24 Stunden

In fast 24 Stunden startet eine neue Community in der ich die komplette Betreuung übernommen habe. Dementsprechend war es in den letzten Tagen auch ein wenig stiller auf diesem Blog – dies ändert sich aber ab dem morgigen Launch wieder. Dann ist die größte Vorarbeit erledigt und das Community Building startet. Mal schauen wie viele Praxisbeispiele ich davon für den Blog nutzen kann.

Wie die Community heißt und um was es geht erfahrt auch ihr erst morgen. Soviel sei gesagt, es geht um eines der liebsten Hobbies der Deutschen (nein kein Fußball und Essen).

Präsentation zum Community Design

Einige Monate alt aber an der Gültigkeit hat sich nichts geändert. Die Präsentation Online Communities Design Patterns zeigt einige Aspekte des Designs von Web 2.0 Anwendungen und Communities.

Screencast: Vorstellung von Artition.com

Auch diese Woche gibt es einen kurzen Screencast. In dieser Folge stelle ich ein weiteres Netzwerk bzw. Community vor, welches sehr interessant ist. Besonders da es auf längere Sicht hin viel Potential hat um erfolgreich zu sein.

Artition.com ist eine Community rund um Kunst, dabei ist die Kunstform (Musik, Literatur und Bilder) egal. Nebem der Möglichkeit für Künstler und Autoren ihre Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren gibt es die Möglichkeit für die User darüber zu diskutieren. Wie es aussieht (das Netzwerk ist noch in der Betaphase) kann später über den Store die Kunst auch direkt gekauft werden. Heißt eine gute Möglichkeit zur Monetarisierung welches auch gleichzeitig einen Mehrwert für die Nutzer und Künstler darstellt.

Vollansicht ist hier zu finden.

Kurzes Update zum Screencast (dank an Daniel): Natürlich gibt es weitere Kunstcommunities – aber ich habe während meiner Suche keines gefunden welche mehr als nur Bilder abdeckt. Denn Artition.com zeigt neben Bildern auch Videos, Musik und Literatur.

Eikyo Screencast: Vorstellung von want2do

Der neuste Screencast steht in den Startlöchern. In dieser Folge geht es um ein Portal welches sehr viel Potential besitzt um zukünftig einen wichtigen Stellenwert bei SMO von Unternehmen einnehmen könnte.

Want2do ist eine Community Todo-liste zu verstehen, in der jeder seine Todos präsentieren kann. Falls mehrere das Gleiche möchten findet eine Vernetzung statt in der alle darüber diskutieren aber sich auch zusammenschließen können. Aber nicht noch mehr Worte – hier der Screencast

Vollansicht ist hier zu finden.

Wie sieht Community Building aus?

Eines der wichtigsten Aspekte bei neuen Gründungen von Social Media Diensten und Communities ist der Aufbau einer Community. Dieser besteht aus einigen Faktoren welche entscheidend sind um kurz- und mittelfristig eine Maße an Leuten auf die Seite zu bekommen und somit Anmeldungen zu generieren.

Pyramide

Content: Zu Beginn sollte das Portal mit genügend Inhalten versehen werden, damit User welche das erste Mal auf die Seite klicken sehen, dass sich in regelmäßigen Abständen etwas tut. Dabei ist entscheidend, dass der Inhalt passend zum Portal erstellt wird und einen „Mehrwert“ für die User ist. Als Beispiel wäre hierbei mal wieder Produki genannt. Dort wurden von Anfang an die Produkte eingestellt welche gerade sowieso am meisten diskutiert werden. (IPhone und Co).

Idealerweise erstellt man sich ein Planing mit einem genauen Zeitplan wann welche Inhalte erstellt und veröffentlicht werden. Hierbei sollte für 1-2 Monate vorab schon an Inhalte gearbeitet werden. Oft kommt ein Neuigkeit relativ kurzfristig rein und sollte veröffentlicht werden, dann kann man die geplanten Inhalte aber ohne weiteres nach hinten verschieben.

Aktivität: Neben Inhalten welche eingepflegt werden sollten (z.B. bei Produki die Produkte) müssen auch verschiedene Aktivität wie der Dialog zwischen den vorhanden Usern aufgebaut werden. Hierbei arbeiten viele anfangs mit Fakeaccounts welche eine Aktivität von Seiten der User vorgaukeln. Z.B. Bewertungen geben, Forenaktiv sind usw. Dies ist nicht verwerflich, aber man sollte optimalerweise gleich von Anfang an einige Personen in seinem näheren Umfeld suchen welche lieber aktiv sind. Fakeaccounts fallen oft nach einer bestimmten Zeit auf.

