügen – hier das Beispiel evangelisch.de welches bald an den Start geht.

Wenn ich mir die hundert befragten Dienste anschaue, so ist dieses Jahr leider noch nicht sonderlich viel mit diesem Thema passiert, was mich durchaus erstaunt. Schließlich habe ich mit fast jedem Unternehmen genauer gesprochen und die ein oder andere interessante Information über zukünftige Herangehensweisen erfahren.

So dies nur so am Rande – ab morgen wird der normale Blogbetrieb wieder aufgenommen…

Social Networks zur Verbrechensbekämpfung nutzen?

Wie die Washington Post heute berichtet, nutzen amerikanische Polizisten die Einträge auf Social Networks, um nach Hinweisen zu suchen um Gewalttaten und Verbrechen zu verhindern. Außerdem dienen die Webseiten zur Überwachung von Gangs.

Die von der Zeitung befragten Polizisten geben an in regelmäßigen Abständen die Webseiten aufzusuchen. Es wurden auch schon einige Erfolge durch die Polizeiarbeit auf den Portalen erzielt unter anderem wurde ein jugendlicher Räuber aufgrund seines MySpace Profil erkannt und festgenommen.

Quelle: Heise.de

Am Wochenende konnten wir auf der Versammlung von einem Mitglied des BVCM e.V. ein paar Informationen zu der Zusammenarbeit mit der Polizei erfahren. Leider wissen viele Polizeidienststellen nicht wie Sie mit diesem Thema umgehen sollen und stellen Anfragen welche aus Datenschutzgründen nicht bearbeitet werden können.

Die Thematik ist aber weiterhin sehr interessant und die meisten Betreiber sehen sich grundsätzlich in der Verantwortung auch der Polizei zu helfen. Entscheidend hierbei ist aber ein kompetenter Ansprechpartner welcher auch genau weiß wie die rechtliche Lage aussieht.

BVCM Mitgliederversammlung in Hamburg

Auch ich finde endlich Zeit kurz ein paar Zeilen zur außerordentlichen Versammlung des Bundesverbands Community Management e.V. zu finden. Insgesamt waren über 16 Leute anwesend von denen 6 neue Mitglieder geworden sind. Somit ist unsere Mitgliederanzahl deutlich gestiegen und wenn es so weiter geht werden wir bald auch die hundert sprengen. (es dauert noch ein wenig ;))

Organisiert wurde die Versammlung von der Hamburger Fraktion allen voran unserer 2. Vorsitzenden Silke Schippmann. Insgesamt kann nur ein großes Lob ausgesprochen werden, an die komplette Organisation, denn die Location wie auch die zeitliche Abfolge war sehr gut geplant.

Kommen wir zu den formellen Punkten, welche die Satzung betreffen. Dank aller Anwesenden konnte die Satzung welche wir schon in Berlin verabschiedet haben bestätigt werden, schließlich konnten wir in der vergangen Zeit keine genauere Definition zum Thema Community Management erschließen. Darauf wird sich aber der AK1 zukünftig verstärkt stürzen

Die Vorträge waren sehr gut ausgewählt und mündeten in eine Diskussion und echten Erfahrungsaustausch welcher hoffentlich für alle Beteiligten interessante Aspekte veranschaulichte. Ich konnte doch einige neue Ansichten mitnehmen und fand die meisten Beiträge der Beteiligten sehr gut. An den Gesprächen konnte man erkennen, dass sich hier Personen gefunden haben die Wissen von was sie da sprechen. Ich hasse das Wort „Experten“ aber in diesem Zusammenhang darf es fallen.

Trotzdem gibt es auch einige negative Entwicklungen im Fall des Community Management und diese beschäftigen mich sehr stark. Zum einen meinen einige Akademien, Schulungsanbieter und Freelancer spezielle Schulungen für Community Manager anzubieten, obwohl diese nicht mal einen Tag Praxiserfahrung im Community Management haben. Selbst nach über 4 Jahren Erfahrung werde ich mich stark hüten eine allgemeine Schulung anzubieten, denn eine Schulung kann nur speziell auf das jeweilige Unternehmen, Verantwortungsbereiche und den eigentlichen Dienst durchgeführt werden. Klar gibt es einige handwerkliche Kniffe, welche aber man nicht einfach aus Büchern lernt, sondern nur durch jahrelange Praxis. Neben diesem starken Manko müssen wir auch zukünftig stärker daran arbeiten die Community Manager über interessante Urteile der deutschen Rechtssprechung zu unterrichten. Da haben wir definitiv Nachholbedarf.

Zusätzlich dazu muss ich mir selbst ein wenig an die Nase fassen, denn durch die Verwaltung des BVCM blieb mir kaum Zeit mich um den AK1 zu kümmern. Dies wird sich stark ändern, da wir die letzten Hürden mit der Bestätigung der Satzung genommen haben. Fehlt nur noch die Gemeinnützigkeit….

Ein wenig Selbstreflexion sollte erlaubt sein: Der BVCM e.V. muss und wird auch in den kommenden Wochen und Monaten stärker Position für Community Manager und das Community Management ergreifen. Wir müssen Gas geben und werden regelmäßig die Mitglieder über die Themen „Recht“ & „Ausbildung“ etc. informieren. Aber mehr dazu wohl in dieser Woche auf dem BVCM Blog.

Munich Gaming 2009

So gestern war ich auf der Munich Gaming zum Panel „Communities – Fans, Fanatiker und Kritiker“ als Diskussionspartner eingeladen. Da es mich ja auch wieder in die Spielebranche zieht, war das der Pflichttermin für mich.

Munich Gaming

Erst einmal ein großes Lob an die Veranstalter, die eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Vom Teilnehmerfeld waren viele interessante Personen mit von der Partie mit denen ich mittags zum Essen und abends beim Get Together in Ruhe sprechen konnte. Es war genug Platz und Zeit sich näher mit den Themen und den Personen zu befassen.

Kommen wir kurz zur Diskussion selbst – die leider sehr einseitig war, da wir alle relativ ähnlich von unseren Ansichten waren. Einige Fragen und Anregungen von den Besuchern waren spannend und konnten hoffentlich auch positiv beantwortet werden.

Mark Ralea

Community Manager

  • sind meist schlecht bezahlt
  • sind nicht genügend qualifiziert
  • müssen wesentlich mehr Verantwortung von der Geschäftsleitung erhalten (optimalerweise wird diese Stelle direkt unter dem Geschäftsführer aufgebaut)
  • müssen die Infos aus allen Abteilungen erhalten und dürfen gegebenenfalls auch einschreiten wenn Sie der Meinung sind das die Kunden und Community nicht positiv darauf reagiert
  • sind die Schnittstelle zwischen Firma und Community – aber auch gleichzeitig innerhalb der Firma

Denke das sind die Eckpunkte die von jedem Panelteilnehmer so unterschrieben werden konnten. Hätte gerne einen Geschäftsführer oder ein Unternehmen da gehabt die ihrem Community Manager diese Möglichkeiten nicht geben. Schade.

Vielen Dank an das tolle Panel an
Gunnar Lott für die Organisation und Moderation
Henning Kosmack für die Einblicke in Social Media Games
Teut Weidemann für die Information wo er das Thema Community Management sieht
Thomas Lagemann welcher einen tollen Job macht als CM und wir einen sehr ähnlichen Standpunkt haben.