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Social Media auch Vertriebskanal?

Viele Diskussionen musste ich in den letzten Tagen zu dem Thema führen und doch bin ich kaum von der Meinung abzubringen. Social Media kann und wird langfristig auch immer stärker ein Vertriebskanal werden.

Da steigen die „rosa-roten“ Fans von Social Media (die es zuhauf in Berlin gibt) auf die Barrikaden und sprechen von „Seele verkaufen“. Und doch haben genau die Personen den Zug nicht abfahren hören. Social Media Dienste sind an sich Gemeinschaften oder Gruppen die sich selbst finanzieren müssen (ein Facebook, Twitter und Co müssen Geld verdienen) und auf der anderen Seite kann man diese nutzen um Angebote anzubieten. Auch wenn Dell immer ein schlechtes Beispiel ist – aber es ist so schön. Das Unternehmen macht mit seinem Twitterstream Millionen im Jahr. Wieso? Weil sie es einfach machen!

Sicher Social Media Dienste sollten nicht in erster Linie als Verkaufskanäle genutzt werden, aber die Kundenbindung und den Service mit einem Vertrieb zu verbinden macht Sinn. Ja liebe „rosa-rote“ Social Media Welt – am Ende zählen auch in dieser Welt nur Zahlen. Leider sind Online-Medien nun mal so.

In den kommenden Tagen wird das Hauptthema also sein – wie Communities und Social Media Dienste nutzen um einen zusätzlichen sinnvollen Vertriebskanal aufzubauen!

Social Media Guidelines in Unternehmen

Social Media Dienste sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die meisten Personen nutzen diese nicht nur in ihrer Freizeit sondern auch während den Arbeitszeiten. Man schreibt relativ schnell eine Twitter/Facebook Nachricht… Was vielen dabei nicht bewusst ist, dass in der heutigen digitalen Welt der Einzelne nicht nur als Privatperson agiert, sondern auch gleichzeitig als Mitarbeiter eines Unternehmens kommuniziert. Es kann passieren dass man dadurch absichtlich oder unabsichtlich als Repräsentant bzw. Sprecher des Unternehmens gesehen wird.

Alleine aus diesem Grund müssen sich Unternehmen heute Gedanken machen wie die Nutzung von Social Media Diensten dem Unternehmen helfen aber auch schaden kann. Eine der Gründe wieso es für jedes Unternehmen sinnvoll ist klare Richtlinien aufzustellen und diese auch jedem Mitarbeiter mitzugeben.

Ich habe in den beiden Jahren schon einige Guidelines entwickelt und kann definitiv sagen, dass diese immer wieder für das einzelne Unternehmen angepasst werden müssen. Es ist eben verschieden wie das Unternehmen nach Außen diese Dienste nutzen oder eben nicht nutzen möchte. Entscheidend bei der Entwicklung der Guidelines ist:

  • Lassen Sie die Mitarbeiter mit an den Guidelines arbeiten. Einfach welche festsetzen funktioniert in den seltensten Fällen
  • Klare Richtlinien die keinen Interpretationsspielraum zulassen. Was ist erlaubt und was nicht?
  • Auch Bezug auf die Arbeitszeit nehmen – erlaubt/nicht erlaubt und wie viel Zeit des Tages
  • Bei offenen Fragen und Problemen einen direkten Ansprechpartner haben der sich mit der Thematik auseinander setzt.

Wer sich mit dem Thema gerade beschäftigt oder gerade plant selbst Social Media Guidelines zu erstellen, dem ist das PDF „Social Media Guidelines im Unternehmen“ ans Herz gelegt. Es zeigt klar auf welche Punkte beachtet und definiert werden müssen bei der Erstellung von Guidelines.

PS: In den kommenden Tagen veröffentliche ich auch meine eigene Vorlage.

Dialog nötig im Web 2.0?

