Monatsarchiv für Oktober 2009

 
 

Neuste Erkenntnis: Misserfolg der Unternehmen im Web ist hausgemacht

Was würden wir nur ohne diese unglaublich guten Studien den ganzen Tag machen? Laut Brand Science Institute bleiben deutsche Marketer im Social Web erfolglos. Fast immer sind die Unternehmen daran selbst Schuld…

Wer solche Studien in Auftrag gibt und dafür auch ernsthaft noch Geld zahlt sollte sich überlegen ob er nicht im falschen Job ist. Für diese Erkenntnis benötigt niemand 1100 Konsumenten, sondern muss sich einfach nur die Aktivitäten anschauen! Social Media Aktivitäten sind Kundenservice und Dialog – das schafft kein Unternehmen mit einem Sprint. Selbst wenn er dabei den Weltrekord schlagen würde, wäre langfristig das Engagement negativ zu betrachten.

Social Media Optimierung und Community Management müssen langfristig über Jahre ausgelegt werden mit realistischen Zwischenzielen. Nur dann kann eine Aktivität in diesem Segment auch Erfolg haben!

Bitte zukünftig keine Studien mehr im Auftrag geben wieso die meisten nicht erfolgreich sind, sondern lieber das Geld nutzen und aktiv und langfristig sein eigenes Engagement planen und durchführen.

PS: Agenturen die den schnellen Erfolg anbieten sollten in diesem Umfeld gemieden werden!

Ziele im Community Management

Wir sprechen immer über die Aktivitäten und die Regeln innerhalb des Community Managements – was aber meist unberücksichtigt bleibt sind die Ergebnisse die ein gutes Community Management erzielen. Aus diesem Grund möchte ich auf die Ziele und die Ergebnisse von gutem Community Management eingehen. Diese erste recht kurze Liste soll einen Anstoß geben um zusätzliches Feedback über Twitter, Facebook und andere Dienste zu erhalten (quasi asymmetrisches CM).

Frage: Was sind Ziele und Erfolge des Community Managements?

Aus Sicht des Betreibers:

  • Wachstum der Community
  • hoher Umsatz durch die Mitglieder (Umsatz/User)
  • hohe Aktivität der Nutzer
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrads
  • Kundenbindung (Jean-Paul Booms)
  • Erhöhung Kundenlebenszyklus (Jean-Paul Booms)

Aus Sicht der Nutzer:

  • Zufriedenheit / Bedürfnisse können gedeckt werde
  • Identifikation der Mitglieder mit der Community
  • Atmosphäre

to be continued… von euch!

Abteilung des Community Managers im Unternehmen

In den vergangenen Tagen habe ich mir konkrete Gedanken zur Stellung des Community Managements in einem Unternehmen gemacht. Einige Monate zuvor gab es hierzu ja einige Artikel im Blog welche eine größere konstruktive Diskussion ausgelöst haben, deshalb hier eine Mischung aus den Ergebnissen und der eigenen Meinung. Im Endeffekt ist dieser Vorschlag für kleine bis mittlere Unternehmen aus dem IT/Community/Software Bereich gedacht.

Position CM

Community Management ist ein Zwitter für die Bereiche IT/Entwicklung und Marketing, je nachdem ob PR in eine eigene Abteilung ausgegliedert ist (was bei kleinen bis mittleren Unternehmen nicht vorkommt), dann auch aus dieser Abteilung. Angesiedelt sollte die Position dort werden, wo auch das Hauptaugenmerk liegt – aber den jeweiligen Abteilungsleitern muss bewusst sein, dass der Community Manager auch Aufgaben aus anderen Bereichen hat. Dementsprechend nicht die volle Zeit zur Verfügung steht.

