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Fehler in der Kommunikation mit Produkt-Communitys Teil1

Was sind überhaupt Produkt-Communitys? Besonders bei Computerspielen am weitesten verbreitet ist es, zu jedem Produkt eine eigene Community zu bauen. Nehmen wir die besten Beispiele „World of Warcraft“ oder „GuildWars“. Millionen Spieler treffen sich nicht nur auf den Servern sondern in den Foren der offiziellen Webseiten.

Ich habe eine kleine Liste erstellt mit absoluten „NoGo“s für die Betreiber. Insgesamt ist es in 3 Teile unterteilt – heute der erste.

  • Interne Kommunikation stimmt nicht

Meistens werden die Foren zu einzelnen Titeln von mehreren Personen gehegt und gepflegt. Neben dem Communitymanager, sind meist noch Produktmanager, Praktikanten und vielleicht sogar Entwickler dort zu finden. Meistens funktioniert diese Zusammenarbeit aber überhaupt nicht, denn es werden unterschiedlichste Aussagen getroffen.

Beispiel:

Communitymanager: „Das Spiel ist noch in den letzten Schritten der Entwicklung“.
Entwickler meint in einem anderen Thread: „Naja wir hatten nicht genügend Zeit zum testen, aber das Spiel ist schon in der Produktion..“

Solche Fehler können vermieden werden, wenn der Leiter der Community auch klare Richtlinien ausgibt welche Informationen weitergegeben werden dürfen. Das heißt wenn mehrere Personen ein Forum betreiben müssen alle auf dem gleichen Nenner sein, sonst kann es fatale Folgen haben.

Eine Community vergisst solche Ungereimtheiten nicht…

  • Unsachlichkeit

Man kann es nicht jedem User recht machen, deshalb muss man sich auch auf Kritik einstellen. Mit Kritik muss sachlich umgegangen werden, denn es gibt nichts Schlimmeres als so etwas persönlich zu nehmen. Dieser Fehler ist oft bei Personen anzutreffen, die bei der Entwicklung eines Produktes mitgewirkt haben. Jede Kritik an dem Produkt wird als Kritik an der eigenen Person aufgenommen.

Die Lösung kann sein, dass man das beantworten einem Kollegen überlässt der unbelastet ist. Ansonsten einfach Kritik + Antwort einem Außenstehenden zeigen und nach seiner Meinung bitten.

PS: Niemals einen Producer ins Forum lassen ;)

Diskussion über Community Marketing

Mein Beitrag zum Thema „Community Marketing in der Praxis“ wird inzwischen „kontrovers“ auf XING in der Gruppe „Community Management“ diskutiert. Hier einige Zeilen dazu:

Community Marketing ist ein breites Feld welches sich in einem relativ frühen Stadium befindet. Viele Quereinsteiger und „Experten“ versuchen auf den Zug aufzuspringen. Dies hat zur Folge, dass teilweise viel Schabernack getrieben wird. Einige der Aktivitäten sind aus diesem Grund auch vollkommen in die Hose gegangen (Beispiele sollte jeder zu genüge kennen).

Deshalb ist immer zu beachten: Es gibt viele Chancen aber auch viele Risiken die es immer abzuwägen gilt. Nachhaltiges Community Marketing für ein Unternehmen kann wesentlich erfolgreicher sein als die bisherigen Online Marketing Maßnahmen zusammen.

Bei manchen Produkten ist aber der Aufbau einer eigenen oder die Verzahnung in eine andere Community nicht ohne weiteres möglich. In diesen Fällen gibt es aber auch andere Wege die genommen werden können. Die indirekte Ansprache ist durchaus ein interessantes Feld. Schließlich werden keine technischen oder andere Schwachstellen, sondern das eigene Modell für die Werbung genutzt.

Beispiel:

In einem Autoforum werden über verschiedene Automodelle diskutiert. Dort nimmt man natürlich Stellung und spricht mitunter positiv über das Produkt des Auftraggebers (niemals direkt)

Solche Beiträge können einen positiven Effekt auf den Kunden haben. Können liegt immer in der Fähigkeit des Dienstleisters der solch eine Kampagne durchführt. Der Blog beschäftigt sich nicht nur mit den Standardmaßnahmen, sondern mit allen Möglichkeiten des Community und Online Marketings.

Community Marketing in Schritten

Erster Schritt: Fragen denen Sie sich stellen sollten!

Sie müssen sich vor jeder Konzeption einige wichtige Frage stellen – ohne deren Antwort Sie überhaupt nicht starten sollten. (Wir gehen davon aus, dass Sie ein Produkt bei Communitys vermarkten wollen und nicht eine Community selbst)

  • Welches Produkt wird vermarktet?
  • Welches Ziel habe ich? (Umsatz, Bekanntheitsgrad?)
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • In welchen Communitys finde ich die Zielgruppe?
  • Wie schaffe ich das Produkt zur Zielgruppe?
  • Welche Meilensteine sind notwendig zum Erfolg der Kampagne?

Auch wenn Ihnen als Marketing-Experten einige der Fragen als selbstverständlich vorkommen, sollten Sie sich die Zeit nehmen diese für sich zu beantworten. Es gibt nichts Schlimmeres als Tausende von Euro in eine Kampagne gesteckt zu haben ohne am Schluss messen zu können ob diese erfolgreich war. Besonders beim Community Marketing versagen einige Messinstrumente des Online Marketings, schließlich kann nicht oft ein Link mit speziellem Zähler eingebaut werden.

Viele geben mitten in der Kampagne auf da das Ziel in zu weiter Ferne ist. Deshalb lieber kleine Meilensteine stecken. Dadurch müssen Sie nicht ewig warten bis die ersten Teilerfolge verbucht sind, sondern können bei jedem Meilenstein neue Energie tanken.

Gutes Community Marketing ist langwierig und kostet viel Aufwand. Die positive Wirkung wird sich aber in zusätzlichen Umsatz widerspiegeln.

Was ist überhaupt eine Community?

Diese Frage sollten wir dann doch lieber an den Anfang stellen. Natürlich ist es wie immer ein englisches Wort und bedeutet soviel wie Gemeinschaft. Das Wort selbst stammt (wenn ich mich noch richtig erinnere – der Lateinunterricht liegt schon Jahre her) aus dem lateinischen (communio, communitatis).

Normale Gemeinschaften werden von mehreren Personen aufgrund eines speziellen Themes gegründet. Diese Einheit weist emotionale Bindekräfte und ein Zusammengehörigkeitsgefühl auf. Gemeinschaften werden von Ihren Mitgliedern gegen Außenstehende abgegrenzt, ohne dass dies erkennbar sein müsste wie z.B. ein Freundeskreis. Im Endeffekt ist dadurch jede Schulklasse oder Fußballmannschaft eine Gemeinschaft.

Community Management kann dementsprechend nicht die Erfindung der Web 2.0 Welle sein – auch wenn es viele Personen gibt die dies glauben. Vielmehr ist dieser Job meistens von Vereinsvorsitzenden (in e.V.) oder Gruppenführern ausgeführt worden. Der Anspruch an einen Community Manager ist inzwischen wesentlich höher als vor wenigen Jahren, trotz allem sollten nicht die Grundelemente der Arbeit vergessen werden.