Der SMOler auf der SEO-Campixx

Hmmm wie kann man so ein Wochenende in einem Artikel bloß beschreiben? In so wenigen Worten ist das eigentlich nicht möglich, versuchen kann ich es trotzdem. Ich möchte mich vorab bei Seonaut und Co bedanken für diesen unglaublichen Event und hoffe auf ein wiedersehen der SEO-Campixx im neuen Jahr. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Meine Schilderung bezieht sich nur auf den Samstag. Am heiligen Sonntag waren wir ähnlich träge wie die Taxifahrer…

10-12 Uhr
Ich stehe noch in der Wohnung mit einem Kaffee und mache mich nebenbei fertig für die Fahrt an den Müggelsee. Mein Handy klingelt und die Stimme von Seo-Evangelist Dan Larkin übertönt die angenehme morgendliche Stille. „Wo bist du? WAS NOCH NICHT DA???“ Da wurde mir klar, dass ich mich ein wenig beeilen sollte. Ab mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Tegel in Richtung Müggelsee. Irgendwann wurde mir diese ewige Umsteigerei dann doch zu viel. Ab ins Taxi und die letzten Kilometer gemütlich genießen und in den Kongress Modus umschalten.

12 Uhr
Eintritt in die SEO Veranstaltung Deutschlands. Anders kann man diesen Event einfach nicht nennen. T-Shirt, Badge und Infomaterial in die Hand gedrückt bekommen und ab in die Menge… ähm wo ist die eigentlich? Ah alles klar die futtern alle. Dann komme ich gerade recht und schloss mich der Gruppe der Sumanauten sofort an. Am nächsten Tag sollte ich sogar von Herrn Tandler als Sumanaut beschimpft werden… tsss.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Dan, Olli und ich in regelmäßigen Abständen zu Höchstformen der humoristischen und sarkastischen Unterhaltung auflaufen werden.

15 Uhr
Ab ins Panel vom Fantomaster über „automatische Textgenerierung“. Für Personen die in diesem Bereich tätig sind war es sehr spannend. Für uns nur bedingt ehrlich gesagt. 1-2 nette Informationen nehmen wir aber gerne mit – und guter Tipp an alle Bild.de Teilnehmer: Immer schön die Hose hochziehen.

16 Uhr
Das erste Bier und gleich ein neuer Titel für mich. Der liebe Seonaut hat mich wohl auch dank meiner SMO Show auf Radio4seo als „SMO-Papst“ betitelt. Damit hieß es nun mal: Seo-Evangelist und SMO-Papst on Tour. Ja ein kleines Video gibt es dazu – dieses eine werde ich euch nicht vorenthalten. Die restlichen müssen leider nach vertont werden!

Nebenbei wurde auch Dan zu einem „TOP-SEO“ gekürt. Zwar noch zu einem kleinen aber immerhin…

17 Uhr
In der Zeit (gab ja auch schon das zweite Bierchen) lernte ich dann einen ziemlich großen Haufen an Leuten kennen. Diese im Einzelnen aufzuzählen würde wahrscheinlich den Artikel etwas sprengen.

18:30 Uhr Die SEO Campixx Comedy
Tolle Idee und sehr lustig. Mehr seht ihr beim Video.

20 Uhr
Der Chili Contest und die Frage nach dem „Gewinnt Thomas für den Golden SEO Chat den Pott?“ Leider konnte sich Thomas nicht durchsetzen, trotzdem waren wir richtig stolz auf ihn, denn er ist nicht als erster Teilnehmer ausgeschieden. Ein kurzer Zungentest bei der dritten Sauce sagte mehr aus als tausend Worte: Luzifermäßig scharf…

21 Uhr
Mit der lieben Andrea, die ich schon auf dem Peter Fox Konzert kennen lernen durfte ging es dann ab zum SEO Campixx Band und United Four Konzert. Vor beiden Bands ziehe ich den Hut – gute Musik, tolle Stimmung und nette Leute. Kann man gar nicht anders ausdrücken. Trotzdem musste ich mich immer wieder in Richtung Zelt durchschlagen, denn dort wurde gefachsimpelt über Vorträge, Personen und Google. Okay über Google nicht wirklich – aber über Personen! Danke besonders an  SEO-Woman für die vielen hilfreichen und lustigen Anekdoten.

Open End
Der Abend sollte noch bis in die frühen Morgenstunden gehen. Nachdem die Bar geplündert wurde – und ja Dan hat die Bar wirklich geplündert ging es ab aufs Zimmer zu einer privaten Sumanauten Session. Irgendwie kam spätestens zu diesem Zeitpunkt doch ein wenig „Schullandheim-Stimmung“ auf.