User: Jetzt ist es an der Zeit User zu gewinnen. Über welche Wege diese Angesprochen werden ist dabei zweitrangig. Vielleicht eine große Marketingkampagne oder einfach nur Mund zu Mund Propaganda (wer-kennt-wenn hat dies optimal durchgeführt). Dies kommt auf verschiedene Elemente an. Art des Netzwerkes, Ort der eigentlichen Zielgruppe und Weg der beschritten werden soll. Bei einem Netzwerk 50+ wird man die Personen sicher nicht auf der neusten Gamingseite finden ;).

Wieso sollten die Schritte in dieser Reihenfolge erfolgen? Sobald User sich eine Community oder Netzwerk anschauen wollen diese sehen dass die Community auch wirklich vorhanden ist und Personen aktiv sind. Ohne Inhalte und die Aktivität werden die meisten User sich nicht anmelden – und wenn doch werden sie nach kurzer Zeit nicht mehr auf die Seite kommen. Schließlich fühlen Sie sich relativ alleine.

Wert einer Community berechnen

In den letzten Monaten habe ich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass es keine sinnvolle Kalkulationsmöglichkeit zum Wert einer Community gibt. Betreiber mussten auf die üblichen Statistiken des Traffics und der Userzahlen zurückgreifen um Investoren für ihr Unternehmen zu gewinnen. Oft ist diese Art aber irreführend und setzt Erwartungen frei die auch nach Jahren nicht erfüllt werden können.

Eines der besten Beispiele ist wohl StudiVZ oder Youtube welche beide auf eine enorme Userzahl zurückgreifen können, aber trotzdem nicht einen Cent verdienen sondern rote Zahlen schreiben.

Deshalb wollte ich auch wirklich alle wichtigen Aspekte in die Formel bringen und jetzt ein wenig den Entstehungsweg aufzeigen.

22. April

Durchschnitt der Aktivität * (Benutzerzahl(die kostenlos auf dem Portal ist) + x* Benutzerzahl (die Geld für das Portal erwirtschaftet) = Wertigkeit des Social Networks

In dieser Formel sind die Bausteine: Aktivität, Benutzerzahl und „Benutzerzahl die Geld zahlen“ entscheidend gewesen. Das dabei aber die Reichweite und die Zielgruppe außen vorgelassen wurde, wurde relativ schnell klar.

27. Juni

Aktivität(Aktivität+Aktivität die zum Umsatz führt*x)/Nutzerzahl*(Zielgruppe+Reichweite)= Wert der Community

Diese Formel hat von den Bausteinen alle entscheidenden Elemente um eine Community fair zu bewerten. Aktivität, Userzahl, Umsatz, Zielgruppe und Reichweite. Optimal war diese trotzdem nicht, da die Zielgruppe und die Reichweite sich nicht in einem realen Wert niedergeschlagen haben. Dementsprechend war auch keine wirkliche Kalkulation möglich.

In den letzten Monaten seit der Veröffentlichung der beiden Formeln habe ich viele Gespräche geführt und bin inzwischen einige Schritte weiter gekommen. Die neue Formel an der ich die ganze Zeit arbeitete ist soweit fertig und wird gerade mit den ersten Daten gespeist um echte Ergebnisse zu liefern. Sobald die Testphase vorbei ist werde ich diese veröffentlichen. Vielleicht hilft diese dem einen oder anderen Betreiber, wie auch Investoren den wirklichen realen Wert von Communities herauszufinden.

Virales Marketing ist ineffektiv

Das sagt jedenfalls eine Studie des HP „Social Computing Labs“ (SCL) und bringt dabei auf den Punkt was die Jungs aus dem Todesstern Video schon längst gesagt haben. Wenn die Bildzeitung schon darüber berichtet, ist es wohl nicht mehr ganz so neu…

Wobei interessant ist dabei, dass die Forscher in der Lage sein sollen berechnen zu können wie erfolgreich eine Kampagne nach den ersten Tagen sein wird. Heißt sie können den Longtail in der Nische voraussagen. Da Sie mit einem Tool namens „WaterCooler“ Blogs und Meinungen überwachen können. Zitat des Dr. Bernardo Huberman: „Die Menschen haben kurze Aufmerksamkeitsspannen. Es hat uns überrascht, wie ineffektiv virales Marketing in der Praxis funktioniert.

