Unverschämte Art Traffic zu generieren im Social Web

Sehr gute Inhalte und eine sinnvolle Verbreitung über Social Media Dienste bringt meist einen ordentlichen Batzen an Traffic auf die eigene Webseite. Das immer mal wieder nach kleinen „Schlupflöchern“ gesucht wird ist nicht unbedingt neu, aber die Art ist doch sehr unverschämt.

Bei Xing kann man dank einer Funktion die letzten Besucher des Profiles anschauen. Besonders gut wenn man auch sieht von welcher Seite die Nutzer kommen. Z.B. auf der Firmenwebseite usw.

Dies machen sich inzwischen auch einige „böse Jungs“ zu nutze. Es werden vom Server auf der die Webseite läuft Hits auf die ganzen Profile durchgeführt. Die Landingpage welche damit im Profil erscheint ist im besten Falle nur mit Werbung (im idealen Fall TKP und Co) zugepflastert, es gibt auch Fälle in denen Spyware und Trojaner so verbreitet wurden. XING User schauen sich natürlich den Link genauer an, schließlich will man wissen wo sein eigenes Profil auftaucht…

Was dann passiert ist wohl jedem klar. Deshalb sollten man sich zukünftig überlegen ob man wirklich auf jeden Link klicken muss ;)

Interview mit Silke Schippmann zur Mitarbeiterführung

Silke Schippmann war über 4 Jahre lang im Community Management Team bei XING, davon 3 Jahre als Teamleiterin Community Management. Heute hat sie als Senior Manager Community in leitender Funktion bei Qype angefangen. Zusätzlich ist Sie 1. Vorsitzende des Bundesverbandes Community Management e.V. und leitet den Hamburger Stammtisch.

Hallo Silke, vielen Dank für deine Zeit. Du konntest sehr viel Erfahrung sammeln als Teamleiterin. Zu Beginn musstest du passende Kandidaten finden – auf welche Fähigkeiten hast du besonderen Wert gelegt?

Hi Mark!

Da es wenige erfahrene Leute auf dem Markt gibt, habe ich meistens darauf geschaut, welche Kommunikations-Fähigkeiten die Bewerber mitbringen und welche Aufgaben sie im Kundenkontakt erfüllt haben. Eine hervorragende schriftliche Ausdrucksweise, auch ein Feingefühl die Zielgruppe und Situation, ist unerlässlich. Die neuen Kollegen müssen belastbar sein, unter Druck noch sauber anbieten können.

Die selbstständige Arbeitsweise und ein gutes Allgemeinwissen runden das Qualifikationsprofil ab. Wenn ein internationaler Kontext gegeben ist, muss der Bewerber sicher auf Englisch kommunizieren können. Wenn der Bewerber dann auch noch Begeisterung für Webthemen, ein gewisses technisches und juristisches Grundverständnis mitbringt, ist er für mich ein idealer Kandidat.

Erste Moderationserfahrung durch die Betreuung privater Foren oder Führungserfahrung wäre noch ein Sahnehäubchen. Letzteres ist jetzt vielleicht ein wenig überraschend – aber fast jeder Community Manager muss Ehrenamtliche betreuen oder zumindest die eigene Community mit ihren „Sprachführern“ aktivieren.

Noten und Abschlüsse sind bei mir zweitrangig, ich stelle aber fest, dass sich ein Studium als hilfreich erweist bei der Strukturierung des eigenen Arbeitsfeldes, der Gestaltung der Community und erforderlichen komplexen Problemlösungen. Ich persönlich stelle zudem gerne Kollegen ein, welche sich auf dem zweiten Bildungsweg beweisen, sie bringen oft hilfreiche Lebenserfahrung mit.

Die nächsten Schritte war die Schulung und Übergabe von Aufgaben an die Personen. Ist es dir Anfangs schwer gefallen Aufgaben abzugeben?

