Archiv der Kategorie ‘Online Marketing‘

 
 

Wert einer Community berechnen

In den letzten Monaten habe ich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass es keine sinnvolle Kalkulationsmöglichkeit zum Wert einer Community gibt. Betreiber mussten auf die üblichen Statistiken des Traffics und der Userzahlen zurückgreifen um Investoren für ihr Unternehmen zu gewinnen. Oft ist diese Art aber irreführend und setzt Erwartungen frei die auch nach Jahren nicht erfüllt werden können.

Eines der besten Beispiele ist wohl StudiVZ oder Youtube welche beide auf eine enorme Userzahl zurückgreifen können, aber trotzdem nicht einen Cent verdienen sondern rote Zahlen schreiben.

Deshalb wollte ich auch wirklich alle wichtigen Aspekte in die Formel bringen und jetzt ein wenig den Entstehungsweg aufzeigen.

22. April

Durchschnitt der Aktivität * (Benutzerzahl(die kostenlos auf dem Portal ist) + x* Benutzerzahl (die Geld für das Portal erwirtschaftet) = Wertigkeit des Social Networks

In dieser Formel sind die Bausteine: Aktivität, Benutzerzahl und „Benutzerzahl die Geld zahlen“ entscheidend gewesen. Das dabei aber die Reichweite und die Zielgruppe außen vorgelassen wurde, wurde relativ schnell klar.

27. Juni

Aktivität(Aktivität+Aktivität die zum Umsatz führt*x)/Nutzerzahl*(Zielgruppe+Reichweite)= Wert der Community

Diese Formel hat von den Bausteinen alle entscheidenden Elemente um eine Community fair zu bewerten. Aktivität, Userzahl, Umsatz, Zielgruppe und Reichweite. Optimal war diese trotzdem nicht, da die Zielgruppe und die Reichweite sich nicht in einem realen Wert niedergeschlagen haben. Dementsprechend war auch keine wirkliche Kalkulation möglich.

In den letzten Monaten seit der Veröffentlichung der beiden Formeln habe ich viele Gespräche geführt und bin inzwischen einige Schritte weiter gekommen. Die neue Formel an der ich die ganze Zeit arbeitete ist soweit fertig und wird gerade mit den ersten Daten gespeist um echte Ergebnisse zu liefern. Sobald die Testphase vorbei ist werde ich diese veröffentlichen. Vielleicht hilft diese dem einen oder anderen Betreiber, wie auch Investoren den wirklichen realen Wert von Communities herauszufinden.

Vorstellung von SEOigg.de

Der Screencast wurde in den letzten Wochen ein wenig vernachlässigt da ich auf Auslandstour war. Aber ab heute wird es wieder wöchentlich einen kleinen Screencast mit der Vorstellung von Social Media Diensten geben in denen der Dienst und der Effekt des Dienstes näher beleuchtet wird. Heute wird dabei ein Nischennachrichtenportal mit dem Namen SEOigg.de vorgestellt.

Den Screencast im Komplettbildschirm findet ihr hier.

43 Bookmarkdienste in Deutschland

Der letzte Artikel zu den deutschen Bookmarkdiensten liegt inzwischen auch schon fast 2 Monate her. Grund genug die Liste wieder komplett zu aktualisieren um einen besseren Überblick über den aktuellen Stand zu schaffen. Einige Bookmarkdienste waren die letzten Tage nicht erreichbar, deshalb habe ich diese unter eine eigene Kategorie geschrieben. Falls ihr weitere Bookmarkdienste (nein keine Nachrichtendienste) kennt, schreibt einfach in die Kommentare.


Den ganzen Beitrag lesen…

Tools für Digg und StumbleUpon

Gerade habe ich auf dem Blog von Baynado zwei sehr gute Tools gefunden um die Aktivitäten auf digg und StumbleUpon zu überwachen. Der digg Alerter und auch der StumbleUpon Alerter sind in der Funktionsweise vergleichbar und überwachen die beiden Dienste. Es wird überprüft wer für den Inhalt gestimmt oder einen Kommentar hinterlassen hat.

Derzeit sind die beiden Social Media Dienste wie auch die Tools nur für englischsprachige Inhalte sinnvoll – heißt für die meisten Personen aus der deutschen Blogosphere eher unwichtig. Für SMO Spezialisten aber hingegeben optimale Tools.

Sobald ich wieder in Deutschland bin werde ich auch verschiedene englischsprachige Dienste vorstellen und deren Effekt auf Verlinkung und Traffic aufzeigen.

