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Videocast1: Position des Community Managers

Der VideoCast ist ein neues Format in dem ich meine Meinung zu aktuellen Themen in den Bereichen: Community Management, Social Media und Online Distribution näher bringen möchte. Viel Spaß mit dem ersten Videocast bei dem es um die Position des Community Managers in Unternehmen geht.

Neuste Erkenntnis: Misserfolg der Unternehmen im Web ist hausgemacht

Was würden wir nur ohne diese unglaublich guten Studien den ganzen Tag machen? Laut Brand Science Institute bleiben deutsche Marketer im Social Web erfolglos. Fast immer sind die Unternehmen daran selbst Schuld…

Wer solche Studien in Auftrag gibt und dafür auch ernsthaft noch Geld zahlt sollte sich überlegen ob er nicht im falschen Job ist. Für diese Erkenntnis benötigt niemand 1100 Konsumenten, sondern muss sich einfach nur die Aktivitäten anschauen! Social Media Aktivitäten sind Kundenservice und Dialog – das schafft kein Unternehmen mit einem Sprint. Selbst wenn er dabei den Weltrekord schlagen würde, wäre langfristig das Engagement negativ zu betrachten.

Social Media Optimierung und Community Management müssen langfristig über Jahre ausgelegt werden mit realistischen Zwischenzielen. Nur dann kann eine Aktivität in diesem Segment auch Erfolg haben!

Bitte zukünftig keine Studien mehr im Auftrag geben wieso die meisten nicht erfolgreich sind, sondern lieber das Geld nutzen und aktiv und langfristig sein eigenes Engagement planen und durchführen.

PS: Agenturen die den schnellen Erfolg anbieten sollten in diesem Umfeld gemieden werden!

Ziele im Community Management

Wir sprechen immer über die Aktivitäten und die Regeln innerhalb des Community Managements – was aber meist unberücksichtigt bleibt sind die Ergebnisse die ein gutes Community Management erzielen. Aus diesem Grund möchte ich auf die Ziele und die Ergebnisse von gutem Community Management eingehen. Diese erste recht kurze Liste soll einen Anstoß geben um zusätzliches Feedback über Twitter, Facebook und andere Dienste zu erhalten (quasi asymmetrisches CM).

Frage: Was sind Ziele und Erfolge des Community Managements?

Aus Sicht des Betreibers:

  • Wachstum der Community
  • hoher Umsatz durch die Mitglieder (Umsatz/User)
  • hohe Aktivität der Nutzer
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrads
  • Kundenbindung (Jean-Paul Booms)
  • Erhöhung Kundenlebenszyklus (Jean-Paul Booms)

Aus Sicht der Nutzer:

  • Zufriedenheit / Bedürfnisse können gedeckt werde
  • Identifikation der Mitglieder mit der Community
  • Atmosphäre

to be continued… von euch!

Abteilung des Community Managers im Unternehmen

In den vergangenen Tagen habe ich mir konkrete Gedanken zur Stellung des Community Managements in einem Unternehmen gemacht. Einige Monate zuvor gab es hierzu ja einige Artikel im Blog welche eine größere konstruktive Diskussion ausgelöst haben, deshalb hier eine Mischung aus den Ergebnissen und der eigenen Meinung. Im Endeffekt ist dieser Vorschlag für kleine bis mittlere Unternehmen aus dem IT/Community/Software Bereich gedacht.

Position CM

Community Management ist ein Zwitter für die Bereiche IT/Entwicklung und Marketing, je nachdem ob PR in eine eigene Abteilung ausgegliedert ist (was bei kleinen bis mittleren Unternehmen nicht vorkommt), dann auch aus dieser Abteilung. Angesiedelt sollte die Position dort werden, wo auch das Hauptaugenmerk liegt – aber den jeweiligen Abteilungsleitern muss bewusst sein, dass der Community Manager auch Aufgaben aus anderen Bereichen hat. Dementsprechend nicht die volle Zeit zur Verfügung steht.

  • Die IT/Entwicklung benötigt das Know-How welches der CM anbieten kann, da er in täglichem Austausch mit der Community (also den Käufern, potentiellen Käufern etc.) ist. Zusätzlich ist der CM meist die Figur die am häufigsten Auftritt und somit sich auch mit Fehlern und Problemen befasst. Er sollte deshalb auch stark mit dem Supportteam verwurzelt sein – als Supportleiter oder als Mitglied des Supportteams.
  • Das Marketing benötigt heutzutage sowieso seine Expertise, da er die Mechanismen in Communities und der eigenen Community kennt und je nachdem welche Richtung eingeschlagen wird auch mit aktivieren kann.
  • Öffentlichkeitsarbeit – Wenn Community Management keine Öffentlichkeitsarbeit ist, was dann? Im Endeffekt übernimmt er die Aufgabe des PR Managers im Bereich Social Media, wobei der Community Manager wesentlich passender auf die Personen eingehen kann. Sicher könnte so etwas auch der PR Manager, aber wie schon einige Male festgestellt besitzt dieser leider meist nicht das nötige Know-How.