Oh ja! Gerade weil mir das Arbeiten mit den Kunden und in den Foren so viel Freude bereitet hat. Ich habe es gerne, wenn ich durch brenzlige Situationen herausgefordert werde, und freue mich über unmittelbare Resonanz und ehrliches Kundenfeedback. Das musste ich nun weitgehend an mein Team abgeben.

Es ist zugegebenermaßen oft schwer, mich zurückzuhalten und die anderen machen zu lassen. Dabei stehe ich immer noch als Coach zur Verfügung, bin Ansprechpartner in allen Belangen und schärfe manchmal den Blick für weitere Lösungsansätze. Ich freue mich aber auch mit ihnen, wenn sie sich dieses gute Gefühl verdienen können oder ich sie gelegentlich vertreten kann in Urlaubsphasen.

Danach musstest du dich ja noch intensiver mit der Führung des Teams beschäftigten, dachtest du zu diesem Zeitpunkt dass du aufgrund der Betreuung der XING Community schon die nötigen Skills hast?

Glücklicherweise wurde ich bei XING gut geschult, auch in Führungsfragen. Letztlich lernt man ja vor allem durch Erfahrungen. Die Führung eines Community Management Teams ist eine große Herausforderung,

da es sich zum einen oft um eine sich rasant verändernde Arbeitsumgebung handelt,
man häufig „Stoßdämpfer“ ist für Dinge/Fehler/Unzufriedenheit, die anderswo produziert werden und
man wohl überall mit knappen Entwicklungsressourcen zu kämpfen hat und dadurch viel Selbstmarketing betreiben muss

Bei dem Aufbau internationaler und/oder virtueller Teams kommen weitere Herausforderungen hinzu, wie z.B. der Aufbau einer gut funktionierenden Kommunikation (inklusive einem guten interkulturellen Verständnis) und dem erforderlichen Wissensmanagement.

Welches waren die wichtigsten Erkenntnisse der ersten Wochen als Teamleiterin? Und welche Erfahrung hättest du lieber nicht gemacht?

Puh, ich bin da so langsam reingewachsen, da ich einen gewissen Erfahrungsvorsprung hatte bei mir im Team. 16 Jahre psychiatrische Fachpflege und ein passendes Studium (Internationales Informationsmanagement) waren sicher hilfreich für ein sicheres, authentisches Auftreten. Was die öffentliche Kommunikation betrifft, musste ich anfangs nach Kommunikationsfehlern auch schon mal einstecken. Leider lassen sich Fehler dieser Art oftmals nicht mehr korrigieren – was im Netz steht, lässt sich nicht unbedingt entfernen. Davor wollte ich mein späteres Team durch eine gute Einarbeitung unbedingt schützen.

Im Nachhinein muss ich sagen, ich hätte vielleicht früher neue Themen aufgreifen sollen, meinen Bereich stärker abgrenzen sollen – um eine Fehlentwicklung oder Themenabwanderung zu verhindern.
Es ist aus heutiger Sicht zudem erforderlich, eine eigene Community Strategie zu erarbeiten und diese auch zu verfolgen. Schließlich kann man sich in unserem Beruf kaum etwas von anderen abgucken.
Jedes Team braucht sein Ziel, jeder Mitarbeiter seine Erfolgsplanung. Nur so ist eine befriedigende Arbeitsteilung, auch der Erfolg der Abteilung gewährleistet. Zu leicht verzettelt man sich sonst in der Masse an Herausforderungen und arbeitet nach einer Weile nur noch reaktiv.

Wie hast du dich weitergebildet und wie schwer war es auch passende Ansprechpartner zu finden?

Durch meinen Arbeitgeber habe ich unter anderem eine Führungskräfte-Schulung erhalten. Der Austausch mit anderen Teamleitern im Unternehmen hat mir manches Mal weitergeholfen, denn letztlich unterscheidet sich das Thema Führung nicht so stark von Team zu Team. Außerdem hat es mir sehr geholfen, mich mit anderen Community Managern, schwerpunktmäßig natürlich über den Bundesverband für Community Management e.V., auszutauschen.

