Verkäufe ankurbeln mit einer “guten Geschichte”

Fake Beiträge gehen relativ oft nach hinten los. Belkin und Co wissen da ganz gut Bescheid. Eine andere Möglichkeit ist es durch eine Geschichte (meistens ein Fake, aber hin und wieder einfach ein Nutzer der Schabernack treibt) die Diskussion und die Bewertungen zu erhöhen. Wie dies wirklich auf kreative Weiße klappen kann, zeigen zwei Beispiele. Die Bewertungen haben das Produkt maßlos auf die Schippe genommen und haben dadurch eine Eigendynamik entwickelt.

Das aktuelle Beispiel ist das „Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant“ welches bei Amazon vertrieben wird. Mit einem unglaublich stolzen Preis von 651,20 € ist das Messer wirklich nur etwas für ganz wenige Liebhaber. Jedenfalls denkt man das im ersten Moment. Meine persönliche Meinung zu dem Produkt ist, ganz teurer Müll. Aber durch die Beiträge von vielen (über 250) Leuten konnte es das Messer sogar in die Top1000 der „Sport & Freizeit“ Charts steigen. Heißt es wurde doch einige Male verkauft…

Angefangen hat es schon mit einem Beitrag im Mai, aber richtig Fahrt aufgenommen hat es erst im Dezember 2009. Der Beitrag der es in wenigen Worten am besten beschreibt: „Mit dem Teil wird sogar Mc Gyver eifersüchtig. Und Chuck Norris kann gleich einpacken, den brenn ich mit der Superlupe weg.

Dass durch lustige Bewertungen ein Hype um das Produkt aufgebaut werden kann und die Verkaufszahlen signifikant steigen zeigen viele Beispiele. Das Beste darunter ist wohl das „Mountain Three Wolf Shirt“.

Mit dem Shirt würde sich wohl kaum jemand ernsthaft auf die Straße trauen. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt als eine Bewertung gepostet wurde, dass alle Frauen auf das Shirt stehen. Unglaubliche Geschichten passierten nur weil die Leute das Shirt anhatten… Kurzes Beispiel:

I arrived at Wal-mart, mounted my courtesy-scooter (walking is such a drag!) sitting side saddle so that my wolves would show. While I was browsing tube socks, I could hear aroused asthmatic breathing behind me. I turned around to see a slightly sweaty dream in sweatpants and flip-flops standing there. She told me she liked the wolves on my shirt, I told her I wanted to howl at her moon. She offered me a swig from her mountain dew, and I drove my scooter, with her shuffling along side out the door and into the rest of our lives. Thank you wolf shirt.“

Ende oder Anfang vom Lied ist die Charts Platzierung von Amazon bei der Kleidung. Unangefochten seit einiger Zeit auf Platz 1!

Das Fazit ist relativ einfach. Eine gute Geschichte kann durch eine sinnvolle Verbreitung und einen Dialog einen so großen „Buzz“ erzeugen, dass die Verkaufszahlen explodieren. Dabei geht es auch weniger um die Qualität oder Aussehen des Produktes selbst, sondern den Aufbau eines Kultstatus.


 
 
 

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