Archiv der Kategorie ‘Online Marketing‘

 
 

Online Werbemarkt wächst weiter

Die Meldungen über die Steigerung des Online Werbemarkts haben immer wieder dazu gehört wie das Amen in der Kirche. Vielen dachten die Wirtschaftskrise wird sich auch stark auf den Onlinemarkt auswirken.

Die Kritiker werden mit einer Steigerung von 29 % auf 1,3 Milliarden Euro in die Schranken gewiesen. Dies gab am 30.12 der BITKOM auf Basis einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control bekannt.

Den größten Anteil des Werbemarkts steuern die Telekommunikationsanbieter und Internetplattformen bei. Darunter fallen aktuell nur „klassische Online Werbung“ wie z.B. Banner, Pop-Ups, gesponserte Webseiten, Kurzfilme, und Streaming Ads.

SEO, Affiliate Marketing und weitere Aktivitäten wie z.B. SMO, Community Management usw. sind nicht enthalten. Welche Wert es mit diesen zusätzlichen Bereichen geben würde ich nicht ganz klar. Aber an den 2 Milliarden könnte durchaus gekratzt werden.

Quelle: Bitkom

Erfolgreiche Monetarisierungsmodelle: Pressebox

Im Zuge des eBooks zum Thema „Monetarisierung in Web 2.0“ stelle ich auch einige erfolgreiche Monetarisierungsmodelle im Web 2.0 vor. Web 2.0 ist keine technische Lösung sondern bezieht sich darauf, dass die Benutzer den Content selbst erstellen.

In den Medien wird meist über Myspace, StudiVZ und Co geredet. Davon sind aber die wenigsten Portale in der Gewinnzone. Eine hohe Userzahl bringt noch lange keinen Umsatz – ganz im Gegenteil. Die Kosten für Server und Wartung erhöhen sich ungemein. Ohne passende Monetarisierungsmodelle geht es langfristig in die Hose.

Dass es anders geht zeigt nicht nur der „Platzhirsch“ Xing, sondern auch kleinere Portale welche schon seit langem in der Gewinnzone sind.

Vielen dürfte die Pressebox ein Begriff sein, aber nicht in der Verbindung mit Web 2.0 und Co. Aber im Grunde gehört das Portal zu diesen Portalen dazu. Die Benutzer spalten sich dabei in Unternehmen die die Pressemitteilung einstellen und Redakteuren die die Mitteilungen aufgreifen.

Was beinhaltet die Pressebox und wie funktioniert der Dienst?

Unternehmen können eine Pressebox erstellen um Pressemitteilungen auf die Seite zu stellen. Auf der Seite selbst sind tausende Redakteure angemeldet und haben meist Newsletter mit bestimmten Themenschwerpunkten angelegt. So erhalten diese per Email immer die neusten Informationen aus dem Bereich der für sie interessant ist.

Das Unternehmen hat den Vorteil keinen eigenen großen Verteiler aufzubauen, was meist nicht möglich ist. Die Redakteure erhalten dafür einen Überblick ohne mit Mails zugebombt zu werden.

Außerdem können Unternehmen noch verschiedene andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wie z.B. Redaktionsserver, Lektorat, Übersetzung und Medienbeobachtung. Die Pressebox kann auch auf der eigenen Seite (im eigenen Look) eingesetzt werden.

Fazit:

Die Monetarisierungsmodelle müssen nicht zwangsläufig immer auf Werbung und Premiumaccounts hinauslaufen. Sondern es kann auch eine bestimmte Dienstleistung angeboten werden, welche dem Nutzer einen Mehrwert generiert. Kosten für diesen Dienst sind besonders für die Unternehmen nicht zu hoch gegriffen.

Was ist Social Media Optimization?

Diese Frage sollten sich nicht nur interessierte stellen, sondern auch angebliche Anbieter von SMO Kampagnen. Gerade erst habe ich einen Artikel gelesen in dem erklärt wird, das SMO auch gegenseitige Verlinkung ist oder ein Newsletterversand… Deshalb auch eine kurze Erklärung was SMO eigentlich wirklich ist und welche Unterbereiche es hat.

Social Media Optimization kann in verschiedene Arbeitsschritte unterteilt werden, aber im Grunde ist es ein Dialog mit den Usern in verschiedenen Netzwerken. Ob dieser Dialog in Kommentaren, Artikeln oder über „Bookmarks“ stattfindet ist nebensächlich. Aus diesem Dialog entsteht im besten Falle ein Effekt, welcher unter Marketing „Experten“ gerne als „viral“ empfunden wird.

