Pre-Conference Event mit mir

Auf der diesjährigen Community Summit in Hamburg halte ich mit Silke Schippmann einen Workshop zum Thema „Community-Organisation“. Auf diesem wollen wir gemeinsam mit den Anwesenden ein kleines Handbuch bzw. ein Paper erstellen wie aktuell in Deutschland Community Organisationen aussehen und (wenn die Zeit reicht) welche Optimierung durchgeführt werden können.

Jedenfalls gibt es heute um 15 Uhr dazu eine kleine Pre-Conference die per Video übertragen wird – habe mir extra eine Webcam besorgt, damit ihr auch ein wenig was von meiner Person seht. Nähere Infos dazu gibt’s unter dem Link des Events.

Viel Spaß und bis 15 Uhr.

Black Community Management: Singlecommunities

Singlecommunities sind wohl das Paradebeispiel für „Black Community Management“, denn viele Börsen benutzen aktiv verschiedene „schwarze“ Funktionen um zum einen die Aktivität der User erhöhen, zum anderen mehr Geld zu verdienen.

  • Erstausstattung von Singlebörsen.

Gerade wurde eine neue Singlebörse online gestellt (für den User meist nicht sichtbar) und schon sind einige gut aussehende Mädels und Jungs auf dem Portal unterwegs. Ist es euch noch nie komisch vorgekommen, dass genau diese Leute quasi die Ersten sind die auf den Portalen zu finden sind?

Was ihr euch schon denken könnt: die meisten User davon sind gefakt. Es gibt Bilddatenbanken auf denen man günstig Bilder von tausenden Personen erhält. Zu diesen werden dann Profile angelegt welche passend auf die Zielgruppe zugeschnitten sind.

  • Aktivität mit den Usern

Nach der Erstbefüllung mit Useraccounts werden die auch unter einander aktiv und verlinken sich – halten Diskussionen in Singleforen, oder bewerten sich gegenseitig. Im Endeffekt gaukeln einige Portale den Besuchern eine hohe Aktivität seiner Nutzer vor. Zusätzlich werden neue User natürlich mehr oder weniger durch ein wenig Aktivität begrüßt. Nicht bei allen aber einige erhalten relativ schnell Zuschriften um zu zeigen wie viel doch los ist.

  • Den User wieder auf die Seite locken

Lange nicht mehr auf der Seite gewesen? So etwas wird bei einigen Börsen getrackt und dann gibt’s neue Nachrichten im Postfach. Klar geht man gerne wieder auf die Seite wenn ein vermeintlicher gut aussehender Account einen kontaktiert. Die meisten männlichen User gehen wieder auf die Seite und sind aktiv und versuchen natürlich den Kontakt zu intensivieren.

Oft geschieht das alles nur aus dem Grunde des Geld verdienen – denn Nachrichten Schreiben heißt oft für den User auch einen Premiumaccount zu bezahlen. Schnell über Micropayment (per Handy oder sonstigen Payment methoden) ein wenig Geld bezahlen und schon kann der User mit einer gutaussehenden Dame/Herrn aufs neue Flirten. Oft ist das aber leider nur ein gut gemachter Fake…

Nebenbei gibt es unzählige Beispiele von Singlebörsenbetreibern die genau nach diesem Schema arbeiten. Besonders das Thema Erstausstattung wird von den meisten Singlebörsen und auch von Communities in dieser Art betrieben.

Software Biz Community eröffnet

Das Portal für die Online-Vermarktung von Software

Gerade für kleinere Software-Häuser oder Ein-Mann-Entwickler stellt sich oft die Frage, wie die eigene Software sinnvoll vermarktet werden kann. Die herkömmlichen Vertriebs- und Vermarktungswege sind primär auf die Bedürfnisse größerer Unternehmen mit einem entsprechend hohen Budget zugeschnitten. Eine interessante Alternative bietet mehr und mehr die Vermarktung über das Internet: Die gewünschten Zielgruppen können passgenau und vielfach kostengünstiger erreicht werden.

