Themenwoche: Mitarbeiterführung im Community Management

Mitarbeiter führen ist wohl eine der größten Herausforderungen denen sich Personen in ihrem Arbeitsleben stellen müssen. Um einen Job wirklich gut durchführen zu können, benötigt man eben nicht nur Talent und Erfahrung sondern auch einen passenden Vorgesetzten.

Für einige Community Manager ist es schon seit Jahren soweit, andere machen erst den Schritt und führen zum ersten Mal feste Mitarbeiter. Meist geht damit auch die Beförderung zum Leiter oder Head of Community Management einher. Die erste Frage die sich dabei jeder stellen sollte ist „reichen meine Fähigkeiten aus dem Community Management auch für Mitarbeiter“. Viele meinen nur weil sie ein Netzwerk betreuen können, können sie das auch mit Mitarbeitern.

Weit gefehlt! Ich durfte in meiner Karriere schon einige Chefs und Vorgesetzte von Community-Betreibern kennen lernen die kaum bis gar keine Ahnung hatten, wie man Mitarbeiter richtig führt, geschweige denn ein Team aufbaut das funktioniert.

Es gibt nicht sonderlich viele Wege sich darauf vorzubereiten – eine der Wenigen heißt: WEITERBILDEN. Lernen (Lesen), Schulungen besuchen und mit Personen sprechen die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Viel mehr Möglichkeiten gibt es leider nicht…

Mit diesem kleinen Anleitungstext möchte ich die erste Themenwoche bei Eikyo.de starten. „Mitarbeiterführung im Community Management“ soll hierbei einen ersten Einblick geben mit Grundlagen, Buchempfehlungen und Interviews.

Social Media Burnout?

Das Burn Out Syndrom ist zwar jedem ein Begriff aber die genaue Bedeutung ist nicht jedem klar. Der Begriff wurde vom Psychologen Herbert Freudenberger in den 70 geprägt und beschreibt einen Krankheitszustand. Dabei leidet der Betroffene an einer emotionalen und geistigen Erschöpfung. Wer an einem Burn Out Syndrom leidet benötigt professionelle Hilfe – mehr über das Thema findet ihr unter Burn Out Syndrom.

Gibt es überhaupt Social Media Burnouts? Jein. Wenn man sich die Beschreibung des „Burn Out Syndroms“ genauer anschaut, so ist ein Social Media Burnout nicht zu vergleichen. Zwar ist hierbei auch eine Erschöpfung festzustellen, aber eben eine die weniger einen emotionalen und geistigen Ursprung hat. Die Müdigkeit hat seine Symptome eher in dem enormen Zeitaufwand und den wiederholenden Ritualen zu tun. Es laugt die Person nicht emotional aus, sondern es entsteht eine Sättigung für eine bestimmte Zeit.

Facebook, Twitter, Xing, ein eigener Blog und viele weitere Social Media Dienste haben ihren festen Platz in unserem Tagesablauf. Teilweise nimmt das groteske Züge an – mehr als 4-5 Stunden täglich sind (außer man arbeitet in diesem Bereich) schon etwas viel. Der Prozess der „Müdigkeit“ kommt schleichend aber wie von selbst. Wie geht man damit um und welche Möglichkeiten gibt es diesem vorzubeugen?

Jens Männig hat da wohl eine der Heilmethoden für sich selbst gefunden. Er reduziert seine Aktivitäten auf verschiedenen Plattformen drastisch. Zusätzlich filtert er einfach die Informationen die er täglich bekommt – für „Unsinniges“ wird kaum bis keine Zeit mehr verschwendet. Er ist nur noch per Telefon und Mail erreichbar – obwohl Twitter…

So ganz ohne Social Media Dienste will man eben heute doch nicht leben – dafür ist es einfach zu angenehm. Termine über Facebook und Xing ausmachen, den Freunden schnell über Twitter sagen was man gerade macht…

Welche Möglichkeiten gibt es dann der Müdigkeit zu entrinnen oder gar nicht erst „müde“ zu werden:

  • Social Media Dienste nicht zum Lebensinhalt und zum einzigen Kommunikationsweg machen
  • Netzwerke nur benutzt wenn diese für einen wichtig sind. Man benötigt nicht hundert verschiedene Communities in denen sowieso fast immer die gleichen Freunde unterwegs sind.
  • Beiträge und Einträge nach Informationsgehalt filtern. (Farmville Werbung kann getrost als Spam deklariert werden)
  • Aktivitäten auf bestimmte Zeiträume beschränken

Sicher gibt es noch hundert weitere Tipps und Vorschläge wie es nicht zur Müdigkeit kommen kann. Diese könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen…. hoffe euch macht das nicht „müde“ ;)

Fazit Das Social Media Burn Out Syndrom gibt es nicht! Es hört sich mal wieder nach einem tollen Buzzwort oder Bullshit-Bingo Wort an, aber es ist totaler Schwachsinn.

Community Akademie bietet Seminare an

Einer der größten Missstände im Community Management ist die schlechte Fort- und Weiterbildungssituation. Wenigste der aktuellen Anbieter können ihre Schulungen wirklich praxisorientiert gestalten. Aus diesem Grund haben Daniel Langwasser und ich gemeinsam eine Community Akademie gegründet. Die Akademie soll die Anlaufstelle für Personen werden die sich gerne weiterbilden oder einen tieferen Einblick in die Berufsgattung möchten.

Bis dato haben wir beide nur Schulungen als Berater oder Dozent für einzelne Unternehmen durchgeführt. Unter anderem schule ich aktuell als Gastdozent die Volontäre der Hubert Burda Journalistenschule.

Unser Ziel war es einen Gesamtüberblick über Community Management zu geben: Nicht nur operativ sondern auch strategische Aufgabengebiete näher zu beleuchten und in einen praxisorientierten Kontext zu bringen. Deshalb freut mich die Zusammenarbeit mit Daniel Langwasser umso mehr – er gehört meiner Meinung zu den besten operativen CMs in Deutschland.

Pressemitteilung

Community Akademie bietet Seminare für Praktiker und Entscheider
Online-Communities sind aus dem Alltag vieler Millionen mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Für das Management dieser virtuellen Treffpunkte etabliert sich mit dem Community Manager ein völlig neues Berufsbild, Nachwuchskräfte und Professionals werden für den Bereich Community Management händeringend gesucht.

Das Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich Community Management wird zunehmend breiter, leider steht dabei allzu oft ausschließlich die graue Theorie auf dem Lehrplan. Diese Lücke soll die neu gegründete Community Akademie jetzt schließen. Ziel ist es, ein interessantes und kurzweiliges Seminar-Angebot zur Verfügung zu stellen und den Teilnehmern handfeste und praxisorientierte Informationen zu vermitteln. Das Besondere: Alle Referenten verfügen nachweislich über mehrjährige Erfahrung als Community Manager und Trainer.

Gründer und Geschäftsführer der Träger-Organisation Community Akademie GbR sind Mark Ralea und Daniel Langwasser, die guten Gewissens als alte Hasen im Community Management Umfeld bezeichnet werden können.

„Die Idee der Akademie stammt nicht von uns, sondern von den unzähligen Personen, die uns immer wieder nach interessanten Fortbildungsmöglichkeiten fragen. Die Unternehmen dahinter suchen schon seit längerer Zeit qualifizierte Schulungen für ihre Community-Mitarbeiter, welche einen starken Bezug zur Praxis vermitteln“ meint Daniel Langwasser. Mark Ralea ergänzt dazu „Die Community Akademie soll langfristig die Anlaufstelle werden für Personen, die sich mit den Aufgaben innerhalb von Communities beschäftigen – sei es operativ oder strategisch.“

Die ersten Seminar-Termine stehen bereits fest. Den Auftakt bildet ein zweitägiges Seminar in Hamburg, welches vom 27. – 28.09.2010 stattfindet. Das Seminarprogramm gliedert sich dabei in die Module Start und Expert, so dass bei Bedarf und je nach Vorkenntnissen die Seminartage auch einzeln gebucht werden können. Das erste Seminar im Süden Deutschlands findet vom 05. – 06.10.2010 in München statt.

