Der Community Manager heute

Selbst die schnelle Agentur für Arbeit hat inzwischen ein Berufsbild für Community Manager eingestellt. Ein wenig verblüfft war ich darüber aber schon. Hier der genaue Auszug:

„Community Manager und Community Managerinnen richten Kommunikationsportale, so genannte Communities, ein, pflegen und aktualisieren sie. Community Manager/innen können in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftszweige arbeiten, die ein eigenes Internet-Kommunikationsportal betreiben.“

Hört sich relativ leicht und wenig an, aber der Beruf ist weitaus komplexer als die wenigen Worte aussagen könnten. Auch der Verantwortungsgrad steigt bei Unternehmen die Communities betreiben um ein Vielfaches – denn der Community Manager ist die Person die im Mittelpunkt des Firmenwertes steht. Kommen wir zu den grundsätzlichen Aufgaben die er/sie erfüllen muss.

Deshalb starte ich mit einer Reihe die die einzelnen Themenkomplexe eines Community Managers genauer betrachten soll. Die Rollen die ein Community Manager ausfüllen muss sind unterschiedlichster Art, deshalb hier eine Auflistung der Bereiche:

  • technischer Berater (Technik)
  • Vermarkter (Vermarktung)
  • PRler (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Moderator (Service/Support)
  • Kontakter (interner Ansprechpartner)
  • Führungskraft/Organisation (Teamleiter)
  • Teilnehmer (Nutzer)
  • Visionär (Strategie)

Teile der Liste sind aus der Präsentation des Communitystammtisches vom 8 April. Ich habe sie ein wenig abgeändert bzw. erweitert und werde dann gezielt auf die Punkte eingehen. Ich freue mich auf Vorschläge und Kritik.

War Leaders: Clash of Nations Aktivitäten

War Leaders Voting

Inzwischen sind einige Tage vergangen seit dem Eikyo das Thema Community zu TGCs Titel War Leaders übernommen hat. Ich will kurz genauer darauf eingehen was die Leistungen von seiten Eikyo sind.

Community Building

  • Aktionen auf der offiziellen War Leaders Webseite
    • Gewinnspiele
    • Quiz
  • Aufbau Webseitennetzwerk Marketingaktivitäten
    • Spezielle Webseiten zum Thema 2. Weltkrieg
    • Weblogs mit dem Thema
    • Social Networks
  • Aufbau PR Verteiler 2. Weltkrieg Seiten
  • Events
    • Chat
    • TeamSpeak Sessions

Guerilla Marketing

  • Ansprache in Foren (indirekt)
  • Social Networks nutzen
  • Videoaktionen

Community Managament

  • Pflege des Forums
  • Aufbau eines Expertenteams
  • Regelmäßige News

Fehler in der Kommunikation mit Produkt-Communitys Teil3

Der dritte Teil der Fehler die während der Kommunikation mit der Community gemacht werden können. Eigentlich sollte es eine Triologie werden – aber mir sind noch einige Punkte eingefallen. Diese werde ich in den kommenden Tagen veröffentlichen.

  • Aktionen

Anfangen mit bestimmten Aktionen und diese nicht zu Ende führen, ob Bilderrätsel oder sonstige speziellen Aktivitäten in der Community. Es passiert recht häufig das dann bestimmte Aktionen einfach im Nirwana verschwinden, obwohl sie positiv aufgenommen wurden. Das verärgert Benutzer nur.

Bestes Beispiel

Wöchentliches Bilderrätsel, welches auf einmal nicht mehr stattfindet (ohne Gründe)

Setzt immer einen Startpunkt und einen Endzeitpunkt für diese Aktion. Dann kann so etwas nicht passieren.

  • Unwissenheit

Bei Unwissenheit ehrlich sein. Die User schlagen euch nicht die Köpfe ab, wenn mal etwas nicht gewusst wird. Lieber noch mal nachschauen oder jemanden fragen bevor etwas falsches kommuniziert wird.

Diskussion über Community Marketing

Mein Beitrag zum Thema „Community Marketing in der Praxis“ wird inzwischen „kontrovers“ auf XING in der Gruppe „Community Management“ diskutiert. Hier einige Zeilen dazu:

Community Marketing ist ein breites Feld welches sich in einem relativ frühen Stadium befindet. Viele Quereinsteiger und „Experten“ versuchen auf den Zug aufzuspringen. Dies hat zur Folge, dass teilweise viel Schabernack getrieben wird. Einige der Aktivitäten sind aus diesem Grund auch vollkommen in die Hose gegangen (Beispiele sollte jeder zu genüge kennen).

Deshalb ist immer zu beachten: Es gibt viele Chancen aber auch viele Risiken die es immer abzuwägen gilt. Nachhaltiges Community Marketing für ein Unternehmen kann wesentlich erfolgreicher sein als die bisherigen Online Marketing Maßnahmen zusammen.

Bei manchen Produkten ist aber der Aufbau einer eigenen oder die Verzahnung in eine andere Community nicht ohne weiteres möglich. In diesen Fällen gibt es aber auch andere Wege die genommen werden können. Die indirekte Ansprache ist durchaus ein interessantes Feld. Schließlich werden keine technischen oder andere Schwachstellen, sondern das eigene Modell für die Werbung genutzt.

Beispiel:

In einem Autoforum werden über verschiedene Automodelle diskutiert. Dort nimmt man natürlich Stellung und spricht mitunter positiv über das Produkt des Auftraggebers (niemals direkt)

Solche Beiträge können einen positiven Effekt auf den Kunden haben. Können liegt immer in der Fähigkeit des Dienstleisters der solch eine Kampagne durchführt. Der Blog beschäftigt sich nicht nur mit den Standardmaßnahmen, sondern mit allen Möglichkeiten des Community und Online Marketings.

Was ist überhaupt eine Community?

Diese Frage sollten wir dann doch lieber an den Anfang stellen. Natürlich ist es wie immer ein englisches Wort und bedeutet soviel wie Gemeinschaft. Das Wort selbst stammt (wenn ich mich noch richtig erinnere – der Lateinunterricht liegt schon Jahre her) aus dem lateinischen (communio, communitatis).

Normale Gemeinschaften werden von mehreren Personen aufgrund eines speziellen Themes gegründet. Diese Einheit weist emotionale Bindekräfte und ein Zusammengehörigkeitsgefühl auf. Gemeinschaften werden von Ihren Mitgliedern gegen Außenstehende abgegrenzt, ohne dass dies erkennbar sein müsste wie z.B. ein Freundeskreis. Im Endeffekt ist dadurch jede Schulklasse oder Fußballmannschaft eine Gemeinschaft.

Community Management kann dementsprechend nicht die Erfindung der Web 2.0 Welle sein – auch wenn es viele Personen gibt die dies glauben. Vielmehr ist dieser Job meistens von Vereinsvorsitzenden (in e.V.) oder Gruppenführern ausgeführt worden. Der Anspruch an einen Community Manager ist inzwischen wesentlich höher als vor wenigen Jahren, trotz allem sollten nicht die Grundelemente der Arbeit vergessen werden.