Archiv der Kategorie ‘Community‘

 
 

Pre-Conference Event mit mir

Auf der diesjährigen Community Summit in Hamburg halte ich mit Silke Schippmann einen Workshop zum Thema „Community-Organisation“. Auf diesem wollen wir gemeinsam mit den Anwesenden ein kleines Handbuch bzw. ein Paper erstellen wie aktuell in Deutschland Community Organisationen aussehen und (wenn die Zeit reicht) welche Optimierung durchgeführt werden können.

Jedenfalls gibt es heute um 15 Uhr dazu eine kleine Pre-Conference die per Video übertragen wird – habe mir extra eine Webcam besorgt, damit ihr auch ein wenig was von meiner Person seht. Nähere Infos dazu gibt’s unter dem Link des Events.

Viel Spaß und bis 15 Uhr.

Community Manager und ihre Gehälter…

In den letzten Tagen sind immer wieder Diskussionen rund um das durchschnittliche Gehalt aufgetreten welches ein CM verdienen sollte. Diese Frage wird eine Umfrage des BVCM e.V. bald näher klären, aber ein wenig möchte ich doch einsteigen und ein wenig Feedback geben.

In Deutschland ist die Gehaltsspanne eines Community Managers nicht so hoch wie die als Marketing oder Produkt Manager. Dies wird sich hoffentlich in den kommenden Jahren ändern, aber aktuell ist es leider so. Dies liegt teilweise daran „wo der CM aktuell angesiedelt ist“. Als Mitarbeiter im Supportteam oder als Untergebener des Marketing Managers in der jeweiligen Abteilung. Meist ist er „obwohl“ als Manager deklariert eher ein Assistent für einen bestimmten Bereich. Sicher es gibt viele Unternehmen dies sich hier schnell weiterentwickelt haben, besonders wenn diese Unternehmen eine Community als „Produkt“ haben – Beispiel: Xing, Qype usw.

Wie viel darf denn ein Community Manager verdienen? Ich habe mit vielen Community Managern in Deutschland Kontakt und wir sprechen natürlich auch über das Thema Gehalt. Der aktuell bestbezahlte reine Community Manager liegt bei 60.000€ im Jahr. Das ist schon sehr ordentlich – trotzdem kann sich das nicht mit anderen Jobs in ähnlichen Verantwortungsbereichen vergleichen. Vielleicht gibt es sogar noch jemanden der darüber liegt.

Meist liegen die CMs zwischen 30.000 – 40.000 € im Jahr. Dabei wird aber von einer Arbeitszeit von mindestens 2 Jahren als CM ausgegangen. Ohne jegliche Erfahrung und mit niedrigem Bildungsgrad (Abschluss) liegt ihr sogar noch darunter.

Das als ersten kleinen Einblick in das Thema Gehalt in Deutschland.

Der neue Community Manager

Seit Jahren entwickelt sich der Job des „Community Managers“ weiter und es werden neue Anforderungen an diesen gestellt. Angefangen von der Moderation der „virtuellen Gemeinschaft“ bis hin zur Vermarktung und der Monetarisierung dieser. Vor fast einem Jahr habe ich hierzu auch einen Artikel über „Asymmetrisches Community Management“ geschrieben. Diese Art des Community Managements wird inzwischen unter anderem von Unternehmen wie Axel Springer, Intel aber auch Vodafone betrieben. Im Grunde geht es um das Community Management auf externen Plattformen auf denen die Zielgruppe zu finden ist.

Mit diesem Artikel möchte ich die zukünftige Bedeutung und die Stellung innerhalb der Firma näher beleuchten. Der CM sollte nicht nur die Kunden/User betreuen sondern auch innerhalb des Unternehmens diese Stellung bekleiden. Heißt er ist auch für die Moderation und die Kommunikation innerhalb des Unternehmens verantwortlich.

Im Schaubild soll dies etwas anschaulicher gezeigt werden

Der neue Community Manager

Der Community Manager ist jeweils das Bindeglied zur Geschäftsführung. Er betreut die externe Community (Plattform) und intern das Unternehmen und die Angestellten. Dabei ist er keiner einzelnen Abteilung unterstellt (wie bis dato) sondern wird über den einzelnen Bereichen angesiedelt.