Youtube und die Monetarisierung

Beim Start der Aktion dachte ich StudiVZ wäre der härteste Brocken aber irgendwie habe ich da wohl Youtube vergessen. Die Jungs versuchen inzwischen durch astronomisch hohe Anzeigenpreise (FullScreen-Banner soll angeblich 200.000$ am Tag kosten laut GoogleWatchBlog) schwarze Zahlen zu schreiben. Ob sich da viele Werbetreibende finden werden?

Bevor es zur Monetarisierung geht sollten die Vorraussetzungen definiert werden.

  1. Werbung muss vorab bei jedem Video vom Rechte-Inhaber freigeschaltet werden (deshalb gibt es auch nur eine handvoll Videos in denen Werbung geschaltet werden kann). Der Grund ist das Youtube Klagen fürchtet.
  2. Youtube hat eine große Userbasis die aber rein auf Content fixiert ist.

Führ mich zum Schotter!

Ja man könnte auch mit Youtube ein wenig Geld verdienen ohne die normalen User zu vergraulen.

Video on Demand

Einfach Video on Demand Angebote wie Serien, Filme oder sonstigen Content auf Youtube anbieten gegen einen bestimmten Obolus. Vorteilhaft wäre besonders der Umstand, dass Trailer zu den meisten Filmen sowieso schon auf dem Portal zu finden sind und somit eine direkte Verlinkung möglich wäre. Sind wir ehrlich: Wir würden ja Video on Demand nutzen wenn es endlich mal einen gescheiten Anbieter geben würde…Interessant außerdem das Youtube das Video in verschiedenen Sprachen anbieten könnte. Gibt viele Leute in .de die gerne die Originalfassung schauen.

Channels

Bis dato wurden Youtube Channel auch teilweise kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese könnten wesentlich besser vermarktet werden um zusätzliche Kunden an Land zu ziehen. Besonders das viele Unternehmen ihre Videos aus Marketing Gründen auf das Portal stellen. Wieso nicht mal ein wenig Geld mit geschäftlichen Nutzern verdienen?

Streaming auf anderen Webseiten

Streaming von Videos kostet auch in der heutigen Web 2.0 Welt Geld. Deshalb gibt es auch Dienstleister die Streaming von Videos zu gewissen Preisen für Unternehmen anbieten. Youtube hat sogar einen Player welcher relativ einfach umgestaltet werden kann (White Label Lösung) um im Streamingmarkt zusätzlich Geld zu verdienen

Werbevideos

Es gibt unzählige Werbevideos auf Youtube welche von den Firmen eingestellt werden – hier könnte durchaus eine weitere Monetarisierung stattfinden. Die Firmen müssen ein wenig Geld zahlen, dass sie der Maße der User Videos zeigen dürfen. Vielleicht sogar eine Flatfee (Premiumaccount) damit die Unternehmen so viele Videos einstellen dürfen wie Sie wollen.

Vermarktung der Videos im Fernsehbereich

Fernsehender sind auf Inhalte oft angewiesen, welche von Agenturen und Anbietern nicht abgedeckt werden können z.B. bei Nachrichten, aber auch bei Sendungen die über Witziges etc. berichten. Hier könnte Youtube als Vermarkter auftreten und Videos (in Absprache mit den Rechtinhabern) an Fernsehsender verkaufen etc.

YoutubeTV

Eine eigene Sendung aufgebauen mit Content von Youtube. Zum könnte hier zusätzlich Geld verdient werden durch die Unterbringung von bezahltem Content – zum anderen könnte die Sendung an normale TV Sender lizenziert werden.

Videos als DVD anbieten

Es gibt immer noch Personen die lieber eine DVD in der Hand halten – einfach die Youtube Videos aussuchen und diese werden von einem Dienstleister mit Cover etc. auf eine DVD gebrannt und an den Kunden geschickt. Besonders interessant beim Thema „Privatstreaming“.

Privatstreaming

Es gibt Videos welche man zwar seinen Bekannten zeigen möchte, aber dem Rest der Welt nicht. Z.B. sind in Amerika Dienste sehr populär in denen Familienfeiern nur an ausgewählte Personen (erhalten eine Email) gestreamt werden. Die Inhalte sind dabei Taufen, Hochzeiten usw. Viele Angehörige können oft nicht kommen und schauen sich deshalb gerne die Videos an und bestellen auch die DVD. Bestimmte Lizenzkosten um diesen Dienst zu nutzen… Wichtig hierbei ist, dass es keine Limitierung bei der Länge des Videos geben sollte.