  • Die IT/Entwicklung benötigt das Know-How welches der CM anbieten kann, da er in täglichem Austausch mit der Community (also den Käufern, potentiellen Käufern etc.) ist. Zusätzlich ist der CM meist die Figur die am häufigsten Auftritt und somit sich auch mit Fehlern und Problemen befasst. Er sollte deshalb auch stark mit dem Supportteam verwurzelt sein – als Supportleiter oder als Mitglied des Supportteams.
  • Das Marketing benötigt heutzutage sowieso seine Expertise, da er die Mechanismen in Communities und der eigenen Community kennt und je nachdem welche Richtung eingeschlagen wird auch mit aktivieren kann.
  • Öffentlichkeitsarbeit – Wenn Community Management keine Öffentlichkeitsarbeit ist, was dann? Im Endeffekt übernimmt er die Aufgabe des PR Managers im Bereich Social Media, wobei der Community Manager wesentlich passender auf die Personen eingehen kann. Sicher könnte so etwas auch der PR Manager, aber wie schon einige Male festgestellt besitzt dieser leider meist nicht das nötige Know-How.

Was meint ihr zu dem Vorschlag?

Zertifizierung für Community Manager

Deutschlandweit einzigartige Zertifizierung für Anbieter von Community Manager Seminaren nun verfügbar

Frankfurt, den 20.10.2009. Der Bundesverband für Community Management e.V. (BVCM e.V.) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Beruf des Community Managers in Deutschland weiter zu etablieren. Doch fehlte es dazu bislang besonders an fundierten Aus- und Weiterbildungsangeboten. So gibt es zwar bereits Anbieter von Seminaren zum Thema Community Management, doch fehlte es bisher an einer ganzheitlichen Qualitätssicherung. Diese Lücke schließt der BVCM e.V nun durch das Angebot, Trainer solcher Seminare nach gründlicher Prüfung personenbezogen zu BVCM-zertifizieren.

Bereits vor einigen Wochen bezog der BVCM e.V. kritisch Stellung zum stetig wachsenden Angebot an Ausbildungen und Schulungen für die Berufsgruppe Community Manager und wies zeitgleich auf seine Skepsis gegenüber einigen Anboten hin. „Die Qualität und die Sinnhaftigkeit solcher Angebote kann nur durch erfahrene Community Manager selbst überprüft und eingeschätzt werden“, so BVCM e.V. Vorstandsmitglied Silke Schippmann, selbst langjährige leitende Mitarbeiterin im Community Management bei der XING AG. „Legt ein Unternehmen Wert auf die geprüfte Qualität seiner Seminare,“ so Frau Schippmann weiter, „so kann es einzelne Trainer durch ein erfahrenes Gremium des BVCM e.V. prüfen und zertifizieren lassen. Zertifiziert werden können demnach nur einzelne Trainer, Schulungsanbieter dürfen jedoch mit BVCM-Siegel für ihre Trainer werben“.

Während der letzten Monate arbeitete der Arbeitskreis I „Beruf & Qualifizierung“, der Vorstand und die Communitystammtische in Hamburg und Frankfurt intensiv an den Zertifizierungs-Kriterien für Trainer und zukünftige Dozenten. Der Zertifizierung durch den BVCM e.V. geht eine vierstufige Prüfung des jeweiligen Trainers und seines Konzepts voraus. Dabei werden der Lebenslauf des Trainers, sein Konzept, seine persönliche Affinität zum Thema sowie sein Fachwissen überprüft. Zudem können Unterrichtsbesuche durch ein Vorstandsmitglied des BVCM e.V. erfolgen. Wird im Anschluss eine Zertifizierung erteilt, ist
diese zunächst 2 Jahre (mit der Möglichkeit einer kostenlosen Verlängerung um ein Jahr) gültig. „Die Anforderungen an einen Community Manager sind ebenso schnelllebig wie der Online Markt selbst. Daher müssen Schulungsinhalte und Seminarausrichtung derselben Dynamik folgen und sich dem Wandel anpassen“, so BVCM e.V. Gründer Tom Noeding, Community Manager von evangelisch.de. „Daher ist unsere Zertifizierung zeitlich begrenzt, nach 2 Jahren bedarf es einer Rezertifizerung“.