Weitere Informationen rund um das Angebot der Community Akademie finden Sie ab sofort unter: http://www.communityakademie.de

Der SMOler auf der SEO-Campixx

Hmmm wie kann man so ein Wochenende in einem Artikel bloß beschreiben? In so wenigen Worten ist das eigentlich nicht möglich, versuchen kann ich es trotzdem. Ich möchte mich vorab bei Seonaut und Co bedanken für diesen unglaublichen Event und hoffe auf ein wiedersehen der SEO-Campixx im neuen Jahr. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Meine Schilderung bezieht sich nur auf den Samstag. Am heiligen Sonntag waren wir ähnlich träge wie die Taxifahrer…

10-12 Uhr
Ich stehe noch in der Wohnung mit einem Kaffee und mache mich nebenbei fertig für die Fahrt an den Müggelsee. Mein Handy klingelt und die Stimme von Seo-Evangelist Dan Larkin übertönt die angenehme morgendliche Stille. „Wo bist du? WAS NOCH NICHT DA???“ Da wurde mir klar, dass ich mich ein wenig beeilen sollte. Ab mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Tegel in Richtung Müggelsee. Irgendwann wurde mir diese ewige Umsteigerei dann doch zu viel. Ab ins Taxi und die letzten Kilometer gemütlich genießen und in den Kongress Modus umschalten.

12 Uhr
Eintritt in die SEO Veranstaltung Deutschlands. Anders kann man diesen Event einfach nicht nennen. T-Shirt, Badge und Infomaterial in die Hand gedrückt bekommen und ab in die Menge… ähm wo ist die eigentlich? Ah alles klar die futtern alle. Dann komme ich gerade recht und schloss mich der Gruppe der Sumanauten sofort an. Am nächsten Tag sollte ich sogar von Herrn Tandler als Sumanaut beschimpft werden… tsss.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Dan, Olli und ich in regelmäßigen Abständen zu Höchstformen der humoristischen und sarkastischen Unterhaltung auflaufen werden.

15 Uhr
Ab ins Panel vom Fantomaster über „automatische Textgenerierung“. Für Personen die in diesem Bereich tätig sind war es sehr spannend. Für uns nur bedingt ehrlich gesagt. 1-2 nette Informationen nehmen wir aber gerne mit – und guter Tipp an alle Bild.de Teilnehmer: Immer schön die Hose hochziehen.

16 Uhr
Das erste Bier und gleich ein neuer Titel für mich. Der liebe Seonaut hat mich wohl auch dank meiner SMO Show auf Radio4seo als „SMO-Papst“ betitelt. Damit hieß es nun mal: Seo-Evangelist und SMO-Papst on Tour. Ja ein kleines Video gibt es dazu – dieses eine werde ich euch nicht vorenthalten. Die restlichen müssen leider nach vertont werden!

Nebenbei wurde auch Dan zu einem „TOP-SEO“ gekürt. Zwar noch zu einem kleinen aber immerhin…

17 Uhr
In der Zeit (gab ja auch schon das zweite Bierchen) lernte ich dann einen ziemlich großen Haufen an Leuten kennen. Diese im Einzelnen aufzuzählen würde wahrscheinlich den Artikel etwas sprengen.

18:30 Uhr Die SEO Campixx Comedy
Tolle Idee und sehr lustig. Mehr seht ihr beim Video.

