Dialog nötig im Web 2.0?

Es gab in den letzten Tagen und Wochen eine Diskussion darüber, ob wirklich ein Dialog nötig ist, um eine erfolgreiche Social Media Strategie zu fahren. Die These eines Blogs war: „Es braucht keinen (direkten) Dialog, um erfolgreich als Unternehmen über Social Media zu kommunizieren.“

Wenn man sich einige erfolgreiche Accounts im Social Web anschaut, wie den Lufthansa Twitter Account oder die Real Madrid Facebook Fanpage, dann könnte man diesem Zitat vielleicht sogar recht geben. Oder vielleicht doch nicht?

Meiner Meinung nach können Unternehmen verschiedene Strategien innerhalb Social Media Dienste fahren.

Möglichkeit 1: Social Media als weiteren Informationskanal

Das Unternehmen nutzt Social Media Dienste nur als weiteren Informationskanal. Das ist zwar der grundsätzlichen Idee hinter dem Web 2.0 etwas entgegengesetzt, aber kann bei bestimmten Dienstleistungen durchaus funktionieren, z.B. für spezielle Angebote (macht DELL in Amerika) oder als RSS Feed (Spiegel Twitter Accounts).

Dieser Weg sollte nur beschritten werden, wenn bestimmte Kanäle wie Twitter und Co im Einsatz sind und als „one-way“ Kanal aufgebaut werden sollen. Dies passt aber nicht für alle Unternehmen und Ansätze. Als Verlag z.B. oder als Unternehmen mit Direktvertrieb zum Kunden kann es Sinn machen. Als Presseabteilung eines Unternehmens sollte diese Strategie nicht durchgeführt werden, denn da werden definitiv Diskussionen aufkommen! Außerdem wo entsteht dabei die Kundenbindung?

Möglichkeit 2: Social Media als Infokanal mit Dialog über positive gestimmte Kunden

Das Unternehmen nutzt für den Dialog so genannte Repräsentanten aus der Community. Damit sind Personen gemeint, die positiv gegenüber dem Produkt oder dem Unternehmen gestimmt sind und sowieso schon Social Media Dienste nutzen. Diese werden direkt vom Unternehmen mit zusätzlichen Informationen bedient. Im Endeffekt werden „Fanboys“ aufgebaut, welche die Dialoge in die Richtung des Unternehmens beeinflussen können. Man nimmt somit indirekt an den Dialogen teil.

Funktioniert im Community Management Bereich schon seit Jahren, denn man kann nicht überall sein, wo über das Produkt oder das Unternehmen diskutiert und berichtet wird. Große Unternehmen und Sportvereine könnten so ihren Dialog (indirekten) innerhalb von Social Media Diensten aufbauen.


Möglichkeit 3: Social Media als Dialogkanal

Das Unternehmen nutzt Social Media Dienste direkt als Dialogkanal, um mit den Usern in Verbindung zu treten. Diesen Nutzer zu informieren und offene Fragen oder Anregungen zu diskutieren. Aus diesem Dialog dann die nötigen Schlüsse für das Unternehmen und die Produktpalette ziehen.

Dieser Weg ist der Königsweg und nicht nur die Kür. Nur dieser Weg wird langfristig Erfolg versprechen und eine langfristige Bindung der Nutzer und Kunden garantieren.

Fazit

Ist ein Dialog nötig? Ja. Ansonsten hat man die Intention im Web 2.0 einfach nicht verstanden. Ohne einen sinnvollen Dialog wird langfristig nicht das erreicht, was das Web 2.0 ausmacht. Eine Erhöhung der Kundenbindung und damit auch die Möglichkeit der Steigerung an Kunden. Die optimale Strategie ist eine Mischung aus 2 und 3, denn man sollte auch hin und wieder als Unternehmen Stellung beziehen und „Gesicht“ zeigen. Dann funktioniert es auch mit dem Web 2.0 ;)

Social Media Dienste als reine Informationskanäle zu nutzen, ist für ganz wenige Personen und Unternehmen sicherlich interessant, aber es passt nur in einzelnen Bereichen. Z.B. als zusätzlicher Servicekanal, welcher etwas Spezielles anbietet. Ansonsten sollte man die Finger davon lassen.