Fazit und weitere Artikel
So damit verabschiede ich mich bei allen und verlinke natürlich auf die vielen tollen Artikel zur SEO-Campixx. Z.B. von Andrea im SEO Blog, SEO Women, SEO.de , Böser SEO

PS: Fehler dürft ihr behalten…

Zweite Social Media Show

Schon letzte Woche am Donnerstag ging die zweite Social Media Show von mir bei radio4seo.de auf Sendung. Eigentlich mit einer Woche Verspätung, da sich die Jungs vom neuen Format SEO House dazwischengeschoben haben. Das Hauptthema der Show bewegte wohl die komplette Medienlandschaft: Facebook. Dabei ging es erst um die Unterschiede zwischen Groupes und Fanpages, wie man eine Fanpage personalisiert und auf was bei Applikationen geachtet werden muss.

Hoffe euch gefällt die zweite Sendung mindestens genauso gut wie die Erste. Viel Spaß beim anhören.

Link zum Podcast

Social Media Show auf Radio4seo.de

Lange Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt wieder ein wenig mehr zu podcasten – der Videocasts läuft ja inzwischen regelmäßig und ist nicht so zeitintensiv wie ich das Anfangs erwartet habe. Da zufällig auch radio4seo.de einen neuen Moderator für die Social Media Show gesucht hat, habe ich einfach mal eine Show produziert und muss sagen, dass es doch recht schnell von der Hand ging…

Heute läuft diese erste Show auch und damit startet auch radio4seo.de ins neue Jahr. Bin auch ein wenig Stolz darauf, die erste Show des Jahres für das Radio moderieren zu dürfen. Natürlich hat jeder Moderator einen Nickname: meiner lautet Rallebowsk. Mir ist einfach nichts besseres eingefallen.

Die Themen sind:

  • Social Media for small Business
  • Mister Wong
  • 16 Regeln für SMO
  • Transparenz bei Dienstleistern
  • 4 Tipps für den eigenen Brand in Social Media Diensten
  • Vorträge über Social Media auf der SEO Campixx
  • und vieles mehr…

Mehr Infos und auch den Podcast findet ihr auf Radio4seo.de

Wahlkampf und Experten auf allen Kanälen

Die Berichterstattung zur Bundestagswahl 2009 war auf einem hohen Niveau, jedenfalls wenn das Thema nicht Wahlkampf im Internet gewesen ist. Insgesamt haben sich einige der geladenen Experten selbst disqualifiziert: u.A. bei RTL2 gab es die spannende Aussage: „Internet ist wie jedes andere Medium auch…“

Interessant ist eigentlich am Ende des langen Weges, dass kaum etwas davon wirklich übrigbleibt – mal abgesehen von der Piratenpartei die wohl den innovativsten Internet-Wahlkampf in Deutschland gemacht hat. Damit meine ich, dass kaum Inhalte wirklich die nächsten Jahre überleben werden. Ich prognostiziere eine ähnliche Aktivität wie von Barack Obama auf seinem Twitteraccount in den ersten Monaten nach seiner Wahl…

Deshalb einige Vorschläge für den nächsten Wahlkampf – und wie die Planung in wenigen Schritten aussehen sollte:

  • Planung der Strategie und welche Communities genutzt werden (auch ob eine eigene zusätzliche Plattform geschaffen werden soll)
  • Communities in Social Media Diensten aufbauen (Asymmetrisches Community Management ;))
  • Inhalte erstellen und über die jeweiligen Kanäle verbreiten
  • Diskussionen anstoßen und mitdiskutieren
  • Kanäle nach Verbreitung überwachen und optimieren (Meinungsmacher suchen und diese direkt ansprechen)

So was hat dieses Jahr davon gefehlt? Ach es gab keine wirklichen Inhalte! Deshalb war der Wahlkampf so spannend, mal bis auf die Ausnahme “und alle so YEAH!”. Social Media Marketing kann sehr sinnvoll sein und eine breite Maße an Personen ansprechen – ohne Inhalte sollte man es aber besser sein lassen.

Deshalb für den nächsten Wahlkampf bitte auf folgendes achten:

  • Content ist wohl das wichtigste Element!
  • Diskussionen sollten angestoßen und auch aktiver geführt werden

Und noch eine kleine Bitte: Versucht doch neue Wege zu gehen und die Bürger aktiver an der Politik der Parteien teilhaben zu lassen. Wie wäre es mal mit ein wenig Crowdsourcing bei bestimmten Problemstellungen? Siehe Ideastorm von DELL – so etwas nennt man auch den Bürger aktiv in Politik einspannen.