Entscheidend für SMO sind aber im Gegensatz zu anderen Marketingformen, die Inhalte die transportiert werden sollen. Darunter fällt alles: von Webseite, Video bis hin zum Artikel oder Podcast. Diese Inhalte werden entweder von einem selbst in unterschiedliche Richtungen verbreitet oder vom Nutzer. Deshalb muss man ihm die technischen Möglichkeiten bieten dies von der Quelle des Inhaltes zu machen. Es kann ein Button mit allen Social Media Diensten sein in die man es einbinden kann…

Aber nach der Einbindung fängt die richtige Arbeit im SMO an – Der Dialog mit dem User! Dieser wird gerne vergessen aber ist entscheidend für den Effekt den eine Kampagne erzielen wird.

SMO kann in Unterbereiche unterteilt werden:

  • Technik
  • Inhalte
  • Verbreitung
  • Dialog

und am Ende steht die Auswertung.

Diese Auffassung habe ich im eBook vertreten und bleibe dabei. Alleine die technische Vorraussetzung ist noch kein SMO – auch wenn das einige Vertreter meinen. Wer ein wenig mehr darüber lesen will, kann sich gerne mein eBook anschauen oder einfach warten bis das Buch fertig ist welches noch dieses Jahr fertig wird.

Screencast: Automatisierte Eintragung von Bookmarks

In dem neusten Screencast möchte ich euch die beiden Dienste onlywire und Socialmatic näher vorstellen. Diese beiden Dienste erlauben es Bookmarks und Inhalte in verschiedenen Diensten gleichzeitig zu veröffentlichen.

Viel Spaß beim anschauen

Vollbild Version

Politik in Social Medien

Irgendwie hatte ich gestern wohl den richtigen Riecher mit meinem kleinen Beitrag über die beste SMO Kampagne der Welt. Inzwischen finden sich unzählige Artikel in verschiedenen Sprachen zu diesem Thema. Meist wird geschrieben was für eine tolle Kampagne er gefahren ist, als erste Person in der Politik – dies ist aber gänzlich falsch. Denn in fast allen Sparten waren andere Personen vor ihm schon aktiv, nur hat er einen gänzlich anderen Drive durch Social Medien erhalten.

Die SearchMarketingGurus aus Amerika sehen Barack Obama als den ersten Social Media Präsidenten aller Zeiten. Sicher steht fest, dass in keinem Wahlkampf in den USA diese Medien so stark genutzt wurden wie in diesem Fall – aber vor 4 Jahren war vieles vom „Web 2.0“ noch in der Kinderschuhen.

Kommen wir zu einigen interessanten Fakten.

Myspace

John McCain startete seine Aktivitäten auf dem Portal am 27.2.2007 und war seit diesem Zeitpunkt recht aktiv. Auch wenn es am Ende nur 224.000 Freunde geworden sind. Während Barack Obama erst zwei Monate später seine Fußspuren dort hinterlassen hat, aber innerhalb der Zwei wesentlich mehr Personen gewinnen konnte. Insgesamt hat Obama über 860000 Kontakte.

Youtube

Der Youtube Channel von Barack Obama war unglaublich populär und erfolgreich, aber er war bei weitem nicht der Erste. Er startete dort am 5.9.2006 mit seinem Channel, während Hillary Clinton am 21.7.2006 schon die ersten Videos zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn man es nicht glauben mag, selbst die FDP ist seit über 2 Jahren mit einem eigenen Channel aktiv und zwar seit dem 15.2.2006

Eigene Community

Selbst die Technik hinter der viel beschworenen MyBo (MyBarrackObama) wurde nicht selbst für Obama entwickelt, sondern stammt aus dem Wahlkampf 2004 vom gescheiterten demokratischen Kandidaten Howard Dean (er verlor gegen John Kerry). Diese Technik wurde einfach für Barrack Obama angepasst auf heutige Anforderungen. (Infos dazu von netzwertig.de)

So könnten wir dies endlos weiterführen – insgesamt kann gesagt werden, dass in keiner Sparte Barack Obama wirklich der First Mover gewesen ist. Noch nicht mal, dass er „besseres“ Community Management betrieben hat.