Last but not least – welche Empfehlung gibst du Personen die zum ersten Mal Personalverantwortung haben?

Der eigene Chef sollte nach Möglichkeit auch in der Lage sein, hilfreiches Feedback zu geben. Ist er zeitlich zu stark eingebunden, sollte man sich die Unterstützung und den Austausch anderweitig organisieren. Da es sowas bei uns bis dato nicht gab, habe ich einen monatlichen Teamleiter-Stammtisch (gemeinsamer Lunch-Termin) ins Leben gerufen.
Kollegen, denen man das vertrauliche Gespräch (!) auch über schwierige Führungssituationen anbietet, gehen oft auch darauf ein. Wichtig ist es vor allem, dass man Anfang klar seine Erwartungen kommuniziert – und die Erwartungen seiner Teammitglieder abfragt.

Für mich ist es wichtig, einmal in der Woche mit jedem Mitarbeiter ein 1:1 Gespräch zu haben, um zu schauen, wie er mit seinen Aufgaben voran kommt, ob er Fragen hat, etwas zur Zielerreichung braucht etc.. Denn neben dem Alltagsgeschäft sollte jeder Mitarbeiter auch spannende Projekte bearbeiten können, auf deren Erfolg er einen hohen Einfluss ausüben kann. Wir ergänzen das 1:1 übrigens durch eine eigene, mitgebrachte „Projektliste“, die sich schnell vorbereiten lässt und eine gute Grundlage bieten für den Austausch. Da steht dann drauf: Projektthema kurz (Stichwort), lang (Beschreibung), Priorität (A, B oder C) und „von bis wann“ dran gearbeitet wird.

Mitarbeiter mögen das am Anfang nicht und der Widerstand wird groß sein. Wenn sie aber den Sinn daran erkennen, werden sie sich schnell daran gewöhnen und für mich als Führungskraft gibt es keine bessere Art der Dokumentation. Es hilft viel zu sehen, was dem Mitarbeiter grade besonders wichtig erscheint und was weniger, welche Prios er erkennt und welche nicht (…). Auf die Kopie einer solchen Projektliste mache ich mir Notizen für den Folgetermin: Was vereinbare ich mit dem jeweiligen Mitarbeiter, was soll bis wann erledigt werden etc..

Rituale schaffen Bindung und Teamgefühl, davon kann man gar nicht genügend einführen. ;-) Dazu können zum Beispiel regelmäßige Teamabende gehören, oder bei virtuellen Teams regelmäßige Videokonferenzen, oder ein täglicher kurzer Chat.

Vielen Dank Silke für das tolle Interview. Falls du den Lesern noch was sagen möchtest hast du jetzt die Chance dazu.

Ich wünsche Frohe Ostern! Und viel Spaß mit dem eigenen Community Team!

Interview-Reihe: Nico Zorn – Betreiber von produki.de

Nico Zorn ist schon seit vielen Jahren im Online Business unterwegs. Er war lange Zeit in leitenden Positionen im Segment Internet Marketing bei unterschiedlichen Unternehmen tätig, bis er 2008 die Unternehmensberatung saphiron GmbH gründete und im gleichen Jahr die Plattform Produki startete. Er hielt schon Vorträge auf unzähligen Tagungen und Veranstaltungen und schreibt Fachartikel im eigenen Blog. Nebenbei moderiert er auch die größte XING Gruppe zum Internet Marketing mit über 22.000 Mitgliedern.In diesem Interview werden wir ihn zur Vermarktung von Communities befragen.

Hallo Nico, vielen Dank für deine Zeit. Hoffe wir haben in deiner kurzen Vorstellung die wichtigsten Sachen geschrieben. Gibt es noch etwas was die Leser über dich wissen sollten?