Was meint ihr zu dem Vorschlag?

Wahlkampf und Experten auf allen Kanälen

Die Berichterstattung zur Bundestagswahl 2009 war auf einem hohen Niveau, jedenfalls wenn das Thema nicht Wahlkampf im Internet gewesen ist. Insgesamt haben sich einige der geladenen Experten selbst disqualifiziert: u.A. bei RTL2 gab es die spannende Aussage: „Internet ist wie jedes andere Medium auch…“

Interessant ist eigentlich am Ende des langen Weges, dass kaum etwas davon wirklich übrigbleibt – mal abgesehen von der Piratenpartei die wohl den innovativsten Internet-Wahlkampf in Deutschland gemacht hat. Damit meine ich, dass kaum Inhalte wirklich die nächsten Jahre überleben werden. Ich prognostiziere eine ähnliche Aktivität wie von Barack Obama auf seinem Twitteraccount in den ersten Monaten nach seiner Wahl…

Deshalb einige Vorschläge für den nächsten Wahlkampf – und wie die Planung in wenigen Schritten aussehen sollte:

  • Planung der Strategie und welche Communities genutzt werden (auch ob eine eigene zusätzliche Plattform geschaffen werden soll)
  • Communities in Social Media Diensten aufbauen (Asymmetrisches Community Management ;))
  • Inhalte erstellen und über die jeweiligen Kanäle verbreiten
  • Diskussionen anstoßen und mitdiskutieren
  • Kanäle nach Verbreitung überwachen und optimieren (Meinungsmacher suchen und diese direkt ansprechen)

So was hat dieses Jahr davon gefehlt? Ach es gab keine wirklichen Inhalte! Deshalb war der Wahlkampf so spannend, mal bis auf die Ausnahme “und alle so YEAH!”. Social Media Marketing kann sehr sinnvoll sein und eine breite Maße an Personen ansprechen – ohne Inhalte sollte man es aber besser sein lassen.

Deshalb für den nächsten Wahlkampf bitte auf folgendes achten:

  • Content ist wohl das wichtigste Element!
  • Diskussionen sollten angestoßen und auch aktiver geführt werden

Und noch eine kleine Bitte: Versucht doch neue Wege zu gehen und die Bürger aktiver an der Politik der Parteien teilhaben zu lassen. Wie wäre es mal mit ein wenig Crowdsourcing bei bestimmten Problemstellungen? Siehe Ideastorm von DELL – so etwas nennt man auch den Bürger aktiv in Politik einspannen.

Volkssport Amazon Bewertungen schreiben

Mit bösen Blicken schauen einige Personen über den Teich wo für gute Bewertungen Geld gezahlt wird. Der letzte größere Skandal welcher an die Öffentlichkeit getreten ist war der der Firma Belkin. Welche sich aber auch „prompt“ für den Einzelfall entschuldigte. Wie unverschämt ist es denn auch den Nutzern Geld für eine positive Bewertung zu geben?

Dann lieber selbst schreiben! Über solche Möglichkeiten denken vor allem deutsche Unternehmen, bzw. deren Produktmanager nach und nutzen dies ohne lange nachzudenken. Da werden Accounts von Mitarbeitern genutzt um Produkte mit tollen Bewertungen zu schmücken. Ein Schelm wer Böses denkt!

Beispiele möchte ich an dieser Stelle keine veröffentlichen, doch sei jedem gesagt, dass er nur nach schlechten Produkten mit guten Bewertungen suchen muss. Am besten danach den Namen/Nick etwas genauer anschauen und bei Facebook und XING suchen. Recht schnell kann die Verbindung mit dem eigentlichen Unternehmen festgestellt werden… Das ist insbesondere deshalb schade, da das Vertrauen der Nutzer immer mehr zerstört wird.

Welchen Tipp ich Produktmanagern und den Unternehmen gebe: Geht doch gezielt auf die negativen Bewertungen ein und nutzt z.B. bei Amazon die Antwort Funktion. Leider habe ich bis dato selten gesehen, dass Unternehmen gezielt darauf geantwortet und geholfen haben. Da könnte dann auch die Bewertung deutlich verbessert werden. Service heißt hier das Zauberwort.