20 Uhr
Der Chili Contest und die Frage nach dem „Gewinnt Thomas für den Golden SEO Chat den Pott?“ Leider konnte sich Thomas nicht durchsetzen, trotzdem waren wir richtig stolz auf ihn, denn er ist nicht als erster Teilnehmer ausgeschieden. Ein kurzer Zungentest bei der dritten Sauce sagte mehr aus als tausend Worte: Luzifermäßig scharf…

21 Uhr
Mit der lieben Andrea, die ich schon auf dem Peter Fox Konzert kennen lernen durfte ging es dann ab zum SEO Campixx Band und United Four Konzert. Vor beiden Bands ziehe ich den Hut – gute Musik, tolle Stimmung und nette Leute. Kann man gar nicht anders ausdrücken. Trotzdem musste ich mich immer wieder in Richtung Zelt durchschlagen, denn dort wurde gefachsimpelt über Vorträge, Personen und Google. Okay über Google nicht wirklich – aber über Personen! Danke besonders an  SEO-Woman für die vielen hilfreichen und lustigen Anekdoten.

Open End
Der Abend sollte noch bis in die frühen Morgenstunden gehen. Nachdem die Bar geplündert wurde – und ja Dan hat die Bar wirklich geplündert ging es ab aufs Zimmer zu einer privaten Sumanauten Session. Irgendwie kam spätestens zu diesem Zeitpunkt doch ein wenig „Schullandheim-Stimmung“ auf.

Fazit und weitere Artikel
So damit verabschiede ich mich bei allen und verlinke natürlich auf die vielen tollen Artikel zur SEO-Campixx. Z.B. von Andrea im SEO Blog, SEO Women, SEO.de , Böser SEO

PS: Fehler dürft ihr behalten…

Gruppe verkaufen erlaubt?

Communities wechseln inzwischen überall auf der Welt im Stundentakt den Besitzer. Daran ist kaum noch etwas außergewöhnlich. In Deutschland bekommt man immer dann davon mit, wenn es durch die Medien geistert oder per Info-Mail die AGB-Änderungen bekannt gegeben werden. Oft genug bekommt der Nutzer aber gar nichts mit.

Eine Community welche im eigenen Besitz ist (auf dem eigenen Server) kann ohne weiteres verkauft werden. Wie sieht es aber eigentlich damit aus eine Gruppe, Fanpage oder Sonstiges in anderen Netzwerken zu verkaufen. Man erinnert sich z.B. an den „spektakulären“ Verkauf des Twitteraccounts von Robert Basic. Ist dies wirklich erlaubt? Denn das Profil ist ja nicht im eigenen Besitz, sondern man hat nur die Nutzungsrechte innerhalb des Netzwerkes. Kann ich die Nutzungsrechte einfach veräußern?

Jain! Aktuell ist das eine ziemliche Grauzone über die sich die wenigsten Community-Betreiber Gedanken gemacht haben. Dort ist in den AGBs und Nutzungsbedingungen keine Information darüber erhalten und somit kann man davon ausgehen, dass es aktuell noch mehr oder weniger geduldet wird. Auf meine Anfrage bei XING und Facebook wurde mir leider nicht geantwortet. Deshalb habe ich mir auch die Mühe gemacht mit einem Anwalt darüber zu sprechen.

Aktuell wäre die Rechtslage so, dass solange der Betreiber keinen Riegel vorschiebt man selbst auch das Nutzungsrecht verkaufen darf. Heißt ich kann Fanpages bei Facebook kaufen und verkaufen ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen. Noch schöner wäre es bei XING: Ich darf keinen Fakeaccount erstellen, aber das Nutzungsrecht eines Profils könnte ich kaufen. Heißt ich kann über ein „Schlupfloch“ mehrere Accounts haben ohne gegen die Regeln zu verstoßen.

Langfristig müssen sich die Betreiber also überlegen ob sie es erlauben möchten oder nicht. Denn dies könnte eine weitere Monetarisierungsmöglichkeit auch für die Netzwerke selbst sein. Sie verdienen bei jeder Übertragung der Rechte auch ein paar Cent/Euro mit.

