Community Manager heute: der Vermarkter

Ohne Vermarktung der Communities verschwinden diese meist genauso schnell wie sie aufgetaucht sind. Deshalb muss der Community Manager auch über Marketing Hintergrund verfügen und genau wissen wie er User für das Portal gewinnen kann. Dabei muss er aber in zwei Stoßrichtungen arbeiten:

  1. Vermarktung um neue User zu generieren (Community Building)
  2. Vermarktung des Portals (Monetarisierung)


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Vermarktung im eSport: Videos & Podcasts

Vor einiger Zeit wurden die Themen Affiliate und normale Bannerwerbung genauer beschrieben, heute kommen wir zu zusätzlichen möglichen Einnahmen. Über das zahlreiche Feedback habe ich die Information erhalten, dass ich wesentlich kritischer damit umgehen muss – schließlich sollen die Nutzer nicht genervt werden von der Werbung. Dazu gibt es aber am Ende der Serie zum Thema eSport & Online Marketing aber noch einen Artikel der sich ausschließlich um „Werbung nervt“ dreht.

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Der Community Manager heute

Selbst die schnelle Agentur für Arbeit hat inzwischen ein Berufsbild für Community Manager eingestellt. Ein wenig verblüfft war ich darüber aber schon. Hier der genaue Auszug:

„Community Manager und Community Managerinnen richten Kommunikationsportale, so genannte Communities, ein, pflegen und aktualisieren sie. Community Manager/innen können in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftszweige arbeiten, die ein eigenes Internet-Kommunikationsportal betreiben.“

Hört sich relativ leicht und wenig an, aber der Beruf ist weitaus komplexer als die wenigen Worte aussagen könnten. Auch der Verantwortungsgrad steigt bei Unternehmen die Communities betreiben um ein Vielfaches – denn der Community Manager ist die Person die im Mittelpunkt des Firmenwertes steht. Kommen wir zu den grundsätzlichen Aufgaben die er/sie erfüllen muss.

Deshalb starte ich mit einer Reihe die die einzelnen Themenkomplexe eines Community Managers genauer betrachten soll. Die Rollen die ein Community Manager ausfüllen muss sind unterschiedlichster Art, deshalb hier eine Auflistung der Bereiche:

  • technischer Berater (Technik)
  • Vermarkter (Vermarktung)
  • PRler (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Moderator (Service/Support)
  • Kontakter (interner Ansprechpartner)
  • Führungskraft/Organisation (Teamleiter)
  • Teilnehmer (Nutzer)
  • Visionär (Strategie)

Teile der Liste sind aus der Präsentation des Communitystammtisches vom 8 April. Ich habe sie ein wenig abgeändert bzw. erweitert und werde dann gezielt auf die Punkte eingehen. Ich freue mich auf Vorschläge und Kritik.

Studie zum Thema Online-Shopping

Ende Februar wurde von der Firma „The Nielsen Company“ eine Studie zum Thema „Trends im Online Shopping“ veröffentlicht. Die Zahlen beziehen sich auf eine Befragung unter 26,312 Personen aus insgesamt 48 Märkten. Dabei wurden nur Personen befragt die einen Internetanschluss haben und diesen auch nutzen.

Die wichtigsten Elemente wollte ich kurz veröffentlichen. Insgesamt haben schon 97% der Nutzer in Deutschland einen Artikel über das Internet gekauft. 65% davon haben im letzten Monat einen Artikel im Internet bestellt. Die Produkte die meistens gekauft werden sind weiterhin Bücher. Auf den nachfolgenden Rängen sind Kleidung, Videos DVD oder Spiele und Flugtickets zu finden.

Insgesamt ist die Studie nicht gerade aussagekräftig, da in jedem Land maximal 1000-2000 User gefragt wurden (im Durchschnitt 548). Außerdem kaufen in Südkorea wesentlich mehr Personen Kleidung über das Internet als auf der restlichen Welt. Somit ist eine wirklich genaue Erfassung der „Toptitel“ nicht wirklich möglich.