Über die Entwicklung der Online-Vermarktungskanäle wird in den Medien verstärkt berichtet, allen voran auch über Social Media-Dienste wie Facebook, Twitter und Co. In der Praxis stellt sich für die Unternehmen die Frage, ob und in wie weit diese Kanäle schon sinnvoll für die Vermarktung der eigenen Produkte eingesetzt werden können. Und wenn ja, wie?

Genau an diesem Punkt hat die Software Biz Community, hinter der übrigens Intel steckt, ihren Ursprung. Die Community richtet sich an existierende und zukünftige Partner des Intel Software Partner Programms und soll Software-Entwickler und -Häuser mit neuen Ideen und praktischen Tipps rund um die Online-Vermarktung versorgen. Experten vermitteln ihr theoretisches und praktisches Wissen rund um die Online-Vermarktung im Rahmen von Fachbeiträgen und Workshops. Zusätzlich können die Mitglieder Software Biz Community auch direkt in den Dialog mit den Experten treten und sich in den Foren mit anderen Software-Anbietern austauschen.

Für die Mitgliedschaft in der Software Biz Community werden keine Gebühren erhoben. Die Software Biz Community und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter http://www.software-biz-community.de.
Für Fragen und Informationen stehen wir euch gerne in der Community zur Verfügung.

Monetarisierung wird vernachlässigt

Schon seit einigen Monaten angekündigt wird es aber diesen Monat endlich soweit sein – die Studie + eBook zu Monetarisierung bei deutschen Anbietern von Social Media Diensten wird veröffentlicht. Gerade bin ich an den letzten Seiten (Änderungen gab es Dutzende) des PDFs welches wie auch das Social Media Optimization eBook kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Eines ist während der Krise ganz klar sichtbar geworden, die meisten Dienste haben das Monetarisieren stark vernachlässigt und schaffen es auch heute noch nicht, neue Wege zu gehen. Wieso das so ist wird mir wohl ein Rätsel bleiben, schließlich ist es einer der entscheidenden Punkte für den langfristigen Erfolg und die Erhaltung eines Dienstes. Ausnahmen sind Dienste die von einer Institution gegründet werden welche schon über genügend Mitglieder verfügen – hier das Beispiel evangelisch.de welches bald an den Start geht.

Wenn ich mir die hundert befragten Dienste anschaue, so ist dieses Jahr leider noch nicht sonderlich viel mit diesem Thema passiert, was mich durchaus erstaunt. Schließlich habe ich mit fast jedem Unternehmen genauer gesprochen und die ein oder andere interessante Information über zukünftige Herangehensweisen erfahren.

So dies nur so am Rande – ab morgen wird der normale Blogbetrieb wieder aufgenommen…

Terminplan für die nächsten Wochen

In den letzten Tagen kamen Anfragen wo und wann man mich zu Gesicht bekommt, ein Grund mehr endlich meinen externen „Terminplan“ zu veröffentlichen. Wer mich dann zu Gesicht bekommen möchte muss sich nur melden.

CeBit, Hannover (5.3.2009)
Am Donnerstag werde ich auf der CeBit zu finden sein. Mit im Gepäck habe ich nebenbei ein neues Format welches wir (in Kooperation mit einer weiteren Agentur) nach der CeBit in monatlichem Abstand veröffentlichen werden.

Communitystammtisch 2.0, Frankfurt (10.3.2009)
Der wohl älteste Communitystammtisch in Deutschland. Letztes Mal war ich Aufgrund eines Staus verhindert – dieses Mal bin ich aber definitiv mit von der Partie. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich den Impulsvortrag zum Thema Monetarisierung im Web 2.0 halte.
Link

Orgameeting BarCamp, Karlsruhe (12,19,26.3.2009)
Das BarCamp nimmt immer konkretere Züge an. Wer Lust hat kann sich gerne anschließen. Zu finden sind wir in der „Gelbe Seiten Lounge“.