Vielen Dank, Deine Vorstellung enthält alle wichtigen Dinge, die ich bislang gemacht habe. Ansonsten steht unter http://twitter.com/nicozorn das, was ich jetzt gerade mache :-)

Vor der eigenen Vermarktung der Community steht die Entwicklung, gibt es Punkte die man zum Start der Entwicklung für die spätere Vermarktung beachten muss?

Es ist sicherlich sinnvoll, sich zunächst auf die Entwicklung eines wirklich guten Produkts zu konzentrieren. Die spätere Monetarisierung sollte dabei aber nicht aus den Augen verloren werden. Relevante Fragen in diesem Zusammenhang sind beispielsweise, ob die Teilnahmebedingungen spätere Vermarktungsansätze bereits berücksichtigen zum Start sollten, ob es Schnittstellen zu anderen Diensten geben wird oder, um ein ganz banales Beispiel zu nennen, ob im Layout bereits Fläche für Werbung freigehalten werden muss.

Mit Produki.de habt ihr 2008 eine Community eröffnet, die quasi als Wiki für Produkte zu verstehen ist. Welche Wege seid ihr im Community Building während der Closed-Beta gegangen? Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass relativ viele aktive Nutzer während dieser Phase teilgenommen haben.

Wir waren selber überrascht, wie viele Nutzer sich für die Closed Beta Phase registriert und aktiv mit ihrem Feedback bei der Entwicklung der Plattform mitgeholfen haben. Wir hatten das Glück, dass viele Blogger über den Start geschrieben haben (u.a. auch Eikyo.de :-) und auf diesem Weg das Interesse bei den Nutzern geweckt wurde. Einen zusätzlichen Schub gab es durch die Vorstellung von produki auf einem Bonner Webmontag, der eine kleine “virale Welle” ausgelöst hat. Grundsätzlich haben wir uns weniger auf eine “Marketing-Show”, sondern auf das Produkt und unsere Community fokussiert.

Wir versuchen von Anfang an, zu möglichst vielen Nutzern einen persönlichen Kontakt aufzubauen und auf Fragen und Anregungen zu reagieren. In einem Start Up ist das manchmal aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht einfach, aber wir geben unser Bestes ;-) Ich glaube, dass dieser persönliche Kontakt durch nichts zu ersetzen ist. Auch ein (personalisierter) Newsletter kann eine wirklich persönliche Mail oder gar ein Gespräch nicht ersetzen.

Die Öffnung der Plattform für alle Interessierten war im Mai 2009. Wie hat sich diese auf die Nutzerzahl ausgewirkt? Wurde ein massives Wachstum ermöglicht oder hat sich dies nicht sonderlich auf die Plattform ausgewirkt, da Closed-Beta Nutzer Freunde und Bekannte sowieso schon einladen konnten?

Das Wachstum hat sich seit dem offiziellen Launch deutlich beschleunigt, da wir einen großen Teil der Besucher über Suchmaschinen und verschiedene Aktionen (z.B. Gewinnspiele) gewinnen. Viele der besonders engagierten Nutzer konnten wir aber tatsächlich in der Closed Beta Phase gewinnen – zum Glück sehen wir aber auch in diesem Bereich ein Wachstum ;-)

Welchen konkreten Tipp gibst du Betreibern von Communities für ihren Launch?

Sorgt unbedingt für Aktivität auf Eurer Plattform, bevor sie live geht! Nutzt die Beta-Phase nicht nur als funktionalen Test, sondern auch im die verschiedenen Bereiche Eurer Community mit Inhalten zu füllen. Gerade zum Launch werden aufgrund von Presseartikeln und Blogpostings viele potentielle User vorbeischauen und wie immer gilt: Der erste Eindruck zählt. Finden die Nutzer keine aktuellen Inhalte und aktive Nutzer vor, werden sie vermutlich nie wieder vorbeischauen.