Black Community Management: Singlecommunities

Singlecommunities sind wohl das Paradebeispiel für „Black Community Management“, denn viele Börsen benutzen aktiv verschiedene „schwarze“ Funktionen um zum einen die Aktivität der User erhöhen, zum anderen mehr Geld zu verdienen.

  • Erstausstattung von Singlebörsen.

Gerade wurde eine neue Singlebörse online gestellt (für den User meist nicht sichtbar) und schon sind einige gut aussehende Mädels und Jungs auf dem Portal unterwegs. Ist es euch noch nie komisch vorgekommen, dass genau diese Leute quasi die Ersten sind die auf den Portalen zu finden sind?

Was ihr euch schon denken könnt: die meisten User davon sind gefakt. Es gibt Bilddatenbanken auf denen man günstig Bilder von tausenden Personen erhält. Zu diesen werden dann Profile angelegt welche passend auf die Zielgruppe zugeschnitten sind.

  • Aktivität mit den Usern

Nach der Erstbefüllung mit Useraccounts werden die auch unter einander aktiv und verlinken sich – halten Diskussionen in Singleforen, oder bewerten sich gegenseitig. Im Endeffekt gaukeln einige Portale den Besuchern eine hohe Aktivität seiner Nutzer vor. Zusätzlich werden neue User natürlich mehr oder weniger durch ein wenig Aktivität begrüßt. Nicht bei allen aber einige erhalten relativ schnell Zuschriften um zu zeigen wie viel doch los ist.

  • Den User wieder auf die Seite locken

Lange nicht mehr auf der Seite gewesen? So etwas wird bei einigen Börsen getrackt und dann gibt’s neue Nachrichten im Postfach. Klar geht man gerne wieder auf die Seite wenn ein vermeintlicher gut aussehender Account einen kontaktiert. Die meisten männlichen User gehen wieder auf die Seite und sind aktiv und versuchen natürlich den Kontakt zu intensivieren.

Oft geschieht das alles nur aus dem Grunde des Geld verdienen – denn Nachrichten Schreiben heißt oft für den User auch einen Premiumaccount zu bezahlen. Schnell über Micropayment (per Handy oder sonstigen Payment methoden) ein wenig Geld bezahlen und schon kann der User mit einer gutaussehenden Dame/Herrn aufs neue Flirten. Oft ist das aber leider nur ein gut gemachter Fake…

Nebenbei gibt es unzählige Beispiele von Singlebörsenbetreibern die genau nach diesem Schema arbeiten. Besonders das Thema Erstausstattung wird von den meisten Singlebörsen und auch von Communities in dieser Art betrieben.

Black SMO?

Hatte gerade eine spannende Präsentation gelesen auf der vor Black-SMO gewarnt wird. Da hat wohl jemand meinen ersten Artikel zu dem Thema gelesen. Dieser ist natürlich nicht der letzte und in den kommenden Tagen werde ich mal wieder fleißig daran werkeln.

Schließlich wollen nicht nur die Agenturen wissen wie Black-SMO funktioniert und wie Sie es einsetzen können (wobei die Agentur der Bahn das schon nicht schlecht gemacht hat ;)), sondern viel mehr sollten Community Manager und die User auf die Tricks und Kniffe der Experten hingewiesen werden um zukünftig auf die Aktivitäten der Faker aufmerksam gemacht zu werden.

Wie gesagt die nächsten Tage geht es wieder los mit der Artikelserie. Bis dahin wird aber auch noch ein neues eBook zu einem speziellen Thema veröffentlicht. Mehr dazu morgen.

Bahn mit Black-SMO unterwegs?

Ja auch die Bahn hat wohl versucht mit verdeckten Beiträgen in Internetforen zu punkten. Jedenfalls sollen mehr als eine Million € in Beiträge in Radios und Internetforen geflossen sein. Erkannt wurde es erst als die LobbyControl eine Anfrage bei der deutschen Bahn gestellt hat – wahrscheinlich sind die bezahlten Beiträge in den Foren nicht aufgeflogen. In welchen Foren etc. sich diese finden ist zudem ungewiss.

Mehr dazu im Spiegel.de Artikel. Daran erkennt man, dass es doch einige Unternehmen in Deutschland gibt, die solche Aktivitäten durchführen.

Erklärung zu der Artikelserie: Black CM und SMO

Nach dem Beitrag zu Black Community Management & Social Media Optimziation ging zahlreiches Feedback aus unterschiedlichsten Richtungen ein. In vielerlei Hinsicht war es interessant zu erfahren was die Leute denken und wie sie reagieren. Sicher ist diese Art von Community Management nicht die feine englische Art. Einige Unternehmen (besonders auch Agenturen) gehen aber diesen Weg um bestimmte Resultate zu erzielen. Dieser Satz ist ohne jegliche Bewertung zu verstehen.

