Archiv der Kategorie ‘Community‘

 
 

Online PR bei Twitter und die beiden Grundregeln

Ja inzwischen haben auch immer mehr Agenturen verstanden, dass Online PR auch in Social Media Diensten durchgeführt werden kann, wenn nicht sogar muss. Gänzlich unterschiedlich stellt sich die PR Arbeit aber trotzdem dar, denn typische Pressemitteilungen sollten tunlichst vermieden werden.

Grundsätzlich Informationen zum Medium

Twitter wie auch alle anderen Social Media Dienste sind keine einseitigen Kommunikationswege, sondern es entsteht ein Dialog. Wer in seiner Pressearbeit aber nur auf einseitige Wege setzt, der sollte die Finger von Twitter lassen. Ein Dialog bedeutet nämlich automatisch auch, dass eine gewisse Authentizität vorhanden sein sollte. Ganz wichtig ist: KEINE GELOBHUDELEI!!! Denn sonst werden nicht nur die Nutzer, sondern auch die anderen Medien die Arbeit kritisch bewerten. Besonders für Agenturen ist dies schwierig, da Sie sich bei jeder Meinung bzw. auch bei jedem eigenen etwas kritischeren Beitrag vorher vom Auftraggeber die Freigabe geben lassen müssen.

Diese beiden Regeln sollten vor jedem Engagement eines Unternehmens auch intern abgesprochen werden, denn ohne die grundsätzliche Entscheidung für einen anderen Kommunikationsstil ist das Unterfangen eher zum scheitern verurteilt.

  1. Regel: Die Bereitschaft kritische Dialoge zu führen muss unbedingt vorhanden sein
  2. Regel: Typische PR Arbeit hat nichts bei Twitter verloren

Im nächsten Artikel wird dann die genaue PR Arbeit bei Twitter beschrieben – wie wird ein sinnvolles Konzept entwickelt und PR Arbeit durchzuführen.

BarCamp in Karlsruhe

Was lange währt wird endlich organisiert… Ja unter diesem Motto könnte das Thema BarCamp in Karlsruhe stehen. Es wurde schon einige Male versucht eines durchzuführen, bis jetzt (laut meinem Kenntnisstand) ohne Erfolg. Dies wird sich aber in diesem Jahr grundlegend ändern.

Heißt im Klartext: Es wird 2009 ein BarCamp in Karlsruhe stattfinden!

Derzeit ist das ganze noch in der frühen Planungsphase aber mit einigen interessanten Entwicklungen. Den Anfang machte ein Telefonat mit Alexander Wohlfahrt in dieser Woche, welchervon der Idee auch angetan ist. Heute twitterte ich dies, eine Minute später klingelte schon das Telefon, dies hörte auch nicht mehr so schnell auf…

Der aktuelle Status ist, dass für das BarCamp schon zwei Partner fest stehen die gerne helfen möchten dieses BarCamp zu realisieren. Ich glaube das ist für den Start eine richtig positive Ausbeute.

Wer uns helfen möchte kann sich gerne anschließen und sich per Mail bei info at eikyo.de melden.

Weitere Infos gibt es in den kommenden Tagen und Wochen.

Was genau ein Barcamp ist findet ihr auf der Wikipedia Seite beschrieben: Was ist ein BarCamp?

Workshops zu Social Media / Community Management

In der Vergangenheit hatte ich schon einige Workshops zum Thema Monetarisierung Web 2.0 und Social Media Diensten durchgeführt. Darunter waren auch einige zum Thema Community Management und wie der Onlinekundenservice aufgebaut werden sollte.

Leider habe ich die Ausweitung der Workshops nicht weiter fokussiert, was ich aber mit dem Beitrag ändern möchte. Ich werde in den kommenden Wochen einige Kapitel verschiedener Workshops die ich in der Vergangenheit gehalten habe mit der Kamera aufnehmen und veröffentlichen. Diese Kapitel werden natürlich komplett kostenlos sein, wer den kompletten Workshop sehen möchte, der kann dies auch erstmal nur Live machen. Grund hierfür sind einige Praxisaktivitäten die Vor Ort auch durchgeführt werden….

