Monatsarchiv für Dezember 2008

 
 

Erfolgreiche Monetarisierungsmodelle: Pressebox

Im Zuge des eBooks zum Thema „Monetarisierung in Web 2.0“ stelle ich auch einige erfolgreiche Monetarisierungsmodelle im Web 2.0 vor. Web 2.0 ist keine technische Lösung sondern bezieht sich darauf, dass die Benutzer den Content selbst erstellen.

In den Medien wird meist über Myspace, StudiVZ und Co geredet. Davon sind aber die wenigsten Portale in der Gewinnzone. Eine hohe Userzahl bringt noch lange keinen Umsatz – ganz im Gegenteil. Die Kosten für Server und Wartung erhöhen sich ungemein. Ohne passende Monetarisierungsmodelle geht es langfristig in die Hose.

Dass es anders geht zeigt nicht nur der „Platzhirsch“ Xing, sondern auch kleinere Portale welche schon seit langem in der Gewinnzone sind.

Vielen dürfte die Pressebox ein Begriff sein, aber nicht in der Verbindung mit Web 2.0 und Co. Aber im Grunde gehört das Portal zu diesen Portalen dazu. Die Benutzer spalten sich dabei in Unternehmen die die Pressemitteilung einstellen und Redakteuren die die Mitteilungen aufgreifen.

Was beinhaltet die Pressebox und wie funktioniert der Dienst?

Unternehmen können eine Pressebox erstellen um Pressemitteilungen auf die Seite zu stellen. Auf der Seite selbst sind tausende Redakteure angemeldet und haben meist Newsletter mit bestimmten Themenschwerpunkten angelegt. So erhalten diese per Email immer die neusten Informationen aus dem Bereich der für sie interessant ist.

Das Unternehmen hat den Vorteil keinen eigenen großen Verteiler aufzubauen, was meist nicht möglich ist. Die Redakteure erhalten dafür einen Überblick ohne mit Mails zugebombt zu werden.

Außerdem können Unternehmen noch verschiedene andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wie z.B. Redaktionsserver, Lektorat, Übersetzung und Medienbeobachtung. Die Pressebox kann auch auf der eigenen Seite (im eigenen Look) eingesetzt werden.

Fazit:

Die Monetarisierungsmodelle müssen nicht zwangsläufig immer auf Werbung und Premiumaccounts hinauslaufen. Sondern es kann auch eine bestimmte Dienstleistung angeboten werden, welche dem Nutzer einen Mehrwert generiert. Kosten für diesen Dienst sind besonders für die Unternehmen nicht zu hoch gegriffen.

Leitung des Arbeitskreises 1: Beruf und Qualifizierung

Wie einen Beitrag davor geschrieben, bin ich noch fleißig dabei mein eBook zur Monetarisierung abzuschließen. Trotzdem muss ich kurz ein paar Informationen zum Bundesverband Community Management abgeben. In den letzten Tagen wurden die Arbeitskreisleiter gewählt von den Mitgliedern.

Ich konnte mich bei der Abstimmung zum Leiter des Arbeitskreis 1: Beruf und Qualifizierung durchsetzen und werde dazu in den nächsten Tagen und Wochen einiges an Impulsen in den Arbeitskreis geben.

Der AK1 beschäftigt sich mit den Themen:

  • Qualifikation von CMs
  • Berufliche Weiterbildung
  • Gehaltsspiegel
  • Aufgaben des CMs
  • Definition der Arbeit des CMs
  • Und vielen mehr.

Ich freue mich auf die Arbeit in diesem Arbeitskreis und freue mich auf die erste Telko.

Zeitfaktor

Aktuell habe ich leider nicht genügend Zeit am neuen eBook “Monetarisierung im Web 2.0″ und dem Blog zu arbeiten. Deshalb stecke ich viel Energie in die Veröffentlichung des eBooks. Dieses soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein und dann wird der Blog auch wieder so gepflegt wie vorher. Heißt fast tägliche Artikel rund um die Themen: Community Management, Social Media Optimization und Monetarisierung im Web 2.0.

Das eBook beinhaltet auch eine Befragung von über 100 Web 2.0 Diensten in Deutschland und dem Ausland (darunter amerikanische, französische und spanische).

Was verdient ein Community Manager?

Der Gedanken nach dem Gehalt macht sich wohl jeder Angestellte. Die meisten orientieren sich deshalb an einem Gehaltsspiegel welcher für viele Berufsgruppen vorhanden ist. Für Community Manager leider oder zum Glück noch nicht.

An was können angehende Community Manager ihre Gehaltsforderungen fest machen? Wo fängt ein faires Gehalt an und wie kann dieses auch begründet werden?

In den letzten Wochen und Monaten konnte ich mit unterschiedlichen Community Managern sprechen über ihren Arbeitsalltag aber auch über das Thema Gehalt. Eines wurde ganz offensichtlich es klafft eine große Lücke zwischen den Gehältern. Zwischen 21.000,- und 60.000,- jährlich ist fast alles vertreten. Dabei sind oft Unterschiede bei der Qualität der Arbeit nicht zu erkennen.

Was ist ein fairer Verdienst? Der Frage wird sich der Bundesverband Community Management in den nächsten Monaten annehmen und sicher einen interessanten Mittelwert ermitteln. Solange würde ich als Antwort geben: Weit unter 35.000 pro Jahr sollte es nicht liegen, da man als Community Manager meist kein normales Wochenende kennt. Schließlich steht die Community am Wochenende nicht still. Außerdem betreut er tausende Nutzer und ist am Unternehmenserfolg beteiligt. Bei Unternehmen die im Web 2.0 Umfeld ihren Tätigkeitsbereich haben ist der Community Manager sogar noch wichtiger und entscheidend für die Unternehmensentwicklung. Nach oben ist aus diesem Grund auch das Gehalt vollkommen offen.