Gehen wir Weg von der Vermarktung um Nutzer zu generieren, hin zur Monetarisierung. Gibt es hier einen Königsweg?

Ich glaube nicht, dass es ein auf sämtliche Communities übertragbares Erfolgskonzept gibt. Grundsätzlich halte ich die klassische Reichweitenvermarktung in den meisten Fällen für ungeeignet – allein schon deshalb, weil in den meisten Fällen schlichtweg die Reichweite fehlt. Communities, die sich auf ein Thema oder eine Zielgruppe fokussieren, können aber durchaus mit einer intelligenten Integration von Sponsoren Umsätze generieren, zumal das Interesse an entsprechenden Werbeformen bei den werbetreibenden Unternehmen sicherlich noch deutlich ansteigen wird.

Ab welchem Zeitpunkt macht für dich eine Monetarisierung der Plattform Sinn? Und wieso genau zu diesem Zeitpunkt?

Grundsätzlich halte ich einen langen Atem bei dem Aufbau einer Community für eine wichtige Voraussetzung. Wer im ersten Jahr nach dem Launch mit schwarzen Zahlen plant, macht sicherlich einen Fehler und läuft Gefahr, auf zu aggressive Vermarktungsformen setzen zu müssen. Auf der anderen Seite sind dezente und zum Kontext passende Werbeformate, wie zum Beispiel Google AdSense, weitgehend akzeptiert. Es spricht also nichts dagegen, relativ früh dezente Werbeformate zu testen, damit man sich einen Eindruck von einem realistischen TKP machen kann. So haben wir auf produki seit einigen Wochen auch zum Produkt passende Preise integriert – was von unseren Nutzern explizit gewünscht wurde. Mit diesem Preisvergleich können wir den Traffic monetarisieren, ohne störende oder aggressive Werbeformate einzusetzen.

Wieso schaffen es deiner Meinung nur sehr wenige deutsche Communities schwarze Zahlen zu schreiben?

Ich glaube, dass noch zu wenig experimentiert und zu sehr in der klassischen Reichweitenvermarktung gedacht wird. Ein großes Problem ist dabei natürlich auch die Zurückhaltung bei den werbetreibenden Unternehmen, die nach wie vor lieber “einfache” TKP-Kampagnen buchen anstatt mit neuen Werbeformen in Communities zu experimentieren.

Welchen Vorschlag hast du für die Unternehmen die ihre Monetarisierung bis dato nicht hinbekommen haben?

Es ist schwierig, hier einen allgemeinen Ratschlag zu geben, da mögliche Monetarisierungs-Strategien natürlich stark von er jeweiligen Community und deren Zielgruppe abhängen. Es kann Sinn machen, sich stärker auf eine Zielgruppe zu fokussieren, um ein für Werbekunden attraktives Umfeld zu schaffen. Vielleicht gibt es aber auch Whitelabel-Angebote, die sich sinnvoll in das eigene Angebot integrieren lassen und zusätzliche Erlöse generieren können. Premium-Zugänge können unter gewissen Bedingungen ebenfalls funktionieren, die Plattform Fotocommunity.de ist hierfür ein schönes Beispiel.

Kurz die letzte Fragen: Gibt es eigentlich konkrete Unterschiede zwischen der Vermarktung eines Produktes und einer Community?

Der Dialog mit potentiellen Kunden spielt bei der Vermarktung einer Community eine (noch) größere Rolle als bei der Vermarktung eines Produkts. Natürlich gewinnt Social Media insgesamt im Marketing-Mix an Bedeutung, für die Vermarktung einer Community ist es jedoch essentiell.

Nochmals vielen Dank für die Zeit die du genommen hast. Du kannst gerne noch ein paar letzte Worte an die Leser richten. Z.B. Welche Quellen ihnen weiterhelfen können etc.

