Social Media Burnout?

Das Burn Out Syndrom ist zwar jedem ein Begriff aber die genaue Bedeutung ist nicht jedem klar. Der Begriff wurde vom Psychologen Herbert Freudenberger in den 70 geprägt und beschreibt einen Krankheitszustand. Dabei leidet der Betroffene an einer emotionalen und geistigen Erschöpfung. Wer an einem Burn Out Syndrom leidet benötigt professionelle Hilfe – mehr über das Thema findet ihr unter Burn Out Syndrom.

Gibt es überhaupt Social Media Burnouts? Jein. Wenn man sich die Beschreibung des „Burn Out Syndroms“ genauer anschaut, so ist ein Social Media Burnout nicht zu vergleichen. Zwar ist hierbei auch eine Erschöpfung festzustellen, aber eben eine die weniger einen emotionalen und geistigen Ursprung hat. Die Müdigkeit hat seine Symptome eher in dem enormen Zeitaufwand und den wiederholenden Ritualen zu tun. Es laugt die Person nicht emotional aus, sondern es entsteht eine Sättigung für eine bestimmte Zeit.

Facebook, Twitter, Xing, ein eigener Blog und viele weitere Social Media Dienste haben ihren festen Platz in unserem Tagesablauf. Teilweise nimmt das groteske Züge an – mehr als 4-5 Stunden täglich sind (außer man arbeitet in diesem Bereich) schon etwas viel. Der Prozess der „Müdigkeit“ kommt schleichend aber wie von selbst. Wie geht man damit um und welche Möglichkeiten gibt es diesem vorzubeugen?

Jens Männig hat da wohl eine der Heilmethoden für sich selbst gefunden. Er reduziert seine Aktivitäten auf verschiedenen Plattformen drastisch. Zusätzlich filtert er einfach die Informationen die er täglich bekommt – für „Unsinniges“ wird kaum bis keine Zeit mehr verschwendet. Er ist nur noch per Telefon und Mail erreichbar – obwohl Twitter…

So ganz ohne Social Media Dienste will man eben heute doch nicht leben – dafür ist es einfach zu angenehm. Termine über Facebook und Xing ausmachen, den Freunden schnell über Twitter sagen was man gerade macht…

Welche Möglichkeiten gibt es dann der Müdigkeit zu entrinnen oder gar nicht erst „müde“ zu werden:

  • Social Media Dienste nicht zum Lebensinhalt und zum einzigen Kommunikationsweg machen
  • Netzwerke nur benutzt wenn diese für einen wichtig sind. Man benötigt nicht hundert verschiedene Communities in denen sowieso fast immer die gleichen Freunde unterwegs sind.
  • Beiträge und Einträge nach Informationsgehalt filtern. (Farmville Werbung kann getrost als Spam deklariert werden)
  • Aktivitäten auf bestimmte Zeiträume beschränken

Sicher gibt es noch hundert weitere Tipps und Vorschläge wie es nicht zur Müdigkeit kommen kann. Diese könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen…. hoffe euch macht das nicht „müde“ ;)

Fazit Das Social Media Burn Out Syndrom gibt es nicht! Es hört sich mal wieder nach einem tollen Buzzwort oder Bullshit-Bingo Wort an, aber es ist totaler Schwachsinn.

Social Networks zur Verbrechensbekämpfung nutzen?

Wie die Washington Post heute berichtet, nutzen amerikanische Polizisten die Einträge auf Social Networks, um nach Hinweisen zu suchen um Gewalttaten und Verbrechen zu verhindern. Außerdem dienen die Webseiten zur Überwachung von Gangs.

Die von der Zeitung befragten Polizisten geben an in regelmäßigen Abständen die Webseiten aufzusuchen. Es wurden auch schon einige Erfolge durch die Polizeiarbeit auf den Portalen erzielt unter anderem wurde ein jugendlicher Räuber aufgrund seines MySpace Profil erkannt und festgenommen.