Kurz zu den Gründen für die externe Community:

  1. steht in direktem und indirektem Dialog mit den Kunden/User
  2. kennt die Bedürfnisse und Wünsche dieser
  3. weiß am besten wie er das Community Building stärken kann
  4. Welche Aktionen sinnvoll oder sinnfrei sind (Marketingaktivitäten)
  5. Welche Funktionen Sinn machen und welche nicht
  6. Wie man am besten Geld mit der Plattform verdienen kann

Nur um einige Punkte zu nennen. Dadurch muss er auch innerhalb des Unternehmens auch der Verantwortliche für die komplette Plattform sein. Heißt Marketing, PR, Entwicklung usw. hören auf Ihn und Reporten auch an den Community Manager.

Da der Community Manager somit in direktem und indirektem Dialog mit allen Abteilung (fast allen) steht sollte er auch innerhalb des Unternehmens die Position des Community Managers übernehmen. Heißt wie kann er den Dialog (den geschäftlichen natürlich) zwischen den Abteilungen verbessern und erhöhen. Usw.

Deshalb auch meine Grundaussage die natürlich gerne weiterentwickelt werden soll:

  1. Der Community Manager sollte nicht nur der Mittelpunkt in der Community (extern) sondern auch innerhalb des Unternehmens werden
  2. Der Community Manager muss zukünftig einen höheren Stellenwert haben als andere Abteilungen – denn er steht am stärksten in Verbindung mit dem Kunden/User. Er kennt die Bedürfnisse, Probleme und Chancen besser als alle anderen in dem Unternehmen

Bahn mit Black-SMO unterwegs?

Ja auch die Bahn hat wohl versucht mit verdeckten Beiträgen in Internetforen zu punkten. Jedenfalls sollen mehr als eine Million € in Beiträge in Radios und Internetforen geflossen sein. Erkannt wurde es erst als die LobbyControl eine Anfrage bei der deutschen Bahn gestellt hat – wahrscheinlich sind die bezahlten Beiträge in den Foren nicht aufgeflogen. In welchen Foren etc. sich diese finden ist zudem ungewiss.

Mehr dazu im Spiegel.de Artikel. Daran erkennt man, dass es doch einige Unternehmen in Deutschland gibt, die solche Aktivitäten durchführen.

Black Community Management und Social Media Optimization

„Wie es gibt auch Black Community Management und Social Media Optimization? Davon haben wir ja noch gar nichts mitbekommen.“ Dies ist eine relativ häufige Antwort auf die Fragen ob Sie auch die „dunkle Seite der Macht“ nutzen.

Mit dieser Artikelserie möchte ich auf die ein oder andere Methode näher aufmerksam machen und wie diese auch in der Praxis funktioniert. Besonders im Community Management Bereich sind Fakeaccounts und Co beim Start eines Dienstes oft ein probates Mittel.

Kommen wir zu einigen grundlegenden Regeln des Black Community Management. Diese sollten  beachtet werden, denn der Verlust an Reputation welcher mit einer Aufdeckung verbunden ist, ist kaum wiederherzustellen.

Es kommt ein wenig darauf an ob man in anderen Communities wildern möchte oder eine eigene aufzieht. Ich fange mit den Basics fürs „wildern“ an und da ist der Start die Identität der Fakeaccounts.


Den ganzen Beitrag lesen…

Forenhaftung wird eingeschränkt

Die Info des Tages welche auch entscheidend für die Arbeit von Community Managern ist. Das Oberlandesgericht Hamburg schränkt die Haftung von Forenbetreibern ein und hob die Entscheidung des LG Hamburg auf.

Laut OLG ist der Betreiber eines Forums nicht zur vorsorglichen Überprüfung aller Inhalte verpflichtet. Die Begründung ist, dass dies die Überwachungspflicht des Betreibers überspannen würde und die freie Presse- und Meinungsäußerung verletzt.

Der genaue Wortlaut: “Denn auch anonym oder unter Pseudonym nutzbare Internetforen stellen ein grundsätzlich zulässiges und auch übliches Geschäftsmodell im Internet dar und stehen unter dem Schutz der Meinungsäußerungs- und Pressefreiheit.”

Auch die Unterlassung wurde zurückgewiesen. Die OLG führ folgende Begründung aus:
Der Beklagte hat nicht schon dadurch Prüfungspflichten verletzt, dass er nicht jeden Nutzerbeitrag vor der Veröffentlichung auf etwaige Rechtsverletzungen geprüft hat. Der Betreiber eines zulässigen Geschäftsmodells im Internet – dazu gehören Meinungsforen – ist nicht zur vorsorglichen Überprüfung sämtlicher Inhalte auf etwaige Rechtsverletzungen verpflichtet.