„Mit der Zertifizierung geben wir nicht nur den Trainern ein Siegel in die Hand mit dem Sie zeigen können, dass der Berufsverband ihre Schulungen als sinnvoll erachtet, sondern bieten Schulungsteilnehmern zeitgleich auch eine Übersicht über seriöse Schulungsanbieter. Wir möchten durch diesen Schritt die Qualität der Schulungen im Bereich Community Management langfristig erhöhen.“ sagt Mark Ralea Leiter des Arbeitskreises „Beruf und Qualifizierung“.

Um Interessierten der Berufsgruppe Community Manager auf der Suche nach einem seriösen und fachlich fundierten Seminar behilflich zu sein, veröffentlicht der BVCM e.V. in naher Zukunft eine Datenbank mit allen zertifizierten Anbietern auf seiner Website www.bvcm.org.

Hintergrund zur Zertifizierung von Trainern

In den kommenden Tagen wird der Bundesverband Community Management e.V. die Richtlinien für die Zertifizierung von Trainern im Community Management Bereich veröffentlichen. Das Ergebnis zeugt von einem doch längeren „Entwicklungsweg“ als Anfangs gedacht, aber spiegelt auch stark die Ausrichtung des Verbandes.

Nach der außerordentlichen Verbandsitzung in Hamburg waren Daniel Langwasser und Tom Noeding und ich abends auf dem Weg in Richtung unserer Unterkunft und hatten ein wenig die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen. Eines der Hauptthemen war das sich inzwischen unzählige Trainer und Personen gemeldet hatten die ihre Fähigkeiten und Tätigkeit vom BVCM bestätigen lassen wollten. Teilweise wurden uns hierzu sehr „knappe“ und kurze Begründungen geschickt. Dort kam es zum gemeinsamen Beschluss, dass die erste Aufgabe des AK1 die Erarbeitung eines Zertifizierungsmodells sein sollte – und so Begann die Arbeit und die vielen Diskussionen darüber.

Beim Communitystammtisch in Hamburg wurde von mir dann eine grundsätzliche Richtung vorgeschlagen die Anfangs sehr kontrovers diskutiert wurde. Es ging sogar soweit, dass der Vorschlag im Raum stand, dass der BVCM selbst als Schulungsanbieter fungieren sollte. Dies entsprach nicht unserer Vorstellung des Verbandes – in einer recht langen Diskussion konnten wir uns aber auf Eckpunkte einigen. Diese wurden von Daniel Langwasser auf dem Communitystammtisch in Frankfurt einige Tage später diskutiert und am Ende kam eine erste Version heraus die durchaus schon die wichtigsten Elemente enthielt.

Wochen später traf sich der Vorstand (leider konnte ich selbst nicht teilnehmen) und rundete die Voraussetzungen und den Weg zur Zertifizierung ab. Diese wird dann in den kommenden Tagen mit allen Infos veröffentlicht – ihr dürft sehr gespannt sein.

Was aber neben dem Ergebnis für uns wichtig ist, dass wir aktiv den Weg beschreiten so viele Menschen aus dem Verband wie möglich einzubeziehen. Durch dieses erste konkrete Ergebnis für Außenstehende konnten wir selbst einen Prozess entwickeln welcher den Leuten ermöglicht aktiv an der Mitgestaltung teilzunehmen. Besonders auf diese gemeinsame Leistung bin ich stolz.

Interview zum neuen Spiel und Planung mit stationärem Handel

Derzeit arbeite ich als verantwortlicher Marketing-Mensch an dem Spiel Fame2u, welches im nächsten Monat veröffentlicht wird. In dem Branchenmagazin „Der Medien Markt“ wurde ich näher zum Thema Distribution unserer Boxversion befragt. Für viele scheint es ungewöhnlich ein Online-Spiel (Browsergame) auch über eine Box im Handel zu vertreiben.

Das komplette Interview

Nebenbei finde ich es nicht ungewöhnlich langfristig den stationären Handel stärker in den Umsatz eines Produktes zu beteiligen. Besonders bei Produkten die ihren Lebenszyklus im Online-Segment haben, müssen langfristig auch einen Mehrwert für den Handel bieten. Ich freue mich hierzu in den kommenden Wochen ein System mitzuentwickeln wie dies bei Browsergames realisiert werden kann. (natürlich kann dies dann für jegliche Produkte gelten)