Wer Interesse hat kann sich natürlich gerne sofort melden, ansonsten einfach abwarten auf die ersten Videos. Die Erstellung der Videos geht schnell aber die Überarbeitung wird einiges an Zeit kosten, deshalb bitte nicht vor März damit rechnen.

Wenn doch Interesse daran besteht die kompletten Workshops Online zu sehen, dann einfach kurze Info in den Kommentaren, werde mir dann ein wenig was ausdenken.

Vermarktung von Social Media Diensten

Während ich gerade für einen Kunden noch eine komplette Marketingkampagne auf die Beine stelle, fällt mir gerade auf, dass die meisten Social Media Dienste kaum bis gar kein Marketing betreiben. Kommt mir das nur so vor, oder ist das wirklich so? Einige Dienste vergessen sogar in regelmäßigen Abständen die Presse anzusprechen. 

Es ist zwar nett die Vermarktung und die Monetarisierung auf der eigenen Plattform zu erhöhen, aber eine echte Vermarktung außerhalb wird selten durchgeführt. Zwar werden Aktivitäten gefahren um User auf die Seite zu bekommen: Gewinnspiele, SEM und SEO – aber alle anderen (ich nenne das mal Standard-Marketing Aktivitäten) werden getrost ignoriert.

Besonders die PR Arbeit wird oft komplett vergessen, denn schließlich denkt niemand im Unternehmen daran sich einen sinnvollen Presseverteiler aufzubauen. Besonders regional könnte man durchaus in Print und Radiosendungen vorkommen, da ein Unternehmen aus der Umgebung in diesem Umfeld recht spannend für die Presse ist.

Wieso vergessen einige Dienste überhaupt auch ihre Plattform nach außen hin zu vermarkten, um die Bekanntheit aktiv zu erhöhen? Ob über PR, Anzeigen oder sonstige Aktivitäten? Klar gibt es hierbei auch Ausnahmen, aber bei der großen Masse der StartUps und Communities passiert nach Außen hin nicht sonderlich viel.

An was liegt das? Das würde mich mal wirklich interessieren. Wieso ich gerade darauf komme? Ich helfe gerade einen Bekannten seine Mediadaten und seine Monetarisierungsmodelle anzupassen und merke: da wurde kaum bis gar kein Marketing gemacht. Nach kurzer Recherche fällt auf, dass machen nur ganz wenige Unternehmen. Schämt euch ;)

Faken, Faken und nochmals Faken

Nicht nur in Amerika gibt es Unternehmen die derzeit Communities und Social Media Dienste nutzen um Ihre Produkte in einem positiveren Licht darzustellen. Ob das über bezahlte Bewertungen, oder einfach einen Dienstleister gemacht wird der in Foren oder Communities rumspuckt. Der Unterschied ist, dass es in Deutschland nur wenige Personen auf diesem hohen Niveau hinbekommen, damit es keiner bemerkt. In dieses Fettnäpfchen sind schon einige deutsche Unternehmen getreten.

Ich will keine Anleitung erteilen wie diese Art der Manipulation funktioniert, trotzdem will ich ein wenig auf die Tricks und Kniffe dieser Personen eingehen. Schließlich sollte man als Community Manager auch wissen ob „Faker“ in der eigenen Community ist.

Kurz zu der genauen Vorgehensweise des Fakens in den USA:

  1. Es wird eine „virtuelle“ Person erstellt. Heißt dieser Name wird auf verschiedenen Diensten angemeldet, optimalerweise sucht man sich den Ort und den Namen einer Person aus die es auch in der Realität wahrscheinlich gibt. Es kann sogar soweit gehen, dass man wirklich eine real existierende Person übernimmt welche Online nicht oder kaum aktiv ist.
  2. Die Accounts auf den verschiedenen Plattformen sollten mit Leben und Inhalt gefüllt werden. Ein paar Diskussionen zu verschiedenen Themen die nichts mit dem Produkt oder der Dienstleistung zu tun haben. Im Endeffekt versucht man sich als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft auszugeben. Optimalerweise hat man neben der Mailadresse auch noch Instant Messanger Daten hinterlegt und quatscht darüber mit den „Multiplikatoren“ der Community.
  3. Nach 1-2 Monaten (je länger desto besser), hat man eine Reputation mit seinen Accounts aufgebaut und kann nun in die vollen gehen. Entscheidend bei der Bewerbung bzw. Bewertung eines Produktes niemals „offensichtlich“ Werbung machen. Heißt eher über die Hintertür. „Ich suche ein Fernseher? Kann mir jemand helfen?“ – sobald Rückantwort kommt kann man anfangen mit. „Habe mich erkundigt in xyz und mir wurde das empfohlen. Was meint ihr dazu?“ und zu guter Letzt: „ich habe das Gerät gekauft und bin echt begeistert. Zwar ist die Menüführung/Handbuch etc. nicht so toll, aber vom Bild her der absolute Hammer..“ Niemals zu begeistert von einem Produkt sein, sondern versuchen auch ein paar nicht gravierende Fehler oder Missstände ansprechen.
  4.  Schon hat man seinen Samen gelegt und weiter geht es – optimalerweise hat man 5-10 solcher Accounts (natürlich mit verschiedenen Orten und passenden IP Adresse) und schon kann die Fakekampagne in verschiedenen Netzwerken starten.

Wie kann man so jemanden entlarven?

Wenn jemand richtig gut ist und viel Erfahrung hat, kann man Ihn kaum entlarven. Hin und wieder gibt es die Chance Anhang von bestimmten Schreibweisen oder grammatischen Eigenarten jemanden einige Accounts zuzuschreiben. Aber oft ist das zu schwer und man muss seine Community und oder schon sehr genau kennen um so etwas aufzudecken.

Trotzdem sollte man immer vorsichtig sein gegenüber Leuten die über kurze Zeit 1-2 Monaten sehr aktiv sind und nach einigen Produktbeiträgen auf einmal in die Inaktivität verschwinden.

Ich habe jemanden entlarvt, was mache ich jetzt?

Ob man diese Person, die Firma oder sonst jemand an den Pranger stellt ist die Sache der einzelnen Person. Entscheidend ist, dass bei diesen Firmen und Dienstleistern ein Umdenken stattfindet, welches man eben nur mit dem Hammer durchsetzen kann. Als Community Manager sollte man die Beiträge der Person + den Account genauer unter die Lupe nehmen und in dem Umfeld schauen ob sich nicht noch weitere Fakeaccounts eingenistet haben, denn diesen Fehler machen viele der Personen – die Accounts untereinander als Kontakte etc. zu verlinken.

Fazit

Das Risiko und die Kurzfristigkeit dieser Aktionen sind viel zu hoch um solche Aktivitäten ausführen zu lassen. Wieso? Durch die schnellen Kommunikationskanäle bei Social Media Diensten erfährt die Internetwelt sehr schnell von der Entlarvung von Fakern und den Firmen. Die Reputation fällt gewaltig und es kann dadurch auch ein finanzieller Schaden entstehen. Alleine aus diesen Gründen sollte abgeraten werden, aber es gibt noch einen weiteren. Diese Aktivitäten können nur eine bestimmte Zeit (1-2 Monate) durchgeführt werden, denn je länger diese durchführt werden desto höher die Chance entlarvt zu werden. Innerhalb 1-2 Monaten kann kein wirkliches Netzwerk aufgebaut werden, welches für ein Produkt wichtig wäre.

Deshalb als Empfehlung: Wenn schon asymetrisches Community Management (oder nennen wir es dezentrales), dann offen und ehrlich. Die Sympathiepunkte die dadurch einen Dialog mit den Usern entstehen werden sich langfristig auch finanziell lohnen. Wenn jetzt noch der Wille zur Selbstreflektion vorhanden ist, kann dezentrales Community Management ein Kanal werden, welcher zum Unternehmenserfolg maßgeblich beiträgt.