Meine persönliche Meinung zu dieser Studie ist: totaler Schwachsinn! Die Gründe liegen einfach auf der Hand – einen Longteil kann man niemals so genau abschätzen. Wieso? Zum einen können Themen an Wichtigkeit bzw. an Bedeutung gewinnen und verlieren. Außerdem ist die Resonanz auf gute virale Marketingkampagnen höher (man kann diese sogar messen) im Vergleich zur „billigen“ Print oder TV Kampagne. Klar kann auch eine virale Kampagne verpuffen, da viele Unternehmen diesen Weg gehen, aber die Chancen stehen immer noch gut.
Deshalb eine bitte an alle Forscher – wie wäre es wenn ihr weniger Studien veröffentlicht? Schließlich gibt es auf jede positive auch eine negative Studie….

Gefunden auf Wortgefecht

Gründung eines Bundesverbandes Community Management

Endlich ist es soweit das sich etwas an der Community Management Front tut. Tom Noeding (Xing Link) seines Zeichens einer der deutschen Experten auf dem Gebiet des Community Managements hat sich zur Aufgabe gestellt einen Bundesverband Community Management (kurz BVCM) zu gründen.

Hört sich nicht so spektakulär an als es ist – denn bis dato gibt es für angehende Community Manager oder für praktizierende Manager noch keine Anlaufstelle oder Ansprechpartner um sich z.B. weiterzubilden. Das könnte mit dem BVCM endlich der Vergangenheit angehören.

Community Manager sollten sich deshalb einfach in der gleichnamigen XING Gruppe (www.xing.com/net/bvcm) anmelden.

PS: Werde natürlich auch aktiv in der Gruppe sein und versuchen Tom etwas unter die Arme zu greifen (wenn das überhaupt möglich ist). Jedenfalls beide Daumen hoch!

Weiterer Bericht über die Gründung: Community-Management Blog

Monetarisierung von StudiVZ – erste Gedanken

Starten wir doch gleich mit dem härtesten Brocken um das Thema „Einnahmen bei Communities“ anzugehen. Ziel von StudiVZ ist laut eigenen Angaben profitabel zu werden. Um es kurz zu halten – derzeit wird das Ziel bei weitem nicht erreicht, obwohl inzwischen fleißig Werbung gebucht wird.

Wieso gerade StudiVZ?
Zum einen hat StudiVZ eine direkte Zielgruppe die mit den Angeboten und Dienstleistungen angesprochen werden kann. Heißt eine sinnvolle Vermarktung kann ohne großen Streuverlust gestartet werden. Dies wäre bei meinVZ und Co nicht so ohne weiteres möglich.

Welche Möglichkeiten werden aktuell ausgeschöpft?
Wie oben schon erwähnt wird aktuell nur Werbung als Einnahmequelle genutzt. Was natürlich zum einen den Vorteil hat, da man auf einen stark wachsenden Online Werbemarkt zurückgreifen kann, aber auch den Nachteil, dass man zu stark an die Werbetreibenden gebunden ist.

Ideen zur weiteren Monetarisierung des Portals

Zu allererst muss gesagt werden, dass diese Artikel die ersten Gedanken darstellt um weitere Einnahmen auf dem Portal zu generieren. Nicht alles was vorgeschlagen wird ist auch wirklich realisierbar, zum einen aus technischer Sicht, zum anderen aus Sicht der User.

Premiumaccounts

Oh was für ein kreativer Ansatz einfach bezahlte Accounts anzubieten! Die Kritik ist in so weit berechtigt, da Premiumaccounts nicht so funktionieren würden wie z.B. bei XING. Aber auf einem anderen Wege unter Umständen schon. StudiVZ erstellt einen „internen“ Bereich für Kurse unter denen alle Daten und Informationen rund um diesen Kurs zur Verfügung stehen. Das geht soweit, dass ehemalige Studenten aus diesen Kursen vielleicht sogar als Ansprechpartner für die Studenten fungieren. Außerdem könnte so eine Zeitleiste aufgebaut werden in der jeder Student sieht welche Themen vorher einem – zwei oder fünf Jahren im Fokus standen. Im Endeffekt geht es dabei um eine komplette Verwaltung des Studiums mit den Teilnehmern der Kurse etc.