Insgesamt ist das ein sehr positives Urteil und setzt einige grundsätzliche Punkte fest, welche in der Moderation von Foren wichtig sind.

Quellen: Golem.de , Heise.de

Terminplan für die nächsten Wochen

In den letzten Tagen kamen Anfragen wo und wann man mich zu Gesicht bekommt, ein Grund mehr endlich meinen externen „Terminplan“ zu veröffentlichen. Wer mich dann zu Gesicht bekommen möchte muss sich nur melden.

CeBit, Hannover (5.3.2009)
Am Donnerstag werde ich auf der CeBit zu finden sein. Mit im Gepäck habe ich nebenbei ein neues Format welches wir (in Kooperation mit einer weiteren Agentur) nach der CeBit in monatlichem Abstand veröffentlichen werden.

Communitystammtisch 2.0, Frankfurt (10.3.2009)
Der wohl älteste Communitystammtisch in Deutschland. Letztes Mal war ich Aufgrund eines Staus verhindert – dieses Mal bin ich aber definitiv mit von der Partie. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich den Impulsvortrag zum Thema Monetarisierung im Web 2.0 halte.
Link

Orgameeting BarCamp, Karlsruhe (12,19,26.3.2009)
Das BarCamp nimmt immer konkretere Züge an. Wer Lust hat kann sich gerne anschließen. Zu finden sind wir in der „Gelbe Seiten Lounge“.

Munich Gaming, München (1.4.2009)
Gleich am ersten Tag auf dem Panel „Gaming Communities – Kritiker, Fans, Mitgestalter“. In diesem Fall in meiner Funktion als Vorstandsmitglied des Bundesverbands Community Management e.V.
Link

BVCM e.V. Versammlung / Workshop, Hamburg (4-5.4.2009)
An diesem Wochenende geht’s ab nach Hamburg für den BVCM um zum Workshop. Genaueres wird hierzu erst bekannt gegeben.

Mit Eikyo zur CeBit

Dank meiner überragenden Kommasetzungen hat der Onlinedienst Kommasetzer, welcher nebenbei von einem guten Bekannten mit betrieben wird, mir ein kleines Paket an CeBit Karten zur Verfügung gestellt. Diese verteile ich natürlich direkt an meine Blogleser.

Wie funktioniert es?

Beantwortet in den Kommentaren einfach folgende Frage: Welches Satzzeichen neben dem Komma wird am häufigsten verwendet?

Was ist Kommasetzer?

Ein Dienst für Unternehmen wie auch Personen die nach Lektoren suchen. Im Endeffekt kann man seinen Auftrag einstellen und Lektoren können sich auf diesen bewerben. Den für die eigenen Bedürfnisse am besten geeigneten Lektor kann man buchen.

Optimal für solche Kommasetzer wie mich!

Teaser des eBooks: Break Even Point erreicht?

Ende der Woche erscheint mein neues eBook „Monetarisierung im Web 2.0“ welches auch eine kleine Studie beinhaltet. In dieser wurden über 100 deutsche Web 2.0 Dienste und Unternehmen zum Thema Monetarisierung befragt. Hier einer der Fragen die gestellt wurden: Ist der Break Even erreicht?

breakeven

Deutliches Ergebnis: fast ¾ der Dienste sind noch nicht am Break Event Point angelegt. Eigentlich müssten die meisten Dienste in der Nähe des Break Even sein, da die Mehrheit 2 Jahre alt oder älter ist. Besonders die Dienste die am Anfang nur User gesammelt haben ohne auf die Monetarisierung zu achten, sind in den roten Zahlen und sind weit entfernt vom Break Even Point.

Gründe

  • meist wird nur auf Werbung gesetzt und dies ist besonders bei großen Communities kaum tragbar
  • zu wenig Werbebuchungen
  • keine Bereitschaft den Dialog mit den Usern einzugehen welche Modelle passend sind
  • zu späte Erkenntnis: Monetarisierung muss von Anfang an angegangen werden. Auch wenn diese Modelle am Anfang noch nicht Online geschaltet sind
  • zu schnelles Wachstum – leider nicht bei den Einnahmen
  • User nehmen bestimmte Modelle nicht an

Es gibt noch weitere unzählige Gründe wieso ein Dienst nicht genügend Einnahmen generiert. Der Wichtigste ist aber: Sie versuchen es einfach nicht. Im Online Marketing müssen Maßnahmen getestet werden um verlässliche Aussagen zu erhalten, wieso nicht auch bei der Monetarisierung? Entscheidend ist der Dialog mit den Usern welche natürlich auch weiterhin den Dienst nutzen wollen.