Social Media Nutzung in Unternehmen

Inzwischen kommt es immer öfter vor, dass man auch in Social Media Diensten über seinen Arbeitsplatz, Arbeitskollegen oder sogar seinen Arbeitgeber spricht. Dies kann einige unangenehme Folgen mit sich ziehen.

Dies musste auch einige Mitarbeiter der britischen Supermarktkette Tesco feststellen. Diese haben sich besonders abfällig über Kunden in der Facebookgruppe geäußert. Im letzten Jahr kam es sogar zu 13 Entlassungen bei einer Fluglinie, da sich Mitarbeiter beim gleichen Dienst über die Sicherheitsregelungen ausgelassen haben. Quelle: Basicthinking
Was die beiden Punkte aber deutlich zeigen ist, dass es in Unternehmen keine Regelung mit den Mitarbeiter gibt wie in der Öffentlichkeit (dazu gehören Social Media Dienste definitiv) über das Unternehmen etc. gesprochen wird. Auch ein NDA zeigt hier wohl derzeit noch nicht genügend Wirkung.

Unternehmen müssen hier stark umdenken, denn Mitarbeiter haben mindestens einen Account bei einem Social Media Dienst und betreiben oft sogar einen Blog etc. Dies nicht nur erst seit gestern sondern seit Jahren. Unternehmen müssen sich deshalb relativ schnell darauf stürzen passende Richtlinien für Mitarbeiter aufzustellen, welche transparent aufzeigen, welche Äußerungen gegenüber der Arbeit gestattet sind und welche nicht.

Werde in den nächsten Tagen mal ein kleines Gedankenblatt zu Richtlinien machen.

Social Media Nutzung in der Politik

Nach Obama welcher die Nutzung von Social Media Diensten während seines Wahlkampfs perfektioniert hat, fangen auch die deutschen Parteien immer gezielter an Social Media Dienste für Ihren Wahlkampf einzuspannen. Darunter sind neben Blogs, StudiVZ Gruppen auch Twitteraccounts zu finden.

Als bestes Beispiel zeigt der SPD Kandidat Schäfer-Gümbel bei dem hessischen Wahlkampf. Der Twitteraccount hat innerhalb kurzer Zeit über 1.000 Follower verbuchen können und hat gehörig Aufmerksamkeit im der Web 2.0 Szene erzeugt. Darunter unzählige Berichte auf Blogs und Diskussionen in Foren. Als eines der Highlights durfte das Interview mit Robert Basic gesehen werden, welches über Twitter geführt wurde. Sicher waren die inhaltlichen Auskünfte eher dürftig und hatten eher etwas von Wahlkampfplakaten, trotzdem zeigt es doch den Versuch relativ „Internet“volksnah zu agieren.

Der Unterschied ist nur, dass die deutschen Politiker nur während den Wahlen versuchen eine gewisse Transparenz aufzuzeigen. Dies ändert sich nach der Wahl wieder, denn eine wirkliche Transparenz wie bei der Regierung Obamas sucht man hier vergebens. Ob diese Transparenz auch langfristig gehalten werden kann, werden die nächsten Monate zeigen. Aber die Umstellung der Webseite des Weißen Hauses und die Idee Gesetze vor Unterschrift zur Diskussion zu stellen sind sehr positive Schritte.

Bundestagswahlkampf 2009 was steht uns bevor?

Hilfe jede Partei ist in meinem Social Network unterwegs. Dazu wird es mit großer Wahrscheinlichkeit sogar kommen, wobei die Messlatte die die amerikanischen Kollegen gesetzt haben sehr hoch liegt. Auch sind deutsche Netzwerke und Nachrichtendienste wesentlich kleiner und beschaulicher als die amerikanischen Originale (Ausnahmen bestätigen die Regel).