Quelle: Heise.de

Am Wochenende konnten wir auf der Versammlung von einem Mitglied des BVCM e.V. ein paar Informationen zu der Zusammenarbeit mit der Polizei erfahren. Leider wissen viele Polizeidienststellen nicht wie Sie mit diesem Thema umgehen sollen und stellen Anfragen welche aus Datenschutzgründen nicht bearbeitet werden können.

Die Thematik ist aber weiterhin sehr interessant und die meisten Betreiber sehen sich grundsätzlich in der Verantwortung auch der Polizei zu helfen. Entscheidend hierbei ist aber ein kompetenter Ansprechpartner welcher auch genau weiß wie die rechtliche Lage aussieht.

Wie sieht Community Building aus?

Eines der wichtigsten Aspekte bei neuen Gründungen von Social Media Diensten und Communities ist der Aufbau einer Community. Dieser besteht aus einigen Faktoren welche entscheidend sind um kurz- und mittelfristig eine Maße an Leuten auf die Seite zu bekommen und somit Anmeldungen zu generieren.

Pyramide

Content: Zu Beginn sollte das Portal mit genügend Inhalten versehen werden, damit User welche das erste Mal auf die Seite klicken sehen, dass sich in regelmäßigen Abständen etwas tut. Dabei ist entscheidend, dass der Inhalt passend zum Portal erstellt wird und einen „Mehrwert“ für die User ist. Als Beispiel wäre hierbei mal wieder Produki genannt. Dort wurden von Anfang an die Produkte eingestellt welche gerade sowieso am meisten diskutiert werden. (IPhone und Co).

Idealerweise erstellt man sich ein Planing mit einem genauen Zeitplan wann welche Inhalte erstellt und veröffentlicht werden. Hierbei sollte für 1-2 Monate vorab schon an Inhalte gearbeitet werden. Oft kommt ein Neuigkeit relativ kurzfristig rein und sollte veröffentlicht werden, dann kann man die geplanten Inhalte aber ohne weiteres nach hinten verschieben.

Aktivität: Neben Inhalten welche eingepflegt werden sollten (z.B. bei Produki die Produkte) müssen auch verschiedene Aktivität wie der Dialog zwischen den vorhanden Usern aufgebaut werden. Hierbei arbeiten viele anfangs mit Fakeaccounts welche eine Aktivität von Seiten der User vorgaukeln. Z.B. Bewertungen geben, Forenaktiv sind usw. Dies ist nicht verwerflich, aber man sollte optimalerweise gleich von Anfang an einige Personen in seinem näheren Umfeld suchen welche lieber aktiv sind. Fakeaccounts fallen oft nach einer bestimmten Zeit auf.

User: Jetzt ist es an der Zeit User zu gewinnen. Über welche Wege diese Angesprochen werden ist dabei zweitrangig. Vielleicht eine große Marketingkampagne oder einfach nur Mund zu Mund Propaganda (wer-kennt-wenn hat dies optimal durchgeführt). Dies kommt auf verschiedene Elemente an. Art des Netzwerkes, Ort der eigentlichen Zielgruppe und Weg der beschritten werden soll. Bei einem Netzwerk 50+ wird man die Personen sicher nicht auf der neusten Gamingseite finden ;).

Wieso sollten die Schritte in dieser Reihenfolge erfolgen? Sobald User sich eine Community oder Netzwerk anschauen wollen diese sehen dass die Community auch wirklich vorhanden ist und Personen aktiv sind. Ohne Inhalte und die Aktivität werden die meisten User sich nicht anmelden – und wenn doch werden sie nach kurzer Zeit nicht mehr auf die Seite kommen. Schließlich fühlen Sie sich relativ alleine.

Social Media Optimization eBook wird Buch?

Hallo liebe Blog und eBook Leser,

ich hatte ja einige Personen vertröstet auf die neue Version des „Social Media Optimization eBook in Deutschland“. Leider wird es da auch einige Änderungen geben die so nicht zu erwarten waren. Das positive Feedback hat mich dazu erwogen im Buch wesentlich intensiver in die Materie einzutauchen, damit ihr einen besser Überblick über die Möglichkeiten und die Umsetzung dessen bekommt.