Studienberater

Wer braucht den so etwas? Der Markt an Studienberatern wird immer größer, denn viele junge Menschen können sich nicht für ein Studium entscheiden und nehmen oft zu erst etwas was ihnen nach 1-2 Semestern keinen Spaß mehr macht. Das Geld und die Zeit sind dann „umsonst“ investiert. Vorab könnte der Studienberater helfen den richtigen Studiengang zu finden. Erspart oft Zeit und Geld… Diese Dienstleistung könnte direkt per StudiVZ angeboten und an regionale Studienberater weitergeleitet werden. Im ersten Schritt wäre StudiVZ der Vermittler. Im späteren Verlauf könnte die Dienstleistung sogar in house realisiert werden.

Marketplace

XING lässt in diesem Fall grüßen. Angebote die speziell an Studenten gerichtet sind bringen zusätzliche Einnahmen. Diese könnten sogar regional angepasst werden – ob ein Angebot für ein Konzert oder ein regionales Geschäft etc.(Affiliate)

Auslandssemester

Immer mehr Studenten gehen für 1-2 Semester ins Ausland um dort ihr Studium weiterzuführen. Wieso nicht auch hier als Vermittler und Infogeber fungieren? Es gibt viele Studenten die einige Fragen zu ihrer möglichen neuen Universität haben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein anderer User der Community dort schon mal für ein Semester war und kann aus seinem Erfahrungsschatz berichten.

Diplomarbeiten

Auf der Suche nach einer Diplomarbeit – um ein genaueres Bild von einem Thema zu erhalten? Vielleicht sogar Interesse die eigene alte Diplomarbeit anzubieten um ein paar € damit zu verdienen? Ein Marktplatz für Diplomarbeiten ist keine so schlechte Möglichkeit zusätzlich ein paar € zu verdienen.

Fazit

Dies wären meine ersten Gedanken um weitere Einnahmequellen zu erschließen. Wie bereits erwähnt kann und soll auch nicht alles umgesetzt werden. Aber die ein oder andere Erweiterung oder Dienstleistung würde von den Usern sicher positiv aufgenommen werden. Im Zweifel einfach mal direkt die User fragen – ein Community Manager findet sich doch im Hause StudiVZ.

PS: Ist ja auch Web 2.0 ;)

Data Becker mit kostenlosem eBook zu Community Marketing für KMUs

Hilfe die Experten kommen von ihren Dächern. Unter dem Text „Holen Sie sich das Know-How für Ihre Erfolg-Community und fordern Sie das 26 Seiten starke PDF gleich zum kostenlosen Download an“ veröffentlicht DATA Becker zu der Software com to date ein kleinen Leitfaden wie man eine Community zu Erfolg führen kann. Geschrieben ist das Ganze von der „XING Ambassadorin“ Monika Zehmisch.

Ich habe mir lange überlegt es überhaupt runterzuladen, aber was solls – kann ja nicht so schlimm werden. Ich sollte meine Antwort doch relativ schnell revidieren. Schließlich sollen die 26 Seiten Personen Wissen oder Informationen vermitteln um selbst eine Community zu gestalten und zu führen. Mission failed!

Irgendwie wird alleine der Betrieb einer Community schon als Erfolg gewertet, obwohl es auch gegenteilige Wirkung erzeugen kann. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen sollten sich gründlich überlegen ob es sinnvoll ist – schließlich gibt es nichts Schlimmeres für die Außenwirkung als eine brachliegende Community oder eine die wegen mangelnder Zeit nicht betreut wird. Die User werden es ihnen Danken ;)

Kurzes Beispiel gefällig: Wie viel Zeiteinsatz muss sein? ….. während ein Kleinunternehmen mit wenigen Stunden Zeiteinsatz pro Monat auskommen kann.

Natürlich werden jetzt die Jungs von Data Becker schreien: Dort steht das Wort „kann“. Aber erklären Sie einem Unternehmen welches Aufgrund dieses eBooks das Produkt gekauft hat und zeitmäßig überfordert ist, da er dachte es dauert nur paar Stunden im Monat. Selbst eine kleine Community mit 200-500 Usern kann sie täglich mehrere Stunden Zeit kosten wenn die User aktiv sind.

Verständlich das alle Maßnahmen von Data Becker durchgeführt werden um die Produkte besser zu vertreiben, aber dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen. Das Thema Communities und Community Management sollte kritisch betrachtet werden. Wer keine Ahnung hat sollte die Finger weglassen und einen Experten konsultieren. Teilweise kann im ersten Gespräch schon bestimmt werden ob es wirklich Sinn macht und mit wie vielen Kosten es verbunden ist.