SPD, CDU, Gründe und die FDP (die Linken lassen wir mal links liegen) sind alle schon mehr oder weniger aktiv, darunter Youtube Channel, StudiVZ Gruppe und Twitteraccounts. Ein sehr gutes Beispiel ist die FDP, eine kurze Übersicht über die aktuellen Aktivitäten:

Blogs
http://blog.fdp.de/index.php
http://reform.fdp.de/

Youtube Channel
http://www.youtube.com/fdp
http://www.youtube.com/julishannover

Community & Foren
https://my.fdp.de
http://reform.fdp.de/

http://fdp-thueringen.de/phpbb/

http://www.myspace.com/julishannover
http://www.facebook.com/pages/Junge-Liberale-Hannover-Stadt/33217364685

Twitter
http://twitter.com/FDP_Fraktion
http://twitter.com/jungeliberale
http://twitter.com/JuLisBayern
http://twitter.com/julis_freiburg
http://twitter.com/fdp_ofl

Flickr
http://www.flickr.com/photos/julishannover/

Diese Liste ist nicht vollständig, denn es fehlen noch unzählige Twitterstreams von Ortsgruppen, JuLi Gruppen. Außerdem gibt es noch in zig weiteren Netzwerken Profile, Gruppen oder Fans der Partei. Ich hoffe das diese Auflistung recht deutlich zeigt, dass die Parteien in Deutschland schon sehr aktiv in Social Media Diensten vertreten sind. Zwar wird es vor der Bundestagswahl eine Steigerung geben, aber nur was die Aktivität angeht. Die Medien und dazugehöhrigen Profile etc. sind vorhanden und werden schon aktiv genutzt.

Trotzdem schaffen es die Parteien nicht wirklich relevant in diesen Netzwerken zu agieren. Denn ein richtiger Dialog mit den Wählern findet nur bedingt oder überhaupt nicht statt. Die Meinung der User ist meist nur so weit interessant, dass diese genutzt werden kann um eine weitere Wählerstimme zu gewinnen.

Wie Unternehmen begehen auch die deutschen Parteien den Fehler, dem User etwas aufschwätzen zu wollen. Die Social Media Nutzung wird als weiterer Werbeweg gesehen, ohne auf die Chancen des noch recht jungen Mediums Rücksicht zu nehmen. Der Dialog und die damit verbundene Möglichkeit Meinungen zu ändern wird nicht beachtet.

Das von vielen als „Mitmach Netz“ betitelte Web 2.0 will sich aktiv beteiligen und nicht nur mit Parteibotschaften berieseln lassen. Dies ist auch der Unterschied wieso die Obama Kampagne so erfolgreich war – jeder User konnte aktiv werden und somit etwas beitragen. Man hat das Gefühl Politik zu gestalten und für die Veränderungen verantwortlich zu sein.  

Wann hatten Sie in Deutschland das letzte Mal das Gefühl Politik mitgestalten zu können? Ich jedenfalls (obwohl ich den Versuch unternommen hatte in den Jugendablegern der Parteien) noch nie.

Bewertungen kaufen geht nach hinten los

Das musste wohl auch Belkin eingestehen, denn der Anbieter von Netzwerkzubehör entschuldigte sich offiziell beim Händler Amazon für gekaufte Bewertungen. Letzte Woche hatte ein Student aufgedeckt, dass ein Mitarbeiter des Unternehmens Leute sucht die positive Bewertungen über einen Router schreiben. Dafür gab es dann eine kleine Bezahlung.

In der öffentlichen Stellungnahme des Belkin-Präsidenten Mark Reynoso entschuldigte er sich für die „unethischen Praktiken“ eines einzelnen Mitarbeiters.

Nett gesagt und doch mit einem faden Beigeschmack. Inzwischen gehört es bei einigen Herstellern in Amerika zum guten Ruf externe Dienstleister damit zu beauftragen positive Bewertungen zu ihren Produkten zu verfassen. Ob auf Amazon oder sonstigen Shoppingportalen – gefälschte Bewertungen finden sich auf allen Plattformen. Dies wird langfristig aber kräftig in die Hose gehen. Deshalb können wir nur abwarten wer als nächstes erwischt wird.