Der Community Summit in Hamburg ist eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung und eine tolle Möglichkeit, um sich mit anderen Community-Betreibern auszutauschen. Empfehlenswert ist auch das Buch “Online-Communities im Web 2.0: So funktionieren im Mitmachnetz Aufbau, Betrieb und Vermarktung
” von Miriam Godau und Marco Ripanti. Last but not least erlaube ich mir einen Hinweis auf unseren Twitter-Account. Unter http://twitter.com/produki informieren wir über Neuigkeiten auf produki und interessante neue Gadgets.

Der Angriff auf Businessnetzwerke

Wo kramt Spiegel.de eigentlich solche Personen und Gründer aus? Die beiden Briten Martin Warner und Mark Parker wollen mit der Seite talkbiznow.com den Businessnetzwerke Markt revolutionieren und die großen wie XING und LinkedIn vom Thron stoßen.

Großspurig wird erklärt das XING und Co nur für die Unterhaltung gut sind und zum wirtschaftlichen Alltag kaum etwas beiträgt. Ich als Selbstständiger sehe das etwas anderes, denn eine Vielzahl an Kontakten und Aufträge konnte ich über das Netzwerk generieren. Aber okay wenn die beiden sich so sicher sind.

Schließlich soll ihr praktischer Service neben E-Mail, Kurznachrichten und Kalenderfunktionen auch Möglichkeiten bieten Online-Schaltkonferenzen abzuhalten oder Firmendokumente für andere zugänglich zu machen. So das die Mitarbeiter weltweit Zugriff darauf haben… Was dabei wohl nicht bedacht wird ist, dass ich niemals irgendwelche internen Dokumente auf irgend einem anderen Server ablegen würde als meinem eigenen!

Finanziert soll das auch nicht über Premiumaccounts oder sinnvolle Dienstleistungen sondern über „Interaktive Werbung“ welche auf dem eigenen Profil bzw. auf Profilseiten geschaltet werden kann. Hat bei XING schon absolute Entrüstung verursacht, wird aber bei den Engländern sicher angenommen. Laut der Aussage der Briten sollen besonders kleinere Firmen sollen dieses Modell nutzen.

Last but not least der beste Satz des Artikels der von Parker stammt: “Wir werden eines Tages größer sein als Google.” Da der Markt für Businessnetzwerke größer ist als der von Suchmaschinen. Selbst wenn der Schwachsinn stimmen würde, wäre da noch der Werbemarkt von dem Google ein großes Stück Kuchen sein eigen nennen darf.

Fazit

Falls die beiden Jungs es wirklich schaffen sollten ihre Ziel von 25 Millionen Dollar in der ersten Finanzierungsrunde zu ergattern glaube ich nicht mehr an das Gute im Menschen. Es gibt so viele wirklich gute Geschäftsideen die nicht finanziert werden, aber solche großspurigen Investmentbänker die kaum Ahnung von Social Media Diensten haben erhalten die Kohle. Nebenbei würde ich niemals interne Prozesse an eine solche Plattform auslagern. Eine Bitte zum Schluß: Spiegel könntet ihr lieber deutsche Gründer beachten und über diese Schreiben – die haben es wirklich mehr als verdient.

Gründung eines Bundesverbandes Community Management

Endlich ist es soweit das sich etwas an der Community Management Front tut. Tom Noeding (Xing Link) seines Zeichens einer der deutschen Experten auf dem Gebiet des Community Managements hat sich zur Aufgabe gestellt einen Bundesverband Community Management (kurz BVCM) zu gründen.

Hört sich nicht so spektakulär an als es ist – denn bis dato gibt es für angehende Community Manager oder für praktizierende Manager noch keine Anlaufstelle oder Ansprechpartner um sich z.B. weiterzubilden. Das könnte mit dem BVCM endlich der Vergangenheit angehören.

Community Manager sollten sich deshalb einfach in der gleichnamigen XING Gruppe (www.xing.com/net/bvcm) anmelden.