Kurz zu der Intention der Artikelserie. Ich glaube persönlich dass es für jeden Community Manager sinnvoll ist auch die andere Seite gesehen zu haben. Ob er wirklich Praxiserfahrung benötigt im Bereich „Black“ sei mal getrost dahingestellt. Für mich selbst war es eine sehr positive Erfahrung um jetzt wesentlich besser und effektiver gegen Fakeaccounts vorzugehen. Wie man diese denn mit welchen Mitteln erkennt, sind unterschiedlichster Natur. Zum einen kann man technische Lösung verwenden. Diese funktionieren aber nur effektiv wenn Sie gepaart mit persönlicher Erfahrung verbunden werden.

Persönlich sehe es genauso wie die meisten anderen CMs, dass ein nachhaltiges und ehrliches Community Management das sinnvollste für die Reputation des Unternehmens ist. Darauf zielt auch das Thema „Asymetrisches Community Management“ (oder dezentrales Community Management) mit welchem ich schon seit fast einem Jahr unterwegs bin und größere deutsche Unternehmen berate. Trotzdem halte ich die Artikelserie über „Black-Techniken“ für sinnvoll um CMs den nötigen Einblick in andere Bereiche zu liefern.

Hoffe es ist jetzt auch klarer wieso ich diese Artikelserie gestartet habe.

SMO Schulungen

Gerade eine Mail erhalten ob ich nicht über einen neuen Dienst bzw. über Schulungen von SMO berichten möchte? Denn SMO ist stark mit Community Management verwoben. Deshalb hat sich die Account Managerin gedacht da schickt Sie mir doch eine „Standard Mail“ und bietet mir Gutscheine für meine User an.

Irgendwie hat Sie aber den Blog nicht gelesen, geschweige denn sich über meine Person informiert. Ich berate ja Kunden im SMO und Community Management Bereich wobei da u.a. größere deutsche wie auch internationale Unternehmen vertreten sind. Ich würde wohl selten dämlich sein wenn ich „Gutscheine“ verteile von einer komischen Web-Agentur welche gerade gemerkt hat wie toll SMO ist.

Alleine die Mail hat mir wieder gezeigt wie manche Agenturen SMO anbieten, aber keine Ahnung haben wie es funktioniert. Man informiert sich vorher über die Seiten und die User – bevor man so etwas macht. Heißt man analysiert die jeweilige Zielgruppe und die Seiten auf denen Sie unterwegs sind… das hat nicht so ganz geklappt. Denn so eine Mail hätten Sie sich sparen können. Nebenbei eine Standard-Mail ist auch nicht so der Hit.

PS: Wenn die Kunden der Agentur eine richtige Schulung oder Beratung möchten kann ich Ihnen gerne Gutscheine zur Verfügung stellen ;)

PSS: Ich nenne nicht den Namen der Plattform, aber diese hat heute eine Pressemitteilung veröffentlicht. Findige User werden Wissen um wen es sich handelt.

Monetarisierung wird vernachlässigt

Schon seit einigen Monaten angekündigt wird es aber diesen Monat endlich soweit sein – die Studie + eBook zu Monetarisierung bei deutschen Anbietern von Social Media Diensten wird veröffentlicht. Gerade bin ich an den letzten Seiten (Änderungen gab es Dutzende) des PDFs welches wie auch das Social Media Optimization eBook kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Eines ist während der Krise ganz klar sichtbar geworden, die meisten Dienste haben das Monetarisieren stark vernachlässigt und schaffen es auch heute noch nicht, neue Wege zu gehen. Wieso das so ist wird mir wohl ein Rätsel bleiben, schließlich ist es einer der entscheidenden Punkte für den langfristigen Erfolg und die Erhaltung eines Dienstes. Ausnahmen sind Dienste die von einer Institution gegründet werden welche schon über genügend Mitglieder verfügen – hier das Beispiel evangelisch.de welches bald an den Start geht.

Wenn ich mir die hundert befragten Dienste anschaue, so ist dieses Jahr leider noch nicht sonderlich viel mit diesem Thema passiert, was mich durchaus erstaunt. Schließlich habe ich mit fast jedem Unternehmen genauer gesprochen und die ein oder andere interessante Information über zukünftige Herangehensweisen erfahren.

So dies nur so am Rande – ab morgen wird der normale Blogbetrieb wieder aufgenommen…