Monatsarchiv für Juni 2009

 
 

Black Community Management: Singlecommunities

Singlecommunities sind wohl das Paradebeispiel für „Black Community Management“, denn viele Börsen benutzen aktiv verschiedene „schwarze“ Funktionen um zum einen die Aktivität der User erhöhen, zum anderen mehr Geld zu verdienen.

  • Erstausstattung von Singlebörsen.

Gerade wurde eine neue Singlebörse online gestellt (für den User meist nicht sichtbar) und schon sind einige gut aussehende Mädels und Jungs auf dem Portal unterwegs. Ist es euch noch nie komisch vorgekommen, dass genau diese Leute quasi die Ersten sind die auf den Portalen zu finden sind?

Was ihr euch schon denken könnt: die meisten User davon sind gefakt. Es gibt Bilddatenbanken auf denen man günstig Bilder von tausenden Personen erhält. Zu diesen werden dann Profile angelegt welche passend auf die Zielgruppe zugeschnitten sind.

  • Aktivität mit den Usern

Nach der Erstbefüllung mit Useraccounts werden die auch unter einander aktiv und verlinken sich – halten Diskussionen in Singleforen, oder bewerten sich gegenseitig. Im Endeffekt gaukeln einige Portale den Besuchern eine hohe Aktivität seiner Nutzer vor. Zusätzlich werden neue User natürlich mehr oder weniger durch ein wenig Aktivität begrüßt. Nicht bei allen aber einige erhalten relativ schnell Zuschriften um zu zeigen wie viel doch los ist.

  • Den User wieder auf die Seite locken

Lange nicht mehr auf der Seite gewesen? So etwas wird bei einigen Börsen getrackt und dann gibt’s neue Nachrichten im Postfach. Klar geht man gerne wieder auf die Seite wenn ein vermeintlicher gut aussehender Account einen kontaktiert. Die meisten männlichen User gehen wieder auf die Seite und sind aktiv und versuchen natürlich den Kontakt zu intensivieren.

Oft geschieht das alles nur aus dem Grunde des Geld verdienen – denn Nachrichten Schreiben heißt oft für den User auch einen Premiumaccount zu bezahlen. Schnell über Micropayment (per Handy oder sonstigen Payment methoden) ein wenig Geld bezahlen und schon kann der User mit einer gutaussehenden Dame/Herrn aufs neue Flirten. Oft ist das aber leider nur ein gut gemachter Fake…

Nebenbei gibt es unzählige Beispiele von Singlebörsenbetreibern die genau nach diesem Schema arbeiten. Besonders das Thema Erstausstattung wird von den meisten Singlebörsen und auch von Communities in dieser Art betrieben.

Online Distribution immer wichtiger

Ich weiß mit dieser Überschrift sage ich nichts Neues, trotzdem gibt es noch genügend Unternehmen die das Thema Online Distribution stiefmütterlich behandeln. Da werden zwar Onlineshops beliefert, aber auf die Darstellung der Waren wird nicht geachtet.

Meist nutzen Unternehmen nur einen eigenen Shop und denken nicht über weitere Kanäle nach. Daniel Langwasser und ich haben deshalb ein kleines eBook zu einigen Grundlagen erstellt welches im Laufe der nächsten Woche veröffentlicht wird. Im Zuge dessen werde ich aber auch an einer umfassenden Version arbeiten, welche stark ins Detail gehen wird.

SEO Treffen in Berlin

So langsam sollte ich mich auch wieder ein wenig fitter machen was das Thema SEO angeht. Besonders da es in Verbindung mit SEM und SMO zur wirklich wichtigen Waffe im Bereich Online Marketing ist. Deshalb melde ich mich mit diesem Post auch zum SEO Treffen in Berlin an. Welches lustigerweise auf dem Peter Fox Konzert am 26.8 stattfindet.

Freue mich auf jeden Fall neue und alte Gesichter zu sehen.

Die Parteien verstehen es nicht…

Manchmal fragt man sich wie so etwas passieren kann? Wieso glauben Personen, dass die neuen Kommunikationskanäle viele neue Wähler hervorbringen? Wieso versucht jeder auf den Obama nachzumachen?

Was die ganzen Politikprofis und tollen Agenturen vergessen haben den Parteien zu erzählen: Es geht nicht um den Kanal den man nutzt. Ob nun eine normale Zeitung, Fernsehen oder Twitter: Es gibt nur einen wirklich entscheidenden Punkt: Die Message!

Heißt die großen Parteien können gerne sicherer mit den Social Media Diensten werden, wie Herr Wallrabenstein beim Zeit Artikel sagt. Die Message bleibt immer noch die Gleiche. Deshalb funktioniert der Online-Wahlkampf auch nicht so toll wie in Übersee, bei dem ein charismatischer Mensch den Leuten Hoffnung gegeben hat und die Dinge anpacken wollte. Kein großes schönreden der Lage…

Bitte deshalb nicht noch mehr nerven in Social Media Diensten. Die Plakatwerbung auf der andere Parteien angegriffen werden können auch stecken gelassen werden. Auch Plakate mit übertriebener Polemik, besonders wenn einer der Vorsitzenden in einer tollen Villa wohnt, usw.

Kommen wir eigentlich auf den Kern:

Wieso ich zur Europawahl die Piratenpartei gewählt habe? Nicht weil die so toll mit den neuen Medien umgehen können, sondern weil Sie ein ernsthaftes Programm haben. Klar haben Sie kein tolles Mittel gegen Arbeitslosigkeit, unser Rentensystem zukunftssicher zu machen – aber das haben die anderen auch nicht. Der Unterschied ist nur, dass die Piratenpartei niemandem einen Bären aufbindet. Lieber wenige Punkte ernsthaft vorantreiben als viele ohne Sinn und Verstand.

Deshalb werde ich auch mein Engagement bei der FDP einstellen und die Partei wechseln. Nebenbei kann und werde ich wohl nicht verstehen wie die FDP auf ein solches Ergebnis kommen konnte. Wer als Spitzenkandidatin eine Person hat die Eidesstattlich versichert, dass sie eine Präsenzquote von 75% gehabt hat, der sollte noch mal gut nachdenken. Nebenbei ist nicht ganz klar wie hoch die wirklich ist ;)

PS: Wäre nicht gerade Stolz auf eine 75% Präsenzquote. Kommt mir nebenbei nicht mit Politikern aus anderen Ländern die eine schlechtere Quote haben. Die habe ich auch nicht gewählt!

PSS: Lieber Herr Wallrabenstein, es kommt nicht darauf an wie man im Netz kommuniziert, sondern was!

Black SMO?

Hatte gerade eine spannende Präsentation gelesen auf der vor Black-SMO gewarnt wird. Da hat wohl jemand meinen ersten Artikel zu dem Thema gelesen. Dieser ist natürlich nicht der letzte und in den kommenden Tagen werde ich mal wieder fleißig daran werkeln.

Schließlich wollen nicht nur die Agenturen wissen wie Black-SMO funktioniert und wie Sie es einsetzen können (wobei die Agentur der Bahn das schon nicht schlecht gemacht hat ;)), sondern viel mehr sollten Community Manager und die User auf die Tricks und Kniffe der Experten hingewiesen werden um zukünftig auf die Aktivitäten der Faker aufmerksam gemacht zu werden.

Wie gesagt die nächsten Tage geht es wieder los mit der Artikelserie. Bis dahin wird aber auch noch ein neues eBook zu einem speziellen Thema veröffentlicht. Mehr dazu morgen.