PS: Werde natürlich auch aktiv in der Gruppe sein und versuchen Tom etwas unter die Arme zu greifen (wenn das überhaupt möglich ist). Jedenfalls beide Daumen hoch!

Weiterer Bericht über die Gründung: Community-Management Blog

Kreative XING-Statusmeldung

Allen XING Mitgliedern ist die Funktion der Statusmeldung bekannt und einige nutzen diese auch schon fleißig. Neben der Möglichkeit auf aktuelle Ereignisse aktiv aufmerksam zu machen oder sich Feedback aus seiner Kontaktgruppe zu holen, ist auch hier die Möglichkeit gegeben ein wenig Werbung für sich selbst zu machen.

Das beste Beispiel für eine richtig gelungene Aktion ist hierbei der SEO & Affiliate Experte Marcus Tandler (auch als Mediadonis bekannt) welcher die Statusmeldung nutzt um auf sein Profil bei seinen Kontakten aufmerksam zu machen. Jetzt werden einige sagen, dass so etwas doch gar nicht nötig ist – aber im Laufe der Jahre häufen sich Kontakte an die ein wenig „brach“ liegen, mit einer solchen Aktion können diese ideal aufgefrischt werden.

Was macht er überhaupt?

Er imitiert mit der Statusmeldung einen neuen Kontakt von verschiedenen bekannten Persönlichkeiten. Darunter z.B. Sergej Brin (Google), Kermit der Frosch (Sesamstraße), Bill Gates (Microsoft), Albert Einstein (Patentamt Bern).

Was bringt es?

Jeder Kontakt sieht seine Mitteilung im Bereich „Neues aus meinem Netzwerk“ und viele klicken Anhang dieser Meldung auch auf das Profil. Wieso auch nicht, schließlich will jeder wissen wie Marcus zu den Kontakten von Bill Gates und Kermit gekommen ist.

Effektiv ist das Ganze auch denn pro Statusmeldung kommen mindestens 40 Besuche – wobei alleine der Schub von gestern auf heute (mit der unten gezeigten Meldung) über 120 Besucher groß war.

kreative Idee

Fazit
Sehr coole Aktion auch wenn die Idee vor ihm schon jemand anders gehabt hat (laut eigener Aussage). Ist auf jeden Fall eine Möglichkeit alte Kontakte wieder auf sein Profil zu bekommen und so diesen wieder aufzufrischen.

Xing Gruppe Social Media Optimization

Social MediaEigentlich bin ich kein Fan von Gruppen bei Xing, da sich meist nach einer bestimmten Zeit keine Dialoge sondern nur noch Monologe einstellen. Trotzdem hat es mich gepackt bei der „Social Media Optimization“ Gruppe aktiver zu werden. Deshalb bin ich seit gestern Co-Moderator der Gruppe und freue mich auf unterschiedlichste Erfahrungen aus dem SMO Umfeld.

Wer Lust hat kann sich in dieser Gruppe beitreten und seinen Input zu aktuellen Themen rund um den SMO Markt beitragen.

Diskussion über Community Marketing

Mein Beitrag zum Thema „Community Marketing in der Praxis“ wird inzwischen „kontrovers“ auf XING in der Gruppe „Community Management“ diskutiert. Hier einige Zeilen dazu:

Community Marketing ist ein breites Feld welches sich in einem relativ frühen Stadium befindet. Viele Quereinsteiger und „Experten“ versuchen auf den Zug aufzuspringen. Dies hat zur Folge, dass teilweise viel Schabernack getrieben wird. Einige der Aktivitäten sind aus diesem Grund auch vollkommen in die Hose gegangen (Beispiele sollte jeder zu genüge kennen).

Deshalb ist immer zu beachten: Es gibt viele Chancen aber auch viele Risiken die es immer abzuwägen gilt. Nachhaltiges Community Marketing für ein Unternehmen kann wesentlich erfolgreicher sein als die bisherigen Online Marketing Maßnahmen zusammen.