Ein sinnvolles Engagement kann durchaus auf diesen Portalen stattfinden. Denn Kritik und negative Bewertungen können dem Unternehmen helfen Schwachstellen bei Produkten und in ihrem Service zu finden. Denn eine negative Bewertung die in eine positive Geschichte umgewandelt wird, bringt eine deutlich bessere Reputation und zeigt dem Kunden, dass das Unternehmen auch nach dem Verkauf des Produktes noch für einen da ist.

Marketing Trends für 2009

In einer Marketingumfrage der Agentur Anderson Analystics wurden 643 Marketing-Entscheider nach ihren persönlichen Trend-Einschätzungen für dieses Jahr gefragt.

Die Trends sind laut dieser Umfrage:

  1. Verbesserung des Kundenverständnisses und die Notwendigkeit von Innovationen
  2. Erhöhung der Kundenzufriedenheit
  3. Abkehr von ökologischen Themen
  4. Ablehnung von Begriffen wie „Blog“ oder „soziale Netzwerk“.
  5. Ausdehnung der Marketing-Aktivitäten auf den asiatischen Raum

Irgendwie frage ich mich bei solchen Ergebnissen auch ob alle selbsternannten „Experten“ überhaupt mal gelesen haben was für einen Stuss Sie überhaupt geschrieben haben. Zum einen möchten Sie die Kundenzufriedenheit und die Verbesserung des Kundenverständnisses erhöhen, aber der anderen Seite ziehen Sie sich aus dem Web 2.0 Bereich zurück. Welche Gehirnakrobaten sind denn da am Werk?

Tut mir Leid wenn ich mich hier etwas kritischer äußere, denn irgendwann platzt auch mir der Kragen, bei soviel inkompetent. Denn sinnvolles Community Management im Web 2.0 kann den Service am Kunden ungemein steigern. Außerdem kann dadurch ein wirkliches Verständnis für die Kunden aufgebaut werden, die ja täglich im Web 2.0 unterwegs sind. Sicher schafft man so etwas nicht mit einer „coolen viralen Kampagne“ der x-ten Internetagentur, sondern über ein sinnvolles Engagement beim Dialog mit dem Kunden. Aber was solls…

Blogs und Communities sind nicht mehr die Hypethemen wie Sie es vor Monaten waren, aber richtig genutzt wurden diese beiden Themen noch gar nicht. Deshalb: Erstmal richtigen Dialog mit den Kunden im Web 2.0 erstellen – dann klappt es auch mit den ersten beiden Trends.

Quelle: Ecin

Der Community Manager Heute: Der Visionär

Gleich vorweg, es geht nicht um religiöse Visionen oder optische Sinnestäuschung welche auch unter die Kategorie Vision fällt. In diesem Fall geht es um die strategische Vision welche jeder Community Manager von seiner Arbeit und seiner Community haben sollte.

Neben den technischen und auch sozialen Komponenten ohne die ein Community Manager kaum seine Arbeit leisten kann muss er sich auch um die Weiterentwicklung des Geschäfts (Community) kümmern. Darunter fällt neben der anfänglichen Analyse von User und Wettbewerbern auch die Anbahnung zukünftiger Geschäfte. Auch das verfassen von Geschäftsentwürfen, konkreter Geschäftsmodelle und Monetarisierungsmodelle gehört hier zu dem möglichen Spektrum welches er umfassen sollte.

Im Arbeitsalltag ist der Bereich aber keine punktuelle Maßnahme sondern vielmehr ein kontinuierlicher Prozess, welcher einem ermöglichen soll langfristig die eigene Community weiterzuentwickeln. Dabei sollte der Community Manager nicht auf Standardverfahren setzen, sondern sollte einige Eigenschaften mitbringen: Kreativität und die Bereitschaft bestehende Denkmuster in Frage zu stellen.

Wichtig für den Visionär ist auch wirklich Ziele zu haben und diese auch zu definieren, selbst wenn diese unerreichbar weit erscheinen.

Um es in einem Zitat von John Naisbitt abzuschließen:
Eine strategische Vision ist ein klares Bild von dem, was man erreichen will.