PS: Nebenbei die Geschäftspraktiken mit „gefakten“ Bewertungen sollte man sich sehr gut überlegen – denn einmal erwischt fällt die Reputation ins bodenlose…

Faker erkennen: IP-Check

Vor einiger Zeit hatte ich einen ersten Artikel zum „Black-SMO“ geschrieben, welcher teilweise für heftige Diskussionen gesorgt hat. Auch wenn es viele nicht wahrhaben mochten ist dies aber Realität in vielen Communities auf der ganzen Welt. Ich möchte mit der Serie aber in erster Linie den Community Managern die Chance geben um bestimmte Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und im Keim zu ersticken. Deshalb werde ich auch die jeweiligen möglichen Gegenmaßnahmen näher aufzeigen.

Wichtig

Die Überprüfung der IP Adresse ist nur während der Nutzungsdauer des Users gestattet – ansonsten sind Speicherung von personenbezogenen Daten wie IP/Username nicht gestattet. Jedenfalls laut einem Urteil des LG Berlins. Fazit vieler Anwälte ist aber, dass das LG durch die Entscheidung keine wirkliche Rechtssicherheit geschaffen hat. Heißt dieses Urteil kann oder kann auch nicht aufgehoben werden… Aktuell ist es aber definitiv erlaubt während einer Session auf der der User auf der Seite ist sich das genauer anzuschauen.

IP-Check / System

Wohl einer der wichtigsten Funktionen um Faker zu erkennen ist der IP Check. Unprofessionelle Dienstleister und Personen nutzen die eigene Leitung und können dementsprechend relativ einfach per IP überführt werden. Habe schon oft genug erlebt, dass jemand mit seinem eigentlichen Account + Fakeaccount gleichzeitig eingeloggt war.

Heißt: Der IP Check sollte für den CM so eingestellt werden, dass automatisch sichtbar ist wenn 2 User die gleiche IP nutzen. Oft passiert so etwas, dass einige Nutzer aus dem gleichen Netzwerk auf die Seite kommen, aber nicht immer ;)

Bei etwas versierteren Nutzern hilft dies nicht weiter – diese Nutzen besonders häufig verschiedene Proxy Server. Deshalb sollte es im Bereich IP-Check auch die Möglichkeit geben eigene IPs zur Suche einzugeben. Diese sollten besonders gecheckt werden, denn normale Nutzer haben nur selten die „Notwendigkeit“ einen Proxy-Server zu nutzen. Sicher es kostet regelmäßig arbeit die IP-Adressen rauszufinden und ins System einzufügen, aber es hat sich in der Vergangenheit oft bewährt.

Eine aktuelle Liste von Public Proxy Servern findet ihr unter: http://www.publicproxyservers.com/index.html

Wirklich professionelle Nutzer haben ihren eigenen Proxy Server und sind nur schwer zu fassen, was aber trotzdem nicht ganz unmöglich ist. IP-Checks sollten auch auf wiederkehrende IP-Adressen bei den Nutzern Ausschau halten. Diese kann man dann recht leicht überprüfen in wie weit dies Firmennetzwerke sind oder Proxy Server einzelner Personen. Bei Proxy Servern einzelner Personen sollte man grundsätzlich etwas misstrauischer werden und das dann wesentlich genauer unter die Lupe nehmen.

Jetzt fragen sich sicher einige – so viel Aufwand nur um Faker zu finden? Im Endeffekt kostet es eigentlich recht wenig Zeit wenn das System und die Prozesse erst einmal in den täglichen Workflow eingebaut sind. Besonders wichtig sind solche Elemente bei Communities die stark vom Vertrauen zwischen den Usern leben. Dort kann ein solches erkennen von Fakes enorm wichtig für die Entwicklung der Community sein.

Kurz eine Übersicht was der IP Check können sollte (jeder normale Entwickler kann das recht schnell umsetzen)

  • Alarm bei gleichen IP Adressen und unterschiedlichen Nutzern
  • IP Adressen Eingabe auf die geachtet werden soll (quasi Blacklist)
  • White List (darf nur bedingt erstellt werden) -> IPs ja aber ohne zugehöhrigen User

Bei weiteren Fragen einfach die Kommentar-Funktion nutzen. Hoffe ich konnte einen ersten Einblick in das Thema Tools für CMs aufzeigen. Nebenbei werden auch solche technischen Tools leider von wenigen CMs wirklich genutzt.

Einen allgemeinen Artikel zum Thema Faker und deren Erkennung findet ihr auf dem Community-Management Blog von Daniel.

Interessante Stellen im Bereich Community Management

Irgendwie hat sich der Blog in den letzten Monaten wesentlich stärker zum Thema Community Management entwickelt, deshalb möchte ich auch in dem Zug auch noch einen kleinen Service anbieten. Eine aktuelle Liste mit interessanten Stellen für den Bereich Community Management. Dabei geht es nicht um Praktikas sondern nur um Festanstellungen die angeboten werden. Außerdem werde ich dazu immer einen kleinen Kommentar zu den Aufgaben und den Anforderungen geben.