Munich Gaming, München (1.4.2009)
Gleich am ersten Tag auf dem Panel „Gaming Communities – Kritiker, Fans, Mitgestalter“. In diesem Fall in meiner Funktion als Vorstandsmitglied des Bundesverbands Community Management e.V.
Link

BVCM e.V. Versammlung / Workshop, Hamburg (4-5.4.2009)
An diesem Wochenende geht’s ab nach Hamburg für den BVCM um zum Workshop. Genaueres wird hierzu erst bekannt gegeben.

Kurzes Update

Überarbeitung des Blogs
Wie unschwer zu erkennen ist gibt es den neuen Reiter „Referenzen“. In den kommenden Tagen wird dieser noch mit ein paar weiteren Firmen gefüllt werden. Auch inhaltlich wird der Blog komplett überarbeitet werden.

BarCamp
Die Planung für das BarCamp schreitet voran, wobei hier noch viel Arbeit zu leisten ist. Bei solchen Orgameetings wie letzte Woche mache ich mir darüber aber keine Gedanken. Das nächste Meeting findet nebenbei wieder am Donnerstag in Karlsruhe statt. Genau genommen in der Gelbe Seiten Lounge beim ECE Center.

Zukunft
Aktuell versuche ich endlich das eBook zum Thema „Monetarisierung im Web 2.0“ fertig zu stellen. Gegen Ende der Woche sollte es endlich soweit sein (Dieser Post ist quasi meine Motivation die letzten Punkte noch fertig zu machen).

Neben diesem eBook ist auch ein monatliches Format angedacht, welches aber erst in den kommenden Tagen angekündigt wird. Das Thema wird noch nicht verraten, wobei es sich sicherlich einige schon denken können.

So das war es mal mit einem kurzen Update. Ab nächster Woche findet ihr hier wieder wie gewohnt Beiträge zu allem aus dem Bereich SMO, Community Management, Online Marketing und Monetarisierung von Webdiensten.

Auf der Suche nach dem Community Manager

Immer mehr Unternehmen suchen nach einem Community Manager für das eigene Netzwerk oder für die Arbeit in unterschiedlichen Netzwerken um die eigene Marke zu stärken (siehe asymmetrisches Community Management). Diese Suche gestaltet sich für die meisten Unternehmen schwerer als erwartet, denn die Erwartungen und die Realität klaffen doch stark auseinander.

Meist wird nach einem erfahrenen Community Manager gesucht welche neben Deutsch auch sehr gute Englisch-Kenntnisse verfügt. Optimalerweise hat er schon eine eigene Community betrieben (was bei Erfahrung ja grundsätzlich Voraussetzung ist). Eine abgeschlossene Ausbildung oder Studium ist grundsätzlich Pflicht, auch wenn dies nicht wirklich auf die Arbeit vorbereitet. Organisationstalent und hohe Internetaffinität sind ein Muss.

Die Aufgaben sind dabei aber unterschiedlichster Natur

  • Strategische Planung der Community
  • Qualitätssicherung
  • Entwicklung und Umsetzung der Kommunikationsstrategie
  • User Support
  • Marktforschung
  • Budgetplanung
  • Forenmoderation
  • Bekanntheit erhöhen
  • Etc.

Die Aufgaben und die Voraussetzungen können etwas variieren, je nachdem für welches Unternehmen gesucht wird. Kommen wir aber zu den entscheidenden Punkten in denen die Realität sich etwas von den Wunschvorstellungen unterscheidet.

Erfahrung

Es gibt kaum Personen im Bereich des Community Managements die über mehrjährige Erfahrung verfügen. Meist kann man glücklich sein, wenn sich jemand bewirbt der mehr als ein Jahr in der Position tätig war. Falls sich doch jemand findet, kann man sich als Personaler freuen und sollte diesen auf jeden Fall einladen. Dies sollte aber auch nur durchgeführt werden wenn das Thema Gehalt intern richtig geklärt ist.