Der Erfolg der Kampagne steckt in der Person und in der Message die verkündet wurde. Barack Obama steht für Werte, Wünsche und den Wandel den die Personen haben möchten. Am Ende des Tages waren es nicht die zig viralen Videos, die ganzen Netzwerke oder die eigene Community welche den Unterschied gemacht haben. Auch nicht die Nähe die dadurch zu den Wählern aufgebaut werden konnte, obwohl diese sicherlich ein zusätzliches Argument war. Der Unterschied ist und bleibt einfach die Message und die Person. Die SMO Kampagne war wegen Barack Obama so erfolgreich und hat (wie man unschwer sehen kann) für McCain nicht so perfekt funktioniert. Der Wahlerfolg ist deshalb nicht an Social Medien festzumachen (wie es die Medien gerne darstellen würden), denn diese sind nur die Struktur über die kommuniziert wird!Die Inhalte bestimmen am Ende die Entscheidung…

Die beste SMO Kampagne der Welt

Zu allererst herzlichen Glückwunsch zum erreichen des Ziels dieser Kampagne: Barack Obama ist der neue Präsident der USA. Die meisten Menschen in Deutschland haben es nur bedingt über den einen oder anderen Artikel mitbekommen – Barack Obama hat das Internet optimal für seinen Wahlkampf genutzt.

Alleine der Twitteraccount zeigt welche Reichweite Barack Obama zu seinen Mitgliedern gehabt haben muss. Über 100.000 Personen (was Platz 1. bei Twitter bedeutet) sind ihm gefolgt. Der Youtube Channel ist mit 120.561 Abonnenten und insgesamt 18.837.958 Kanalaufrufen auch nicht schlecht. Ganz zu schweigen von den größeren Communities Facebook und Myspace. Alleine in diesen beiden Communities hat er über 3.000.000 Kontakte.

Mit digg.com konnte er wichtige Nachrichten innerhalb kurzer Zeit auf die Startseite pushen und somit zusätzlich Leute erreicht.

Die Kampagne werde ich in den nächsten Tagen genauer aufschlüsseln und versuchen an interessante Zahlen und Fakten zu kommen. Soviel sei aber gesagt – SMO kann und hat funktioniert im Wahlkampf. Solange diese so offen und glaubwürdig wie möglich durchgeführt wird.

Wie sieht Community Building aus?

Eines der wichtigsten Aspekte bei neuen Gründungen von Social Media Diensten und Communities ist der Aufbau einer Community. Dieser besteht aus einigen Faktoren welche entscheidend sind um kurz- und mittelfristig eine Maße an Leuten auf die Seite zu bekommen und somit Anmeldungen zu generieren.

Pyramide

Content: Zu Beginn sollte das Portal mit genügend Inhalten versehen werden, damit User welche das erste Mal auf die Seite klicken sehen, dass sich in regelmäßigen Abständen etwas tut. Dabei ist entscheidend, dass der Inhalt passend zum Portal erstellt wird und einen „Mehrwert“ für die User ist. Als Beispiel wäre hierbei mal wieder Produki genannt. Dort wurden von Anfang an die Produkte eingestellt welche gerade sowieso am meisten diskutiert werden. (IPhone und Co).

Idealerweise erstellt man sich ein Planing mit einem genauen Zeitplan wann welche Inhalte erstellt und veröffentlicht werden. Hierbei sollte für 1-2 Monate vorab schon an Inhalte gearbeitet werden. Oft kommt ein Neuigkeit relativ kurzfristig rein und sollte veröffentlicht werden, dann kann man die geplanten Inhalte aber ohne weiteres nach hinten verschieben.

Aktivität: Neben Inhalten welche eingepflegt werden sollten (z.B. bei Produki die Produkte) müssen auch verschiedene Aktivität wie der Dialog zwischen den vorhanden Usern aufgebaut werden. Hierbei arbeiten viele anfangs mit Fakeaccounts welche eine Aktivität von Seiten der User vorgaukeln. Z.B. Bewertungen geben, Forenaktiv sind usw. Dies ist nicht verwerflich, aber man sollte optimalerweise gleich von Anfang an einige Personen in seinem näheren Umfeld suchen welche lieber aktiv sind. Fakeaccounts fallen oft nach einer bestimmten Zeit auf.

User: Jetzt ist es an der Zeit User zu gewinnen. Über welche Wege diese Angesprochen werden ist dabei zweitrangig. Vielleicht eine große Marketingkampagne oder einfach nur Mund zu Mund Propaganda (wer-kennt-wenn hat dies optimal durchgeführt). Dies kommt auf verschiedene Elemente an. Art des Netzwerkes, Ort der eigentlichen Zielgruppe und Weg der beschritten werden soll. Bei einem Netzwerk 50+ wird man die Personen sicher nicht auf der neusten Gamingseite finden ;).

