Monatsarchiv für November 2009

 
 

Kundenbewertungen die aus der Marketingabteilung kommen könnten…

Nach dem Artikel zum Volkssport „Amazon Bewertungen selbst schreiben“ möchte ich auf allgemeine Kundenbewertungen eingehen die sich ein bisschen zu stark nach der Marketingabteilung anhören. In dem Artikel werde ich auch auf einige Beispiele eingehen bei denen sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.

Grundsätzlich sind Kundenbewertungen wesentlich vertrauenswürdiger als Artikel in Magazinen oder auf der einen oder anderen Onlineplattform. Einfach aufgrund der nicht vorhandenen Abhängigkeit des Kunden an dem Hersteller. Magazine müssen sich immer Gedanken machen, ob der Hersteller oder der Anbieter bei einer schlechten Wertung weiterhin Werbung buchen oder nicht. Einem Kunden ist dies gelinde gesagt egal. Sicher ist der Eindruck eines Kunden immer subjektiv, aber genau das will man als potentieller Kunde auch lesen. Wie sind Service, Qualität und der echte Nutzen.

Leider oder genau aus diesem Grund gibt es einige Unternehmen die meinen Sie müssten Kundenbewertungen selbst schreiben und online stellen. Meist sind die entsprechenden verantwortlichen Personen aber keine Meister im objektiven Schreiben von positiven Bewertungen. Umso lustiger ist es, wenn man sich die Bewertungen anschaut und wohl jedes „Marketingbuzzword“ zum jeweiligen Produkt lesen kann.

Hier zwei der gesichteten Highlights

Amazon ist natürlich der absolute Spitzenreiter was Bewertungen angeht, schließlich werden die Produkte auch direkt verkauft. Ein wenig komisch wird es dann doch wenn ein Account nur die Spiele einer Firma (Topware/Zuxxez gehören mehr oder weniger zusammen) sehr gut bewertet. Besonders schön, dass nicht nur das Produkt sehr gelobt wird, sondern auch die Firma: „Weltweit erste Blauscheibe für den PC – Endlich jemand der sich traut

Der nächste Fall findet sich bei dooyoo und betrifft einen Webhostinganbieter, bei dem es des Öfteren Diskussionen zum Thema Service gibt. Jedenfalls hat dort ein wahrscheinlich fiktiver Student eine Bewertung veröffentlicht, die so ziemlich jedes „Keyword“ enthält mit dem man gerne sein Produkt in Verbindung bringt. Bei der Bewertung wurde aber wesentlich mehr Wert auf eine Geschichte gelegt und ist für Laien nur bedingt als „ausgedacht“ ersichtlich. Wieso bin ich da trotzdem der Meinung? Neben den wichtigen Keywords wurde aktiv darauf geachtet die gesamte Leistungen zu benennen, mit welchen System diese funktionieren (Wordpress, Joomla usw.) und was wesentlich ist, ist der Preis. Diesen gibt man normalerweise nicht auf den Cent genau an.

„Ich habe mich für das Homepage-Profi Paket entschieden, was mit 2 GB Speicher, Traffic-Flatrate, 5 .de-Domains und was man sonst noch alles für professionelles Webhosting braucht, das ganze kostet mich gerade mal 4,95 Euro im Monat. Also wirklich nicht viel.“

Fazit und Info
Jeder soll sich selbst ein Bild von den Bewertungen machen, ob er so selbst Produkte und Dienstleistungen die er in Anspruch nimmt, bewerten würde. Außerdem wurde besonders bei der zweiten Bewertung auf bestimmte Keywords geachtet, welche alle vorkommen. So schreiben selbst Studenten eher selten…

Bin auf euer Feedback sehr gespannt.

Regeln für Social Media Betreiber vom BVDW

Es hat sehr lange gedauert bis der erste Verband Regeln für den Umgang der Betreiber mit seinen Nutzern veröffentlicht hat. Umso verwunderlicher das es sich nur um 6 einfache Regeln handelt welche zum großen Teil sowieso beachtet werden müssen.

1. Respekt
Wir respektieren unsere Nutzer und deren Meinungen und achten auf einen respektvollen Umgang der Akteure untereinander.

Grundkurs Community Management Lesson 1: Wir respektieren unsere Nutzer und deren Meinung. Nebenbei so etwas gilt wohl in fast jeder seriösen Firma, dass die Kunden und deren Meinung respektiert werden. (Ausnahmen finden sich in der Telekommunikationsbranche). Respektvollen Umgang unter den Akteuren ist glaube ich schon seit langem gegeben welche nicht mit einem VZ enden.

2. Sachlichkeit
Wir begrüssen themenbezogene Inhalte und sachliche Kritik.

Der Grundkurs Community Management Lesson 1 hilft ungemein.

3. Erreichbarkeit
Wir reagieren schnellstmöglich und angemessen auf direkte Fragen, Anregungen und Kritik.

Schnellstmöglich ist so ein breites Wort welches zwischen Minuten und Tagen alles sein kann. Auch hier verweise ich auf das Community Management welches hier handeln muss und schon bei fast jedem Portal handelt.


4. Glaubwürdigkeit

Wir stehen mit unseren öffentlichen Aussagen und Meinungen nach bestem Wissen und Gewissen für Transparenz und Glaubwürdigkeit.

Verliere ich denn ansonsten nicht die Nutzer? Glaubwürdigkeit braucht jeder Social Media Dienst alleine Aufgrund der Skandale mit den Daten. Sonst löschen die Nutzer das Profil schneller als man schauen kann.


5. Ehrlichkeit

Wir gehen mit Fehlern offen um und verschleiern sie nicht.

Ehrlichkeit hat auch etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun. Ohne Ehrlichkeit bin ich nicht Glaubwürdig… oder sehe ich das falsch?