Es gab in den letzten Tagen und Wochen eine Diskussion darüber, ob wirklich ein Dialog nötig ist, um eine erfolgreiche Social Media Strategie zu fahren. Die These eines Blogs war: „Es braucht keinen (direkten) Dialog, um erfolgreich als Unternehmen über Social Media zu kommunizieren.“

Wenn man sich einige erfolgreiche Accounts im Social Web anschaut, wie den Lufthansa Twitter Account oder die Real Madrid Facebook Fanpage, dann könnte man diesem Zitat vielleicht sogar recht geben. Oder vielleicht doch nicht?

Meiner Meinung nach können Unternehmen verschiedene Strategien innerhalb Social Media Dienste fahren.

Möglichkeit 1: Social Media als weiteren Informationskanal

Das Unternehmen nutzt Social Media Dienste nur als weiteren Informationskanal. Das ist zwar der grundsätzlichen Idee hinter dem Web 2.0 etwas entgegengesetzt, aber kann bei bestimmten Dienstleistungen durchaus funktionieren, z.B. für spezielle Angebote (macht DELL in Amerika) oder als RSS Feed (Spiegel Twitter Accounts).

Dieser Weg sollte nur beschritten werden, wenn bestimmte Kanäle wie Twitter und Co im Einsatz sind und als „one-way“ Kanal aufgebaut werden sollen. Dies passt aber nicht für alle Unternehmen und Ansätze. Als Verlag z.B. oder als Unternehmen mit Direktvertrieb zum Kunden kann es Sinn machen. Als Presseabteilung eines Unternehmens sollte diese Strategie nicht durchgeführt werden, denn da werden definitiv Diskussionen aufkommen! Außerdem wo entsteht dabei die Kundenbindung?

Möglichkeit 2: Social Media als Infokanal mit Dialog über positive gestimmte Kunden

Das Unternehmen nutzt für den Dialog so genannte Repräsentanten aus der Community. Damit sind Personen gemeint, die positiv gegenüber dem Produkt oder dem Unternehmen gestimmt sind und sowieso schon Social Media Dienste nutzen. Diese werden direkt vom Unternehmen mit zusätzlichen Informationen bedient. Im Endeffekt werden „Fanboys“ aufgebaut, welche die Dialoge in die Richtung des Unternehmens beeinflussen können. Man nimmt somit indirekt an den Dialogen teil.

Funktioniert im Community Management Bereich schon seit Jahren, denn man kann nicht überall sein, wo über das Produkt oder das Unternehmen diskutiert und berichtet wird. Große Unternehmen und Sportvereine könnten so ihren Dialog (indirekten) innerhalb von Social Media Diensten aufbauen.


Möglichkeit 3: Social Media als Dialogkanal

Das Unternehmen nutzt Social Media Dienste direkt als Dialogkanal, um mit den Usern in Verbindung zu treten. Diesen Nutzer zu informieren und offene Fragen oder Anregungen zu diskutieren. Aus diesem Dialog dann die nötigen Schlüsse für das Unternehmen und die Produktpalette ziehen.

Dieser Weg ist der Königsweg und nicht nur die Kür. Nur dieser Weg wird langfristig Erfolg versprechen und eine langfristige Bindung der Nutzer und Kunden garantieren.

Fazit

Ist ein Dialog nötig? Ja. Ansonsten hat man die Intention im Web 2.0 einfach nicht verstanden. Ohne einen sinnvollen Dialog wird langfristig nicht das erreicht, was das Web 2.0 ausmacht. Eine Erhöhung der Kundenbindung und damit auch die Möglichkeit der Steigerung an Kunden. Die optimale Strategie ist eine Mischung aus 2 und 3, denn man sollte auch hin und wieder als Unternehmen Stellung beziehen und „Gesicht“ zeigen. Dann funktioniert es auch mit dem Web 2.0 ;)

Social Media Dienste als reine Informationskanäle zu nutzen, ist für ganz wenige Personen und Unternehmen sicherlich interessant, aber es passt nur in einzelnen Bereichen. Z.B. als zusätzlicher Servicekanal, welcher etwas Spezielles anbietet. Ansonsten sollte man die Finger davon lassen.