Wieso sollten die Schritte in dieser Reihenfolge erfolgen? Sobald User sich eine Community oder Netzwerk anschauen wollen diese sehen dass die Community auch wirklich vorhanden ist und Personen aktiv sind. Ohne Inhalte und die Aktivität werden die meisten User sich nicht anmelden – und wenn doch werden sie nach kurzer Zeit nicht mehr auf die Seite kommen. Schließlich fühlen Sie sich relativ alleine.

Youtube will Geld verdienen

Bewegt sich der Videoriese? Unglaublich aber wahr – nach über 2 Jahren in denen es Nutzer fordern können jetzt amerikanische Nutzer die Songs eines Videos über Amazon oder iTunes kaufen. Ab sofort erscheinen unter den einigen Videos Kauflinks, dadurch soll es leichter Fallen Inhalte aus dem Video zu kaufen.

Somit wird Youtube zur E-Commerce Plattform in der die Partner ihre Produkte gezielt anbieten können. Z.B. bei einem Filmtrailer direkt zum Kauf des Films, bei Songs zum legalen Download usw.

Ob dieses Modell wirklich aufgeht wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wobei es aktuell ausschließlich für amerikanische Kunden funktioniert. Wie lange wir noch warten müssen ist nicht bekannt…Vielleicht werden auch irgendwann die Vorschläge umgesetzt die auf diesem Blog zu finden sind…

Gefunden auf Googlewatchblog

Eikyo Screencast: Vorstellung von Produki

Weg von den Nachrichtenportalen und es geht um das Thema Dialog mit dem Kunden und User auf Social Media Diensten. Dabei stelle ich auch gleichzeitig den Social Media Dienst produki.de vor, welcher vor einigen Wochen in der Closed Beta Phase gestartet ist.

Vollansicht ist hier zu finden.

Besonders in Social Media Diensten können Unternehmen aktiv in den Dialog mit dem Kunden ihrer Produkte treten. Näheres gibt es in den folgenden Wochen.

Hilfe die SMO Spezis kommen

So langsam bekomme ich richtige Kopfschmerzen wenn ich höre wie die selbsternannten Socal Marketing und SMO Experten auf Kongressen und Messen über die nächsten „Big Things“ reden. Besonders interessant wenn man den Umstand bedenkt, dass vor wenigen Monaten noch die meisten keine Ahnung hatten was sich hinter der Abkürzung SMO versteckt.

Wenn die Jungs sich nur auf Messen tummeln würden und arme unbedarfte Kunden in Ruhe lassen würden hätte ich kein Problem, aber leider kann man diese dort nicht einschließen. In den letzten Wochen habe ich mit einigen dieser lange Gespräche geführt. Einige der besten Sätze und Fragen sind hier aufgelistet.

  • Man ohne Probleme die Bewertungen fälschen könnte.“ (SEO Dienstleister der jetzt auch SMO anbietet)
  • Ich empfehle immer eine Community zu gründen, denn der WOM Effekt verstärkt sich dadurch. So etwas wollen die Endscheider bei den Firmen hören.” (sehr große Marketing Agentur)
  • Wieso kann ich nicht einfach alle negativen Beiträge zu den Produkten löschen?“ (Frage eines „Experten“ welche seine erste Kampagne durchführte)
  • Unsere Firma bietet jetzt auch Social Media Marketing an. Wir hätten da auch schon einen Auftrag und wollten Fragen ob Sie die Konzeption übernehmen können.“ (Anfrage von einer größeren Online Marketing Agentur)

Auf was ich aber aufmerksam machen möchte ist, dass viele selbsternannte Experten im Internet herumlaufen. Meistens haben sie nur ein sehr gefährliches Halbwissen mit dem sie das Gegenteil des eigentlichen Ziels erreichen. Social Media Optimization ist kein Thema welches beherrscht wird weil man einmal eine Nachrichtenmeldung auf Yigg.de oder Co auf der Startseite platziert hat. Oder weil man einen Blog betreibt welcher ein wenig Traffic über Nachrichtendienstportale erhält.

SMO heißt jeden Tag testen, optimieren, testen, optimieren und nochmals testen und optimieren. Um es kurz zu halten: “Easy to learn, hard to master”