Fazit

Das sind die ersten Gedanken zur sinnvollen Monetarisierung von Youtube. Wieso nicht Wege gehen die die vorhandenen User nicht nerven wie Werbung. Besonders das Thema Streaming kann relativ schnell umgesetzt werden. Hoffe ich konnte einige interessante Beispiele zur alternativen Monetarisierung abgeben.

Social Media Marketing in Perfektion (EA)

Wie aus einer Schwäche eine Stärke werden kann zeigt uns Publisher Electronic Arts mit Tiger Woods Golf 2009.

Kurz zu der Geschichte: Ein User stellt ein Video eines Bugs auf Youtube. Viele User amüsieren sich über Tiger Woods der auf dem Wasser steht und einen Golfball schlagen kann. Quasi der Jesus unter den Golfspielern.

Die Youtube Gemeinde hat aber ihre Rechnung ohne einen Marketing Experten von Electronic Arts gemacht, der sich gedacht hat: Eine Schwäche im Spiel kann jetzt unsere Stärker im Bezug auf Marketing in Social Media Diensten werden.

Kurze Zeit später antwortete Electronic Arts auf das Video mit einem eigens erstellten Video welches ihr hier bewundern könnt.

Fazit: Social Media Dienste offenbaren Schwächen einzelner Produkte – es liegt immer an dem Unternehmen daraus eine Stärke werden zu lassen. Für mich ist dieses Video wohl eines der besten Social Media Marketing Aktivitäten seit langem.

Gefunden auf mashable.com

Vorstellung von Hype!

Der „Hype“ auf Yigg und Co ist abgeflaut und die Realität erhält Einzug bei den meisten Seitenbetreibern. Selbst Topnews auf Yigg oder Webnews bringen nicht sonderlich viel Traffic auf die Frontpage. Je nach Thema kann es zwar 100-200 User bringen, aber das hat inzwischen Seltenheitscharakter.

Ein neues aber auch Zielgruppenspezifisches Nachrichtenportal ist Hype! welches sich auf Web, OpenSource und Co spezialisiert hat. Dazu habe ich zum ersten Mal einen kleinen Screencast erstellt um es besser vorzustellen und ein wenig was über den Effekt zu schreiben welchen es bringt. Heißt im Klartext: User.

Viel Spaß beim zuschauen – wer es im Vollbildmodus sehen will einfach auf diesen Link klicken.

Social Media Optimization in der Praxis

Nach der Veröffentlichung des eBooks kamen viele Anfragen zu Projekten im Social Media Bereich. Eines der Projekte starte in den nächsten Tagen und ich will natürlich ein wenig Praxisarbeit vermitteln. Leider darf ich keine Informationen über den Auftraggeber veröffentlichen, dementsprechend kann ich euch keine Links oder sonstiges zur Verfügung stellen.

Gestartet wurde mit einem Konzept und der Grundidee welche Medien und Wege ideal sind um den Nutzer zu erreichen. Das Konzept habe ich wie folgt unterteilt:

Bestandsaufnahme

Welche Inhalte sollen verbreitet werden?

Der Auftraggeber hat verschiedene redaktionelle Inhalte (normale Artikel) bei denen die Reichweite zukünftig gesteigert werden soll. Das Hauptthemengebiet der Artikel ist im Bereich Urlaub zu finden. Obwohl die Inhalte redaktionell gut geschrieben wurden findet sich darüber nichts auf Blogs oder in sonstigen Web 2.0 Diensten. Außerdem wurde Tags ausgemacht unter denen diese Artikel zukünftig besser auffindbar sind. Obwohl die Inhalte einige Wochen alt sind, sind diese bei Google über diese Schlagwörter überhaupt nicht zu finden.

Wege

Welche Wege sollen eingeschlagen werden um diese Inhalte stärker zu verbreiten und zu verlinken. Die Dienste welche genutzt werden sind:

Blog
Erstellung eines kleinen Blogs welcher über diese Nachrichten berichtet wird. Über diese dann der Versuch auf bestimmten Diensten Inhalte eingestellt zu bekommen.

Nachrichtendienste
Einstellen der Inhalte bei den Nachrichtendiensten: Yigg, Webnews und Shortnews.