Meine These also: Social Media ohne Dialog bringt außer einem weiteren Kanal nichts. Wirkliche Kundenbindung kann man nur durch einen offenen Dialog schaffen und gestalten!

Zweite Social Media Show

Schon letzte Woche am Donnerstag ging die zweite Social Media Show von mir bei radio4seo.de auf Sendung. Eigentlich mit einer Woche Verspätung, da sich die Jungs vom neuen Format SEO House dazwischengeschoben haben. Das Hauptthema der Show bewegte wohl die komplette Medienlandschaft: Facebook. Dabei ging es erst um die Unterschiede zwischen Groupes und Fanpages, wie man eine Fanpage personalisiert und auf was bei Applikationen geachtet werden muss.

Hoffe euch gefällt die zweite Sendung mindestens genauso gut wie die Erste. Viel Spaß beim anhören.

Link zum Podcast

Interview-Reihe: Nico Zorn – Betreiber von produki.de

Nico Zorn ist schon seit vielen Jahren im Online Business unterwegs. Er war lange Zeit in leitenden Positionen im Segment Internet Marketing bei unterschiedlichen Unternehmen tätig, bis er 2008 die Unternehmensberatung saphiron GmbH gründete und im gleichen Jahr die Plattform Produki startete. Er hielt schon Vorträge auf unzähligen Tagungen und Veranstaltungen und schreibt Fachartikel im eigenen Blog. Nebenbei moderiert er auch die größte XING Gruppe zum Internet Marketing mit über 22.000 Mitgliedern.In diesem Interview werden wir ihn zur Vermarktung von Communities befragen.

Hallo Nico, vielen Dank für deine Zeit. Hoffe wir haben in deiner kurzen Vorstellung die wichtigsten Sachen geschrieben. Gibt es noch etwas was die Leser über dich wissen sollten?

Vielen Dank, Deine Vorstellung enthält alle wichtigen Dinge, die ich bislang gemacht habe. Ansonsten steht unter http://twitter.com/nicozorn das, was ich jetzt gerade mache :-)

Vor der eigenen Vermarktung der Community steht die Entwicklung, gibt es Punkte die man zum Start der Entwicklung für die spätere Vermarktung beachten muss?

Es ist sicherlich sinnvoll, sich zunächst auf die Entwicklung eines wirklich guten Produkts zu konzentrieren. Die spätere Monetarisierung sollte dabei aber nicht aus den Augen verloren werden. Relevante Fragen in diesem Zusammenhang sind beispielsweise, ob die Teilnahmebedingungen spätere Vermarktungsansätze bereits berücksichtigen zum Start sollten, ob es Schnittstellen zu anderen Diensten geben wird oder, um ein ganz banales Beispiel zu nennen, ob im Layout bereits Fläche für Werbung freigehalten werden muss.

Mit Produki.de habt ihr 2008 eine Community eröffnet, die quasi als Wiki für Produkte zu verstehen ist. Welche Wege seid ihr im Community Building während der Closed-Beta gegangen? Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass relativ viele aktive Nutzer während dieser Phase teilgenommen haben.

Wir waren selber überrascht, wie viele Nutzer sich für die Closed Beta Phase registriert und aktiv mit ihrem Feedback bei der Entwicklung der Plattform mitgeholfen haben. Wir hatten das Glück, dass viele Blogger über den Start geschrieben haben (u.a. auch Eikyo.de :-) und auf diesem Weg das Interesse bei den Nutzern geweckt wurde. Einen zusätzlichen Schub gab es durch die Vorstellung von produki auf einem Bonner Webmontag, der eine kleine “virale Welle” ausgelöst hat. Grundsätzlich haben wir uns weniger auf eine “Marketing-Show”, sondern auf das Produkt und unsere Community fokussiert.