Es gibt aber auch Branchen die es generell verbieten. (falls ihr einen Anbieter kennt der Accountverkauf erlaubt – bitte kurz mitteilen) Und zwar die Gamesbranche versucht gezielt einen Riegel vorzuschieben und dagegen vorzugehen. Z.B. wird dort in den AGBs der Verkauf oder die Übertragung von Accounts verboten. Hier eine AGB Passage von einem Online-Spieleanbieter.
„Eine entgeltliche Übertragung von Accounts, Zugangsdaten, virtuellen Gegenständen, die in dem Spiel benutzt werden, eines zu Gunsten eines Nutzers bestehenden Guthabens für die Nutzung kostenpflichtiger Dienste (vgl. § 8) und ähnlichem an Dritte ist untersagt.“

Wir dürfen gespannt sein wie sich dies in näherer Zukunft entwickeln wird. Account oder Gruppenverkäufe könnten somit noch stärker zu einem Geschäftsmodell werden – Aufbau, Betrieb, Verkauf – aber nur solange die jeweiligen Betreiber mitspielen. Spätestens wenn die auf den Trichter gekommen sind, dass man damit a) Geld verdienen kann und b) die rechtliche Lage voll auf ihrer Seite ist, könnte sich dies schnell ändern.

DRadio Wissen ich komme…

Twitter und Facebook Follower haben es schon mitbekommen, aber ich möchte es den Bloglesern nicht vorenthalten. Ich werde am Samstag um 11:05 in der Show Zeit Online beim Sender DRadio Wissen zu Gast sein.

Ich freue mich besonders darüber da ich schon immer ein Hörer des DRadios war und das auch als meinen Onlinesender eingestellt habe. Jedenfalls solange ich keine Musik hören möchte. Der DeutschlandFunk und die Diskussionen über aktuelle Themen haben mich auch schon einige Stunden auf der Autobahn begleitet….

Thematisch wird es um Communities geben. Heißt wie sind die Interessen der Betreiber und was verfolgen diese mit der Errichtung von Communities. Welche Problematiken stellen sich bei der Realisierung und welche Qualifikationen müssen Nutzer mitbringen um mit Communities umzugehen.

Wer zufällig wach ist sollte direkt reinhören – alle anderen erhalten die Info zum Stream sobald dieser online ist.

Link zum DRadio Wissen

Social Media Guidelines in Unternehmen

Social Media Dienste sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die meisten Personen nutzen diese nicht nur in ihrer Freizeit sondern auch während den Arbeitszeiten. Man schreibt relativ schnell eine Twitter/Facebook Nachricht… Was vielen dabei nicht bewusst ist, dass in der heutigen digitalen Welt der Einzelne nicht nur als Privatperson agiert, sondern auch gleichzeitig als Mitarbeiter eines Unternehmens kommuniziert. Es kann passieren dass man dadurch absichtlich oder unabsichtlich als Repräsentant bzw. Sprecher des Unternehmens gesehen wird.

Alleine aus diesem Grund müssen sich Unternehmen heute Gedanken machen wie die Nutzung von Social Media Diensten dem Unternehmen helfen aber auch schaden kann. Eine der Gründe wieso es für jedes Unternehmen sinnvoll ist klare Richtlinien aufzustellen und diese auch jedem Mitarbeiter mitzugeben.

Ich habe in den beiden Jahren schon einige Guidelines entwickelt und kann definitiv sagen, dass diese immer wieder für das einzelne Unternehmen angepasst werden müssen. Es ist eben verschieden wie das Unternehmen nach Außen diese Dienste nutzen oder eben nicht nutzen möchte. Entscheidend bei der Entwicklung der Guidelines ist:

  • Lassen Sie die Mitarbeiter mit an den Guidelines arbeiten. Einfach welche festsetzen funktioniert in den seltensten Fällen
  • Klare Richtlinien die keinen Interpretationsspielraum zulassen. Was ist erlaubt und was nicht?
  • Auch Bezug auf die Arbeitszeit nehmen – erlaubt/nicht erlaubt und wie viel Zeit des Tages
  • Bei offenen Fragen und Problemen einen direkten Ansprechpartner haben der sich mit der Thematik auseinander setzt.