Meine These also: Social Media ohne Dialog bringt außer einem weiteren Kanal nichts. Wirkliche Kundenbindung kann man nur durch einen offenen Dialog schaffen und gestalten!

Web 3.0 ?

Die meisten Unternehmen im Web 2.0 haben es noch nicht mal geschafft genug Geld zu verdienen um schwarze Zahlen zu schreiben. Trotzdem gibt es schon Personen die gerne über das Web 3.0 sprechen. Besonders Seiten/Communities die keine sinnvolle Monetarisierung finden versuchen sich dieses Schlagwort zu nutze machen um wieder auf Kapitalgeber zuzugehen.
Was ist aber Web 3.0 und wo liegen die Unterschiede? Dank an geekandpoke und mittwochsabend.


Web 3.0

Workshops zu Social Media / Community Management

In der Vergangenheit hatte ich schon einige Workshops zum Thema Monetarisierung Web 2.0 und Social Media Diensten durchgeführt. Darunter waren auch einige zum Thema Community Management und wie der Onlinekundenservice aufgebaut werden sollte.

Leider habe ich die Ausweitung der Workshops nicht weiter fokussiert, was ich aber mit dem Beitrag ändern möchte. Ich werde in den kommenden Wochen einige Kapitel verschiedener Workshops die ich in der Vergangenheit gehalten habe mit der Kamera aufnehmen und veröffentlichen. Diese Kapitel werden natürlich komplett kostenlos sein, wer den kompletten Workshop sehen möchte, der kann dies auch erstmal nur Live machen. Grund hierfür sind einige Praxisaktivitäten die Vor Ort auch durchgeführt werden….

Wer Interesse hat kann sich natürlich gerne sofort melden, ansonsten einfach abwarten auf die ersten Videos. Die Erstellung der Videos geht schnell aber die Überarbeitung wird einiges an Zeit kosten, deshalb bitte nicht vor März damit rechnen.

Wenn doch Interesse daran besteht die kompletten Workshops Online zu sehen, dann einfach kurze Info in den Kommentaren, werde mir dann ein wenig was ausdenken.

Social Media Nutzung in der Politik

Nach Obama welcher die Nutzung von Social Media Diensten während seines Wahlkampfs perfektioniert hat, fangen auch die deutschen Parteien immer gezielter an Social Media Dienste für Ihren Wahlkampf einzuspannen. Darunter sind neben Blogs, StudiVZ Gruppen auch Twitteraccounts zu finden.

Als bestes Beispiel zeigt der SPD Kandidat Schäfer-Gümbel bei dem hessischen Wahlkampf. Der Twitteraccount hat innerhalb kurzer Zeit über 1.000 Follower verbuchen können und hat gehörig Aufmerksamkeit im der Web 2.0 Szene erzeugt. Darunter unzählige Berichte auf Blogs und Diskussionen in Foren. Als eines der Highlights durfte das Interview mit Robert Basic gesehen werden, welches über Twitter geführt wurde. Sicher waren die inhaltlichen Auskünfte eher dürftig und hatten eher etwas von Wahlkampfplakaten, trotzdem zeigt es doch den Versuch relativ „Internet“volksnah zu agieren.

Der Unterschied ist nur, dass die deutschen Politiker nur während den Wahlen versuchen eine gewisse Transparenz aufzuzeigen. Dies ändert sich nach der Wahl wieder, denn eine wirkliche Transparenz wie bei der Regierung Obamas sucht man hier vergebens. Ob diese Transparenz auch langfristig gehalten werden kann, werden die nächsten Monate zeigen. Aber die Umstellung der Webseite des Weißen Hauses und die Idee Gesetze vor Unterschrift zur Diskussion zu stellen sind sehr positive Schritte.