Während der Arbeit wurde das eBook länger und länger und hatte eine Größe von über 100 Seiten erreicht. Grund genug es einfach an einen Verlag zu schicken welcher sich mit der Thematik Online Marketing schon in der Vergangenheit auseinander gesetzt hat. Zack es wurde genauer angeschaut und Sie wollen eine Version dessen als Buch veröffentlichen. Derzeit arbeite ich neben meiner normalen Arbeit auch an der Fertigstellung eines Buches welches 150-200 Seiten stark sein wird. Ich denke bis Mitte-Ende Oktober werde ich damit fertig sein.

Falls es Leute gibt die gerne vorab einen Blick drauf werfen wollen und dazu Feedback geben möchten, dann bitte schreibt mir per Mail an info [at] eikyo.de. Werde daraus 5 Personen auswählen die dann auch namentlich in der Danksagung erscheinen werden. Natürlich erhalten sie das Buch dann auch kostenlos in gedruckter Form.

Grüße
Mark

SMO eBook im t3n Magazin

Cover des T3N Magazins September

Heute flatterte das t3n Magazin in den Postkasten in dem mein eBook „Social Media Optimization in Deutschland“ auf der Heft-CD zu finden ist.

Mit viel Stolz habe ich mir daraufhin das Magazin genauer angeschaut und muss wirklich sagen, dass es mir sehr gefällt (auch wenn TYPO3 nicht so mein Thema ist). Die Themen sind insgesamt ausgewogen und für jeden der im Bereich Web 2.0 unterwegs ist, ist das Magazin meiner Meinung ein Muss.

Neben der Heft CD selbst findet das eBook eine kurze Erwähnung auf Seite 9 des aktuellen Magazins.

Studie zur Nutzung von Social Media Diensten

Eine neue Studie ist veröffentlicht worden, welche die weltweite Nutzung von Social Media Diensten beleuchtet. Eine der Hauptergebnisse ist, dass die Nutzung von Social Media Diensten deutlich steigt, was auch gleichzeitig deren Bedeutung  erhöht.

Zahlen für Deutschland

43,3 % haben in einem Social Network ein Profil erstellt. Davon nutzen ungefähr (weltweit) 74% die Nachrichtenfunktion, 55,1 % laden Fotos hoch und 33,6% hören Musik.Bedeutet soviel wie das erfolgreichste Social Media Network müsste myspace.com lauten, denn dieses Netzwerk verbindet die drei Features welche am häufigsten genutzt werden.

Die Studie habe ich auf dem Blog von Medienkompakt gefunden

Schlüssel zum Erfolg von Communities

Habe von einem Auftraggeber vor einigen Tagen die Frage gestellt bekommen was meiner Meinung der Schlüssel zum Erfolg einer Community ist.

Meine Antwort lautete etwa so: Das Hauptmerkmal für eine erfolgreiche Community ist die klare Zieldefinition ab dem ersten Minute der Planung. Heißt wer ist die Kernzielgruppe und wie kann diese aktiviert werden um in dieser Community aktiv zu werden.

Wissen das eigentlich alle Gründer von Communities? Wer die Zielgruppe ist und wie diese aktiviert werden kann? Werde mir mal die Mühe machen in den nächsten Tagen hundert Communities anzuschauen um herauszufinden ob die Gründer an so was gedacht haben.

PS: Der Auftraggeber hat die Planung der Community eingestellt und ist erstmal auf der Suche nach genauen Zielen… 

Social e-Commerce mit Potential

Logo von Fling it GirlWie ein Social Networks aussieht bei dem die Monetarisierung quasi schon eingebaut ist zeigt der englische Dienst „fling it girl“ welcher im April in den Betastatus gegangen ist. Irgendwie ist der Release vollkommen an mir vorbei gegangen und habe erst gestern darüber erfahren über einen Bekannten der diesen Dienst inzwischen wirklich nutzt.