Gehalt

Da scheiden sind derzeit die Geister – denn der Gehaltsspiegel bei Community Managern reicht von 25.000 bis 80.000 € im Jahr. Vielen ist nicht genau bewusst was für ein Arbeitspensum und Verantwortung dahinter liegt – an einem Community Manager sollten sich die anderen Position aus dem Marketing oder Service nicht messen. Heißt ein wirklich guter und erfahrener Community Manager kostet auch richtig Geld (ab 60.000€ aufwärts!!!). Schließlich verdienen Produkt und Marketing Manager mit entsprechender Erfahrung genauso viel.

Verantwortung

Es kommt ein wenig auf das Produkt und die Firma an für die der Community Manager arbeitet. Aber wenn eine eigene Community vorhanden ist, sollte der Community Manager als Leiter dieser eingesetzt werden. Heißt er hat hierbei nicht nur die Verantwortung über die Community selbst, sondern über die Monetarisierung, das Marketing intern wie extern welches dafür betrieben wird usw. Ein erfahrener Community Manager kennt sich mit der strategischen Planung und Entwicklung aus. Heißt er kann auch einschätzen wie die jeweiligen Aktivitäten ankommen.

Community Manager = General Manager der eigenen Community!

Nur unter diesem Aspekt können auch wirklich Höchstleistungen erreicht werden. Viele Unternehmen machen den Fehler, dass der Community Manager den Produktmanager und Marketing Manager zuarbeiten sollte – genau umgekehrt muss es sein, wenn das Produkt eine Community ist!

Wie finden Sie jetzt den passenden Community Manager?

Wenn das Unternehmen eine erfahrene Person sucht, dann sollte vermieden werden dies über die normalen Jobportale zu machen. Lassen Sie die Personaler lieber nach Kandidaten über XING und Co suchen (welche auch genügend Erfahrung besitzen) und diese direkt ansprechen. Sie werden dann auf jeden Fall den passenden Kandidaten finden.

Junior“-Stellen können Sie direkt ausschreiben. Stecken Sie die Anforderungen aber nicht so hoch, denn je höher die Anforderungen desto unwahrscheinlicher finden Sie die passende Position. Höherer Bildungsgrad bedeutet nicht das die Motivation für diesen „24/7“ Job vorhanden ist.

Faken, Faken und nochmals Faken

Nicht nur in Amerika gibt es Unternehmen die derzeit Communities und Social Media Dienste nutzen um Ihre Produkte in einem positiveren Licht darzustellen. Ob das über bezahlte Bewertungen, oder einfach einen Dienstleister gemacht wird der in Foren oder Communities rumspuckt. Der Unterschied ist, dass es in Deutschland nur wenige Personen auf diesem hohen Niveau hinbekommen, damit es keiner bemerkt. In dieses Fettnäpfchen sind schon einige deutsche Unternehmen getreten.

Ich will keine Anleitung erteilen wie diese Art der Manipulation funktioniert, trotzdem will ich ein wenig auf die Tricks und Kniffe dieser Personen eingehen. Schließlich sollte man als Community Manager auch wissen ob „Faker“ in der eigenen Community ist.

Kurz zu der genauen Vorgehensweise des Fakens in den USA:

  1. Es wird eine „virtuelle“ Person erstellt. Heißt dieser Name wird auf verschiedenen Diensten angemeldet, optimalerweise sucht man sich den Ort und den Namen einer Person aus die es auch in der Realität wahrscheinlich gibt. Es kann sogar soweit gehen, dass man wirklich eine real existierende Person übernimmt welche Online nicht oder kaum aktiv ist.
  2. Die Accounts auf den verschiedenen Plattformen sollten mit Leben und Inhalt gefüllt werden. Ein paar Diskussionen zu verschiedenen Themen die nichts mit dem Produkt oder der Dienstleistung zu tun haben. Im Endeffekt versucht man sich als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft auszugeben. Optimalerweise hat man neben der Mailadresse auch noch Instant Messanger Daten hinterlegt und quatscht darüber mit den „Multiplikatoren“ der Community.
  3. Nach 1-2 Monaten (je länger desto besser), hat man eine Reputation mit seinen Accounts aufgebaut und kann nun in die vollen gehen. Entscheidend bei der Bewerbung bzw. Bewertung eines Produktes niemals „offensichtlich“ Werbung machen. Heißt eher über die Hintertür. „Ich suche ein Fernseher? Kann mir jemand helfen?“ – sobald Rückantwort kommt kann man anfangen mit. „Habe mich erkundigt in xyz und mir wurde das empfohlen. Was meint ihr dazu?“ und zu guter Letzt: „ich habe das Gerät gekauft und bin echt begeistert. Zwar ist die Menüführung/Handbuch etc. nicht so toll, aber vom Bild her der absolute Hammer..“ Niemals zu begeistert von einem Produkt sein, sondern versuchen auch ein paar nicht gravierende Fehler oder Missstände ansprechen.
  4.  Schon hat man seinen Samen gelegt und weiter geht es – optimalerweise hat man 5-10 solcher Accounts (natürlich mit verschiedenen Orten und passenden IP Adresse) und schon kann die Fakekampagne in verschiedenen Netzwerken starten.

Wie kann man so jemanden entlarven?

Wenn jemand richtig gut ist und viel Erfahrung hat, kann man Ihn kaum entlarven. Hin und wieder gibt es die Chance Anhang von bestimmten Schreibweisen oder grammatischen Eigenarten jemanden einige Accounts zuzuschreiben. Aber oft ist das zu schwer und man muss seine Community und oder schon sehr genau kennen um so etwas aufzudecken.

Trotzdem sollte man immer vorsichtig sein gegenüber Leuten die über kurze Zeit 1-2 Monaten sehr aktiv sind und nach einigen Produktbeiträgen auf einmal in die Inaktivität verschwinden.

Ich habe jemanden entlarvt, was mache ich jetzt?

Ob man diese Person, die Firma oder sonst jemand an den Pranger stellt ist die Sache der einzelnen Person. Entscheidend ist, dass bei diesen Firmen und Dienstleistern ein Umdenken stattfindet, welches man eben nur mit dem Hammer durchsetzen kann. Als Community Manager sollte man die Beiträge der Person + den Account genauer unter die Lupe nehmen und in dem Umfeld schauen ob sich nicht noch weitere Fakeaccounts eingenistet haben, denn diesen Fehler machen viele der Personen – die Accounts untereinander als Kontakte etc. zu verlinken.

Fazit

Das Risiko und die Kurzfristigkeit dieser Aktionen sind viel zu hoch um solche Aktivitäten ausführen zu lassen. Wieso? Durch die schnellen Kommunikationskanäle bei Social Media Diensten erfährt die Internetwelt sehr schnell von der Entlarvung von Fakern und den Firmen. Die Reputation fällt gewaltig und es kann dadurch auch ein finanzieller Schaden entstehen. Alleine aus diesen Gründen sollte abgeraten werden, aber es gibt noch einen weiteren. Diese Aktivitäten können nur eine bestimmte Zeit (1-2 Monate) durchgeführt werden, denn je länger diese durchführt werden desto höher die Chance entlarvt zu werden. Innerhalb 1-2 Monaten kann kein wirkliches Netzwerk aufgebaut werden, welches für ein Produkt wichtig wäre.

Deshalb als Empfehlung: Wenn schon asymetrisches Community Management (oder nennen wir es dezentrales), dann offen und ehrlich. Die Sympathiepunkte die dadurch einen Dialog mit den Usern entstehen werden sich langfristig auch finanziell lohnen. Wenn jetzt noch der Wille zur Selbstreflektion vorhanden ist, kann dezentrales Community Management ein Kanal werden, welcher zum Unternehmenserfolg maßgeblich beiträgt.