Auf der Suche nach dem Community Manager

Immer mehr Unternehmen suchen nach einem Community Manager für das eigene Netzwerk oder für die Arbeit in unterschiedlichen Netzwerken um die eigene Marke zu stärken (siehe asymmetrisches Community Management). Diese Suche gestaltet sich für die meisten Unternehmen schwerer als erwartet, denn die Erwartungen und die Realität klaffen doch stark auseinander.

Meist wird nach einem erfahrenen Community Manager gesucht welche neben Deutsch auch sehr gute Englisch-Kenntnisse verfügt. Optimalerweise hat er schon eine eigene Community betrieben (was bei Erfahrung ja grundsätzlich Voraussetzung ist). Eine abgeschlossene Ausbildung oder Studium ist grundsätzlich Pflicht, auch wenn dies nicht wirklich auf die Arbeit vorbereitet. Organisationstalent und hohe Internetaffinität sind ein Muss.

Die Aufgaben sind dabei aber unterschiedlichster Natur

  • Strategische Planung der Community
  • Qualitätssicherung
  • Entwicklung und Umsetzung der Kommunikationsstrategie
  • User Support
  • Marktforschung
  • Budgetplanung
  • Forenmoderation
  • Bekanntheit erhöhen
  • Etc.

Die Aufgaben und die Voraussetzungen können etwas variieren, je nachdem für welches Unternehmen gesucht wird. Kommen wir aber zu den entscheidenden Punkten in denen die Realität sich etwas von den Wunschvorstellungen unterscheidet.

Erfahrung

Es gibt kaum Personen im Bereich des Community Managements die über mehrjährige Erfahrung verfügen. Meist kann man glücklich sein, wenn sich jemand bewirbt der mehr als ein Jahr in der Position tätig war. Falls sich doch jemand findet, kann man sich als Personaler freuen und sollte diesen auf jeden Fall einladen. Dies sollte aber auch nur durchgeführt werden wenn das Thema Gehalt intern richtig geklärt ist.

Gehalt

Da scheiden sind derzeit die Geister – denn der Gehaltsspiegel bei Community Managern reicht von 25.000 bis 80.000 € im Jahr. Vielen ist nicht genau bewusst was für ein Arbeitspensum und Verantwortung dahinter liegt – an einem Community Manager sollten sich die anderen Position aus dem Marketing oder Service nicht messen. Heißt ein wirklich guter und erfahrener Community Manager kostet auch richtig Geld (ab 60.000€ aufwärts!!!). Schließlich verdienen Produkt und Marketing Manager mit entsprechender Erfahrung genauso viel.

Verantwortung

Es kommt ein wenig auf das Produkt und die Firma an für die der Community Manager arbeitet. Aber wenn eine eigene Community vorhanden ist, sollte der Community Manager als Leiter dieser eingesetzt werden. Heißt er hat hierbei nicht nur die Verantwortung über die Community selbst, sondern über die Monetarisierung, das Marketing intern wie extern welches dafür betrieben wird usw. Ein erfahrener Community Manager kennt sich mit der strategischen Planung und Entwicklung aus. Heißt er kann auch einschätzen wie die jeweiligen Aktivitäten ankommen.

Community Manager = General Manager der eigenen Community!

Nur unter diesem Aspekt können auch wirklich Höchstleistungen erreicht werden. Viele Unternehmen machen den Fehler, dass der Community Manager den Produktmanager und Marketing Manager zuarbeiten sollte – genau umgekehrt muss es sein, wenn das Produkt eine Community ist!

Wie finden Sie jetzt den passenden Community Manager?

Wenn das Unternehmen eine erfahrene Person sucht, dann sollte vermieden werden dies über die normalen Jobportale zu machen. Lassen Sie die Personaler lieber nach Kandidaten über XING und Co suchen (welche auch genügend Erfahrung besitzen) und diese direkt ansprechen. Sie werden dann auf jeden Fall den passenden Kandidaten finden.

Junior“-Stellen können Sie direkt ausschreiben. Stecken Sie die Anforderungen aber nicht so hoch, denn je höher die Anforderungen desto unwahrscheinlicher finden Sie die passende Position. Höherer Bildungsgrad bedeutet nicht das die Motivation für diesen „24/7“ Job vorhanden ist.