Myspace zu Grabe tragen?
Die Grabrede ist geschrieben oder aufgenommen worden. Im Moment ist myspace ein dankbares Thema, denn über vermeintliche Verlierer zu lästern macht einfach zu viel Spaß. Besonders wenn man gegen Facebook den Kürzeren zieht. Dieses Video zeigt es wohl am deutlichsten.
Trotzdem sollte man es unterlassen myspace komplett abzuschreiben. Die Userzahlen sind zwar schon lange auf keinem Höhenflug mehr, aber mit der stärkeren Fokussierung auf bestimmte Gruppen könnte Myspace seine Position stärken und die jeweiligen Nischen besetzen. Wie es damals bei der Musikindustrie geschafft wurde.
Sobald myspace einige technische Änderungen vornimmt und gezielt seine zukünftige Ausrichtung definiert, kann daraus ein stärkeres und vor allen profitables Social Network werden. Die Frage ist nur: Wann und wer diese Einschnitte macht um myspace wieder auf den richtigen Kurs zu bringen? Und eines noch als Info: Steigt nicht gegen Facebook in den Ring, sondern macht euer eigenes Ding und versucht sinnvoll schwarze Zahlen zu schreiben…







15. Februar 2010 um 12:26
Ich bin da anderer Meinung. MySpace hat es zwar tatsächlich geschafft, sich in Sachen Musik zu etablieren, aber ich halte das für äußerst fragil – umso schlimmer ist, dass MySpace sich damit schwer tut, sich den Bedürfnissen der Musik-Zielgruppe noch weiter anzupassen.
Was den “Mainstream”, also normale Musik-Liebhaber betrifft, ist Facebook viel stärker auf dem Vormarsch. Verständlich, kann man auf diese Weise doch in ähnlicher Weise mit den Musikern interagieren wie auf MySpace; sprich, Statusupdates, Pinnwandeinträge, und so weiter. Viel bequemer, als extra dafür ein eigenes Portal aufzusuchen.
Und was die Hardcore-Musikfreaks betrifft, bietet MySpace einfach nicht genug weitergehende Features an. Gut, man hat diesen kleinen Musikplayer, aber damit hört es auch schon fast auf. Um tiefer in die Materie einzusteigen, sind andere Portale weitaus besser geeignet, auch wenn diese heute noch weitaus weniger Social-Media-Elemente aufweisen als MySpace (last.fm, residentadvisor.net, …). Diese spezialisierten Angebote sind für MySpace potentiell sehr gefährlich; auf Dauer könnten sie viele Marktanteile übernehmen, da sie ihren Usern einfach weitaus mehr Vorteile bieten können (ähnliche Musik suchen, Charts, News, usw.).
Ich glaube, wenn MySpace nicht bald etwas macht, sieht die Zukunft auch im Musikbereich echt düster aus. Und meiner Meinung nach liegen gerade hier noch die größten Chancen für News Corp. Andere Nischenmärkte, in denen MySpace gut einsteigen könnte (und die zu schwarzen Zahlen führen könnten), fallen mir nicht ein. Höchstens als Porno-Social-Network. <:)
15. Februar 2010 um 13:05
Hi Lari,
ganz so düster sehe ich die Zukunft von Myspace nicht. Sicher wurden bestimmte Dinge bei der Musikindustrie verschlafen, aber ins Netzwerk haben sie die Bands und Co bekommen. Diese Nische müssten wesentlich besser und stärker bedient werden.
Also was myspace als erstes benötigt eine grundlegende Strategie und was die Zielgruppe des Netzwerkes ist. Welche Bedürfnisse die Zielgruppe hat und wie diese befriedigt werden können. Dann klappt es auch mit einer höheren Aktivität der Nutzer.
Die Nischen in denen sie stark sind oder stark waren sollten von grundauf neu angesprochen werden.
Wie gesagt wenn myspace es endlich schafft aus dem Schatten von Facebook zu entfliehen und ihr eigenes Ding macht, dann klappt es auch mit den Nutzerzahlen.
15. Februar 2010 um 15:51
Das Video ist ja mal lustig^^ (und wahr)
Wollte meinen Account auch schon längst löschen, aber andererseits war Myspace eine zeit lang wirklich gut und etwas “besonderes”.
Was man dort alles für interessante Leute und Beiträge gefunden hat..;)
Myspace darf nicht komplett verkommen
23. Februar 2010 um 10:54
[...] Klientel verlieren sieht es arg schlimm aus, so, wie in dem obigen amüsanten Satire-Video.gefunden bei http://www.eikyo.deThemenverwandte Artikel:Stylishes Video zum Thema Online-PRGibt es einleuchtende Argumente für [...]