Community and SEO Manager Germany/UK Shopping.com

Die Mischung ist grundsätzlich nicht so schlecht gewählt, denn als SEO benötigt man immer noch ein gut funktionierendes Netzwerk an Kontakten etc. um Linkbuildung zu betreiben. Außerdem fällt unter den Bereich Community auch die Social Media Strategie.

Fazit: Der Job ist eher etwas für Experten die im Bereich Community Management und SEO schon einiges an Erfahrung sammeln konnten. Außerdem ist mit 3 Jahren Erfahrung, Hochschulstudium, hohe Technikaffinität und Erfahrung im Management von Online Communities jemand gesucht denn niemand ernsthaft bezahlen könnte…

Chief Community Manager / Games Designer bei Gamelabs GmbH

Diese Mischung kann durchaus überzeugen wenn der Chief CM eher im Bereich strategische Planung und Entwicklung des Community Managements tätig ist. Er kann quasi seine strategische Planung als Game Designer entsprechend in den Spielen einbauen. Quasi Legislative und Exekutive in Einem…

Fazit: Genauso wie bei Shopping.Com ist das ein Job die schon längere Erfahrung in der Gamesbranche und im Bereich Community Management haben. Ansonsten können die Anforderungen kaum erfüllt werden.

Foren Moderator / Community Manager bei Notebooksbilliger.de

Notebooksbilliger sucht eine Mischung aus Foren Moderator und Community Manager. Wobei der Fokus stark auf den Forenmoderation liegt was auch bei den Anforderungen ersichtlich wird.

Fazit: Der optimale Einstieg für Quereinsteiger! Es werden grundlegende Fähigkeiten welche ein Community Manager mitbringen muss benötigt.

Pre-Conference Event mit mir

Auf der diesjährigen Community Summit in Hamburg halte ich mit Silke Schippmann einen Workshop zum Thema „Community-Organisation“. Auf diesem wollen wir gemeinsam mit den Anwesenden ein kleines Handbuch bzw. ein Paper erstellen wie aktuell in Deutschland Community Organisationen aussehen und (wenn die Zeit reicht) welche Optimierung durchgeführt werden können.

Jedenfalls gibt es heute um 15 Uhr dazu eine kleine Pre-Conference die per Video übertragen wird – habe mir extra eine Webcam besorgt, damit ihr auch ein wenig was von meiner Person seht. Nähere Infos dazu gibt’s unter dem Link des Events.

Viel Spaß und bis 15 Uhr.

Community Manager und ihre Gehälter…

In den letzten Tagen sind immer wieder Diskussionen rund um das durchschnittliche Gehalt aufgetreten welches ein CM verdienen sollte. Diese Frage wird eine Umfrage des BVCM e.V. bald näher klären, aber ein wenig möchte ich doch einsteigen und ein wenig Feedback geben.

In Deutschland ist die Gehaltsspanne eines Community Managers nicht so hoch wie die als Marketing oder Produkt Manager. Dies wird sich hoffentlich in den kommenden Jahren ändern, aber aktuell ist es leider so. Dies liegt teilweise daran „wo der CM aktuell angesiedelt ist“. Als Mitarbeiter im Supportteam oder als Untergebener des Marketing Managers in der jeweiligen Abteilung. Meist ist er „obwohl“ als Manager deklariert eher ein Assistent für einen bestimmten Bereich. Sicher es gibt viele Unternehmen dies sich hier schnell weiterentwickelt haben, besonders wenn diese Unternehmen eine Community als „Produkt“ haben – Beispiel: Xing, Qype usw.

Wie viel darf denn ein Community Manager verdienen? Ich habe mit vielen Community Managern in Deutschland Kontakt und wir sprechen natürlich auch über das Thema Gehalt. Der aktuell bestbezahlte reine Community Manager liegt bei 60.000€ im Jahr. Das ist schon sehr ordentlich – trotzdem kann sich das nicht mit anderen Jobs in ähnlichen Verantwortungsbereichen vergleichen. Vielleicht gibt es sogar noch jemanden der darüber liegt.

Meist liegen die CMs zwischen 30.000 – 40.000 € im Jahr. Dabei wird aber von einer Arbeitszeit von mindestens 2 Jahren als CM ausgegangen. Ohne jegliche Erfahrung und mit niedrigem Bildungsgrad (Abschluss) liegt ihr sogar noch darunter.

Das als ersten kleinen Einblick in das Thema Gehalt in Deutschland.