Wer sich mit dem Thema gerade beschäftigt oder gerade plant selbst Social Media Guidelines zu erstellen, dem ist das PDF „Social Media Guidelines im Unternehmen“ ans Herz gelegt. Es zeigt klar auf welche Punkte beachtet und definiert werden müssen bei der Erstellung von Guidelines.

PS: In den kommenden Tagen veröffentliche ich auch meine eigene Vorlage.

Community Management Stammtisch in Berlin: Der Erste!

Schade wie schnell drei Stunden davonziehen. Aber fangen wir ganz vorne an. Vor einigen Monaten hatte mich Sebastian schon darauf angesprochen, endlich den Stammtisch auch in Berlin zu starten. Irgendwann kam dann auch bei mir der Punkt: Ja wir brauchen hier in Berlin endlich einen Stammtisch! Zwei Stunden nachdem ich es ausgesprochen hatte, war auch schon die XING Event Seite online und die ersten Anmeldungen trudelten ein.

Meine Erwartungen lagen bei etwa 10-15 Personen. Innerhalb einer Woche hatten sich allerdings über 40 Personen angemeldet. Zusätzlich wollten mehr als 20 Personen vielleicht vorbeischauen.

Eine Reservierung im Oberholz über 25 Personen habe ich aber leider für den Abend nicht erhalten. Somit musste ich hoffen, dass nicht alle vorbeikommen. Ich sollte mich trotz allem gehörig täuschen, was den Platzbedarf angeht.

20:20 Start der Vorstellungsrunde der Personen

20:45 Kurze Einführung in das Thema Community Management und Diskussion

21:15 Auflösung der festen Sitzordnung und übergehen in Gruppengespräche und Stehaktivitäten.

Fazit: Spannende Gespräche und viel neuer Input für mich persönlich, aber auch für die nächste Veranstaltung. In einem Monat gibt’s den nächsten Stammtisch, dann aber in einer etwas anderen Location. Wir brauchen nämlich definitiv Stehtische… bei 30 Personen ist halt ein typischer Stammtisch nicht mehr möglich.

PS: Ja, es war definitiv der größte CM Stammtisch in Deutschland. Berlin ist einfach toll!
PPS: Danke für die Bilder: Andreas Köster und Bianca Oertel

Mehr Bilder gibt es im Laufe des Tages auf dem BVCM Flickr Account. Warte aber noch auf die Einlogdaten ;)

Ebook: Community Management 2010 veröffentlicht

Community Management 2010“ ist das erste kostenlose eBook zum Thema Community Management in Deutschland. Dabei sollen grundlegende Fragen beantwortet und einige Irrglauben ausgeräumt werden.

Einer der ersten Irrglauben ist wohl: Ein Foren-Moderator ist auch gleichzeitig ein Community Manager. Auch wenn das in vielen Unternehmen so praktiziert wird, ist dieses trotzdem totaler Unfug. Die Moderation ist nur ein kleiner Teil des Aufgabenbereichs eines Community Managers. Deshalb wird näher erklärt, über welche Voraussetzungen, Verantwortungsbereiche und welches Gehalt man beim Community Management spricht.

Dies ist zum einen für angehende oder schon praktizierende Community Manager spannend, aber es zeigt auch den Unternehmen, in welchen Bereichen dieser Job eigentlich genau angesiedelt ist.

So genug getextet – Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich über jegliches Feedback per Email, Kommentar oder Nachricht auf einem der vielen Social Networks.

Zum Download: Community Management 2010

Update: Im Laufe des Tages wurde eine neue Version online gestellt. Der Downloadlink bleibt der Gleiche. Danke an Dominik H. für seine Fehleranalyse :)

Dialog nötig im Web 2.0?

Es gab in den letzten Tagen und Wochen eine Diskussion darüber, ob wirklich ein Dialog nötig ist, um eine erfolgreiche Social Media Strategie zu fahren. Die These eines Blogs war: „Es braucht keinen (direkten) Dialog, um erfolgreich als Unternehmen über Social Media zu kommunizieren.“

Wenn man sich einige erfolgreiche Accounts im Social Web anschaut, wie den Lufthansa Twitter Account oder die Real Madrid Facebook Fanpage, dann könnte man diesem Zitat vielleicht sogar recht geben. Oder vielleicht doch nicht?