Kurz zu der Idee von fling it girl: Im Endeffekt ist es ein Bookmarksystem wie del.ico.us oder Mister Wong mit der Besonderheit, dass es vom Aufbau stark an digg bzw. yigg erinnert. Vorteilhaft ist auch, dass nur Produkte welche direkt einen Link zum Shop haben aufgenommen werden.

Im Endeffekt ist es vom Stil her noch stark an Frauen ausgerichtet, aber es nutzen immer mehr Männer diesen Dienst. Wenn die Farben auch nach angepasst werden, wird das auf jeden Fall ein absoluter Renner… Wer will nicht schnell informiert werden was es neues cooles auf dem Markt an Produkten gibt?

Monetarisierung leicht gemacht?

An sich lässt sich das ganze System relativ leicht Monetarisieren und zwar nicht über Werbung sondern Affiliate Links zu den Shops/Produkten. Den Usern ist es herzlich egal und würden damit nicht mal ein Problem haben. Denn es gäbe keine nervige Werbeeinblendung…

Besonders interessant ist aber auch der Ansatz neue Produkte vorab von der Community „anschauen“ zu lassen. Nur wer genug Interesse hat vergibt einen „Flung“ und der Hersteller weiß wie groß das Interesse an dem Produkt ist (bzw. ob ein Hype entsteht)…

Fazit

Ich finde das Portal auf jeden Fall sehr gut und freue mich wenn ein deutscher Anbieter so etwas zur Verfügung stellt. Falls niemand gerade Zeit hat, aber einiges an Bargeld für ein Start-Up – einfach melden ich bin auf jeden Fall mit von der Partie ;)

Xing Gruppe Social Media Optimization

Social MediaEigentlich bin ich kein Fan von Gruppen bei Xing, da sich meist nach einer bestimmten Zeit keine Dialoge sondern nur noch Monologe einstellen. Trotzdem hat es mich gepackt bei der „Social Media Optimization“ Gruppe aktiver zu werden. Deshalb bin ich seit gestern Co-Moderator der Gruppe und freue mich auf unterschiedlichste Erfahrungen aus dem SMO Umfeld.

Wer Lust hat kann sich in dieser Gruppe beitreten und seinen Input zu aktuellen Themen rund um den SMO Markt beitragen.

Dialog im Web 2.0

Ein paar Gedanken zum Thema Dialog im Web 2.0

Der gute alte Dialog, welcher nur noch selten stattfindet, findet seine Renaissance im Web 2.0. Ganz zum Leitwesen unzähliger Marketing und PR Agenturen die den Nutzer einfach nur mit Werbung zu dröhnen wollen. Das Lieblingswort heißt noch dazu: „Zielgruppen orientiere  Werbung“.

Wieso kaufen die Leute nicht einfach das Produkt anstatt darüber zu sprechen? Wieso wollen sie andere Meinungen dazu? Die Werbung sagt doch schon alles… KAUFEN!

Es ist schön zu sehen wie Social Media Dienste unterschiedlichster Art es schaffen die Leute wieder zum Dialog zu bewegen. Gute Werbung und ein gutes Produkt ohne dabei den Nutzer zu verarschen können sich über einen positiven Effekt freuen. Denn die Kunden empfehlen auch gerne sinnvolles weiter… Aber schlechte Produkte werden regelrecht auseinander genommen.

Aus der Sicht der Unternehmen gab es früher zum Glück nur Vergleichstests die man mit ein wenig Geld zu seinen Gunsten abändern konnte (nein das ist keine Verallgemeinerung – aber so etwas gab es von Zeit zu Zeit), aber heute bewerten viele Kunden ein Produkt auf Bewertungsplattformen und zwar unabhängig vom Marketingbudget es Unternehmens…

Das alles haben wir den Diskussionsplattformen, Bewertungsportalen und Social Media Diensten zu verdanken. Danke dass ihr es endlich ermöglicht einen Dialog mit dem Kunden/Nutzer aufzubauen – nur schade das die meisten Unternehmen Angst davor haben oder sogar den Dialog nicht wollten! War es doch leichter Unmengen an Geld in Werbung zu stecken…