Bundestagswahlkampf 2009 was steht uns bevor?

Hilfe jede Partei ist in meinem Social Network unterwegs. Dazu wird es mit großer Wahrscheinlichkeit sogar kommen, wobei die Messlatte die die amerikanischen Kollegen gesetzt haben sehr hoch liegt. Auch sind deutsche Netzwerke und Nachrichtendienste wesentlich kleiner und beschaulicher als die amerikanischen Originale (Ausnahmen bestätigen die Regel).

SPD, CDU, Gründe und die FDP (die Linken lassen wir mal links liegen) sind alle schon mehr oder weniger aktiv, darunter Youtube Channel, StudiVZ Gruppe und Twitteraccounts. Ein sehr gutes Beispiel ist die FDP, eine kurze Übersicht über die aktuellen Aktivitäten:

Blogs
http://blog.fdp.de/index.php
http://reform.fdp.de/

Youtube Channel
http://www.youtube.com/fdp
http://www.youtube.com/julishannover

Community & Foren
https://my.fdp.de
http://reform.fdp.de/

http://fdp-thueringen.de/phpbb/

http://www.myspace.com/julishannover
http://www.facebook.com/pages/Junge-Liberale-Hannover-Stadt/33217364685

Twitter
http://twitter.com/FDP_Fraktion
http://twitter.com/jungeliberale
http://twitter.com/JuLisBayern
http://twitter.com/julis_freiburg
http://twitter.com/fdp_ofl

Flickr
http://www.flickr.com/photos/julishannover/

Diese Liste ist nicht vollständig, denn es fehlen noch unzählige Twitterstreams von Ortsgruppen, JuLi Gruppen. Außerdem gibt es noch in zig weiteren Netzwerken Profile, Gruppen oder Fans der Partei. Ich hoffe das diese Auflistung recht deutlich zeigt, dass die Parteien in Deutschland schon sehr aktiv in Social Media Diensten vertreten sind. Zwar wird es vor der Bundestagswahl eine Steigerung geben, aber nur was die Aktivität angeht. Die Medien und dazugehöhrigen Profile etc. sind vorhanden und werden schon aktiv genutzt.

Trotzdem schaffen es die Parteien nicht wirklich relevant in diesen Netzwerken zu agieren. Denn ein richtiger Dialog mit den Wählern findet nur bedingt oder überhaupt nicht statt. Die Meinung der User ist meist nur so weit interessant, dass diese genutzt werden kann um eine weitere Wählerstimme zu gewinnen.

Wie Unternehmen begehen auch die deutschen Parteien den Fehler, dem User etwas aufschwätzen zu wollen. Die Social Media Nutzung wird als weiterer Werbeweg gesehen, ohne auf die Chancen des noch recht jungen Mediums Rücksicht zu nehmen. Der Dialog und die damit verbundene Möglichkeit Meinungen zu ändern wird nicht beachtet.

Das von vielen als „Mitmach Netz“ betitelte Web 2.0 will sich aktiv beteiligen und nicht nur mit Parteibotschaften berieseln lassen. Dies ist auch der Unterschied wieso die Obama Kampagne so erfolgreich war – jeder User konnte aktiv werden und somit etwas beitragen. Man hat das Gefühl Politik zu gestalten und für die Veränderungen verantwortlich zu sein.  

Wann hatten Sie in Deutschland das letzte Mal das Gefühl Politik mitgestalten zu können? Ich jedenfalls (obwohl ich den Versuch unternommen hatte in den Jugendablegern der Parteien) noch nie.

Was verdient ein Community Manager?

Der Gedanken nach dem Gehalt macht sich wohl jeder Angestellte. Die meisten orientieren sich deshalb an einem Gehaltsspiegel welcher für viele Berufsgruppen vorhanden ist. Für Community Manager leider oder zum Glück noch nicht.