Wir versuchen von Anfang an, zu möglichst vielen Nutzern einen persönlichen Kontakt aufzubauen und auf Fragen und Anregungen zu reagieren. In einem Start Up ist das manchmal aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht einfach, aber wir geben unser Bestes ;-) Ich glaube, dass dieser persönliche Kontakt durch nichts zu ersetzen ist. Auch ein (personalisierter) Newsletter kann eine wirklich persönliche Mail oder gar ein Gespräch nicht ersetzen.

Die Öffnung der Plattform für alle Interessierten war im Mai 2009. Wie hat sich diese auf die Nutzerzahl ausgewirkt? Wurde ein massives Wachstum ermöglicht oder hat sich dies nicht sonderlich auf die Plattform ausgewirkt, da Closed-Beta Nutzer Freunde und Bekannte sowieso schon einladen konnten?

Das Wachstum hat sich seit dem offiziellen Launch deutlich beschleunigt, da wir einen großen Teil der Besucher über Suchmaschinen und verschiedene Aktionen (z.B. Gewinnspiele) gewinnen. Viele der besonders engagierten Nutzer konnten wir aber tatsächlich in der Closed Beta Phase gewinnen – zum Glück sehen wir aber auch in diesem Bereich ein Wachstum ;-)

Welchen konkreten Tipp gibst du Betreibern von Communities für ihren Launch?

Sorgt unbedingt für Aktivität auf Eurer Plattform, bevor sie live geht! Nutzt die Beta-Phase nicht nur als funktionalen Test, sondern auch im die verschiedenen Bereiche Eurer Community mit Inhalten zu füllen. Gerade zum Launch werden aufgrund von Presseartikeln und Blogpostings viele potentielle User vorbeischauen und wie immer gilt: Der erste Eindruck zählt. Finden die Nutzer keine aktuellen Inhalte und aktive Nutzer vor, werden sie vermutlich nie wieder vorbeischauen.

Gehen wir Weg von der Vermarktung um Nutzer zu generieren, hin zur Monetarisierung. Gibt es hier einen Königsweg?

Ich glaube nicht, dass es ein auf sämtliche Communities übertragbares Erfolgskonzept gibt. Grundsätzlich halte ich die klassische Reichweitenvermarktung in den meisten Fällen für ungeeignet – allein schon deshalb, weil in den meisten Fällen schlichtweg die Reichweite fehlt. Communities, die sich auf ein Thema oder eine Zielgruppe fokussieren, können aber durchaus mit einer intelligenten Integration von Sponsoren Umsätze generieren, zumal das Interesse an entsprechenden Werbeformen bei den werbetreibenden Unternehmen sicherlich noch deutlich ansteigen wird.

Ab welchem Zeitpunkt macht für dich eine Monetarisierung der Plattform Sinn? Und wieso genau zu diesem Zeitpunkt?

Grundsätzlich halte ich einen langen Atem bei dem Aufbau einer Community für eine wichtige Voraussetzung. Wer im ersten Jahr nach dem Launch mit schwarzen Zahlen plant, macht sicherlich einen Fehler und läuft Gefahr, auf zu aggressive Vermarktungsformen setzen zu müssen. Auf der anderen Seite sind dezente und zum Kontext passende Werbeformate, wie zum Beispiel Google AdSense, weitgehend akzeptiert. Es spricht also nichts dagegen, relativ früh dezente Werbeformate zu testen, damit man sich einen Eindruck von einem realistischen TKP machen kann. So haben wir auf produki seit einigen Wochen auch zum Produkt passende Preise integriert – was von unseren Nutzern explizit gewünscht wurde. Mit diesem Preisvergleich können wir den Traffic monetarisieren, ohne störende oder aggressive Werbeformate einzusetzen.

Wieso schaffen es deiner Meinung nur sehr wenige deutsche Communities schwarze Zahlen zu schreiben?

Ich glaube, dass noch zu wenig experimentiert und zu sehr in der klassischen Reichweitenvermarktung gedacht wird. Ein großes Problem ist dabei natürlich auch die Zurückhaltung bei den werbetreibenden Unternehmen, die nach wie vor lieber “einfache” TKP-Kampagnen buchen anstatt mit neuen Werbeformen in Communities zu experimentieren.