Leider wurde hierbei nur ermittelt wie viele Personen tatsächlich kaufen und nicht wie viele auch ihre Kaufentscheidung von den Informationen aus dem Internet abhängig machen.

Diskussion über Community Marketing

Mein Beitrag zum Thema „Community Marketing in der Praxis“ wird inzwischen „kontrovers“ auf XING in der Gruppe „Community Management“ diskutiert. Hier einige Zeilen dazu:

Community Marketing ist ein breites Feld welches sich in einem relativ frühen Stadium befindet. Viele Quereinsteiger und „Experten“ versuchen auf den Zug aufzuspringen. Dies hat zur Folge, dass teilweise viel Schabernack getrieben wird. Einige der Aktivitäten sind aus diesem Grund auch vollkommen in die Hose gegangen (Beispiele sollte jeder zu genüge kennen).

Deshalb ist immer zu beachten: Es gibt viele Chancen aber auch viele Risiken die es immer abzuwägen gilt. Nachhaltiges Community Marketing für ein Unternehmen kann wesentlich erfolgreicher sein als die bisherigen Online Marketing Maßnahmen zusammen.

Bei manchen Produkten ist aber der Aufbau einer eigenen oder die Verzahnung in eine andere Community nicht ohne weiteres möglich. In diesen Fällen gibt es aber auch andere Wege die genommen werden können. Die indirekte Ansprache ist durchaus ein interessantes Feld. Schließlich werden keine technischen oder andere Schwachstellen, sondern das eigene Modell für die Werbung genutzt.

Beispiel:

In einem Autoforum werden über verschiedene Automodelle diskutiert. Dort nimmt man natürlich Stellung und spricht mitunter positiv über das Produkt des Auftraggebers (niemals direkt)

Solche Beiträge können einen positiven Effekt auf den Kunden haben. Können liegt immer in der Fähigkeit des Dienstleisters der solch eine Kampagne durchführt. Der Blog beschäftigt sich nicht nur mit den Standardmaßnahmen, sondern mit allen Möglichkeiten des Community und Online Marketings.

Community Marketing in Schritten

Erster Schritt: Fragen denen Sie sich stellen sollten!

Sie müssen sich vor jeder Konzeption einige wichtige Frage stellen – ohne deren Antwort Sie überhaupt nicht starten sollten. (Wir gehen davon aus, dass Sie ein Produkt bei Communitys vermarkten wollen und nicht eine Community selbst)

  • Welches Produkt wird vermarktet?
  • Welches Ziel habe ich? (Umsatz, Bekanntheitsgrad?)
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • In welchen Communitys finde ich die Zielgruppe?
  • Wie schaffe ich das Produkt zur Zielgruppe?
  • Welche Meilensteine sind notwendig zum Erfolg der Kampagne?

Auch wenn Ihnen als Marketing-Experten einige der Fragen als selbstverständlich vorkommen, sollten Sie sich die Zeit nehmen diese für sich zu beantworten. Es gibt nichts Schlimmeres als Tausende von Euro in eine Kampagne gesteckt zu haben ohne am Schluss messen zu können ob diese erfolgreich war. Besonders beim Community Marketing versagen einige Messinstrumente des Online Marketings, schließlich kann nicht oft ein Link mit speziellem Zähler eingebaut werden.

Viele geben mitten in der Kampagne auf da das Ziel in zu weiter Ferne ist. Deshalb lieber kleine Meilensteine stecken. Dadurch müssen Sie nicht ewig warten bis die ersten Teilerfolge verbucht sind, sondern können bei jedem Meilenstein neue Energie tanken.

Gutes Community Marketing ist langwierig und kostet viel Aufwand. Die positive Wirkung wird sich aber in zusätzlichen Umsatz widerspiegeln.