An was können angehende Community Manager ihre Gehaltsforderungen fest machen? Wo fängt ein faires Gehalt an und wie kann dieses auch begründet werden?

In den letzten Wochen und Monaten konnte ich mit unterschiedlichen Community Managern sprechen über ihren Arbeitsalltag aber auch über das Thema Gehalt. Eines wurde ganz offensichtlich es klafft eine große Lücke zwischen den Gehältern. Zwischen 21.000,- und 60.000,- jährlich ist fast alles vertreten. Dabei sind oft Unterschiede bei der Qualität der Arbeit nicht zu erkennen.

Was ist ein fairer Verdienst? Der Frage wird sich der Bundesverband Community Management in den nächsten Monaten annehmen und sicher einen interessanten Mittelwert ermitteln. Solange würde ich als Antwort geben: Weit unter 35.000 pro Jahr sollte es nicht liegen, da man als Community Manager meist kein normales Wochenende kennt. Schließlich steht die Community am Wochenende nicht still. Außerdem betreut er tausende Nutzer und ist am Unternehmenserfolg beteiligt. Bei Unternehmen die im Web 2.0 Umfeld ihren Tätigkeitsbereich haben ist der Community Manager sogar noch wichtiger und entscheidend für die Unternehmensentwicklung. Nach oben ist aus diesem Grund auch das Gehalt vollkommen offen.

Presse Agentur für Nachrichten aus der Internetwelt?

Ohne Nachrichtenagenturen wäre unsere Medienlandschaft vollkommen anders. Redaktionen weltweit stützen sich hierbei auf Infos die Ihnen von den Nachrichtendiensten in Schrift, Ton und Bild übermittelt werden. Die bekanntesten deutschen Dienste sind die DPA (Deutsche Presse-Agentur) und ddp (Deutscher Depeschendienst). Außerdem gibt es natürlich noch unzählige weitere internationale Dienste.

Meldungen und Nachrichten aus der Internetwelt (z.B. aus der Bloggerszene oder der Web 2.0 Unternehmen) werden selten in den klassischen Medien wahrgenommen und genutzt. Der Grund ist oft genug, dass die Meldung erst gar nicht bei den Redaktionen eingegangen ist. Oft ist es nur sehr engagierten Redakteuren (die in diesem Ressort tätig sind) zu verdanken etwas mehr über die Internetwelt zu erfahren.

Dies könnte sich mit dem Engagement unzähliger Personen aber schnell ändern. Wieso gibt es noch keine Presseagentur die sich auf die Internetwelt spezialisiert hat? Darunter fallen z.B. Informationen und Diskussionen aus der Bloggerszene (die aber auch Interesse hervorrufen unter der normalen Bevölkerung), Neues aus der Web 2.0 Welt und den Unternehmen. Durch das Web 2.0 wären die Quellen und Informationen nicht nur in Schrift sondern oft auch als Ton (Podcast) und Bild (Flickr) verfügbar. Die Agentur erhält dabei ihre Meldungen und Nachrichten nicht nur von tausenden freien Redakteuren (und einigen Festen Mitarbeitern), sondern von allen Nutzern im Web 2.0. Sicherlich müsste hierbei eine Auswahl stattfinden, welche von einem festen Mitarbeiterstamm erledigt werden müsste.

Die Chancen und Möglichkeiten die so ein Dienst bietet sind enorm. Die Geschwindigkeit der Informationen wäre weitaus schneller als von den üblichen Pressediensten. Wieso über einen Augenzeugen berichten wenn dieser selbst berichten könnte?