Die goldenen 4 Regeln des SMO?

Inzwischen ist auch Social Media Optimization in der Blogosphere angekommen und es wird fleißig geschrieben. Einer der sehr aktiv das geschehen verfolgt ist dabei Stefan Johne auf seinem Blog. In seinem Post beschreibt er einige Punkte die ich aber eher als Irrtum halte.

„Social News & Bookmark Seiten sind total uninteressant zum stumpfen bewerben von kommerziellen Seiten und Shops. Diese Bookmarks werden bei uns wie gesagt eh sofort gelöscht. Aber Du kannst Dich ja auch korrekt verhalten und trotzdem SEO / SMO betreiben“

Sicherlicht macht es keinen Sinn in Deutschland Social Newsseiten so viel Zeit zu würdigen, wenn es um Userzahlen geht. Die Seiten allen voran Yigg.de bringen nicht genügend Nutzer auf die Webseite. Dies kann man glücklicherweise von Shortnews nicht behaupten. Besonders die PR Portale (welche ich auch unter Social News einbeziehen würde) sind für die Online PR inzwischen sehr wichtig geworden, da sich dort auch Redakteure aufhalten. Deshalb gehört die Verbreitung von Inhalten über diese Schiene immer noch zu einem wichtigen Faktor. Sicher macht es keinen Sinn hier zu versuchen jede News auf die Startseite zu bringen (besonders Faken sollte hier unterlassen werden) – aber einstellen sollte man Sie schon.

Was Bookmark Dienste angeht, so können außer den beiden großen Seiten del.ico.us und Mister Wong alle anderen vergessen werden. Die Seite sollte dort einmal mit den richtigen Tags abgespeichert werden, damit diese hinterlegt sind für die anderen User. Ansonsten sollte man dort keine Zeit verschwenden.

So kommen wir jetzt zu den Regeln:

  • „Beteilige Dich an der Community, informiere Dich über Gepflogenheiten und Regeln auf der Plattform“
  • „Erstelle Inhalte gezielt zum Zweck diese auf Social News/Bookmark Seiten und in Blogs zu verlinken“
  • „Keine Fakes! Das gilt sowohl für Mehrfach-Accounts als auch für den Stil Deiner Beiträge. Bookmarks a la “Hier habe ich eine wirklich interessante Seite gefunden” bewirken das genaue Gegenteil vom Gewünschten. Mal ehrlich: So blöd darauf reinzufallen ist fast niemand, schon gar nicht die Besucher von Social News Seiten“
  • „Trage nicht nur Deine Projekte ein, sondern sammle auch aktiv andere interessante Links, bookmarke Deine eigenen Quellen etc.“

Nette Tipps, aber damit gewinnt man noch lange keinen Blumentopf. Entscheidend für eine SMO Kampagne ist zu aller erst die Person die diese durchführt. Ohne einen „Netzwerker“ (so nenne ich die Gattung einfach) bringt keine Kampagne etwas. Eine ideale Mischung ist ein Community Manager mit redaktioneller Erfahrung. Kommen wir zu den ersten Schritten:

  1. Als Netzwerker bist du in vielen Netzwerken sowieso schon unterwegs und hast eine Community rund um dich aufgebaut mit Kontakten. (optimalerweise mit Kontakten und Personen die du auch wirklich kennst) Es bringt nichts einfach nur Freunde/Kontakte zu sammeln, diese müssen auch bei Laune gehalten werden. 
  2. Eine SMO Kampagne benötigt am Anfang eine genaue Analyse. Wo ist die Zielgruppe zu finden? Gibt es schon Foren, Communities oder Gruppen in denen über das Produkt/Thema etc. gesprochen wird? Gibt es zu diesen Themen schon Multiplikatoren? Entscheidend für eine erfolgreiche Kampagne ist auch eine Zielsetzung was die Kampagne eigentlich bringen soll. Viele wollen einfach eine SMO Kampagne buchen ohne zu wissen was das Ziel sein soll – einfach weil es gerade einen Hype um das Thema gibt
  3. Content Management: Ob Beiträge im Blog, in Communities oder einfach nur Twitterbeiträge – hierzu sollte eine genaue Planung durchgeführt werden und der Content für 1 Woche bis 2 Wochen schon fertig sein. Wieso? Einfach da das Community Management die erste Zeit am meisten Einsatz erfordert und man kaum wirklich Zeit zum Content erstellen hat. Dies als kleiner Tipp für Personen die das erste Mal eine Kampagne durchführen. Sicher es gibt auch Content der als Reaktion erstellt wird, aber alles was fest eingeplant ist sollte vorab erstellt werden. 
  4. Community Management: Wohl der schwerste Part in der ganzen Kampagne. Denn es gibt hier wie auch im SEO die „gute und die böse der Macht“. Faken was das Zeug hält bringt vielleicht einen kurzfristigen Erfolg – aber wird langfristig in einigen Fällen aufgedeckt und dann schwindet die Reputation des Unternehmens ungemein. In Amerika ist aber diese Art sehr verbreitet und wird von einigen wenigen Dienstleister auf sehr hohem Niveau durchgeführt. Diese Art von Community Management sollte im besten Fall gar nicht vorkommen. Offenes Community Management ist für Unternehmen bis dato eine echte Hürde, denn hier müssen Fehler auch offen in Communities diskutiert werden. Wirkliches und nachhaltiges Community Management ist nicht einfach und sollte nicht zu locker genommen werden, selbst nach jahrelanger Erfahrung kann es zu kritischen Situationen kommen die gemeistert werden müssen. 
  5. Auswertung und Optimierung: Jede Kampagne muss am Ende des Tages auch ausgewertet werden – danach geht es an die Optimierung. Was hat welchen Effekt und wie kann dieser verstärkt werden etc.

Als Regeln und Schritte würde ich deshalb immer sehen:

  • Netzwerken (schon vor der Kampagne)
  • Analyse
  • Content Erstellung
  • Community Management
  • Auswertung und Optimierung

Telejunkies.de startet

Logo

Eigentlich war es schon für gestern geplant wie der Blogbeitrag vom Mittwoch aussagt, aber wies das manchmal so ist mit einem Releasetermin. Da wir aber nicht vor hatten viel länger zu warten, starten wir heute die Open Beta Phase der Fernseh- und Filmcommunity Telejunkies.de .

Hier ein Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung die heute veröffentlicht wurde.

Community für Fernsehliebhaber und Serienjunkies startet

München 13.11.2008: Heute geht die neue Heimat für Fernsehfanatiker und Serienjunkies in die Open-Beta-Phase und öffnet sich somit für das breite Publikum. Mit telejunkies.de startet eine Community welche sich rund um das Thema Film und Fernsehen dreht.

Die Community ist als Web 2.0 Portal konzipiert und lebt von der Aktivität und der Beteiligung seiner Nutzer und Mitglieder. Die Nutzer haben hierbei verschiedene Interaktions – möglichkeiten um mit den anderen Mitgliedern in Kontakt zu treten. Neben den üblichen Profilen mit Buddylisten, können auch eigene Gruppen erstellt werden um der Lieblingssendung oder Serie eine Plattform zu geben. Dort kann dann sofort fleißig diskutiert werden.

Fanseiten haben auch die Möglichkeit Gruppen in diesem Netzwerk zu bilden und diese auf die eigene Seite einzubauen. Somit ist ein direkter Kontakt zu den eigenen Usern ohne weiteres möglich.

Die Plattform wurde von der Münchner Community-Agentur vilago21 GmbH erstellt, welche schon über zehn Special-Interest-Communities gemeinsam mit Partnern betreiben. Die inhaltliche Betreuung übernimmt hierbei der Community Management Spezialist Eikyo aus Rastatt.