Bookmarks
Inhalte zum ersten Mal mit den vorher definierten Tags auf Mister Wong und del.ico.us einstellen. Damit der Nutzer der sich zukünftig ein Bookmark setzt die gleichen Tags vorgeschlagen bekommt.

Communities
Ansprache in verschiedenen Communities zu welchen das Topic passt. Vorherige Absprache mit den Betreibern in wie weit dies möglich ist.

Netzwerk

Aktuell kann auf kein Netzwerk zurückgegriffen werden, aber dies soll sich zukünftig ändern. Deshalb müssen die Aktivitäten so gestaltet werden, dass ein Netzwerk aufgebaut werden kann. Heißt aktive Ansprache von Personen in den jeweiligen Diensten.

So das war ein kleiner Start in die Konzeptionsphase – ich würde gerne das Komplettkonzept (welches 11 Seiten beträgt) veröffentlichen, aber dies ist mir leider nicht gestattet. Deshalb gibt es auch nur eine sehr kurze Version. In den nächsten Tagen wird genau beschrieben wie was gemacht wurde und welchen Effekt es auf die Zugriffszahlen, die Reichweite und die Suchmaschinenplatzierung hat.

Jeden Tag eine neue Community…

So sieht aktuell die Welt im deutschen Web 2.0 aus. Inzwischen kann kaum noch jemand den Überblick über die verschiedenen Communities die jeden Tag gegründet werden haben. Wäre jedenfalls eine Idee zu einem Verzeichnis zu allen Communities. Wer die Idee zu erst aufgreift darf sie behalten.

Um was es mir eigentlich geht ist, dass die meisten Gründungen nicht das Ziel haben wirtschaftlich zu sein – wieso auch wenn man das Portal für zig Millionen an Holtzbrinck verkaufen kann. Die es noch weniger schaffen eine Wirtschaftlichkeit zu generieren…

Wieso sind eigentlich alle so unkreativ und versuchen über Werbung und Kooperationen Geld zu verdienen (Aussage Jens Kunath zur Monetarisierung seiner neuen Community forher.de). Wenn es Personen gibt die neue Wege gehen wollen in der Monetarisierung von Communities können die sich gerne melden, weil so langsam kann ich mir das nicht mehr mit ansehen. Und wenn schon jemand neue Wege bei der Monetarisierung geht, kann er sich auch gleich mal was neues an der Communityfront überlegen. Noch eine Tier-, Games-, Männer-, Auto-, Urlaubscommunity brauche ich nicht.

PS: Tut mir Leid das ich gerade dein Beispiel genommen haben Jens. Aber die Meldung war so schön aktuell :)

Dialog im Web 2.0

Ein paar Gedanken zum Thema Dialog im Web 2.0

Der gute alte Dialog, welcher nur noch selten stattfindet, findet seine Renaissance im Web 2.0. Ganz zum Leitwesen unzähliger Marketing und PR Agenturen die den Nutzer einfach nur mit Werbung zu dröhnen wollen. Das Lieblingswort heißt noch dazu: „Zielgruppen orientiere  Werbung“.

Wieso kaufen die Leute nicht einfach das Produkt anstatt darüber zu sprechen? Wieso wollen sie andere Meinungen dazu? Die Werbung sagt doch schon alles… KAUFEN!

Es ist schön zu sehen wie Social Media Dienste unterschiedlichster Art es schaffen die Leute wieder zum Dialog zu bewegen. Gute Werbung und ein gutes Produkt ohne dabei den Nutzer zu verarschen können sich über einen positiven Effekt freuen. Denn die Kunden empfehlen auch gerne sinnvolles weiter… Aber schlechte Produkte werden regelrecht auseinander genommen.

Aus der Sicht der Unternehmen gab es früher zum Glück nur Vergleichstests die man mit ein wenig Geld zu seinen Gunsten abändern konnte (nein das ist keine Verallgemeinerung – aber so etwas gab es von Zeit zu Zeit), aber heute bewerten viele Kunden ein Produkt auf Bewertungsplattformen und zwar unabhängig vom Marketingbudget es Unternehmens…

Das alles haben wir den Diskussionsplattformen, Bewertungsportalen und Social Media Diensten zu verdanken. Danke dass ihr es endlich ermöglicht einen Dialog mit dem Kunden/Nutzer aufzubauen – nur schade das die meisten Unternehmen Angst davor haben oder sogar den Dialog nicht wollten! War es doch leichter Unmengen an Geld in Werbung zu stecken…