Ein passender Name wäre schnell gefunden: DWPA (Deutsche Web Presse Agentur)

Was haltet ihr davon? Macht so ein Dienst Sinn oder haltet ihr so etwas für kompletten Schwachsinn? Gibt es vielleicht sogar schon so einen Dienst? Eure Meinung interessiert mich

Politik in Social Medien

Irgendwie hatte ich gestern wohl den richtigen Riecher mit meinem kleinen Beitrag über die beste SMO Kampagne der Welt. Inzwischen finden sich unzählige Artikel in verschiedenen Sprachen zu diesem Thema. Meist wird geschrieben was für eine tolle Kampagne er gefahren ist, als erste Person in der Politik – dies ist aber gänzlich falsch. Denn in fast allen Sparten waren andere Personen vor ihm schon aktiv, nur hat er einen gänzlich anderen Drive durch Social Medien erhalten.

Die SearchMarketingGurus aus Amerika sehen Barack Obama als den ersten Social Media Präsidenten aller Zeiten. Sicher steht fest, dass in keinem Wahlkampf in den USA diese Medien so stark genutzt wurden wie in diesem Fall – aber vor 4 Jahren war vieles vom „Web 2.0“ noch in der Kinderschuhen.

Kommen wir zu einigen interessanten Fakten.

Myspace

John McCain startete seine Aktivitäten auf dem Portal am 27.2.2007 und war seit diesem Zeitpunkt recht aktiv. Auch wenn es am Ende nur 224.000 Freunde geworden sind. Während Barack Obama erst zwei Monate später seine Fußspuren dort hinterlassen hat, aber innerhalb der Zwei wesentlich mehr Personen gewinnen konnte. Insgesamt hat Obama über 860000 Kontakte.

Youtube

Der Youtube Channel von Barack Obama war unglaublich populär und erfolgreich, aber er war bei weitem nicht der Erste. Er startete dort am 5.9.2006 mit seinem Channel, während Hillary Clinton am 21.7.2006 schon die ersten Videos zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn man es nicht glauben mag, selbst die FDP ist seit über 2 Jahren mit einem eigenen Channel aktiv und zwar seit dem 15.2.2006

Eigene Community

Selbst die Technik hinter der viel beschworenen MyBo (MyBarrackObama) wurde nicht selbst für Obama entwickelt, sondern stammt aus dem Wahlkampf 2004 vom gescheiterten demokratischen Kandidaten Howard Dean (er verlor gegen John Kerry). Diese Technik wurde einfach für Barrack Obama angepasst auf heutige Anforderungen. (Infos dazu von netzwertig.de)

So könnten wir dies endlos weiterführen – insgesamt kann gesagt werden, dass in keiner Sparte Barack Obama wirklich der First Mover gewesen ist. Noch nicht mal, dass er „besseres“ Community Management betrieben hat.

Der Erfolg der Kampagne steckt in der Person und in der Message die verkündet wurde. Barack Obama steht für Werte, Wünsche und den Wandel den die Personen haben möchten. Am Ende des Tages waren es nicht die zig viralen Videos, die ganzen Netzwerke oder die eigene Community welche den Unterschied gemacht haben. Auch nicht die Nähe die dadurch zu den Wählern aufgebaut werden konnte, obwohl diese sicherlich ein zusätzliches Argument war. Der Unterschied ist und bleibt einfach die Message und die Person. Die SMO Kampagne war wegen Barack Obama so erfolgreich und hat (wie man unschwer sehen kann) für McCain nicht so perfekt funktioniert. Der Wahlerfolg ist deshalb nicht an Social Medien festzumachen (wie es die Medien gerne darstellen würden), denn diese sind nur die Struktur über die kommuniziert wird!Die Inhalte bestimmen am Ende die Entscheidung…

Erlösmodelle im Web 2.0

In diesem Fall kann ich nur auf einen sehr guten Artikel von Seedfinance verweisen, welcher die Studie von Ernst & Young in Kooperation mit Hubert Burda Media zu Erlösmodellen für Medien in der digitalen Welt geschrieben hat.

Der Artikel fasst die sieben Kernaussagen aus der Studie perfekt zusammen – danach lohnt sich das durchlesen fast nicht mehr. Wobei es für Personen die sich näher mit Social Medien befassen sowieso kaum neues zu entdecken gibt.