Welchen Vorschlag hast du für die Unternehmen die ihre Monetarisierung bis dato nicht hinbekommen haben?

Es ist schwierig, hier einen allgemeinen Ratschlag zu geben, da mögliche Monetarisierungs-Strategien natürlich stark von er jeweiligen Community und deren Zielgruppe abhängen. Es kann Sinn machen, sich stärker auf eine Zielgruppe zu fokussieren, um ein für Werbekunden attraktives Umfeld zu schaffen. Vielleicht gibt es aber auch Whitelabel-Angebote, die sich sinnvoll in das eigene Angebot integrieren lassen und zusätzliche Erlöse generieren können. Premium-Zugänge können unter gewissen Bedingungen ebenfalls funktionieren, die Plattform Fotocommunity.de ist hierfür ein schönes Beispiel.

Kurz die letzte Fragen: Gibt es eigentlich konkrete Unterschiede zwischen der Vermarktung eines Produktes und einer Community?

Der Dialog mit potentiellen Kunden spielt bei der Vermarktung einer Community eine (noch) größere Rolle als bei der Vermarktung eines Produkts. Natürlich gewinnt Social Media insgesamt im Marketing-Mix an Bedeutung, für die Vermarktung einer Community ist es jedoch essentiell.

Nochmals vielen Dank für die Zeit die du genommen hast. Du kannst gerne noch ein paar letzte Worte an die Leser richten. Z.B. Welche Quellen ihnen weiterhelfen können etc.

Der Community Summit in Hamburg ist eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung und eine tolle Möglichkeit, um sich mit anderen Community-Betreibern auszutauschen. Empfehlenswert ist auch das Buch “Online-Communities im Web 2.0: So funktionieren im Mitmachnetz Aufbau, Betrieb und Vermarktung
” von Miriam Godau und Marco Ripanti. Last but not least erlaube ich mir einen Hinweis auf unseren Twitter-Account. Unter http://twitter.com/produki informieren wir über Neuigkeiten auf produki und interessante neue Gadgets.

Social Media Show auf Radio4seo.de

Lange Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt wieder ein wenig mehr zu podcasten – der Videocasts läuft ja inzwischen regelmäßig und ist nicht so zeitintensiv wie ich das Anfangs erwartet habe. Da zufällig auch radio4seo.de einen neuen Moderator für die Social Media Show gesucht hat, habe ich einfach mal eine Show produziert und muss sagen, dass es doch recht schnell von der Hand ging…

Heute läuft diese erste Show auch und damit startet auch radio4seo.de ins neue Jahr. Bin auch ein wenig Stolz darauf, die erste Show des Jahres für das Radio moderieren zu dürfen. Natürlich hat jeder Moderator einen Nickname: meiner lautet Rallebowsk. Mir ist einfach nichts besseres eingefallen.

Die Themen sind:

  • Social Media for small Business
  • Mister Wong
  • 16 Regeln für SMO
  • Transparenz bei Dienstleistern
  • 4 Tipps für den eigenen Brand in Social Media Diensten
  • Vorträge über Social Media auf der SEO Campixx
  • und vieles mehr…

Mehr Infos und auch den Podcast findet ihr auf Radio4seo.de

Den richtigen Social Media Berater finden

Flo von Grenzpfosten hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben, wie man als Unternehmen den richtigen Social Media Berater findet. Unter anderem zeigt er einige „Buzz“ Sätze bei denen die jeweiligen Entscheider stutzig werden sollten.

U.A.

  • Wir bieten Social Media Out of the Box
  • Wir können Ihnen schnelle Ergebnisse zusichern
  • Sie haben jederzeit einen Exit-Button

Mehr dazu unter Grenzpfosten.de

Viele Unternehmer sehen Social Media kritisch

Wie die aktuelle Studie „Social Media Company Monitor 2009“ aufzeigt, werden über die Hälfte der Unternehmen keine Aktivitäten in Social Media Diensten durchführen. 20% gaveb davon schon mal etwas gehört aber wissen nicht genau was dahinter steckt. Die 350 Führungskräfte sehen auch meist (und zwar 25% davon) den IT-Admin als Social Media Menschen an.