6. Recht
Wir respektieren die Rechte unserer Nutzer sowie die Rechte unbeteiligter Dritter, insbesondere Urheber- und Persönlichkeitsrechte und Datenschutz.

Wenn nicht verklagen die Nutzer oder die Mitbewerber einen. Deshalb ist diese Regel wohl nur bedingt eine Regel der Ethik sondern Grundvoraussetzung in Deutschland um nicht Unmengen an Geld an Anwälte zu verschleudern!

Fazit:

Etwas unkreative Liste welche da veröffentlicht wurde. Besonders da die meisten Sachen nur mit dem Community Management zu tun haben welches diese Regeln schon seit Jahren befolgt. Wie wäre es mit Punkten wie z.B. Seriöse Monetarisierung? Strikter Maßnahmenkatalog bzgl. Mobbing innerhalb der Community? (nicht nur was öffentlich in Foren passiert). Dann würde man mal auch ein paar Schritte weiterkommen!

Videocast2: Zertifizierung von Trainern

Neuer Videocast – neues Thema. Diesmal geht es um die Zertifizierung von Trainern die der BVCM vor einigen Wochen gestartet hat. Mehr Informationen gibt es auf der Verbandswebseite.

PS: Ja im Winter trage ich meistens einen Schal!

CommunityCamp und BrowsergamesForum

Die letzten beiden Wochenende standen im Zeichen von Events die direkt oder indirekt auch mit dem Thema Community Management zu tun hatten.

CommunityCamp 09

Der Monat startete auch gleich mit dem CommunityCamp 09, welches viele Community Manager und Interessierte in Richtung Berlin verschlagen hat. Schön wenn man selbst keine lange Anreise zu erledigen hat. Freitags abends wurde es auch gleich recht gemütlich in einem entspannten Cafe in Charlottenburg. Dort waren unter anderem auch meine Vorstandskollegin Linda Konter und Daniel Langwasser mit von der Partie. Die weiteren Erlebnisse der Nacht können auf dem Twitteraccount von Daniel in Augenschein genommen werden.

Samstag begann dann der erste Block an Panels und Vorträgen. Insgesamt war es eine gute Mischung aus verschiedenen Themen. Leider konnte ich zeitlich nur einem einzigen beiwohnen „Hate Speech“ von Birte – dieser war sehr gut vorbereitet, aber war für mich persönlich etwas weit entfernt von der Praxis. Danach ging es in das Vorstandstreffen des BVCMs in dem Raum in dem vor genau einem Jahr der Verband gegründet wurde. Etwas Nostalgie muss schlussendlich auch sein. Ich denke die Ergebnisse des Gespräches können sich sehen lassen und werden in den kommenden Wochen und Monaten allen Mitgliedern zugänglich gemacht. Danach neigte sich der Abend schon dem Ende zu und es wurde noch zum großen Abendessen geblasen. Georgische Kost war die Wahl von den unerschrockenen Personen: Silke, Linda und Kollegin, Jean-Paul, Daniel, Simone und meiner Wenigkeit. Tolle Gespräche und noch einen großen Dank an Jean-Paul für das tolle Feedback. Für mich war am Samstag auch schon Schluss, da ich sonntags gesundheitlich nicht fit war. Dies konnte man im ersten Videocast auch ganz gut sehen.

BrowsergamesForum

Browsergames und auch deren Betreiber leben nun mal von den Communities die sich im und um das Spiel bilden. Dementsprechend hätte man erwarten können, dass dem Bereich Community ein großes Augenmerk geschenkt wird, leider war dem nicht ganz so. Insgesamt waren es dann 4-5 Panels aus dem keines richtig herausstechen konnte mit neuen Informationen – wobei eines es geschafft in einige Twitterfeeds von mir vorzukommen. Man kann sagen, dass ich recht erbost war wie das Panel „Community and the fight against Cheaters“ gehalten wurde, denn im ersten Block „Community“ ging es rein um eine Plattform und deren Funktionen. Keine dieser Funktionen war wirklich innovativ oder nicht schon von verschiedenen anderen Plattformen umgesetzt. Sicher im Browsergames Bereich ist das etwas neuer, aber trotzdem hatte ich da etwas mehr erwartet. Dann kam die zweite Person zum Zug beim Bereich „fight against Cheaters“. Insgesamt muss hier klar gesagt werden, dass einzelne Aussagen nicht gerade glücklich gewählt wurden: „Opfer dürfen nicht entschädigt werden“, „Cheater sollten nicht gebannt sondern nur etwas bestraft werden“, um dann gegen Ende doch etwas vom Rauswurf der Cheater zu sagen…. Wie gesagt insgesamt etwas unglücklich, aber sicher nicht so schlecht wie es meine Twitterposts ausgesagt haben.

Irgendwie habe ich in den letzten Wochen bei den Veranstaltungen gehofft etwas wirklich „Neues“ aus dem Bereich Community Management zu hören, aber dem war leider nicht so. Hoffe der ein oder andere Community Manager erzählt zukünftig etwas mehr über seine praktischen Erfahrungen und hält sich nicht so stark in der Theorie auf…

Videocast1: Position des Community Managers

Der VideoCast ist ein neues Format in dem ich meine Meinung zu aktuellen Themen in den Bereichen: Community Management, Social Media und Online Distribution näher bringen möchte. Viel Spaß mit dem ersten Videocast bei dem es um die Position des Community Managers in Unternehmen geht.

Den richtigen Social Media Berater finden

Flo von Grenzpfosten hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben, wie man als Unternehmen den richtigen Social Media Berater findet. Unter anderem zeigt er einige „Buzz“ Sätze bei denen die jeweiligen Entscheider stutzig werden sollten.

U.A.

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