Meiner Meinung nach können Unternehmen verschiedene Strategien innerhalb Social Media Dienste fahren.

Möglichkeit 1: Social Media als weiteren Informationskanal

Das Unternehmen nutzt Social Media Dienste nur als weiteren Informationskanal. Das ist zwar der grundsätzlichen Idee hinter dem Web 2.0 etwas entgegengesetzt, aber kann bei bestimmten Dienstleistungen durchaus funktionieren, z.B. für spezielle Angebote (macht DELL in Amerika) oder als RSS Feed (Spiegel Twitter Accounts).

Dieser Weg sollte nur beschritten werden, wenn bestimmte Kanäle wie Twitter und Co im Einsatz sind und als „one-way“ Kanal aufgebaut werden sollen. Dies passt aber nicht für alle Unternehmen und Ansätze. Als Verlag z.B. oder als Unternehmen mit Direktvertrieb zum Kunden kann es Sinn machen. Als Presseabteilung eines Unternehmens sollte diese Strategie nicht durchgeführt werden, denn da werden definitiv Diskussionen aufkommen! Außerdem wo entsteht dabei die Kundenbindung?

Möglichkeit 2: Social Media als Infokanal mit Dialog über positive gestimmte Kunden

Das Unternehmen nutzt für den Dialog so genannte Repräsentanten aus der Community. Damit sind Personen gemeint, die positiv gegenüber dem Produkt oder dem Unternehmen gestimmt sind und sowieso schon Social Media Dienste nutzen. Diese werden direkt vom Unternehmen mit zusätzlichen Informationen bedient. Im Endeffekt werden „Fanboys“ aufgebaut, welche die Dialoge in die Richtung des Unternehmens beeinflussen können. Man nimmt somit indirekt an den Dialogen teil.

Funktioniert im Community Management Bereich schon seit Jahren, denn man kann nicht überall sein, wo über das Produkt oder das Unternehmen diskutiert und berichtet wird. Große Unternehmen und Sportvereine könnten so ihren Dialog (indirekten) innerhalb von Social Media Diensten aufbauen.


Möglichkeit 3: Social Media als Dialogkanal

Das Unternehmen nutzt Social Media Dienste direkt als Dialogkanal, um mit den Usern in Verbindung zu treten. Diesen Nutzer zu informieren und offene Fragen oder Anregungen zu diskutieren. Aus diesem Dialog dann die nötigen Schlüsse für das Unternehmen und die Produktpalette ziehen.

Dieser Weg ist der Königsweg und nicht nur die Kür. Nur dieser Weg wird langfristig Erfolg versprechen und eine langfristige Bindung der Nutzer und Kunden garantieren.

Fazit

Ist ein Dialog nötig? Ja. Ansonsten hat man die Intention im Web 2.0 einfach nicht verstanden. Ohne einen sinnvollen Dialog wird langfristig nicht das erreicht, was das Web 2.0 ausmacht. Eine Erhöhung der Kundenbindung und damit auch die Möglichkeit der Steigerung an Kunden. Die optimale Strategie ist eine Mischung aus 2 und 3, denn man sollte auch hin und wieder als Unternehmen Stellung beziehen und „Gesicht“ zeigen. Dann funktioniert es auch mit dem Web 2.0 ;)

Social Media Dienste als reine Informationskanäle zu nutzen, ist für ganz wenige Personen und Unternehmen sicherlich interessant, aber es passt nur in einzelnen Bereichen. Z.B. als zusätzlicher Servicekanal, welcher etwas Spezielles anbietet. Ansonsten sollte man die Finger davon lassen.

Meine These also: Social Media ohne Dialog bringt außer einem weiteren Kanal nichts. Wirkliche Kundenbindung kann man nur durch einen offenen Dialog schaffen und gestalten!