Irgendwie schockiert dieses Ergebnis doch ungemein – inzwischen sollten die meisten ein wenig was von Facebook, StudiVZ und Twitter mitbekommen haben. Außerdem sollten sich die meisten Unternehmen die im B2C Sektor tätig sind Gedanken dazu machen – wieso? Weil über ihre Produkte und Dienstleistungen schon seit Urzeiten diskutiert wird. Die Chancen und Möglichkeiten aber auch die Risiken keiner Aktivitäten werden meist stark unterschätzt…. Schade.

Ehrlich gesagt habe ich aber dafür keine Studie benötigt, denn aus dem Alltag und den Gesprächen mit zig Personen aus dem nicht IT/Internetfeld bestätigen diese Kennzahlen leider allzu deutlich.

PS: Aber selbst Unternehmen die sich dem Thema geöffnet haben machen sich meist zu wenig Gedanken über ihr Engagement und die Wirkung dessen.

Wer die Studie lesen möchte muss sich anmelden!

Quelle: t3n

Social Media Revolution Video

Sehr gut gemachtes Video zum Thema Social Media, mit einigen spannenden Zahlen. Anschauen lohnt sich definitiv.

Black Community Management: Singlecommunities

Singlecommunities sind wohl das Paradebeispiel für „Black Community Management“, denn viele Börsen benutzen aktiv verschiedene „schwarze“ Funktionen um zum einen die Aktivität der User erhöhen, zum anderen mehr Geld zu verdienen.

  • Erstausstattung von Singlebörsen.

Gerade wurde eine neue Singlebörse online gestellt (für den User meist nicht sichtbar) und schon sind einige gut aussehende Mädels und Jungs auf dem Portal unterwegs. Ist es euch noch nie komisch vorgekommen, dass genau diese Leute quasi die Ersten sind die auf den Portalen zu finden sind?

Was ihr euch schon denken könnt: die meisten User davon sind gefakt. Es gibt Bilddatenbanken auf denen man günstig Bilder von tausenden Personen erhält. Zu diesen werden dann Profile angelegt welche passend auf die Zielgruppe zugeschnitten sind.

  • Aktivität mit den Usern

Nach der Erstbefüllung mit Useraccounts werden die auch unter einander aktiv und verlinken sich – halten Diskussionen in Singleforen, oder bewerten sich gegenseitig. Im Endeffekt gaukeln einige Portale den Besuchern eine hohe Aktivität seiner Nutzer vor. Zusätzlich werden neue User natürlich mehr oder weniger durch ein wenig Aktivität begrüßt. Nicht bei allen aber einige erhalten relativ schnell Zuschriften um zu zeigen wie viel doch los ist.

  • Den User wieder auf die Seite locken

Lange nicht mehr auf der Seite gewesen? So etwas wird bei einigen Börsen getrackt und dann gibt’s neue Nachrichten im Postfach. Klar geht man gerne wieder auf die Seite wenn ein vermeintlicher gut aussehender Account einen kontaktiert. Die meisten männlichen User gehen wieder auf die Seite und sind aktiv und versuchen natürlich den Kontakt zu intensivieren.

Oft geschieht das alles nur aus dem Grunde des Geld verdienen – denn Nachrichten Schreiben heißt oft für den User auch einen Premiumaccount zu bezahlen. Schnell über Micropayment (per Handy oder sonstigen Payment methoden) ein wenig Geld bezahlen und schon kann der User mit einer gutaussehenden Dame/Herrn aufs neue Flirten. Oft ist das aber leider nur ein gut gemachter Fake…

Nebenbei gibt es unzählige Beispiele von Singlebörsenbetreibern die genau nach diesem Schema arbeiten. Besonders das Thema Erstausstattung wird von den meisten Singlebörsen und auch von Communities in dieser Art betrieben.