Bei manchen Produkten ist aber der Aufbau einer eigenen oder die Verzahnung in eine andere Community nicht ohne weiteres möglich. In diesen Fällen gibt es aber auch andere Wege die genommen werden können. Die indirekte Ansprache ist durchaus ein interessantes Feld. Schließlich werden keine technischen oder andere Schwachstellen, sondern das eigene Modell für die Werbung genutzt.

Beispiel:

In einem Autoforum werden über verschiedene Automodelle diskutiert. Dort nimmt man natürlich Stellung und spricht mitunter positiv über das Produkt des Auftraggebers (niemals direkt)

Solche Beiträge können einen positiven Effekt auf den Kunden haben. Können liegt immer in der Fähigkeit des Dienstleisters der solch eine Kampagne durchführt. Der Blog beschäftigt sich nicht nur mit den Standardmaßnahmen, sondern mit allen Möglichkeiten des Community und Online Marketings.

Workshop: Community Marketing 1.Tag

Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu, deshalb erstes Feedback was gemacht wurde.

Technische Änderungen

  • Google Analytics installiert (um ein wirklich genaues Ergebnis zu erhalten)
  • RSS Feeds nun auch per Email abrufbar

Aktivitäten für den ersten Tag

  • Direkte Forenaktivität
  1. Xing.de
  2. community-loesungen.de
  3. boardunity.de
  4. etc.

  • Community Manager über Email oder Nachrichten angesprochen
  • Profile angepasst (mit direkter Verlinkung auf die Webseite): skype, icq, msn usw.
  • Blogs angeschrieben zwecks Verlinkung der Aktion
  • Blog in verschiedene Netzwerke hinzugefügt (Technorati, Mr.Wong, Bloggerei – noch nicht abgeschlossen)
  • Indirekte Ansprache
  1. Neue Internetidentität aufgebaut
  2. Anmeldung dieser in verschiedenen Social Networks und Gruppen (über 50) und erste Post

Diese ersten Aktivitäten bringen den Ball ins Rollen und sollten bis Sonntag erste Früchte tragen. Im Endeffekt kostet es am ersten Tag viel Zeit für Planung und die Anmeldungen der speziellen Accounts für verschiedene Aktivitäten die im Laufe der Kampagne noch bekannt gemacht werden. Was mich wirklich freut ist, dass die ersten Verlinkungen eingeheimst sind und die ersten Beiträge zu der Aktion auf anderen Seiten in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

PS: Noch ein kleines zusätzliches Ziel für die nächsten beiden Wochen: In die Top100 Charts der Mister Wong Seiten zu kommen. Deshalb gleich draufklicken und bei euch in die Bookmarks hinzufügen.

Vom Massen- zum Community Marketing

Der “Verlag für die Deutsche Wirschaft AG” veröffentlichte heute einen kleinen Artikel mit dem Thema “Vom Massen – zum Community Marketing”. Wer jetzt denkt, er erfährt wie Community Marketing funktioniert hat weit gefehlt. Es werden einfach einige Beispiele aufgezählt – darunter Xing und Second Life.

Irgendwie steht doch die Frage im Raum, was eigentlich Community Marketing ist? Wenn es laut dem Artikel schon der Ankerpunkt in der neuen Kundenkommunikation ist, sollte doch geklärt werden wie genau diese funktioniert. Interessant ist auch der Satz: “Im Zukunftsmarketing dreht sich alles um diese Größe (gemeint ist die Größe der Netzwerke)”. Heißt: Nur wer ein großes Netzwerk hat kann erfolgreiches Community Marketing machen?

Dem ist zum Glück nicht so – erfolgreiches Community Marketing fängt mit der richtigen Strategie und Ansprache an. Auch ohne eigenes Social Network kann jedes Unternehmen erfolgreiches Community Marketing betreiben. Zu diesem Anlass werde ich auch mit einem Artikel zu diesem Thema in die nächste Woche starten.