Wie ich auch in einem Kommentar unter dem Artikel geschrieben habe, müssen Erlösmodelle passend für das jeweilige Medium erstellt werden. Interessanterweise bedenken die meisten neuen StartUps im Web 2.0 Umfeld immer noch nicht, sich vor der Gründung über eine sinnvolle Monetarisierung Gedanken zu machen. Welche Selbstständige könnte heute noch ein Geschäft gründen ohne vorher zu überlegen wie er damit am Ende des Tages Geld verdient.

Jeden Tag eine neue Community…

So sieht aktuell die Welt im deutschen Web 2.0 aus. Inzwischen kann kaum noch jemand den Überblick über die verschiedenen Communities die jeden Tag gegründet werden haben. Wäre jedenfalls eine Idee zu einem Verzeichnis zu allen Communities. Wer die Idee zu erst aufgreift darf sie behalten.

Um was es mir eigentlich geht ist, dass die meisten Gründungen nicht das Ziel haben wirtschaftlich zu sein – wieso auch wenn man das Portal für zig Millionen an Holtzbrinck verkaufen kann. Die es noch weniger schaffen eine Wirtschaftlichkeit zu generieren…

Wieso sind eigentlich alle so unkreativ und versuchen über Werbung und Kooperationen Geld zu verdienen (Aussage Jens Kunath zur Monetarisierung seiner neuen Community forher.de). Wenn es Personen gibt die neue Wege gehen wollen in der Monetarisierung von Communities können die sich gerne melden, weil so langsam kann ich mir das nicht mehr mit ansehen. Und wenn schon jemand neue Wege bei der Monetarisierung geht, kann er sich auch gleich mal was neues an der Communityfront überlegen. Noch eine Tier-, Games-, Männer-, Auto-, Urlaubscommunity brauche ich nicht.

PS: Tut mir Leid das ich gerade dein Beispiel genommen haben Jens. Aber die Meldung war so schön aktuell :)

Dialog im Web 2.0

Ein paar Gedanken zum Thema Dialog im Web 2.0

Der gute alte Dialog, welcher nur noch selten stattfindet, findet seine Renaissance im Web 2.0. Ganz zum Leitwesen unzähliger Marketing und PR Agenturen die den Nutzer einfach nur mit Werbung zu dröhnen wollen. Das Lieblingswort heißt noch dazu: „Zielgruppen orientiere  Werbung“.

Wieso kaufen die Leute nicht einfach das Produkt anstatt darüber zu sprechen? Wieso wollen sie andere Meinungen dazu? Die Werbung sagt doch schon alles… KAUFEN!

Es ist schön zu sehen wie Social Media Dienste unterschiedlichster Art es schaffen die Leute wieder zum Dialog zu bewegen. Gute Werbung und ein gutes Produkt ohne dabei den Nutzer zu verarschen können sich über einen positiven Effekt freuen. Denn die Kunden empfehlen auch gerne sinnvolles weiter… Aber schlechte Produkte werden regelrecht auseinander genommen.

Aus der Sicht der Unternehmen gab es früher zum Glück nur Vergleichstests die man mit ein wenig Geld zu seinen Gunsten abändern konnte (nein das ist keine Verallgemeinerung – aber so etwas gab es von Zeit zu Zeit), aber heute bewerten viele Kunden ein Produkt auf Bewertungsplattformen und zwar unabhängig vom Marketingbudget es Unternehmens…

Das alles haben wir den Diskussionsplattformen, Bewertungsportalen und Social Media Diensten zu verdanken. Danke dass ihr es endlich ermöglicht einen Dialog mit dem Kunden/Nutzer aufzubauen – nur schade das die meisten Unternehmen Angst davor haben oder sogar den Dialog nicht wollten! War es doch leichter Unmengen an Geld in Werbung zu stecken…